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© FriedWald/Thomas Gasparini
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    Bestattung in der Natur auf dem FriedWald

Bestattungswald

Der FriedWald als Beisetzungsort

Immer mehr Menschen wünschen sich eine alternative Bestattung zur klassischen Erdbestattung auf dem Friedhof. Eine Bestattungsform die in Deutschland zunehmend beliebter wird, ist die Bestattung in einem FriedWald.

FriedWald - Häufig gestellte Fragen


Was ist im FriedWald erlaubt?

Um das Ökosystem Wald so naturnah wie möglich zu belassen, sind einige Dinge im FriedWald erlaubt, andere hingegen verboten. Es muss beispielsweise auf Grabschmuck wie Gestecke, Kerzen und auch auf den Grabstein verzichtet werden. Plaketten, die an den Verstorbenen erinnern, dürfen jedoch an den Bäumen angebracht werden. Bei der Beisetzung ist es in der Regel auch möglich, Blütenblätter, Steine aus dem eigenen Garten oder selbstgemalte Bilder in das Grab zu geben. Nach der Beisetzung kann das Baumgrab jederzeit besucht werden und auch Spaziergänge zur Grabstelle mit an der Leine geführten Hunden sind erlaubt.


Der Beisetzung im FriedWald geht immer eine Feuerbestattung voraus. Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich des ausgewählten Baumes beigesetzt.

Die weitestgehend unberührte Natur und die Ruhe und Atmosphäre des Waldes macht diese Art der Beisetzung vor allem für naturverbundene Menschen reizvoll. Nicht nur die Naturverbundenheit zu Lebzeiten ist ein Grund, sich für den FriedWald zu entscheiden, sondern auch die Gewissheit, dass die Hinterbliebenen im Wald einen ruhigen Ort der Trauer und des Gedenkens finden.

Grabarten im FriedWald

Im FriedWald gibt es bei der Wahl des Baumes unterschiedliche Möglichkeiten. Zusätzlich zum Basisplatz an einem der Gemeinschaftsbäume gibt es auch Partnerbäume sowie Familien- und Freundschaftsbäume. Bei jeder dieser Baumarten können bis zu zehn Menschen ihre letzte Ruhe am Baum finden. Die Ruhezeit beträgt im FriedWald bis zu 99 Jahre.

Als Alternative bietet der konkurrierende Anbieter Ruheforst Familien auch die Möglichkeit zur Beisetzung an Sträuchern oder anderen markanten Landschaftsmerkmalen wie großen Steinen an.

Für verstorbene Kinder bis zum dritten Lebensjahr gibt es einen besonderen Baum – den Sternschnuppenbaum. Eltern, die ihr Kind an diesem Baum bestatten lassen möchten, zahlen dafür lediglich die Beisetzungskosten.

Grabpflege durch die Natur

Der Beisetzungsort der Urne wird lediglich mit einer schlichten Namenstafel gekennzeichnet. Grabbepflanzungen, Gestecke oder Grablichter sind bei der Beisetzung im FriedWald nicht erlaubt – zum Konzept des FriedWalds gehört, dass die Natur die Grabpflege übernimmt und der Wald in seinem ursprünglichen Zustand verbleibt.

Wie die eigentliche Beisetzung in einem FriedWald gestaltet wird und welche Riten sie umfasst, bleibt den Angehörigen überlassen und richtet sich nach den individuellen Wünschen des Verstorbenen. Neben weltlichen Bestattungen sind auch christliche Beisetzungen möglich. Auf dem FriedWald muss nicht auf christliche Symbole verzichtet werden – die Namenstafel kann nach Wunsch mit einem Kreuz versehen werden. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche haben den FriedWald als Beisetzungsort anerkannt. Meist gibt es die Möglichkeit, direkt an der Grabstelle eine Trauerfeier abzuhalten.

Viele Menschen entscheiden sich bereits zu Lebzeiten für eine FriedWald-Bestattung und wählen im Vorfeld einen Baum aus. In regelmäßigen Abständen werden an den unterschiedlichen Standorten Waldführungen angeboten, die Einblicke in das Thema Naturbestattung geben und über die Bestattungsmöglichkeiten informieren. Außerdem können Interessierte bei diesen Führungen ihren eigenen Wunschbaum für die Urnenbeisetzung finden.

Geschichte von FriedWald

2001 wurde der erste deutsche FriedWald in Reinhardswald bei Kassel eröffnet. Inzwischen gibt es rund sechzig FriedWald-Standorte, die sich auf über 2.700 Hektar erstrecken. Mehr als 190.000 Deutsche möchten nach ihrem Tod in einem der Standorte bestattet werden und haben entsprechend vorgesorgt.

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
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