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Trauerrituale weltweit

Trauerrituale: So gedenken die Menschen weltweit

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In unseren Breiten begegnen wir dem Tod oft mit Angst und Unbehagen – ganz anders ist der Umgang mit dem Tod in vielen anderen Kulturen. Wir reisen durch die weltweiten Bestattungsrituale und betrachten das Bild des Todes in verschiedenen Kulturen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu Trauerritualen weltweit

  • Trauerrituale helfen vor allem den Hinterbliebenen bei ihrer Trauerarbeit
  • Je nach Glaubensrichtung erfüllen Trauerrituale auch spirituelle Funktionen
  • Viele weltweite Trauerrituale sind mit Beisetzungen in Deutschland nicht vergleichbar
  • In etlichen Ländern der Welt zelebrieren die Menschen ihren eigenen Totenkult
  • Manche Kulturen feiern Totenfeste, die jährlich oder alle paar Jahre stattfinden

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Trauerrituale weltweit

In Deutschland setzen wir uns mit dem Sterben häufig erst dann auseinander, wenn der Tod schon an die Tür klopft. Verstirbt ein geliebter Mensch, trauern wir oft leise, voller Schmerz und Demut. Doch welche Trauerrituale gibt es in anderen Kulturen?

Welche Trauerrituale gibt es?

Trauerrituale gestalten sich weltweit oft als Totenkult, der sehr rituell geprägt ist. Todesrituale in anderen Kulturen sind mit den typischen Beisetzungszeremonien in Deutschland oft nicht vergleichbar. Umso spannender ist der Blick rund um den Globus.

Die hier dargestellten Sterberituale in anderen Kulturen verstehen sich nicht als vollständige Liste. Sie sollen einen Eindruck vermitteln, welche unterschiedlichen – oder auch ähnlichen – Trauerrituale es in verschiedenen Regionen der Welt gibt.

Welche Funktion haben Trauerrituale?

Trauerriten helfen den Hinterbliebenen, den Verlust anzuerkennen und zu verarbeiten. Doch in vielen Kulturen gehen Trauerrituale weit darüber hinaus. Sie fokussieren die verstorbene Person und den Tod an sich deutlich mehr. Oft korrelieren die Rituale auch mit dem jeweiligen Glauben – beispielsweise im Judentum, Islam und Buddhismus.

So haben Trauerrituale weltweit ganz besondere Funktionen: vom Glauben an die Wiedergeburt über die Befreiung und Erlösung der Seele oder des Geistes bis hin zu ausgiebigen Festen, um die verstorbene Person und den Tod zu ehren. Sogar die Gestaltung der Särge unterscheidet sich weltweit.

Trauerrituale in Asien

Manche Rituale finden regelmäßig statt – unabhängig von einzelnen Todesfällen. So feiern die Menschen in China jedes Jahr im April das Qingming-Fest. Dabei handelt es sich um einen Totengedenktag, an dem die Menschen die Gräber säubern, Totengeld verbrennen und Weihrauchstäbchen entzünden.

Als größter Kontinent der Welt finden sich in Asien zahlreiche Toten- und Trauerrituale, von denen wir einige vorstellen.

Indische Trauerrituale: Der Tod im Hinduismus

Ein Großteil der indischen Bevölkerung gehört der hinduistischen Glaubensrichtung an und auch im Hinduismus gibt es viele Trauerrituale. Der Hinduismus betrachtet den Menschen und den Tod unter einem ganz anderen Blickwinkel. Dabei ist Karma sehr bedeutend, denn es steht für die guten Taten, die ein Mensch zu Lebzeiten vollbracht hat – dem Glauben nach, entscheidet das Karma über die Form der Wiedergeburt. Das höchste Ziel ist es, im Nirwana wiedergeboren und eins mit der Ewigkeit und dem Absoluten zu werden.

Zunächst erfolgen wichtige Reinigungsrituale, die dem Glauben nach gleichzeitig die Seele reinigen und sie auf die anschließende Reise vorbereiten. Anschließend wird der Leichnam noch am Todestag verbrannt – die Zeremonie findet an einem öffentlichen Platz auf einem Scheiterhaufen statt. Sinnbildlich für die fünf Elemente umrunden die Angehörigen den toten Körper fünfmal. Danach wird das Feuer entfacht, das aus einer heiligen Feuerquelle eines Tempels stammt.

Damit sich die unsterbliche Seele bei diesem Trauerritual entfalten kann, zerschlägt ein Priester den Schädel des Leichnams. Die Tradition verlangt, dass die Totenasche nach drei Tagen in den Ganges oder in ein anderes heiliges Gewässer gestreut wird. Doch auch eine Erdbestattung ist nicht ausgeschlossen.

Sulawesi: Das singende und tanzende Fest der Toraja

Indonesien ist das größte muslimische Land der Erde. Trotzdem ist der Süden der viertgrößten Insel des Archipels, Sulawesi, von einer Kombination aus der alten Naturreligion Aluk und christlichen Einflüssen der Missionare geprägt. Für das Volk der Toraja ist die Totenfeier das höchste Fest. Dabei geht der eigentlichen Beerdigung eine ausgiebige Begräbniszeremonie voraus, bei der der Leichnam einbalsamiert oder mit Formalin konserviert und im hinteren Teil des Hauses aufgebahrt wird. Das Trauerritual kann bis zu zwei Jahre dauern, in denen Angehörige die verstorbene Person wie ein schlafendes Familienmitglied behandeln.

Die Trauerfeier findet unter lautem Jubel und Gelächter statt. Die Menschen, traditionell in Schwarz oder eine dunkle Farbe gekleidet, tanzen und singen und es kommt auch zu ausgelassenen Rangeleien. Sie feiern den Tod als Höhepunkt des Lebens und zelebrieren ihn in festlicher und fröhlicher Atmosphäre. Nach den Feierlichkeiten wird der kunstvoll gefertigte Sarg in einer Höhle, einem Steingrab oder frei hängend an Felswänden beigesetzt.

Einmal jährlich findet auf Sulawesi das Ritual Ma’Nene statt, bei dem die Toten exhumiert, neu eingekleidet und durchs Dorf geführt werden. Da die Toraja daran glauben, dass alle Besitztümer mit ins Jenseits gelangen, legen sie Habseligkeiten und Kostbarkeiten in die Gräber der Verstorbenen.

Open-Air-Bestattung in Tibet

In Tibet findet die Bestattung traditionell auf einer Wiese statt. Dabei werden die Körper der Verstorbenen zerlegt und unter freiem Himmel verteilt – meistens auf Berggipfeln, sodass Aasfresser, insbesondere Geier, die sterblichen Überreste verspeisen.

Die Knochen werden für die Himmelsbestattung in Tibet zermahlen und mit geröstetem Gerstenmehl vermischt, um zu gewährleisten, dass die tibetischen „Engel“, die Dakini, sie essen. Dieses Trauerritual gilt in Tibet als äußerst tugendhaft, da es das Leben kleinerer Lebewesen schont, die ansonsten den Geiern zum Opfer gefallen wären.

Kremationsfeier in Bali

In Bali ist die Feuerbestattung kein trauriges Ereignis, da die Kremation dem Glauben nach die Seele der Verstorbenen befreit. 2008 erfolgte eine der größten Kremationsfeiern auf Bali, bei der zwei Mitglieder der königlichen Familie in einem opulenten Trauerritual zusammen mit 68 Bürgern eingeäschert wurden. Dabei wurde neben einem hölzernen Drachen auch ein massiver hölzerner Bulle kremiert, in dem Tjokorda Gde Agung Suyasa, das Oberhaupt der Adelsfamilie, aufgebahrt war.

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Trauerriten in Afrika

Erst lautstark beklagt, dann deutlich stiller zelebriert: In Ägypten hat sich der Umgang mit verstorbenen Menschen stark verändert. Sehr viel ausgelassener geht es in Madagaskar zu, wo der Tod alle sieben Jahre gefeiert wird.

Ägypten: Klageweiber und der Einfluss des Islams

Im Alten Ägypten klagten die Menschen lautstark, um den Tod zu ehren und auf Verstorbene aufmerksam zu machen. Dafür gab es sogar ein regelrechtes Gewerbe, das darauf spezialisiert war: die Klageweiber. Gegen Naturalien und später auch Geld begleiteten sie die Trauerrituale mit lautem Klagen, Gesang und Tanz – zumeist von Priesterinnen angeführt. Je mehr Klagefrauen beteiligt waren, desto vermögender waren die Hinterbliebenen. Während einer Klageprozession rauften sich die Frauen ihre Haare, warfen mit Asche und schlugen sich auf den eigenen entblößten Oberkörper.

Die Trauerkultur Ägyptens veränderte sich mit zunehmendem Einfluss des Islams stark. Im muslimischen Glauben gilt das irdische Leben als Vorstufe zum Paradies. Anders als bei den Klageweibern wird die Trauer sehr verhalten ausgedrückt – lautes Wehklagen könnte wie der Zweifel an Gottes Entscheidung wirken.

Die verstorbene Person wird vor der Beisetzung gewaschen und in ein weißes Laken gehüllt. Dem Glauben nach sind im Tod alle gleich, weswegen alles so schlicht wie möglich stattfindet. Daher erfolgt die Beerdigung auch ohne Sarg – der Leichnam wird samt Leichentuch in ein Grab gebettet und mit der Blickrichtung nach Mekka ausgerichtet.

Für Männer und Frauen erfolgt das Trauerritual in der Regel getrennt. Traditionell trauern die Frauen eher zu Hause, während die Männer ihre Trauer auch öffentlich ausdrücken. Die Schiiten gedenken Verstorbenen einmal im Trauermonat Muharram und die Sunniten trauern nicht über einen längeren Zeitraum.

Beerdigungstanz in Afrika: Totenfeier in Madagaskar

Im Inselstaat Madagaskar glauben die Menschen daran, dass der Geist der Verstorbenen in die Welt zurückkehrt, nachdem ihr Körper vollständig vergangen ist. Daher holen sie alle sieben Jahre die in einer Krypta aufgebahrten und in Seidentücher gewickelten Knochen hervor. Die Hinterbliebenen wickeln die Knochen zum Fest „Famadihana“ aus und tanzen mit ihnen zu Livemusik. Anschließend wickeln sie sie wieder ein und besprühen sie mit Parfüm.

Die Familienangehörigen halten die Toten im Schoß, um zu reflektieren, und lassen sich mit ihnen fotografieren. Nach den Feierlichkeiten werden die Toten wieder für sieben Jahre zur Ruhe gebettet und die Hinterbliebenen legen Geschenke wie Geld, Fotos und Alkohol in der Gruft ab.

Häufige Fragen - Trauerrituale weltweit

Trauerrituale sind bestimmte Handlungen, Bräuche und Riten, mit denen Menschen dem Tod begegnen.

Trauerrituale können Trost spenden und den Hinterbliebenen dabei helfen, das Ableben eines geliebten Menschen zu akzeptieren. Im spirituellen Sinne dienen Trauerrituale beispielsweise der Befreiung und Erlösung der Seele oder des Geistes.

Zwar gibt es auch in Deutschland Feierlichkeiten, die im Zuge einer Beisetzung stattfinden, doch in vielen anderen Kulturen sind die Totenfeste deutlich opulenter, ritueller und ausgelassener – manche finden auch unabhängig von Sterbefällen regelmäßig statt.

Ja, beispielsweise auf der Insel Sulawesi: Dort zelebrieren die Menschen die Trauerfeier sehr lautstark und lachend – die Atmosphäre ist festlich und fröhlich, weil der Tod als Lebenshöhepunkt gilt.

Beerdigungsrituale weltweit: Nord- und Südamerika

Von Mexiko über New Orleans und Jamaika bis zum Amazonas: Die amerikanischen Toten- und Trauerrituale unterscheiden sich stark.

Trauerrituale in Mexiko: Día de los Muertos

Der Día de los Muertos blickt auf eine lange Tradition zurück. Schon die Ureinwohner von Mexiko feierten einmal jährlich den Tag der Toten. In der Nacht zum ersten November verkleiden sich Kinder und Erwachsene als Skelette und überall auf den Straßen stehen kleine Altäre, um die Verstorbenen zu ehren. Der Glaube besagt, dass die Toten in jener Nacht zurück auf die Erde kommen, um zusammen mit ihren Familien zu feiern. Es ist kein Trauerritual im eigentlichen Sinne, denn dort bedeutet Sterben nicht das Ende. Vielmehr geht die Seele nach dem Ableben ins Jenseits über und kehrt einmal im Jahr zurück ins Diesseits, um diesen besonderen Tag im Kreis der Liebsten zu feiern.

Traditionell werden zum Día de los Muertos besondere Speisen angeboten. Es gibt Gebäck und Süßigkeiten, die wie Totenschädel geformt sind. Die Menschen schmücken die Altäre mit Blumen und allem, was die Verstorbenen im Jenseits vermissen könnten – beispielsweise dem Lieblingsschnaps oder der Lieblingszigarre.

Santa Muerte – die heilige Frau Tod

Insbesondere in Mittel- und Lateinamerika verehren viele Menschen hilfesuchend die weibliche Schutzpatronin Santa Muerte. Angeblich wurzelt der besondere Totenkult im aztekischen Glauben – angelehnt an die Herrin des Todes Mictlancihuatl. Das Bildnis der knochigen Dame soll durch die christlichen Einflüsse europäischer Einwanderer entstanden sein.

Die Schutzpatronin trägt auch den Namen „weißes Mädchen“ und soll um 1940 in Mexiko zum ersten Mal erwähnt worden sein. Weil sich der Totenkult angeblich in Tepito entwickelt hat, fungiert der Ort noch heute als Pilgerstätte, zu der zu jedem Monatsbeginn tausende Menschen reisen, um Santa Muerte zu ehren und ihre Hilfe zu suchen.

Die „beswingten“ Begräbnisse in New Orleans

Es sind berühmte Bilder: Jazz-Musizierende, die bei einer Bestattung durch die Straßen von New Orleans ziehen. Der Trauerzug spielt bei diesem Trauerritual zunächst schwere, tragende Noten und wechselt nach der erfolgten Beisetzung in rhythmisch-ekstatische Klänge, für die New-Orleans-Jazz bekannt und beliebt ist.

Trauerritual in Jamaika: Nine-Nights

Verwurzelt in afrikanischen Traditionen findet in Jamaika eine neuntägige Totenwache statt, nachdem ein Mensch gestorben ist. Dem Glauben nach sind diese neun Tage nötig, damit der Geist der verstorbenen Person den Körper verlassen kann. Bei einer zu frühen Beisetzung könne es vorkommen, dass der Geist rachsüchtig und unheilbringend auf der Erde herumspukt.

Demnach soll das Nine-Nights-Trauerritual in erster Linie die Seele von Verstorbenen ins Reich der Toten begleiten. Zwar können Angehörige in dem Rahmen auch trauern, allerdings leben die Menschen in Jamaika ihre Trauer und ihren Schmerz hauptsächlich still und in einer geschützten Atmosphäre aus. Während der neun Tage besuchen Freunde und Verwandte die Hinterbliebenen, um sie in ihrer Trauer zu begleiten und sie auch mit Speisen und Getränken zu unterstützen.

In der neunten Nacht richtet die Familie der verstorbenen Person ein großes Fest mit traditionellen Gerichten wie Bammy und frittiertem Fisch aus. Alle Anwesenden essen, trinken, tanzen und singen zusammen. Gegessen wird jedoch erst nach Mitternacht, weil der Geist der verstorbenen Person dem Glauben nach diese Zeit benötigt, um ins Jenseits zu gelangen. Nach Mitternacht ehren und zelebrieren die Anwesenden das frühere Leben des geliebten Menschen, indem sie ausgiebig feiern. Dieses fröhliche Festgelage ist für die Angehörigen sehr wichtig, um sich gebührend zu verabschieden.

Der Tod als Lebensspender im Amazonas

Für den Stamm der Yanomami, der zwischen Brasilien und Venezuela lebt, gilt der Tod als ein Ereignis, das die gesellschaftliche Einheit stärkt. Die Yanomami verbrennen ihre Verstorbenen und zermahlen die übrige Asche und etwaige Reste zu einem Aschepulver, welches sie zunächst in einem Behältnis aufbewahren.

Der Stamm begeht regelmäßig das sogenannte Pijiguao-Palmfruchtfest, im Zuge dessen das Pulver mit gekochten Bananen vermischt und von den engsten Hinterbliebenen gemeinsam verspeist wird. Mit diesem Trauerritual wollen die Angehörigen die positiven Seelenanteile der verstorbenen Personen in sich aufnehmen und sie so erlösen – andernfalls ist die Seele der verstorbenen Person auf ewig zwischen der Welt der Lebenden und der Toten gefangen.

Tod und Trauer in Australien und Europa

Die Trauerrituale in Australien und Italien richten sich nach einem klaren Muster. Doch während australische Ureinwohner dem Tod sehr viel ritueller begegnen, ist der Umgang in Italien „klassisch“ geprägt.

Lebensmittelpunkt Tod für australische Ureinwohner

Für viele Ureinwohner Australiens gilt der Tod als wichtiges Ereignis und die Durchführung der entsprechenden Trauerrituale sind bedeutender als alles andere. Wenn das Mitglied eines Stammes verstirbt, findet in seinem Haus zunächst ein Räucherritual statt, um den Geist der verstorbenen Person zu vertreiben. Dafür hängen australische Ureinwohner auch Fahnen auf oder bemalen die Wände des Wohnraums mit Ocker.

Das Begräbnis selbst ist ebenfalls von Ritualen und Traditionen umgeben – so erfolgt die Aufbahrung des Leichnams bis zur Beisetzung im früheren Wohnraum der verstorbenen Person, die Hinterbliebenen bemalen ihre eigenen Körper und die Verwandtschaft kommt zusammen, um miteinander zu musizieren, zu tanzen und zu essen.

Trauerrituale in Italien

Wenn ein Mensch in Süditalien verstirbt, versammeln sich noch am selben Tag Familienangehörige und Freunde am Haus oder der Wohnung der verstorbenen Person. Sie nehmen Abschied, spenden den Hinterbliebenen Trost und bringen als Teil des Trauerrituals oft Essen oder andere Dinge des täglichen Lebens mit. Im Ort hängen die Menschen Plakate auf, die über den Sterbefall sowie den Ort und die Zeit der Trauerfeier informieren.

Ein wichtiger Bestandteil des Trauerrituals in Süditalien sind die Totenwache und der gemeinsame, von Gebeten begleitete Trauerzug bis zur Kirche – normalerweise findet die Beisetzung bereits 24 Stunden nach dem Ableben statt. Nicht selten besuchen sehr viele Menschen die Trauermesse.

Die Beisetzung erfolgt üblicherweise nicht als Erdbestattung. Stattdessen wird der Sarg meist eingemauert – teilweise in Familiengruften.


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