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Die Erdbestattung: Traditionelle Beisetzung im Sarg

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Erdbestattung: Begräbnis in einem Erdgrab

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Das traditionelle Begräbnis auf dem Friedhof gehört in Deutschland zu den beliebtesten Bestattungsarten. Bei einer klassischen Erdbestattung wird die verstorbene Person in einem Holzsarg der Erde beigesetzt. Wissenswertes rund um die Erdbestattung.

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste zur Erdbestattung

  • Der Ablauf einer Erdbestattung erfolgt meist nach einem ähnlichen Schema
  • Eine Aufbahrung vor dem Begräbnis ist optional, sie kann offen oder geschlossen stattfinden
  • Im Anschluss an die Aufbahrung findet meist eine Trauerfeier statt
  • Nach dem Begräbnis können Angehörige einen Leichenschmaus veranstalten
  • Ihr Bestatter unterstützt Sie bei der Planung und Organisation der Erdbestattung

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Was ist eine Erdbestattung?

Der Begriff „Begräbnis“ ist vor allem in der Alltagssprache gebräuchlich und bezeichnet strenggenommen eine Erdbestattung. Umgangssprachlich wird der Begriff häufig als Synonym für sämtliche Bestattungs- und Beisetzungsformen genutzt. Bei den Begrifflichkeiten gibt es allerdings klare Unterschiede:

  • Beerdigung: Die klassische Erdbestattung, bei der Sarg oder Urne in die Erde gelassen wird
  • Beisetzung: Überführung einer verstorbenen Person in die Grabstätte oder Urne
  • Bestattung: Fasst den gesamten Bestattungsprozess zusammen

Im Christen- und Judentum sowie im Islam gehen Erdbestattungen auf eine lange Tradition zurück und werden daher häufig auch aus religiösen Motiven gewählt.

Sargbestattung: Wer entscheidet über den Ort der Beisetzung?

Wo eine verstorbene Person ihre letzte Ruhestätte finden kann, ist in Deutschland streng geregelt: Es gilt die sogenannte Friedhofspflicht. Diese sieht vor, dass ein Leichnam immer auf einem dafür vorgesehenen Friedhof beigesetzt werden muss. Dies gilt ebenso für Kremationsasche. Dabei kann der Friedhof für ein geplantes Begräbnis grundsätzlich frei gewählt werden. Da ein gesetzlicher Anspruch auf einen Grabplatz aber nur in der Gemeinde oder Stadt besteht, in der die verstorbene Person gemeldet war, gibt es keine bindende Verpflichtung für Friedhöfe, auch auswärtige Personen zu bestatten. Soll die Erdbestattung an einem anderen Ort als dem Wohnort der verstorbenen Person stattfinden, stellt dies in der Regel jedoch kein Problem da.

Im Bezug auf die Friedhofspflicht gibt es in einzelnen Bundesländern Lockerungen: In Bremen darf beispielsweise die Asche eines Verstorbenen unter bestimmten Voraussetzungen auch auf privaten Grundstücken verstreut werden.

Neben der Feuerbestattung und der klassischen Erdbestattung, also der Beisetzung in einem Erdgrab, ist in Deutschland auch eine Seebestattung in Nord- oder Ostsee möglich. Zudem erfreuen sich Baumbestattungen zunehmender Beliebtheit.

Erdbestattung: Welche Fristen müssen eingehalten werden?

Die Frist zwischen dem Tod einer Person und ihrer Bestattung ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Abhängig von den Vorgaben im jeweiligen Bundesland muss eine Erdbestattung spätestens vier bis zehn Tage nach dem Todesfall erfolgen.

Für die Planung und Umsetzung eines Begräbnisses bleibt also wenig Zeit. Mit einer Bestattungsvorsorge können Sie bereits zu Lebzeiten Vorkehrungen für die Finanzierung und Organisation Ihrer Erdbestattung treffen. Vorsorgende realisieren so nicht nur ihre eigenen Wünsche, sie entlasten Hinterbliebenen sowohl emotional als auch finanziell. Bei mymoria erhalten Sie Ihr persönliches Bestattungsvorsorgepaket – kostenlos und unverbindlich.

Formalitäten vor einem Begräbnis

Um im Todesfall eine Erdbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Sollte der Todesfall in einer Pflegeeinrichtung oder in einem Krankenhaus eintreten, kümmert sich das Personal um diesen Schritt.

Anschließend sollten Sie ein Bestattungshaus kontaktieren, das die gesamte Organisation und Ausführung der Erdbestattung übernimmt. In der Regel beantragt dieses für Sie auch die Sterbeurkunde und übernimmt die Abmeldung bei Versicherungen.

Eine klassische Erdbestattung zählt zu den preisintensiveren Bestattungsarten, denn die Kosten für eine Sargbestattung und die Öffnung sowie Schließung der Grabstelle sind höher als die einer Urnenbestattung. Die Gesamtkosten für ein Begräbnis variieren jedoch je nach Region und der gewählten Grabart. Bei einem Erdgrab fallen außerdem höhere Folgekosten für die Grabpflege und Friedhofsgebühren an. So summieren sich bei einer Erdbestattung in den Jahren der Grabnutzung besonders die Kosten für die Bepflanzung der Grabstelle. Auch die Friedhofsgebühren können je nach Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Um die konkreten Gebühren zu erfragen, sollten Sie sich rechtzeitig mit dem Friedhof Ihrer Wahl in Verbindung setzen.

Weiterhin wird von den Hinterbliebenen in der Regel ein Grabstein errichtet – auch die Details dieses Grabmals beeinflussen die Gesamtkosten der Erdbestattung.

Wichtig: Nehmen Sie sich etwas Zeit und vergleichen Sie Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise für eine Sargbestattung können zum Teil stark variieren.

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Erdbestattung: Ablauf im Überblick

Der Ablauf einer Erdbestattung richtet sich grundsätzlich nach den Vorstellungen und Wünschen der verstorbenen Person sowie ihrer Angehörigen. Sie können festlegen, ob und in welchem Rahmen eine Trauerfeier stattfinden soll und ob im Anschluss an die Erdbestattung ein Leichenschmaus abgehalten wird.

Bei der Abschiednahme von einer verstorbenen Person stellt sich ebenfalls die Frage nach der Aufbahrung. Im Rahmen einer Erdbestattung mit Trauerfeier bietet sie Angehörigen die Möglichkeit, in Ruhe Abschied vom geliebten Menschen zu nehmen. Eine Aufbahrung ist mit geschlossenem oder geöffneten Sarg möglich.

Generell gilt: Hat die verstorbene Person Vorkehrungen im Rahmen einer Bestattungsvorsorge getroffen, sollten ihre Vorstellungen für den Ablauf der Erdbestattung bestmöglich berücksichtigt werden.

Ablauf einer Erdbestattung mit Trauerfeier

Wenn das Begräbnis auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Feier richtet sich dabei nach Ihren Vorstellungen und kann verschiedene Programmpunkte beinhalten.

Sofern Sie eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem religiösen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über die verstorbene Person unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Räumlichkeiten für die Trauerfeier der Erdbestattung lassen sich mit dekorativen Elementen wie Kerzen, Blumen oder Bildern schmücken und persönlich gestalten. Musikalische Untermalung kann durch ein Orgelspiel, eine Liveband, einen Chor oder digitale Musik arrangiert werden. In unserem Magazin erhalten Sie weitere Tipps zum Ablauf und zur Organisation einer Trauerfeier.

Wie läuft eine Erdbestattung ab?

Der Ablauf einer Erdbestattung folgt häufig einem ähnlichen Schema: Nach der Trauerfeier wird der Sarg in einer stillen Zeremonie an den Ort der Beisetzung gebracht. Nach dem Einlassen des Sarges in das Erdgrab können Angehörige ein letztes Mal Abschied von der verstorbenen Person nehmen. Während des Trauerzuges zur Grabstelle gehen Familie und nahestehende Angehörige des Verstorbenen üblicherweise direkt hinter dem Sarg und entfernte Verwandte, Freunde sowie Arbeitskollegen reihen sich anschließend ein. Je nach Trauergemeinde wird diese Reihenfolge jedoch nicht immer strikt eingehalten.

Bei einer Erdbestattung können verschiedene Rituale zur Abschiednahme durchgeführt werden. So befinden sich an der Grabstelle meist ein Behälter mit Erde und eine kleinen Schaufel. Angehörige können die Erde zur Verabschiedung der verstorbenen Person auf den Sarg geben. Dieses Ritual wird häufig begleitet von den Worten „Asche zu Asche, Staub zu Staub“. Alternativ können bei einer Bestattung im Sarg auch Blumen mit ins Grab gegeben werden.

Im Anschluss an die Erdbestattung können Gäste ihre Beileidsbekundungen an die Familie des Verstorbenen richten. Dieser Teil der Beerdigung läuft in der Regel ruhig und andächtig ab. Falls die Familie im Vorfeld darum gebeten hat, von schriftlichen Beileidsbekundungen abzusehen, sollte dieser Wunsch respektiert werden. Ein schlichtes „Mein Beileid“ oder „Meine Anteilnahme“ ist dann völlig ausreichend. Für Gespräche ist im Rahmen eines Leichenschmauses nach dem Begräbnis meist ausreichend Zeit.

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Organisation der Erdbestattung

Zu Beginn müssen Sie einen passenden Sarg auswählen. Anschließend beginnt der Teil der Bestattungsplanung, bei der über dekorative Elemente, Programmpunkte während der Trauerfeier und Ausrichtungsorte entschieden werden muss.

Entscheiden Sie sich für eine Bestattung im Sarg, müssen vor dem Begräbnis einige Fragen geklärt werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Grabarten berät, zusammen mit Ihnen den Umfang der Trauerfeier und den Ablauf der Erdbestattung plant und gegebenenfalls die Zusammenkunft nach dem Begräbnis organisiert.

Sprechen Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Erdbestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Die Erdbestattung: Wahl des Sarges

Eine Erdbestattung muss in Deutschland aufgrund der „Sargpflicht“ in einem Sarg stattfinden. Mittlerweile werden Särge in diversen Formen, Farben und Stilen angeboten. In unserem Sortiment finden Sie für jedes Budget und jede Vorliebe eine passende Variante. Einige Bestattungshäuser bieten sogar die Möglichkeit, Särge selbst zu bemalen.

Muslimische Erdbestattungen sind als einzige Ausnahme von der Sargpflicht befreit. Immer mehr deutsche Friedhöfe bieten diese religiöse Form der Erdbestattung an. Bei einer islamischen Bestattung ist es erlaubt, die Toten lediglich in einem weißen Leinentuch zu bestatten.

Die Traueranzeige bei einer Erdbestattung

Vor dem Begräbnis haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So können Sie öffentlich zur Beisetzung der verstorbenen Person einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen. In unserem Magazin finden Sie weitere Informationen zu Todesanzeigen.

Erdgrab: Welche Grabarten gibt es?

Erdbestattungen sind auf Friedhöfen deutschlandweit möglich. Bei der Grabstelle haben Sie die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab. Entscheiden Sie sich für ein Reihengrab, wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, den Sie für 20-25 Jahre pachten und in der Regel nicht mehr verlängern können. Reihengräber sind zudem Einzelgräber und eignen sich daher nicht als Familiengrabstätten.

Bei einem Wahlgrab können Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz für die Erdbestattung aussuchen und diesen ebenfalls für 20-25 Jahre pachten. Der Wahlgrabplatz kann nach Ablauf der Ruhefrist verlängert werden. Die Preise für ein Wahlgrab liegen höher als die eines Reihengrabes und sind zumeist abhängig von der Grablage. Ein Wahlgrab kann aus einem oder mehreren Gräbern bestehen. Dies ist vor allem für Eheleute oder Familien interessant, die nach dem Tod nicht alleine sein möchten.

GrabartFreie Auswahl der GrablagePachtzeitPachtzeit verlängerbar
Wahlgrabja20-25 Jahreja
Reihengrabnein20-25 Jahrenein

Eine weitere Möglichkeit der Erdbestattung ist das anonyme Grab: Wie für ein Begräbnis üblich erfolgt die Bestattung in einem Sarg. Anders als bei anderen Grabarten wird der Grabplatz jedoch nicht gekennzeichnet. Die Erdbestattung findet wahlweise mit oder ohne Hinterbliebene statt. Das anonyme Grab ist meist kostengünstiger als andere Grabarten, da für die Pflege des Grabes keine Kosten entstehen. Jedoch gestatten einige, vor allem konfessionell gebundene Friedhöfe, keine anonymen Beisetzungen in einem Erdgrab. Daher erfolgen diese meist in Form einer Urnenbestattung.

Auch in Deutschland steigt die Nachfrage nach unkonventionellen Möglichkeiten der Erdbestattung immer mehr. Neben den bereits genannten Formen der Sargbestattung erfreuen sich auch Baumgräber, Gruften und Wiesengräber zunehmender Beliebtheit.

Bei einer Baumbestattung erfolgt die Beisetzung im Wurzelwerk eines Baumes. Diese Beisetzungsart ist in der Regel nur als Urnenbestattung möglich. Auf manchen Waldfriedhöfen wird diese Bestattungsform aber auch als Erdbestattung, also Beerdigung im Sarg, angeboten.

Ein Wiesengrab ist eine besondere Form des Wahlgrabes, bei dem das Begräbnis auf einer dafür vorgesehenen Wiesenfläche auf dem Friedhof erfolgt. Bei einem Wiesengrab ist keine individuelle Bepflanzung möglich, das Erdgrab wird nach der Beisetzung mit Rasen übersät. Dafür wird die Pflege der Grabstätte bei dieser Form der Erdbestattung ebenfalls vom Friedhof übernommen. Ein Wiesengrab ist nicht mit einer Almwiesenbestattung zu verwechseln, welche in Deutschland nicht gestattet ist.

Bei der Beisetzung in einer Gruft oder einem Mausoleum wird der Sarg in einer gemauerten Grabstelle beigesetzt und kommt nicht mit dem Erdreich in Berührung. Aufgrund der teilweise sehr hohen Kosten wird diese Bestattungsart für eine Erdbestattung nur noch selten gewählt.

Erdbestattung - Häufig gestellte Fragen

In Deutschland regelt die Sargpflicht, dass eine Bestattung ohne Sarg nicht erlaubt ist. Aus religiösen Gründen können jedoch Einzelgenehmigungen für sarglose Erdbestattungen erwirkt werden. Die Beisetzungen dürfen jedoch nur auf dafür vorgesehenen Bereichen von Friedhöfen erfolgen. Viele Friedhofsträger haben für diesen Zweck spezielle Grabfelder eingerichtet. In den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die sarglose Erdbestattung aktuell noch nicht möglich.

Ja, auch nach einer Chemotherapie kann eine Erdbestattung stattfinden. Es sollte dabei allerdings beachtet werden, dass die im Körper angereicherten Zellgifte für einen verzögerten Verwesungsprozess sorgen können. Die Freisetzung der toxischen Stoffe in den Boden erfolgt während des Leichenabbaus sehr langsam und wird daher bislang für unbedenklich gehalten. Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber müssen erst noch gewonnen werden.

Bei einem Begräbnis haben Sargträger die Aufgabe, den Sarg von der Trauerhalle bis zur Grabstelle zu bringen. Sie senken den Sarg ebenfalls in die Erde ab. Das Absenken des Sarges kann von Hand oder maschinell geschehen. Sargträger werden Friedhof oder vom Bestatter bestellt. Angehörige müssen sich nicht selbst darum kümmern.

In Deutschland gibt es für Erdbestattungen keine einheitlichen Fristen. Je nach Bundesland muss die Beisetzung spätestens 4 bis 10 Tage nach dem Todesfall erfolgen.

Wie lange ein Begräbnis dauert, ist stark abhängig von den Wünschen und Vorstellungen der Angehörigen und der verstorbenen Person. Die Dauer einer Erdbestattung kann daher unterschiedlich ausfallen. In der Regel sollten Gäste für Beisetzung und Trauerfeier circa 60 bis 90 Minuten einplanen.

Vorteile einer Erdbestattung

Erdbestattung hat Tradition in Deutschland

Die Erdbestattung ist in Deutschland eine traditionsreiche Bestattungsart – gerade im Christentum ist die Bestattung im Sarg besonders beliebt. Im Christentum wird davon ausgegangen, dass der Mensch von Gott aus Staub erschaffen wurde und er nach Lebensende auch wieder zu Staub verfällt. Aus diesem Grunde werden am Grab auch bis heute die Worte „Staub zu Staub und Asche zu Asche“ gesprochen. Die Kremation des Verstorbenen kam für gläubige Christen lange Zeit nicht in Frage.

Natürlicher Zerfall des Leichnams im Erdgrab

Ein Vorteil der Erdbestattung ist, dass bei dieser Beisetzungsvariante der Leichnam vollständig erhalten beerdigt wird und mit der Zeit in seine natürlichen Bestandteile zerfällt. In manchen Kulturkreisen gilt die Erdbestattung daher bis heute als besonders pietätvoll und natürlich.

Offene Aufbahrung

Bei einer Erdbestattung mit offener Aufbahrung erhalten Angehörige die Chance zur Abschiednahme am geöffneten Sarg. Dies kann sie dabei unterstützen, den Tod begreifbar zu machen und so bei der Trauerbewältigung zu helfen. Ein Thanatopraktiker ermöglicht die ästhetische und hygienische Aufbahrung der verstorbene Person.

Grabgestaltung

Das Erdgrab ermöglicht eine besonders individuelle Gestaltung, da hier meist mehr Gestaltungsfläche zur Verfügung steht. Neben persönlichem Grabschmuck ist auch eine geschmackvolle Grabbepflanzung möglich.

Nachteile einer Erdbestattung

Ein Begräbnis verursacht Zeitdruck

Die Erdbestattung findet in der Regel maximal 10 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt. Angehörige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bemühen, um umstandslos weiterplanen zu können. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich. Die Beisetzung bei Erdbestattungen erfolgt also deutlich schneller als bei der Feuerbestattung. Das Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens hilft dabei, die geltenden Fristen einzuhalten und, wo notwendig, Verlängerungen zu beantragen und die Beurkundung schnellstmöglich vorzunehmen.

Die Folgekosten einer Erdbestattung sind hoch

Die Erdbestattung zählt zu den eher pflege- und kostenintensiven Beisetzungsvarianten, da neben der Anfertigung eines Grabsteins langfristig auch Kosten für die Grabpflege und die Friedhofsnutzung anfallen. Zudem ist die Ruhezeit der Grabstellen häufig nur von kurzer Dauer und muss nach Ablauf erneuert werden, wodurch die anfallenden Friedhofsgebühren recht hoch ausfallen können.

Bestattungsgesetz: Rechtliches bei einer Erdbestattung

In Deutschland wird die Durchführung von Erdbestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit. Das Bestattungsgesetz sieht zum Beispiel auch die Friedhofspflicht oder den Friedhofszwang vor.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die Überführung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgeführt werden.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden dürfen. Erdbestattungen sind in Deutschland nur auf Friedhöfen möglich.

Totenfürsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen nicht Willen dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Erdbestattung laut Totenfürsorgepflicht bei dessen nächsten Familienangehörigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.


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