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Was ist ein Kolumbarium?

Beisetzung im Kolumbarium: Ablauf, Kosten & Ruhezeiten

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Die Beisetzung im Kolumbarium wird immer beliebter – nicht verwunderlich, dass immer mehr Friedhöfe und Krematorien diese Bestattungsform anbieten. Alle Informationen zur Beisetzung im Kolumbarium erhalten Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zum Kolumbarium

  • Ein Kolumbarium ist ein Gebäude, in dessen Wandnischen Urnen aufbewahrt und in der Regel auch ausgestellt werden
  • Voraussetzung für eine Beisetzung im Kolumbarium ist die Einäscherung der verstorbenen Person, sprich eine Feuerbestattung
  • Die Ruhezeit für ein Urnengrab im Kolumbarium liegt meist bei ungefähr 20 Jahren
  • Traditionell ist die Ablage von Grabschmuck im Kolumbarium nicht gewünscht, einige Friedhöfe machen jedoch Ausnahmen
  • Häufig fallen die Kosten für einen Platz im Kolumbarium geringer aus als für ein herkömmliches Urnengrab

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Die Beisetzung im Kolumbarium

Mit der zunehmenden Beliebtheit der Feuerbestattung steigen auch die Möglichkeiten, wie die eingeäscherten Überreste beigesetzt werden können. So kann die Asche einer verstorbenen Person mittlerweile im Wind verstreut, in einen Baum verwandelt oder sogar ins Weltall geschickt werden. Diese Beisetzungsarten sind jedoch in Deutschland noch nicht erlaubt und können aktuell nur im Ausland durchgeführt werden, was mit höherem Aufwand und Kosten verbunden ist.

Für diejenigen, die eine traditionelle Variante wünschen, ist die Beisetzung der Asche in einem Kolumbarium eine ausgezeichnete Wahl. Ein Kolumbarium ist eine oberirdische Grabkammer und besteht aus einer Wand, einem Raum oder teilweise sogar aus einem ganzen Gebäude. Es kann sich im Innen- oder Außenbereich befinden. In den Wänden eines Kolumbariums sind Kammern untergebracht, die der Urnenbeisetzung dienen. In den einzelnen Nischen der Urnenwand wird jeweils eine Urne beigesetzt.

Im Anschluss an die Feuerbestattung wird die Grabnische mit einer Stein- oder Glasplatte verschlossen, auf welcher der Name der verstorbenen Person sowie ihr Geburts- und Todestag eingraviert wird. Manchmal können auch kleine Bilder der verstorbenen Person sowie persönliche Gegenstände oder Erinnerungsstücke als Grabbeigaben mit beigesetzt werden. Das Kolumbarium befindet sich meist direkt auf dem Friedhofsgelände. Auf einigen Friedhöfen befindet sich die Urnenwand auch direkt entlang der Friedhofsmauer.

Mittlerweile bieten in Deutschland aber auch einige Krematorien eine Beisetzung in ihrem angeschlossenen Kolumbarium an.

Häufig gestellte Fragen zum Kolumbarium

Kolumbarien sind oberirdische Grabstätten in Form von Gebäuden, in deren Wänden Urnenkammern eingelassen sind. In diesen Grabnischen werden Urnen beigesetzt. Anschließend wird die Kammer mit einer Steinplatte versiegelt, auf welcher der Name sowie das Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen eingraviert wird.

Ja, die Beisetzung im Kolumbarium ist erlaubt und wird aufgrund der vergleichsweise niedrigen Bestattungskosten immer beliebter. Damit sie stattfinden kann, ist jedoch die Einäscherung der verstorbenen Person notwendig.

Die Liege- und Ruhezeit für Beisetzungen im Kolumbarium lässt sich der jeweiligen Friedhofsordnung entnehmen. Durchschnittlich beträgt sie jedoch mindestens 20 Jahre.

In der Regel sind die Bestattungs- und Folgekosten einer Urnennische geringer als die Kosten eines traditionellen Urnengrabes, da die Kosten für Grabstein und Grabpflege entfallen. Den konkreten Preis für einen Platz im Kolumbarium können Sie bei der zuständigen Friedhofsverwaltung erfragen.

Kolumbarien finden Sie auf Friedhöfen, in Krematorien und Kirchen. Da die Nachfrage nach Feuerbestattungen und pflegeleichten Grabstellen steigt, wurden in deutschen Städten in den vergangenen Jahren immer häufiger Kolumbarien eröffnet.

Ruhezeiten: Was passiert mit der Urne nach dem Kolumbarium?

Das Grabnutzungsrecht für ein Urnengrab im Kolumbarium liegt meist bei zwanzig Jahren. Gewöhnlich kann dieses problemlos verlängert werden. Läuft das Nutzungsrecht ab und wird dieses nicht verlängert, wird die Asche in einem gesonderten Grabfeld auf dem Friedhof beigesetzt. Die Kosten einer Grabauflösung bei einem Kolumbarium sind von den Hinterbliebenen zu tragen.

Kosten für eine Beisetzung im Kolumbarium

Die Kosten für eine Beisetzung im Kolumbarium fallen, wie bei allen Grabarten, ganz unterschiedlich aus und sind unter anderem abhängig von Größe und Standort der Urnenwand. Generell ist ein Platz im Kolumbarium mit geringeren Bestattungs- und Folgekosten verbunden als beispielsweise ein Wahlgrab auf dem Friedhof, da keine Kosten für Grabstein oder Grabpflege anfallen. Eine genaue Aufstellung aller Friedhofsgebühren erhalten Sie von der Friedhofsverwaltung vor Ort.

Beisetzung im Kolumbarium: Feuerbestattung wird vorausgesetzt

Eine Sargbestattung im Kolumbarium ist nicht möglich. Wer sich in einem Kolumbarium bestatten lassen möchte, entscheidet sich auch für eine Feuerbestattung. Im Anschluss an die Einäscherung wird die Asche der verstorbenen Person in eine Aschekapsel gefüllt, die wiederum in einer Schmuckurne aufbewahrt wird. Diese wird zum Friedhof überführt und dann in der Urnenkammer des Kolumbariums beigesetzt.

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Grabpflege und Grabschmuck im Kolumbarium

Eine Urnenwand bietet wenig Möglichkeiten für individuelle Gestaltung.Traditionell wird daher im Kolumbarium kein Grabschmuck an der Urnenwand abgelegt. Einige Friedhöfe machen diesbezüglich jedoch eine Ausnahme und ermöglichen das Anbringen von Vasen an den Abdeckplatten, sodass Blumen mitgebracht werden können.

Dies hat aber auch Vorteile: Im Gegensatz zu anderen Grabstätten muss ein Kolumbarium weder bepflanzt noch sauber gehalten werden, wodurch der Pflegeaufwand und die Folgekosten gering ausfallen. Gepflegt wird die Anlage vom zuständigen Friedhofsträger.

Da die Grabpflege in einem Kolumbarium entfällt, bietet sich diese Bestattungsmöglichkeit besonders für Angehörige an, die nicht regelmäßig persönlich vor Ort sein können.

Vorteile einer Beisetzung im Kolumbarium

Neben den geringeren Folgekosten für die Grabpflege gibt es noch weitere Gründe, sich für die Beisetzung in einem Kolumbarium zu entscheiden:

  • Grabnutzungsrecht: In der Regel fallen die Kosten für die Nutzung einer Grabnische im Kolumbarium geringer aus, als für andere Urnengräber.
  • Grabstein ist nicht erforderlich: In einem Kolumbarium entfallen die Kosten für den Grabstein, da die Eckdaten der verstorbenen Person direkt auf der Grabplatte vermerkt werden.
  • Familiengrabstätte möglich: Da in vielen Kolumbarien mehrere Urnennischen angeboten werden oder sogar mehrere Urnen in einer Grabnische beigesetzt werden können, eignet sich ein Kolumbarium auch gut als Familiengrab.

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Kolumbarium: Welche Formen gibt es?

Die Gestaltung des Kolumbariums sowie die Größe und Form der Urnenwand und der Beisetzungskammern ist von den Regelungen der Friedhofsverwaltung abhängig. Neben den geschlossenen Räumen gibt es auch Kolumbarien unter freiem Himmel.

Nach der Beisetzung wird die Urnennische mit einer Steinplatte verschlossen. Auf dieser finden sich – wie auch beim gewöhnlichen Grabstein – der Name sowie das Geburts- und Todesdatum des Verstorbenen. In der Regel handelt es sich bei der Abdeckplatte um eine Steinplatte, in manchen Kolumbarien kann diese auch aus anderen Materialien, wie etwa Glas, bestehen.

Häufig gibt es folgende Arten von Nischen:

  • Einzelnischen mit Platz für eine Urne
  • Doppelnischen mit Platz für zwei Urnen
  • Familiennischen mit Platz für vier oder mehr Urnen

Das Kolumbarium selbst wird häufig aus Ziegeln oder Beton hergestellt. Der Stil eines Kolumbariums hängt vom jeweiligen Friedhof und der Zeitepoche ab, in der es erbaut wurde. Daher sind die Gestaltungsmöglichkeiten bei öffentlichen Kolumbarien in den meisten Fällen auf die gewählte Nische beschränkt.

Private oder individuelle Kolumbarien sind in einigen Fällen möglich und bieten der Familie mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung. Die Kosten für die Errichtung und Gestaltung eines eigenen Kolumbariums sind jedoch beträchtlich. Hier sollten Sie die Friedhofsverwaltung Ihres Wunschfriedhofs kontaktieren.

Alternativen zum Kolumbarium

Nicht auf jedem Friedhof gibt es ein Kolumbarium. Als Alternative bieten einige Friedhöfe stattdessen die Beisetzung in einer Urnenstele an. Eine Urnenstele ist eine Säule, in welcher häufig mehrere Urnen beigesetzt werden können. Wer eine Urnenbeisetzung wünscht, hat auf den meisten Friedhöfen außerdem die Wahl zwischen einem Reihengrab, einem Wahlgrab, einem Wiesengrab oder der Beisetzung auf einer Gemeinschaftsgrabanlage.

Manche Friedhöfe bieten auch die Möglichkeit, sich in einer Gruft oder in einem Mausoleum bestatten zu lassen. Hierbei handelt es sich um tempelähnliche Grabstätten in Form von Gebäuden oder Grabkammern, in denen Särge oder Urnen ausgestellt werden und nicht mit dem Erdreich in Berührung kommen. Eine Kremation ist dazu nicht zwingend erforderlich. mymoria berät Sie gerne zur Beisetzung in Kolumbarium, Gruft oder Mausoleum.

Kolumbarium: Geschichtlicher Hintergrund

Der Name "Kolumbarium" bedeutet im Lateinischen "Taubenhaus", abgeleitet vom lateinischen Wort "columba" (Taube) und dem Suffix "arium" (Platz für).

Kolumbarien sind keine Erfindung der Neuzeit, es gibt sie schon seit Tausenden von Jahren. Die Idee stammt aus der Zeit des frühen Römischen Reiches: Die ältesten bisher entdeckten Kolumbarien finden sich in Rom und Umgebung und wurden auf das erste Jahrhundert nach Christus datiert. Zu dieser Zeit wurden sie überwiegend als günstige Bestattungsart für die Sklaven der vermögenden Römer genutzt.

Aber auch Menschen aus der Unter- und Mittelschicht konnten sich in den Urnenwänden kostengünstig bestatten lassen. Dabei wurden die Verstorbenen in Urnen aus Ton in den Grabkammern beigesetzt und oberhalb der Nische wurde eine kleine Namenstafel angebracht.

Während der Herrschaft des römischen Kaisers Hadrian wurde die Verwendung von Kolumbarien eingestellt und durch Erdbestattungen ersetzt. Erst im 20. Jahrhundert kam das Kolumbarium wieder in Mode. Während Urnenwände in den südlichen Ländern also bereits eine lange Tradition haben, gibt es das Kolumbarium in Deutschland noch nicht so lange.

Erst ab 1879 – als die Feuerbestattung eingeführt wurde – setzte sich nach und nach auch hier das Kolumbarium durch. Das erste deutsche Bestattungsgebäude dieser Art wurde 1892 auf dem Hauptfriedhof Gotha errichtet. Noch heute sind deutschlandweit einige dieser ersten Kolumbarien erhalten. Zwar werden nicht mehr alle Gebäude für die Beisetzung genutzt, doch viele der eindrucksvollen Bauwerke stehen unter Denkmalschutz.

Heutzutage wird die Feuerbestattung als Bestattungsart immer beliebter. Entsprechend steigt auch die Zahl der Beisetzungen in Kolumbarien oder einer Urnenwand seit den 1990er Jahren kontinuierlich. Mittlerweile erlauben auch kirchliche Friedhöfe die Urnenbeisetzung (nachdem sich die Kirchen viele Jahrzehnte gegen diese Bestattungsform gewährt hatten) und erweitern ihre Friedhöfe um Kolumbarien.


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