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Ökobilanz von Erd- und Feuerbestattungen

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Umwelteinfluss

Ökobilanz einer Kremation

Was ist nachhaltiger – Feuer- oder Erdbestattung? Gibt es Unterschiede in der Ökobilanz von einer Kremation oder einer Erdbeisetzung? Wir gehen den Bestattungsarten auf den Grund und suchen nach Antworten.

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Inhaltsverzeichnis


Erdbeisetzung oder Feuerbestattung – was ist nachhaltiger?

Die meisten Menschen, die zu Lebzeiten auf einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck geachtet haben, möchten auch nach ihrem Ableben diesem Prinzip folgen und wünschen sich eine möglichst nachhaltige Bestattung. Daher stellt sich die Frage: Was geschieht nach meinem Tod mit meinem Körper? Entscheide ich mich für eine Kremation oder für einen natürlicheren Zersetzungsvorgang, den eine Erdbestattung mit sich bringt? Allein während wir leben, sorgen wir bereits für eine ausreichende Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Ist es da möglicherweise besser, im Tod zu kompostieren, wie es die Natur vorgesehen hat.

Sowohl bei der Erd- als auch bei der Feuerbestattung hinterlassen wir einen ökologischen Fußabdruck. Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile beider Bestattungsarten für Sie zusammengefasst

Vor- und Nachteile einer Erdbestattung

Die klassische Erdbestattung ist namensgebend für den Ausdruck „Beerdigung”, welcher in Deutschland häufig auch synonym für den Bestattungsbegriff verwendet wird. Bei einer Erdbestattung wird der Körper des Verstorbenen in einem Sarg in einem dafür vorgesehenen Grab auf einem Friedhof bestattet. Hier gibt es keine Ausnahmen, denn in Deutschland herrscht die sogenannte „Friedhofspflicht”, die es verbietet, einen menschlichen Körper außerhalb eines Friedhofs beizusetzen.

Die Bestattung in einem Sarg kann eine Belastung für die Umwelt darstellen, da so behandeltes Holz, Metalle sowie Beton in den Boden und somit auch in das Grundwasser gelangen kann. Hinzukommen beispielsweise die Stoffe der Kleidung, die der Verstorbene trägt oder Inhaltsstoffe von Einbalsamierungsflüssigkeiten. Auch der menschliche Körper gibt bei der Zersetzung Bestandteile frei und kann damit seine Umwelt beeinflussen. Er besteht vor allem aus Kohlenstoff und Wasser, aber auch aus Phosphor, Magnesium, Kalium, Eisen und diversen Spurenelementen. Diese chemischen Bestandteile werden freigesetzt und gelangen nach der Beerdigung nach und nach in den Boden. So konnten Forscher noch bei 1.500 Jahre alten Grabstätten erhöhte Konzentrationen an Phosphor, Eisen und Zink messen. Die Auswirkungen sind dann sogar in der Vegetation sichtbar, da Pflanzen über einem Grab besser wachsen als in der Umgebung.

Darüber hinaus wird für das Grab eines Sarges mehr Platz benötigt als für ein Urnengrab.

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Vor- und Nachteile einer Feuerbestattung

Die Feuerbestattung wird auch Kremation genannt. Heutzutage hat sie die klassische Erdbestattung abgelöst und ist in Deutschland die bevorzugte Bestattungsart. Bei der Feuerbestattung wird der Körper des Verstorbenen in einem speziell dafür vorgesehenen Kremationssarg verbrannt. Diese Holzsärge bestehen zum Teil aus massiver Eiche oder Kiefer, werden aber großteils aus furnierten Spanplatten gefertigt, welche mit einem Formaldehydharz zusammengehalten werden. Alle Bestandteile des Sarges sowie des Körpers werden verbrannt. Hierbei entstehen Schadstoffe und Feinstaub, welche zwar nicht in die Umwelt gelangen, weil es entsprechende Filtermechanismen gibt. Dennoch müssen diese fachgerecht entsorgt werden. Darüber hinaus verursacht die Kremierung selbst einen recht hohen Energieverbrauch und auch die Überführung des Verstorbenen zum Krematorium bzw. der Urne zum Friedhof verursachen zusätzlichen CO2-Ausstoß.

Interessant ist, dass die dem Körper entweichenden Schadstoffe durch die vorab erwähnten Filteranlagen abgefangen und entsorgt werden. Somit gelangen Sie nicht in die Atmosphäre, während sie bei der Erdbestattung in den Boden übergehen. Was nach der Einäscherung bleibt, ist Knochenasche und diese besteht vor allem aus Phosphor und Calcium. Künstliche Gelenke oder beispielsweise Implantate werden nicht mit in die Urne gegeben. Schon nach mehreren Jahren Nutzung lassen sich auf Wiesen, auf denen die Asche Verstorbener verstreut wurde, starke Calcium- und Phosphor- Anreicherungen messen.

Wo werden die Urnen beigesetzt?

Die Bestattungsgesetze sind in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Urnen können – wie Särge auch – ganz klassisch auf dem Friedhof beigesetzt werden. Naturverbundene Menschen bevorzugen aber möglicherweise eine Alternative dazu. In Deutschland gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Seebestattung im Meer bestatten zu lassen oder eine Baumbestattung zu wählen und so im Wurzelbereich eines Baumes in einem dafür vorgesehenen Wald beigesetzt zu werden. Für diese Bestattungsarten müssen die Urnen aus einem entsprechend biologisch abbaubaren Material sein, sodass sie ihrem Umfeld keinen Schaden zufügen.

Sowohl Baum- als auch Seebestattungen können auch als anonyme Bestattung beziehungsweise unbegleitet stattfinden.

Was kann mit meiner Asche noch passieren?

Häufig stellt sich die Frage, welche Bestattungsarten neben der Beisetzung auf dem Friedhof, See- und Waldbestattungen noch möglich sind. Die Möglichkeiten in Sachen Naturbestattungen sind in Deutschland begrenzt, da diesbezüglich strenge Auflagen herrschen. So ist es beispielsweise nicht möglich, die Asche von Angehörigen in der Urne auf dem Kaminsims aufzubewahren wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Das ist in Deutschland nicht gestattet. Es ist jedoch legal möglich, die Asche eines Verstorbenen in ein Nachbarland zu bringen, in der auch andere Bestattungsarten erlaubt sind. Beliebt sind beispielsweise Almwiesenbestattungen, Flussbestattungen oder Luftbestattungen.

Wie hoch ist die Ökobilanz einer Kremation?

Auch eine Einäscherung ist nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt. Bedenken Sie, dass ein Krematationsofen bei 760-1.150C für 75 Minuten pro Einäscherung betrieben werden muss und es ist leicht zu erkennen, wie viel Energie benötigt wird. Tatsächlich verbraucht ein Kremationsofen pro Einäscherung durchschnittlich etwa 285 Kilowattstunden Gas und 15 Kilowattstunden Strom - etwa der gleiche häusliche Energiebedarf wie eine einzelne Person für einen ganzen Monat oder etwa der Kraftstoffwert von zwei SUV-Tanks. Also so schon ein deutlicher Unterschied in der Ökobilanz zu einer Beisetzung im Sarg.


Wie gestalte ich eine Bestattung nachhaltig?

Wie nachhaltig die Bestattung und wie gering die Ökobilanz letztendlich ausfällt, hängt von individuellen Entscheidungen ab. Wir von mymoria stehen Ihnen gern zur Seite und finden bei der Planung einer Bestattung für Sie möglichst nachhaltige Wege.

Generell sollten Sie darauf achten, dass weitestgehend unbehandelte, regionale Rohstoffe verwendet werden, jegliche Transportwege möglichst kurz sind, der Verbrauch fossiler Energien reduziert wird, Ihre Bestattung eine geringe Fläche beansprucht und den Boden sowie das Grundwasser geringstmöglich belastet.

Es gibt also keine allgemeingültige Antwort. Die Ökobilanz hängt vielmehr von einer Vielzahl einzelner, kleiner Entscheidungen ab. So kann eine Kremation mit kurzen Transportwegen und einer Beisetzung in einem Waldstück insgesamt eine nachhaltigere Bestattung sein als eine Erdbestattung in einem behandelten Sarg.

Auf der Suche nach nachhaltigen Bestattungsalternativen

Während der Wunsch nach nachhaltigen Bestattungen ursprünglich die Bewegung weg von der Sargbestattung auslöste, drängte der Kapitalismus den Tod zu einer konsumorientierten Erfahrung. Die durchschnittlichen Kosten einer Kremation steigen jährlich an. Um der Nachfrage nach kostengünstigen und gleichzeitig kreativen Bestattungen gerecht zu werden, entwickelt sich ein zunehmend vielfältiger Bestattungsmarkt.

Einige Unternehmen verfolgen bei ihren Innovationen einen spezifischen Umweltansatz. Capsula Mundi aus Italien füllt die Asche eines geliebten Menschen in eine biologisch abbaubare, eiförmige Urne, in die zusätzlich ein Baumsamen gegeben wird. Das Ziel ist es, Erinnerungswälder anstelle von Friedhöfen zu schaffen. In Zukunft plant Capsula Mundi die Vermarktung von biologisch abbaubaren Gefäßen in der Größe eines Sarges. In diese wird der Verstorbene platziert und kann somit ohne vorherige Kremation auf natürliche Weise zurück ins Erdreich übergehen. Die Zeit bis zur vollständigen Zersetzung soll deutlich geringer sein als bei einer Erdbestattung in herkömmlichen Särgen. Aus ökologischen Gründen muss dabei jedoch zwingend auf eine Einbalsamierung verzichtet werden.

Bios Urns, ein Hersteller aus Spanien, bietet biologisch abbaubare Urnen, in deren Wände Samen implantiert werden. Kunden können so entweder ihre Urne draußen mit einem Baumsaatgut ihrer Wahl pflanzen oder den sogenannten Bios Incube kaufen, eine minimalistische Zimmerpflanze für eine Bios-Urn, ausgestattet mit einem Sensor, der für die Bewässerung des Bäumchens sorgt und seine Gesundheit verfolgt.

Über alle bei uns wählbaren Optionen zu nachhaltigen Alternativen bei einer Bestattung beraten wir Sie gern.

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