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Kosten Seebestattung: Übersicht über die Kosten einer Seebestattung

Die Organisation der Bestattung eines geliebten Menschen ist häufig nicht nur emotional eine Belastung, sondern auch finanziell. Neben den Kosten für die Leistungen des Bestatters entstehen auch Kosten für die Kremation, eine mögliche Trauerfeier und die Reederei. Wir haben die verschiedenen Kostenpunkte einer Seebestattung für Sie zusammengetragen.

Hintergrund der Seebestattung

Historisch ist die Seebestattung in der Seefahrt verwurzelt und war inbsbesondere für Seeleute und an den Küsten beliebt. Das Verbundenheitsgefühl mit der Natur, die geringen Folgekosten und die Ortsunabhängigkeit der Ruhestätte machen sie heute zu einer immer beliebteren Bestattungsart. In Deutschland sind Seebestattungen in der Nord- und Ostsee möglich. Es können aber auch Seebestattungen im Bodensee und von vielen Häfen im Mittelmeer aus organisiert werden. Finden Sie hier eine Übersichtskarte mit allen Häfen, die Mymoria anbietet.

Bei einer Seebestattung ist die Kremation des Verstorbenen erforderlich. Zunächst erfolgt die Überführung des Verstorbenen, die hygienische Grundversorgung und Durchführung der Kremation. Anschließend wird die Asche des Verstorbenen in eine wasserlösliche Urne überführt. Spezialisierte Reedereien kümmern sich um die Beisetzung auf See. Die Beisetzung auf See kann still/anonym oder im Beisein der Angehörigen erfolgen, die diese Zeremonie nach ihren Wünschen gestalten können.

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Kostenpunkte für eine Seebestattung

Neben den Kosten für den Bestatter müssen auch Abgaben an eine Reederei und Aufwendungen für weitere Dienstleister beachtet werden. Bestattungskosten können aufgrund regionaler Unterschiede variieren. Wie in anderen Dienstleistungsbereichen kann es außerdem zu erheblichen Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Bestattungsunternehmen kommen. Die Kostenpunkte für eine Seebestattung lassen sich in drei Kategorien aufteilen.

1. Leistungen des Bestatters
2. Leistungen von Drittanbietern
3. Nutzungsgebühren

Vorgeschriebene Leistungen

Hinterbliebene können die Gesamtkosten einer Seebestattung durch bestimmte Entscheidungen beeinflussen. Zwar sind nicht alle Kosten vermeidbar, doch es gibt nur wenige gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, die einkalkuliert werden müssen. Gesetzliche Vorschriften beinhalten Regeln zur Kremation, dem Transport von Leichen, der Verwendung von Urnen sowie deren Beschaffenheit.

Optionale Leistungen

Die Trauerfeier kann durch verschiedene Programmpunkte bereichert werden. Eine Ansprache durch den Kapitän ist im Rahmen der Beisetzungszerenomie auf dem Schiff bereits enthalten. Soll darüber hinaus ein Trauerredner engagiert werden, fallen zusätzliche Kosten an. Darüber spielt die Örtlichkeit und Dekoration der Trauerfeier, die Gestaltung der Urne sowie die Ausrichtung eines anschließenden Leichenschmauses eine große Rolle, die sich auf die Gesamtkosten der Seebestattung niederschlagen. Individuelle Entscheidungen über Programmpunkte der Trauerfeier beeinflussen die Höhe der Gesamtkosten.

Ist eine Seebestattung die günstigste Bestattungsart?

Pauschal lässt sich nicht sagen, dass eine Seebestattung die günstigste Bestattungsvariante ist. Das hängt stark von der gewünschten Ausführung ab. Da die Friedhofsgebühren, die Kosten für die Herrichtung eines Grabes und die Grabpflege bei dieser Bestattungsform entfallen, kann man die Gesamtkosten relativ gering halten. Zudem sind die Kosten für eine Seeurne meist deutlich geringer, als die eines Sarges.

Bei einer Seebestattung entstehen jedoch zusätzliche Kosten für die Beisetzung der Urne durch die Reederei. Außerdem befindet sich in kleineren Städten in der Regel kein Krematorium, sodass Überführungskosten zu einem anderen Standort vom Bestatter einkalkuliert werden müssen. In manchen Städten wird außerdem die zweite gesetzlich vorgeschriebene Leichenschau in Rechnung gestellt.

Transportkosten zum Beisetzungsort an der Osts- oder Nordsee sollten bei der Gesamtkalkulation ebenfalls bedacht werden. Über die Landesgrenzen hinaus kann ein Verstorbener im Mittelmeer oder im Atlantik bestattet werden. Je nach gewähltem Gewässer können die Kosten steigen, da zusätzliche Überführungsstrecken erforderlich sind.

Direkte und indirekte Leistungen des Bestatters

Ein großer Anteil der Gesamtkosten fällt für den Bestatter an, da er die gesamte Organisation und Durchführung der Seebestattung übernimmt. Die Kosten variieren je nach Region, Bestattungsanbieter und Leistungsumfang. Hier ist es wichtig, dass im Angebot des Bestatters wirklich auch alle Kosten aufgeführt sind, oder zumindest erwähnt wird, welche zusätzlichen Kosten noch auf die Hinterbliebenen zukommen. Auch indirekte Leistungen von Drittanbietern, wie die der Reederei müssen in der Kostenaufstellung berücksichtigt werden.

Eine detaillierte Übersicht über alle anfallenden Bestatterleistungen finden Sie in diesem Artikel.

Kosten für eine Seeurne

Bei einer Seebestattung wird die Asche der verstorbenen Person nach der Kremation in eine versiegelte Kapsel gefüllt. Diese Aschekapsel wird dann in eine sogenannte Seeurne eingesetzt. Eine Seeurne muss laut Gesetzgebung aus Materialien angefertigt sein, die sich innerhalb weniger Stunden im Wasser auslösen. Der Preisumfang für eine Urne ist abhängig von Material und Modell.

Reederei

Nach erfolgter Kremation wird die Aschekapsel an eine Reederei versendet, die sich der Durchführung der Seebestattung annimmt. Angehörige können entscheiden, ob sie bei der Beisetzung der Urne anwesend sein möchten oder ob dies lieber anonym geschehen soll.

Eine stille Seebestattung ist in der Regel deutlich preiswerter als eine begleitete, da in einem solchen Fall keine Trauerfeier an Bord stattfindet, die Reederei in ihrer Planung unabhängig ist und mehrere Urnen auf einer Fahrt beigesetzt werden können. Die Preisspanne für eine anonyme Beisetzung auf See beträgt 200 bis 500 Euro. Hinzu kommen aber noch die Kosten für die Überführung des Verstorbenen, die Kremation und alle damit verbundenen Kosten und die Erledigung der Formalitäten. In der Regel werden die Gesamtkosten auch bei einer anonymen Seebestattung nicht unter 1.200 EUR liegen.

Für eine begleitete Seebestattung wird von der Reederei ein repräsentatives Schiff zur Verfügung gestellt. Durch die Organisation einer Beisetzungszeremonie für die Angehörigen werden je nach Umfang Kosten für Blumenschmuck, eine Schmuckurne, Dekoration und unter Umständen für einen Trauerredner fällig. Reedereien, die auf Seebestattungen spezialisiert sind, bieten häufig die Möglichkeit, einen Leichenschmaus an Bord abzuhalten. Eine begleitete Seebestattung kostet in der Regel zwischen 1.000 und 2.600 Euro. Auch hier sind die Kosten für die Überführung des Verstorbenen, die Kremation und die Erledigung der Formalitäten hinzuzurechnen. Die Gesamtkosten liegen mindestends bei 2.000 EUR, können aber auch deutlich höher ausfallen.

Nutzungsgebühren

Bei einer Seebestattung fallen keine Friedhofsgebühren für die Grabnutzung, Beisetzung und Friedhofspflege an. Stattdessen fallen die Kosten der Reederei an, die für die Durchführung der Beisetzung verantwortlich ist. Diese ist aber natürlich nur einmalig zu entrichten.

Kosten für die Grabgestaltung und -pflege

Da bei einer Seebestattung kein Grab im herkömmlichen Sinn entsteht, fallen keinerlei Kosten für die Grabpflege und -gestaltung an. Die Grabstelle ist für Hinterbliebene dennoch jederzeit aufsuchbar. Je nach Beisetzungsort erhalten Angehörige nach der Trauerfeier eine Seegrabmappe mit den exakten Koordinaten der Beisetzungsstelle. Es können Erinnerungsfahrten zu der Beisetzungsstelle arrangiert werden, um dem Verstorbenen zu Gedenken.

Kostentragungspflicht bei einer Bestattung

Gesetzlich ist geregelt, wer die Kosten einer Bestattung trägt. Während die nächsten Angehörigen der verstorbenen Person bestattungspflichtig sind, müssen die Erben oder Unterhaltpflichtigen des Verstorbenen gemäß der Kostentragungspflicht für die Kosten der Bestattung aufkommen.

Übernahme der Bestattungskosten bei der Sozialbestattung

Wenn der gesetzlich verpflichtete Kostenträger die Bestattungskosten nicht tragen kann, übernimmt das Sozialamt die Kosten der Bestattung. Nach §1968 BGB muss die Person selbst bedürftig im Sinne der sozialhilferechtlichen Vorschriften sein, um eine Sozialbestattung beantragen zu können.

Bestattungskosten von der Steuer absetzen

Sofern eine rechtliche Verpflichtung für die Kostenübernahme der Bestattung besteht oder die Kosten freiwillig getragen werden und der Nachlass des Verstorbenen keine Kostenregelung enthält, können Bestattungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Bedingungen für eine Seebestattung

Eine Seebestattung erfordert die Kremation des Verstorbenen. Eine Kremation kann nur dann durchgeführt werden, wenn dies dem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen entspricht. Die Bestätigung der Angehörigen, dass das der Fall war, reicht hierzu in der Regel. Im Idealfall sollte bereits zu Lebzeiten der Wunsch für eine Seebestattung verschriftlicht werden. Für dieses Schreiben ist keine notarielle Bestätigung notwendig. Es sollte jedoch für die Hinterbliebenen auffindbar abgelegt sein. Dafür bietet sich der Abschluss einer Bestattungsvorsorge an, in der alle organisatorischen Details festgehalten werden können. Auch eine finanzielle Absicherung der zukünftigen Kosten ist dabei möglich.





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