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Seebestattung

Beisetzung auf hoher See

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Was ist eine Seebestattung?

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Bestattung planen
Was passiert bei einer Seebestattung und in welchen Gewässern ist die Beisetzung möglich? Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen zur Seebestattung.

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste in Kurzform:

  • Angehörige müssen für eine Seebestattung keinen maritimen Hintergrund nachweisen
  • Vor einer Bestattung auf hoher See erfolgt die Einäscherung des Leichnams im Krematorium
  • Seebestattungen richten sich nach einem traditionellen, mindestens zweistündigen Ablauf
  • Die Kosten variieren nach Art und Umfang der Beisetzung sowie der gewünschten Reederei

Seebestattung in Deutschland

Wasser ist immer in Bewegung und strahlt eine Dynamik und Lebendigkeit aus, die auf den ersten Blick nicht zu einer typischen Beisetzung passt. Das ist eine Seebestattung auch nicht. Warum sind viele Menschen trotzdem daran interessiert?

Weil die See unter der beweglichen Oberfläche eine nahezu unbegreifliche Ruhe innehat. Außerdem weckt der Anblick des Meeres ein Gefühl von Unendlichkeit. Möglicherweise sind es diese und ähnliche Assoziationen, die beruhigend wirken und die Gedanken an ein Loslassen für einige Personen erleichtern.

Wir informieren Sie über die wichtigsten Regelungen zu einer Seebestattung. Wo ist sie erlaubt, wie ist der Ablauf einer Seebestattung und was kostet sie? Darüber hinaus rücken Detailfragen in den Vordergrund, sodass Interessierte schon in der Theorie entscheiden können, ob diese spezielle Art der Beisetzung für sie infrage kommt.

Seebestattung: Was ist das?

Was ist eine Seebestattung? Früher waren Beisetzungen auf den Weltmeeren nur Seeleuten oder Menschen mit einem besonderen Bezug zum Meer vorbehalten. Jede andere Person wurde klassisch auf einem Friedhof beigesetzt – als Erdbestattung des Leichnams oder als Urnenbestattung der Totenasche. Heute ist die Seebestattung grundsätzlich für alle Menschen zugänglich – sie erfolgt im würdevollen Rahmen nach seemännischer Tradition. Ähnlich wie bei der Baumbestattung ist die Kremation eine der zentralen Voraussetzungen – eine Seebestattung ohne Verbrennung, also ohne die vollständige Einäscherung des Leichnams, ist nicht möglich. Die Beisetzung findet in einer speziellen Seeurne statt.

Die Bestattung auf See hat – wie andere Naturbestattungen – für betroffene Menschen verschiedene Vorteile – sowohl pragmatischer als auch emotionaler Art:

  • Überschaubare Bestattungs- und Folgekosten
  • Verbundenheitsgefühl mit der Natur
  • Ortsunabhängigkeit der Ruhestätte

Rein faktisch: Die Grabpflege entfällt und es entstehen auch keine Gebühren für den Platz auf dem Friedhof. Daraus ergibt sich aber auch ein entscheidender Nachteil, denn viele Angehörige wünschen sich zur nachhaltigen Trauerbewältigung einen Ort, den sie auf Wunsch jederzeit besuchen können.

Ist eine Seebestattung in Deutschland erlaubt?

Wer sie hierzulande als Alternative zur klassischen Erd- und Urnenbeisetzung in Betracht zieht, fragt sich in erster Linie, ob die Seebestattung in Deutschland legal ist. Die Kurzantwort: Ja, das ist sie, allerdings mit Einschränkungen. In Binnengewässern ist die Seebestattung verboten – dazu zählen stehende (Seen) oder fließende (Flüsse) Gewässer, die von Festland umgeben sind. Für die Seebestattung in Deutschland sind die Ost- und Nordsee gängig. In beiden Fällen gilt eine klare Regel: Die Beisetzungen sind nur in Gebieten möglich, in denen weder Wassersport noch Fischerei („rauer Grund“) erlaubt sind und die außerhalb der Drei-Meilen-Zone liegen – also im Abstand von mindestens drei Meilen zur Küste.

Neben der Beisetzung in der Ost- und Nordsee ist beispielsweise eine Seebestattung im Atlantik oder Mittelmeer möglich. Flussbestattungen sind in den Nachbarländern Holland, Belgien und der Schweiz zulässig.

Sind solche Beisetzungen teuer?

Die Kosten einer Seebestattung sind im Vergleich zur Erdbestattung geringer. Da sie sich aus direkten und indirekten Leistungen und somit aus verschiedenen Preispunkten zusammensetzen, variieren die Kosten je nach Bundesland und Lokalität. Auch bestimmte Wünsche hinsichtlich der Trauerfeier führen zu niedrigeren oder höheren Kosten. Genauere Informationen erhalten Sie in unserem separaten Artikel zu den Kosten einer Seebestattung.

Inkludiert sind normalerweise die folgenden Leistungen:

  • Kremation des Leichnams
  • Überführung der Urne
  • Beisetzung durch eine Reederei
  • Ausrichtung der Trauerfeier

Langfristig ist die Seebestattung in jedem Fall eine preisgünstige Variante, da keinerlei Kosten für den Steinmetz, die Grabpflege und die Friedhofsverwaltung anfallen und auch keine Ruhefristen für die Grabstelle bestehen.

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Beisetzung auf der Nord- und Ostsee

Seebestattungen auf der Nordsee

Die Seebestattung auf der Nordsee ist nur auf dem offenen Meer außerhalb der Drei-Meilen-Zone zulässig – es ist mit einer Fahrtzeit von etwa einer Stunde zur Position des Seegrabes zu rechnen.

Die Seebestattungen starten beispielsweise von den Häfen in Cuxhaven, Harlesiel oder Wilhelmshaven auf dem Festland. Auch von den in der Nordsee gelegenen Inseln Wangerooge, Langeoog und Spiekeroog aus können die Fahrten erfolgen. Je nach Wunsch können auch von benachbarten Ländern wie Belgien und den Niederlanden aus Bestattungsfahrten gestartet. Die Dauer der Fahrten beträgt jeweils etwa zwei Stunden.

Seebestattungen auf der Ostsee

Je nach Angebot des Bestattungsinstituts sind Seebestattungen unter anderem vom Timmendorfer Strand, von Travemünde, Warnemünde, Rügen, Usedom, Flensburg, Kiel und Heligenhafen möglich. Die Orte, an denen eine Seebestattung auf der Ostsee möglich sind, sind vielfältig. Die Gebiete, in denen die Urne versenkt wird, dürfen nicht für den Wassersport oder die Fischerei freigegeben sein und zählen zum sogenannten rauen Grund. Die Bestattung erfolgt außerhalb der 3-Meilen-Zone in den Hoheitsgewässern.

Neben der Beisetzung in der Ost- und Nordsee sind Seebestattungen auch in anderen Meeren, wie etwa dem Mittelmeer oder dem Atlantik möglich.

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Seebestattung: Ablauf

Grundsätzlich gilt es auch bei einer Seebestattung, die wichtigsten ersten Schritte zur Vorbereitung einer Bestattung zu befolgen. Diese können Sie in detaillierter Ausführung in unserem Ratgeber Wissenswertes rund um die Bestattung nachlesen. Dazu gehören zum Beispiel die obligatorische erste Leichenschau inklusive der Ausstellung eines Totenscheins und die Überführung des Leichnams zum ausgewählten Bestattungsinstitut.

Da für eine Seebestattung eine vorherige Kremation erforderlich ist, sollten Angehörige auch die Überführung ins Krematorium sowie die erforderliche zweite Leichenschau in ihrer Planung berücksichtigen. Da die Beisetzung auf hoher See noch nicht zu den gängigsten Arten zählt, verfügen nicht alle Bestattungsunternehmen fundierte Kenntnisse über das Vorgehen. Daher bietet es sich an, die Routine in Bezug auf Seebestattungen zu erfragen, um sich von vornherein die bestmögliche Beratung seitens der Bestattenden zu sichern. Bei mymoria beraten wir selbstverständlich gern umfassend zum Thema Seebestattung.

Wie lange dauert es vom Tod bis zur Seebestattung?

Der zeitliche Ablauf ist nicht exakt benennbar und kann sich je nach Situation und den Umständen auf mehrere Wochen erstrecken. Wichtig ist die Einhaltung früher Fristen, nachdem sich ein Todesfall ereignet hat: Die Beauftragung eines Bestattungsunternehmens und die Überführung der verstorbenen Person vom Todesort in entsprechende Kühlräume müssen je nach Bundesland innerhalb von 24 bis 36 Stunden nach dem Sterbefall erfolgen. Angehörige sollten sich zudem schnellstmöglich erkundigen, ob die Seebestattung in ihrem Bundesland einer behördlichen Genehmigung bedarf. Ein weiterer Faktor, der den Zeitraum zwischen dem Ableben und der Bestattung verlängern kann, sind etwaige Ergebnisse der inneren Leichenschau (Obduktion), wenn sie Zweifel an einer natürlichen Todesursache hervorbringen. Auch die terminliche Verfügbarkeit der gewünschten Reederei spielt eine große Rolle.

Da diese Art der Bestattung unter sehr speziellen Bedingungen stattfindet, kann kurzfristig eine Terminverschiebung eintreten. Ob das Schiff ablegen darf, hängt zum Beispiel vom Wetter und dem Wellengang ab. Angehörige sollten den Termin direkt mit der Reederei koordinieren und auf deren Erfahrungswerte vertrauen.

Wie geht es weiter? Im Normalfall übernimmt das Bestattungsinstitut die hygienische Totenversorgung und die Ankleidung des Leichnams. Danach können sich Angehörige in Ruhe von der verstorbenen Person verabschieden – entweder im Institut oder im Krematorium. Im Anschluss an die Einäscherung erfolgt die Überführung der Totenasche zum Hafen, wo die Zuständigen sie von der sogenannten Aschekapsel in eine wasserlösliche Seeurne umfüllen.

Dauer einer Seebestattung: Gibt es Vorgaben?

Zwar ist der grundlegende Ablauf klar geregelt, aber es existieren keine offiziellen Vorgaben zur Dauer einer Seebestattung. Letztlich ergibt sie sich durch die Reederei und den Optionen sowie möglichen Sonderwünschen der Angehörigen – beispielsweise die Entscheidung, ob die Trauerfeier auf dem Beisetzungsschiff oder zu Hause stattfindet. Im Durchschnitt dauert eine Seebestattung nach dem Ablegen rund zwei bis drei Stunden.

Am Tag der Beisetzung begrüßt der Kapitän oder die Kapitänin des Schiffes die Anwesenden und trägt die Koordinationsdaten der letzten Ruhestätte in das Logbuch ein. Am Ende der Fahrt erhalten die Hinterbliebenen eine entsprechende Abschrift, sodass Angehörige und Freunde den genauen Ort der Seebestattung bei Bedarf aufsuchen können.

Sobald der Zielort erreicht ist, wird die Fahne auf Halbmast gesetzt. Die schiffsführende oder eine beauftragte Person (geistlich oder weltlich) spricht die Trauerrede, während sie neben der Urne steht. Nach dem traditionellen viermaligen Läuten der Schiffsglocke, das das Ende der Seewache anzeigt, gelangt die Urne zu Wasser und das Schiff umkreist die Beisetzungsstelle.

Die Beisetzungsschiffe bieten in der Regel Platz für bis zu 15 Trauergäste, wobei einige Reedereien auch über größere Schiffe verfügen, die bis zu 50 Personen an Bord nehmen können. Alternativ erfolgt die Übergabe der Urne an die See anonym.

Wird bei einer Seebestattung die Asche verstreut?

In Deutschland ist es nicht erlaubt, die Asche bei einer Seebestattung zu verstreuen. Stattdessen wird sie dem Meer in einer biologisch abbaubaren Urne übergeben. In manchen Ländern ist das Verstreuen der Asche hingegen möglich – beispielsweise von Spanien aus auf dem Mittelmeer oder auf der niederländischen Nordsee. Auf auf Umwegen kann im Rahmen einer Flugbestattung zudem über bestimmten Gebieten der Nord- und Ostsee die Verstreuung der Asche erfolgen.

Welche Besonderheiten haben die Seeurnen?

Die Seeurnen lösen sich im Wasser auf, da sie aus Naturmaterialien wie Sandstein, Muschelkalk, Zellulose oder anderen abbaubaren Stoffen bestehen. Zudem verfügen die Urnen an der Unterseite über ein Loch, um ein unverzügliches Absinken zum Meeresgrund zu gewährleisten. Vor dem Umfüllen der Totenasche von der Überführungskapsel in die Seeurne müssen die Zuständigen das Bodenloch zum Beispiel mit Papier verschließen.

Eine vollständige Zersetzung des natürlichen Materials der Seeurne ist teilweise schon nach 24 Stunden erfolgt und kann bis zu 72 Stunden und darüber hinaus dauern. Hier spielen mehrere Faktoren wie das Material, die Strömung am Grund des Meeres und der Salzgehalt des Wassers eine wichtige Rolle.

Seebestattung - häufig gestellte Fragen

Die Bestattung auf hoher See ist eine besondere Form der Beisetzung, die in Deutschland allgemein erlaubt, aber noch nicht als gängig etabliert ist. Sie bietet sich vor allem für Verstorbene an, die zu Lebzeiten einen engen Bezug zur See oder sogar zur Seefahrt hatten. Letztlich ist das aber keine Voraussetzung.

Ja, eine Beisetzung auf dem Meer darf nur nach einer Kremation erfolgen, da die Totenasche in einer speziellen Urne zu Wasser gelassen wird. Die Einäscherung des Leichnams ist demnach eine der elementaren Voraussetzungen.

In Deutschland ist es nicht erlaubt, die Asche zu verstreuen. Bei einer Seebestattung wird die Totenasche in einer biologisch abbaubaren Urne dem Meer übergeben. In einigen anderen Ländern ist das Verstreuen der Asche hingegen erlaubt. So kann die Kremationsasche beispielsweise von Spanien aus auf dem Mittelmeer oder auf der niederländischen Nordsee verstreut werden.

Nein, in Deutschland sind Bestattungen auf hoher See nur im offenen Meer und mindestens drei Meilen von der Küste entfernt erlaubt – also außerhalb der sogenannten Drei-Meilen-Zone. In Binnengewässern sind solche Beisetzungen nach deutschem Recht generell nicht gestattet.

Durchschnittlich vergehen vom Ablegen des Schiffes bis zur Rückkehr in den Hafen rund zwei bis drei Stunden. In manchen Fällen kann eine Seebestattung auch länger dauern – zum Beispiel, wenn das Beisetzungsgebiet weiter entfernt ist oder sich das Wetter auf die Umsetzung auswirkt.

Per Überführung gelangt die Totenasche zur Reederei, wo sie Angestellte in eine wasserlösliche Seeurne umfüllen. Nach der Begrüßung durch die schiffsführende Person legt das Schiff ab und fährt zum Beisetzungsort. Dort wird die Urne zeremoniell zu Wasser gelassen und das Schiff umkreist die entsprechende Stelle, bevor die Rückfahrt erfolgt.

Die Kosten für eine Seebestattung variieren stsrk. Etwa, wenn sich Angehörige einen Ort zum Ablegen des Schiffes abseits des eigentlichen Heimathafens wünschen. Im Vergleich zur Erdbestattung fallen insgesamt aber weniger Kosten an. Das hängt schon mit den fehlenden Folgekosten zusammen, weil Hinterbliebene die Grabstelle beispielsweise nicht pflegen müssen.

Dem Kapitän oder der Kapitänin obliegt es, die Urne pietätvoll zu Wasser zu lassen – behutsam und in einer angemessenen Geschwindigkeit. Wenn sich Angehörige ausdrücklich wünschen, den Vorgang selbst durchzuführen, ist das in Absprache mit der schiffsführenden Person unter Umständen möglich.

Aus Gründen des Naturschutzes dürfen nur natürliche Materialien als letzter Gruß an den Verstorbenen dem Meer übergeben werden. Blumen und Blütenblätter sind demnach erlaubt, auf Trauerkränze, Blumengebinde und Schleifen muss hingegen verzichtet werden.

Einige Reedereien bieten Gedenkfahrten zur Beisetzungsstelle an, die oft in Gruppen erfolgen. Das bedeutet, Menschen aus unterschiedlichen Trauerfällen fahren gemeinsam zum Beisetzungsort, weil er für alle Seebestattungen bis auf wenige Meter identisch ist.

Am Tag der Beisetzung

Für die Beisetzung wird eine Reederei beauftragt, deren Kapitän die Urne entweder anonym oder im Rahmen einer Beisetzungszeremonie dem Meer übergibt. Am Tag der Seebestattung begrüßt der Kapitän die Trauernden und setzt Kurs auf die letzte Ruhestätte. Ist der Zielort erreicht, wird die Fahne auf Halbmast gesetzt. Der Kapitän oder ein beauftragter geistlicher oder weltlicher Trauerredner spricht die letzten Worte für den Verstorbenen, während er neben der Urne steht. Nachdem die Schiffsglocke traditionell viermal geläutet wurde und somit das Ende der Seewache anzeigt, wird die Seeurne zu Wasser gelassen.

Auf Wunsch kann die Urne mit einem Kranz geschmückt werden und die Trauergäste können einzelne Blumen oder Blütenblätter ins Wasser streuen. Beim Versinken der Urne in die Tiefen des Meeres treiben die Blumen auf dem Wasser und markieren den Bestattungsort. Kränze, große Blumensträuße oder andere Gebinde dürfen hingegen nicht mit ins Wasser gegeben werden.

Im Anschluss trägt der Kapitän die genauen Koordinationsdaten der Beisetzung in sein Logbuch ein und übergibt am Ende der Fahrt den Hinterbliebenen eine entsprechende Abschrift. Sie können dadurch den genauen Ort der Seebestattung bei Bedarf aufsuchen.

Es bleibt den Trauernden überlassen, ob sie die Trauerfeier auf dem Beisetzungsschiff oder zu Hause gestalten wollen. Auf den Besietzungsschiffen haben je nach Größe bis zu 15 Trauergäste Platz. Einige Reedereien verfügen auch über größere Schiffe, die bis zu 50 Trauergäste mit an Bord nehmen können.

Kosten einer Seebestattung

Die Kosten einer Seebestattung beinhalten Leistungen wie die Kremation des Verstorbenen, die Überführung des Verstorbenen zum Beisetzungsort und Ausrichtung der Trauerfeier sowie Beisetzung durch eine Reederei. Die Kremationskosten fallen je nach Bundesland und Lokalität sehr unterschiedlich aus. Kosten für die Trauerfeier sind von den persönlichen Wünschen der Angehörigen und dem Umfang der Feierlichkeit abhängig, je nachdem, welche Programmpunkte gewünscht sind. In Abhängigkeit von den direkten und indirekten Bestattungsleistungen können die Gesamtkosten der Seebestattung stark variieren.

Langfristig ist die Seebestattung eine vorteilhafte und preisgünstige Bestattungsvariante, da keinerlei Kosten für Grabpflege, Friedhofsverwaltung und Steinmetz anfallen und auch keine Ruhefristen für die Grabstelle bestehen.

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Weitere Informationen zur Seebestattung

Die Bestattung auf hoher See ist eine Sonderform, sodass sich Angehörige automatisch mit vielen Fragen konfrontiert sehen. Wir versuchen, die wichtigsten zu beantworten, doch wenn Sie weitere Punkte klären oder vorhandene Themen vertiefen möchten, stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Seite – sprechen Sie uns einfach an.

Was ist bei einer Seebestattung zu beachten: Übersicht

Welche Optionen haben Angehörige, um die Beisetzung zeremoniell nach ihren Wünschen zu gestalten? Gibt es verschiedene Arten der Seebestattung? Diese und andere Fragen beantworten wir kurz und bündig.

Wie kann ich bei einer Seebestattung eigene Musik abspielen?

Die meisten Schiffe bieten die Möglichkeit, selbst mitgebrachte Musik von digitalen Datenträgern abzuspielen. Daher empfiehlt sich die Bereitstellung der gewünschten Dateien im Vorfeld, sodass die Verantwortlichen genug Zeit haben, die Abspielfähigkeit zu überprüfen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Was dürfen die Gäste bei der Seebestattung ins Wasser werfen?

Aus Gründen des Naturschutzes dürfen Angehörige dem Meer nur natürliche Materialien als letzten Gruß an den Verstorbenen übergeben. Blumen und Blütenblätter sind zum Beispiel unproblematisch, während Trauerkränze, Blumengebinde und Schleifen nicht erlaubt sind.

Gibt es an Bord Verpflegung für die Trauergäste?

Es besteht die Möglichkeit, Speisen und Getränke zu erwerben – beispielsweise Kuchen und Kaffee. Zur optimalen Planung sollten Angehörige die Möglichkeiten vorab besprechen, sodass die Reederei gegebenenfalls auf spezifische Wünsche eingehen kann.

Was bedeuten die Glockenschläge?

Seefahrende verwenden die sogenannte Glasenuhr, um die Wachzeiten durch hörbare Signale anzuzeigen. Vier Doppelschläge sind acht Glasen, die traditionell für den Wachwechsel an Bord stehen. Sie gelten aber auch als Symbol für den Übergang vom Leben in den Tod und kommen daher bei Seebestattungen im symbolischen Gedenken und für die Abschiednahme zum Einsatz.

Was ist eine anonyme Bestattung auf See?

Die Beisetzung auf dem Meer kann auch ohne Begleitung durch Trauergäste stattfinden. In dem Fall befindet sich nur die Schiffscrew mit der Urne an Bord. Interessant ist die stille Seebestattung zum Beispiel für Menschen, die sich eine umfangreichere Beisetzung aus persönlichen Gründen nicht wünschen oder leisten können. Eine Dokumentation des genauen Ortes der Urnenbeisetzung erfolgt dennoch.

Seebestattung und Blumen: Welche Optionen gibt es?

Auf Wunsch erhält die Urne einen schmückenden Kranz – bis sie ins Wasser gelangt, denn für die Beigaben einer Seebestattung gelten strenge Regeln. Trauernde dürfen einzelne Blumen oder Blütenblätter ins Wasser streuen, die auf der Oberfläche treiben und den Bestattungsort markieren, während die Urne in die Tiefe des Meeres sinkt. Welche Blumen sind für eine Seebestattung geeignet? Hier können die Angehörigen frei entscheiden – je nachdem, welche Blumen sie selbst bevorzugen oder welche die verstorbene Person zu Lebzeiten mochte. Viele richten sich auch nach einer allgemeingültigen Symbolik – Rosen und Nelken sind sehr beliebt, da sie für Liebe, Zuneigung und Freundschaft stehen.

Welche Reederei bietet eine Seebestattung an?

Viele Reedereien in Deutschland bieten die Beisetzung auf hoher See an. Zur besseren Übersicht haben wir eine statische Karte erstellt. Dort finden Sie alle unsere Häfen, von denen eine Bestattung in der Nord- oder Ostsee möglich ist.

Viele Seebestattungen starten in den Häfen von Küstenorten wie Travemünde, Büsum und Warnemünde – zum Teil sind dort auch sehr traditionsreiche Reedereien beheimatet.

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Weitere häufig gestellte Fragen zur Seebestattung

Nachdem die Einäscherung im Krematorium stattgefunden hat, wird die Urne durch einen spezialisierten Urnen-Kurier zur Trauer-Reederei verbracht. Dort wird sie pietätvoll bis zum Termin der Beisetzung aufgebahrt.

An Board der Schiffe gibt es Sanitäreinrichtungen.

Die Preisunterschiede ergeben sich aus einigen Faktoren. Zunächst haben Schiffe einen Heimathafen. Wenn die Abfahrt jedoch ab einem anderen Hafen gewünscht wird, so ist für die kurzfristige Liegezeit vor Ort eine lokale Gebühr, die sich von Hafen zu Hafen unterscheidet, zu entrichten. Ebenfalls muss das Schiff vor der Beisetzung zunächst zum Wunschhafen fahren, analog muss es im Nachgang wieder in den Heimathafen zurückfahren.

Grundsätzlich kann die Beisetzung Montag bis Samstag stattfinden. In der Regel entstehen durch eine Beisetzung am Samstag Mehrkosten, welche wir gerne im Vorfeld in Erfahrung bringen.

In Abhängigkeit von einigen Faktoren kann versucht werden, einen Wunschtermin für die Beisetzung zu erhalten. Dies ist abhängig vom Verlauf des Trauerfalls im Vorfeld, was zum Beispiel die Beurkundung durch das Standesamt anbelangt. Wir empfehlen, den Termin erst zu vereinbaren, wenn die Kremation im Idealfall bereits erfolgt ist oder zumindest ein Termin hierfür bekannt ist.

Bisweilen sind Abfahrten aus bestimmten Häfen nicht am Wunschtermin möglich, wenn etwa eine Regatta in der Bucht stattfindet. In diesem Fall muss entweder ein anderer Hafen oder ein anderer Termin gewählt werden. Die Gefahr hiervon ist jedoch eher gering

Die Trauerfahrten sind erheblich vom Wetter und insbesondere dem Wellengang abhängig. Es empfiehlt sich daher, den Termin nicht in den letzten Wintermonaten oder sehr früh im Jahr zu avisieren. Erfahrungswerte der Reederei, mit welcher der Termin koordiniert wird, helfen hier, einen passenden Termin zu finden.

Kurzfristige Änderungen im Wetter hin zum Ungeeigneteren können es ebenfalls notwendig machen, dass ein Termin kurzfristig umgelegt werden muss. Die Gefahr hierfür ist in den Sommermonaten deutlich geringer.

Typischerweise finden Seebestattungen in der deutschen Nord- und Ostsee. In den Regionen sind viele Reedereien ansässig, die eine Bestattung auf hoher See anbieten.

Ja, in der Regel spricht die schiffsführende Person traditionelle Worte. Auch detaillierte Trauerreden mit persönlichem Bezug sind möglich – hierfür sollten sich Angehörige im Vorfeld mit der Reederei kurzschließen oder eine Person beauftragen, die eine Trauerrede hält.

Anonyme Seebestattung

Auch bei der Seebestattung kann der Verstorbene ohne Belgeitung durch Trauergäste beigesetzt werden. Bei dieser Bestattungsart begleitet – anders als bei der begleiteten Seebestattung – keiner der Angehörigen die Urne auf See, nur die Schiffscrew ist mit der Urne an Bord des Schiffs, was diese Bestattungsart zur besonders günstigen Bestattung macht. Bei der anonymen Seebeisetzung vollzieht der Kapitän ebenfalls die maritimen Traditionen wie das Schlagen der 8 Glasen und das Umkreisen der Beisetzungsstelle. Es setzt jedoch mehrere Urnen nacheinander auf diese Weise bei und es sind keine Angehörigen an Board. So findet die verstorbene Person bei der stillen Beisetzung fern von Publikum ihren Frieden. Der genaue Ort der Urnenbeisetzung wird dennoch dokumentiert.


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