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    Trauerfeier von zu Hause: Live√ľbertragung von Trauerfeier und Bestattung

Trauerfeier von zu Hause

Live√ľbertragung von Trauerfeier und Bestattung

Nicht immer können alle Trauergäste bei der Trauerfeier vor Ort sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Bestattung so planen, dass jeder unabhängig vom Ort der Beisetzung dabei sein kann.

Es gibt unzählige Situationen, in den wir einer Veranstaltung oder Zeremonie nicht beiwohnen können. Sei es, weil wir im Ausland leben, aber das Geschwisterkind in Deutschland heiratet oder man am Geburtstag von Neffe oder Nichte mit Grippe zu Hause sitzt.

Auch f√ľr die Bestattung kann diese Frage wichtig sein ‚Äď was, wenn man aus dem s√ľdlichen Bayern kommt und in Hamburg wohnt, aber ein Verwandter in Bayern beigesetzt wird? Was, wenn man seine Kinder zu Hause h√ľten muss und die Tante beigesetzt wird? M√∂gliche Szenarien, in denen eine alternative Teilnahme an der Beisetzung gefragt ist, gibt es viele.

In der Vergangenheit sind Menschen, wenn eine Beisetzung anstand, von weit her angereist, um dieser beizuwohnen. Oftmals waren diese Reisen so anstrengend und langwierig, dass das Trauerhaus den sogenannten Leichenschmaus ausrichtete, um die angereisten Trauergäste zu bewirten und zu kräftigen.

Unser Leben heute jedoch ist gepr√§gt von modernen Multikanal-Kommunikationswegen. Wir schicken E-Mails, schreiben auf Slack, verschicken unterwegs Fotos √ľber unsere Instant-Messaging-Plattform, nutzen Videotelefonie, um Enkel, Kinder oder Neffen und Nichten zu sehen, schreiben √∂ffentliche Mitteilungen √ľber Twitter, protokollieren unser Leben auf Instagram und lassen unsere Freunde unterwegs √ľber ein Statusupdate auf Facebook wissen, wenn wir in der Schlange beim B√§cker warten m√ľssen. Diese digitale Struktur, die unser ganzes Leben und alle Gesellschaftsschichten durchdringt, k√∂nnen wir uns zunutze machen, wenn wir die Trauerfeier nicht begleiten oder bei der Seebestattung nicht dabei sein k√∂nnen.

Die technische Seite ‚Äď Vorbereitung ist notwendig

Die √úbertragung sollte bereits im Vorfeld vorbereitet werden ‚Äď es gibt nicht nur unz√§hlige Hersteller von Mobilfunkger√§ten, tragbaren Computern und Betriebssystemen, auch zur eigentlichen √úbertragung gibt es eine Vielzahl an M√∂glichkeiten.

Dies mag zun√§chst √ľberfordernd wirken, hat aber den positiven Effekt, dass es stets m√∂glich ist, eine Art der √úbertragung zu finden, die alle Betriebssysteme beziehungsweise Ger√§te abdecken kann.

Da die meisten Friedh√∂fe, FriedW√§lder und RuheForste kein drahtloses Netzwerk vor Ort haben, ist es notwendig, dass ein Ger√§t vor Ort √ľber mobiles Internet (etwa LTE oder 3G) verf√ľgt.

Am besten wird dies bereits zuvor √ľberpr√ľft, etwa indem der Ort der Beisetzung oder der Trauerfeier im Vorfeld besucht und der Empfang auf dem Mobilfunkger√§t kontrolliert wird. Auch dies kann vom Bestatter √ľbernommen werden, wenn einer mit der Begleitung der Beisetzung betraut wird.

Am Ort der Trauerfeier ‚Äď die Vorbereitung

Die Vorbereitungen f√ľr eine digital begleitetet Trauerfeier sind zun√§chst einmal identisch zur klassischen Beisetzung ‚Äď im Grunde findet eine solche ja auch statt. Der Ablauf des Trauerfalls ist identisch zu denjenigen, in denen eine digitale Begleitung nicht erfolgen soll: es erfolgt eine √úberf√ľhrung, die Beurkundung und das Ausstellen der Sterbeurkunde; Urne oder Sarg werden ausgesucht sowie die Trauerfloristik bestellt.

F√ľr die digitale √úbertragung der Trauerfeier ist es im Vorfeld angeraten, sich mit den geladenen Trauerg√§sten zu besprechen. So sollte der Termin inklusive Uhrzeit koordiniert werden oder zumindest nach Festlegung desselben schnellstm√∂glich kommuniziert werden.

Erfolgt die Beisetzung oder die Trauerfeier in Begleitung eines Bestatters, kann dieser auch mit der Video√ľbertragung vor Ort betraut werden ‚Äď so k√∂nnen sich die anwesenden Trauerg√§ste vollst√§ndig dem Abschied und ihrer Trauer widmen.

Die Trauerfeier von zu Hause verfolgen

Auch f√ľr die entfernt (also von zu Hause zum Beispiel) teilnehmenden Trauerg√§ste ist nat√ľrlich wichtig, dass eine Internetverbindung vorhanden ist ‚Äď guter Empfang mit dem Mobilfunkger√§t, eine WLAN-Anbindung oder kabelgebundenes Internet sind ebenso m√∂glich wie unter Umst√§nden das Einw√§hlen in das WLAN eines Caf√©s oder Restaurant, wenn eine Gruppe von Trauernden der Trauerfeier beiwohnen m√∂chte. So k√∂nnen sich Freundeskreise beispielsweise im ehemaligen Lieblingscaf√© treffen und dort die Trauerfeier per Projektor verfolgen.

Alle Endgeräte, sei es die Mobilfunkgeräte jedes Teilnehmenden oder der Computer der Familie zu Hause, sollten im Vorfeld mit der notwendigen Software / App ausgestattet werden. Die Verbindung zwischen Sender und Empfänger des Streams sowie die Funktionsweise der verwendeten Software sollten ebenfalls bereits vorher getestet werden, etwa durch einen Test-Video-Anruf.

Au√üerdem sollte bereits vor dem Termin der Beisetzung √ľberpr√ľft werden, wie die Teilnehmer der Video-Konferenz beitreten. Erfolgt dies √ľber die App mit einem Anruf zu einem hinterlegten Kontakt (Skype)? √úber einen Beitritts-Code (zoom.us) der in der App eingegeben wird? √úber einen spezifischen Internet-Link (Google Hangout), der im Vorfeld geteilt wird ‚Äď und wenn ja, wie?

Idealerweise √ľberpr√ľft man all diese Faktoren einige Tage vor dem eigentlichen Termin, um sicherzustellen, dass am Tag der Trauerfeier ein reibungsloses Beitreten und eine ad√§quate √úbertragung erfolgen k√∂nnen. Auch hier kann erneut der Bestatter vor Ort zurate gezogen werden.

Beispiel der Video√ľbertragung einer Seebestattung¬© unsplash.com/parkerabyrd

Der Ablauf am Tag der Beisetzung

Am Tag der Trauerfeier oder der Beisetzung ist der Ablauf an sich identisch zu ‚Äěanalogen‚Äú Beisetzungen. Die Trauergemeinschaft trifft sich einige Minuten vor dem Termin, es erfolgt eine Trauerfeier mit Musik oder Trauerredner. Nach der Trauerfeier wird die Urne oder der Sarg zum Beisetzungsort getragen beziehungsweise mit dem Sargwagen gefahren.

Nat√ľrlich ist dies nur ein exemplarischer Ablauf ‚Äď die Trauerfeier oder die Beisetzung (mit oder ohne Feier) k√∂nnen ganz individuell gestaltet und ausgerichtet werden.

Bereits kurz vor der Feier wird der Bestatter oder ein Trauergast, welcher mit dieser Aufgabe betraut ist und die oben beschriebenen Vorkehrungen getroffen hat, das Übertragungsgerät, zumeist ein Mobilfunkgerät, in Position bringen. Mit einem kleinen Stativ kann das Endgerät vor dem Trauerredner platziert werden, gegebenenfalls wird dieses beim Gang zum Grab mitgenommen und auch dort platziert.

Wenige Minuten vor der eigentlichen Trauerfeier verbinden sich die entfernt teilnehmenden Trauerg√§ste mit dem Ger√§t vor Ort ‚Äď der Code zum Gruppen-Video wird in der App eingetragen, der Link wird aktiviert oder der Kontakt wird ‚Äěangerufen‚Äú.

Eine Empfehlung f√ľr diejenigen die sich einw√§hlen, um an der Trauerfeier teilzunehmen, ist das Deaktivieren des eigenen Mikrofons. Sollten mehrere Gruppen oder Einzelpersonen der √úbertragung zugleich beitreten, kann es sonst zu St√∂rungen oder Tumult kommen. Ob die Trauerg√§ste ihre Kamera aktiviert halten, ist ihnen jeweils selbst √ľberlassen ‚Äď abh√§ngig von der gew√§hlten Plattform der √úbertragung kann sich ein sch√∂nes Bild der teilnehmenden Gruppen und Einzelpersonen ergeben.

Wird eine √úbertragung mit Endger√§t und Projektor (auch ‚ÄěBeamer‚Äú genannt) geplant, wird im Idealfall auch die √úbertragung vom Empf√§nger-Endger√§t (Kabelanschluss, Auswahl des Ausgabeger√§ts, etc.) an den Beamer bereits vor dem Termin der Beisetzung geprobt und bereits einige Minuten vor Beginn der Feierlichkeiten vorbereitet, sodass dem piet√§tvollen Abschied und der Anteilnahme an der Trauer nichts im Wege steht.

video

Was, wenn auch ein Stream nicht möglich ist?

Nat√ľrlich gibt es neben den oben besprochenen Szenarien auch solche, in denen selbst eine digitale Teilnahme an der Trauerfeier nicht m√∂glich ist. Zeitverschiebung, der Aufenthalt an einem Ort ohne Internet beziehungsweise Mobilfunkempfang oder √Ąhnliches k√∂nnen die Ursache sein, warum Trauerg√§ste nicht per digitaler Video-Schaltung an der Beisetzung teilnehmen k√∂nnen. In solchen Situationen gibt es die M√∂glichkeit, statt der Live-√úbertragung der Zeremonie ein Video vor Ort anzufertigen.

Hierzu kann entweder erneut der Bestatter befragt werden oder ein Trauergast √ľbernimmt die Funktion der Aufnahme. Per Stativ wird ein Video aufgenommen, hierzu kann die Kamera-Funktion eines Smartphones ebenso verwendet werden wie eine zus√§tzlich installierte App. Nat√ľrlich kann andernfalls auch eine externe Kamera f√ľr die Videoaufzeichnung herangezogen werden.

Sollte bei der Trauerfeier oder am Grab Musik abgespielt werden, so kann diese im Nachgang explizit unter das Video gelegt werden, statt die Aufnahme vor Ort zu verwenden. Auch ein weiteres Bearbeiten des Videos ist selbstverst√§ndlich m√∂glich ‚Äď oftmals ist dies selbst auf Mobilfunkger√§ten bereits m√∂glich, ohne dass technisches Wissen und weitere F√§higkeiten erforderlich sind.

Unabh√§ngig davon, wie viel Zeit und Aufwand verwandt wird, um das Video zu bearbeiten ‚Äď das fertige Video kann direkt an Trauerg√§ste oder auch nicht geladene entferntere Freunde / Verwandte geteilt werden ‚Äď entweder √ľber Messaging-Anwendungen wie WhatsApp, Messenger, Signal und √§hnliche oder indem es per Datei-Verteilungsdienst im Internet mit einem Link geteilt wird (beispielsweise OneDrive, iCloud oder WeTransfer).

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Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europ√§ischen Fonds f√ľr regionale Entwicklung (EFRE).
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