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    Wohnungsauflösung: Was passiert mit den Besitztümern im Todesfall?

Wohnungsauflösung

Was passiert mit den Besitztümern im Todesfall?

Nach einem Todesfall müssen die Verwandten und Erben die Wohnungsauflösung des Verstorbenen regeln. Wer einen Todesfall in der Familie hat und den Haushalt auflösen muss, sollte die folgenden Tipps beachten.

Der Mietvertrag geht auf die Erben über

Auch der Mietvertrag gilt als Nachlass. Wenn der verstorbene Mieter allein lebte, geht der Mietvertrag automatisch auf seine Erben über. Das bedeutet aber zugleich, dass Lebens- oder Ehepartner und Kinder, die gemeinsam mit dem verstorbenen Mieter die Wohnung bewohnt haben, weiterhin dort wohnen bleiben und statt des Verstorbenen in dem Mietvertrag eingetragen werden können.

Möchten die Hinterbliebenen die Wohnunung des Verstorbenen nicht weiterhin nutzen, muss der Vermieter binnen der Frist von einem Monat über den Todesfall informiert werden, damit das Sonderkündigungsrecht von drei Monaten greift. Oftmals haben die Vermieter aber auch Verständnis für die Situation der Hinterbliebenen und erlassen den Erben die dreimonatige Kündigungsfrist.

Die Mietkosten (inklusive möglicher Nebenkostennachzahlungen), die bis zum Zeitpunkt der Wohnungsauflösung anfallen, müssen aus dem Nachlass bestritten werden. Ist der niedriger, müssen die Erben nicht zahlen – sie können ihre Haftung auf den Nachlass beschränken.

Wohnungsauflösung organisieren

Möchten oder können die Hinterbliebenen die Wohnung nicht weiterhin nutzen, sollte die Auflösung der Wohnung schnellstmöglich vorbereitet und durchgeführt werden. Die Haushaltsauflösung organisieren die Erben des Verstorbenen, aber auch die Eltern, Kinder und Ehepartner sind befugt, eine Wohnungsauflösung vorzunehmen oder zu beauftragen. Damit diese bis zum Ende des Mietvertrages vonstattengeht, ist eine sorgfältige Vororganisation notwendig.

Zunächst sollte eine Bestandsaufnahme der Wohnung, inklusive Keller oder Speicher durchgeführt und eine Inventarliste angelegt werden. Im Anschluss sortiert man, welche Erinnerungsstücke bei den Angehörigen verbleiben, was verkauft werden kann und welche Dinge auf den Sperrmüll kommen. Wenn man die Haushaltsauflösung alleine organisiert, muss genug Zeit eingeplant werden, denn der für Sperrmüll verantwortliche kommunale Mülldienstleister erfordert Voranmeldung und Terminabsprache. Die Kosten für die Sperrmüllabholung sind kommunal unterschiedlich. Bei einer Haushaltsauflösung muss man in der Regel mit 30 bis 35 Euro für den ersten und fünf Euro für jeden weiteren Kubikmeter rechnen. Elektroschrott und Sondermüll sind meist teurer. Wenn Fernseher, Computer und andere elektronische Haushaltsgeräte verkauft werden sollen, empfehlen sich Inserate im Internet oder Aushänge am Schwarzen Brett im Supermarkt. Für Bücher gibt es spezielle Abnehmer.

Nicht vergessen: Auch Gas, Wasser, Strom und eventuelle Internet- und Telefonanschlüsse des Verstorbenen müssen im Zuge der Wohnungsauflösung gekündigt werden.

Haushaltsauflösung vom Profi

Zeit und Nerven spart man sich, wenn ein professioneller Dienstleister mit der Haushaltsauflösung beauftragt wird. Seriöse Dienstleister werden bei einem kostenlosen Erstbesuch angeben, mit wie viel Kosten für die Wohnungsauflösung zu rechnen ist. Dann schätzt ein Sachverständiger den Wert des Hausrates ein, da viele Dinge noch bei einer Auktion versteigert werden können. Je nach Alter des Mobiliars und der Geräte ist es jedoch manchmal schwierig, die Besitztümer des Verstorbenen noch zu verkaufen. Der Erlös aus der Haushaltsauflösung steht den Erben zu. Viele Entrümpelungsunternehmen bieten im Todesfall außerdem zusätzliche Leistungen wie Behördengänge an, die extra berechnet werden.

Kosten einer Haushaltsauflösung

Die Preise einer Wohnungsauflösung im Todesfall sind abhängig von der Größe und Lage einer Wohnung. Pro Zimmer sollte man im Durschnitt mit rund 500 Euro rechnen. Ein Mehrfamilienhaus mit Dachboden und Keller kann mit bis zu 3.000 Euro zu Buche schlagen. Manchmal decken die Erlöse aus dem Verkauf der Haushaltsgegenstände und Möbel die Kosten der Wohnungsauflösung nicht. Es lohnt sich außerdem, mit dem beauftragten Unternehmen einen Fixpreis zu vereinbaren, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt.

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