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Grabstätte

Welche Grabarten gibt es?

Die wenigsten Menschen möchten zu Lebzeiten über ihre Bestattung nachdenken. Es ist jedoch ratsam, sich bereits zu Lebzeiten über die bevorzugte Grabart Gedanken zu machen, da es im Todesfall die Hinterbliebenen entlastet.

Neben dem Ort der Beisetzung ist die Wahl der Grabart eine der wichtigsten Entscheidung. Zunächst sollte man sich überlegen, ob man eine klassische Bestattung mit Beteiligung der Verwandtschaft und der Freunde wünscht oder ob man womöglich eine anonyme Beisetzung ohne Trauergemeinde vorzieht.

Das Reihengrab

Die Kosten für ein Reihengrab sind günstiger als für ein Wahlgrab. Dieser Kostenunterschied entsteht dadurch, dass Reihengräber kleiner sind und man die Lage auf dem Friedhof in der Regel nicht frei wählen kann. In einem Reihengrab ist nur Platz für einen Verstorbenen – egal, ob die Bestattung im Sarg oder in der Urne erfolgt.

Auch bei der Gestaltung und Pflege des Grabes ist man strengeren Vorgaben unterlegen. Bei dieser Grabart sind das Aufstellen eines Grabsteines sowie die Bepflanzung möglich. Jedoch kann man die Grabstätte nur für die Dauer einer Ruhefrist nutzen – eine Verlängerung der Nutzungszeit des Einzelgrabs ist nicht möglich. Auch der Erwerb zu Lebzeiten ist nicht möglich. Die Reihengräber in den gesonderten Grabfeldern werden in der Regel zeitlich und räumlich der Reihe nach belegt.

Das Wahlgrab

Bei einem Wahlgrab, das häufig auch als Familiengrabstätte oder Sondergrabstätte bezeichnet wird, kann sich der Auftraggeber die Lage und Größe des Grabes aussuchen. Wer im Tod nicht gerne alleine sein möchte, sondern für geliebte Familienmitglieder ein Plätzchen freihalten will, für den ist diese Grabart ideal, da ein Wahlgrab aus einem oder mehreren Gräbern bestehen kann.

Eine weitere wichtige Eigenschaft der Wahlgräber ist die Möglichkeit, das Grabnutzungsrecht nach Ablauf der Ruhefrist zu verlängern. Bei der Wahl einer solchen Grabstätte sollte man jedoch bedenken, dass die Kosten deutlich höher sind als bei einem Reihengrab und vor allem der Aufwand für die Grabpflege steigt. Häufig wird eine Gärtnerei mit der Grabpflege beauftragt, aber auch die Hinterbliebenen können die Pflege des Wahlgrabes übernehmen. Man sollte also bedenken, ob es auch jemanden gibt, der Grabpflege übernehmen kann und möchte oder ob man bereit ist, die Kosten für die Beauftragung der Grabpflege zu tragen.

Das anonyme Grab

Bei anonymen Gräbern gibt es für die Hinterbliebenen keinen festen Ort, an dem sie trauern können. Wer nach seinem Tod keine Verpflichtungen für seine Verwandten wünscht und die Meinung vertritt, dass für die Trauerbewältigung keine Grabstelle nötig ist und man eher in den Gedanken der Hinterbliebenen fortlebt, dem dürfte das anonyme Grab sehr zusagen. Auch im Hinblick auf die Kosten der Bestattung, bietet diese Form einige Vorteile. Auch bei einer Seebestattung ist eine anonyme Beisetzung möglich.

Oder doch eine Alternative?

Die Nachfrage nach unkonventionellen Möglichkeiten der Bestattung steigt auch in Deutschland immer mehr. Der Markt passt sich entsprechend an und bietet neben den drei bereits benannten Formen der Bestattung auch Baumgräber, Gruften, Urnenstelen und Kolumbarien. Meist erfolgt bei diesen Formen der Bestattung im Vorfeld eine Einäscherung. Im Anschluss an die Feuerbestattung kann die Asche des Verstorbenen an den Wurzeln eines Baumes oder in einem Kolumbarium beigesetzt werden.

Generell sind die Grabarten und die Bestattungsmöglichkeiten von der jeweiligen Kommune und der Friedhofsordnung des ausgewählten Friedhofs abhängig.

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