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Todesfall-Checkliste

Was tun im Todesfall?

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Was muss man im Todesfall tun?

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Was tun, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Für die Hinterbliebenen ist dies oft eine Ausnahmesituation und dennoch müssen viele Dinge organisiert und entschieden werden. Wir helfen Ihnen dabei und geben Ihnen einen Überblick.

Inhaltsverzeichnis


Checkliste im Todesfall – Was tun, wenn jemand stirbt?

Schritt für Schritt

Was ist eigentlich alles zu tun in einem Todesfall? Wenn Sie zum ersten Mal mit einem Trauerfall in der Familie oder im Freundeskreis in Berührung kommen, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen nachfolgend eine Übersicht des organisatorischen Ablaufs. Die wichtigsten Punkt haben wir außerdem als übersichtliche und kostenlose PDF-Datei zum Download zusammengestellt. Diese Checkliste für den Todesfall soll Ihnen als Schritt-für-Schritt-Hilfestellung für einen möglichen Trauerfall dienen. Diese können Sie ganz einfach auf Ihrem Computer speichern, die entsprechenden Punkte abhaken und bei Bedarf auch ausdrucken.

Todesfall - Häufig gestellte Fragen

Abhängig vom Ort des Versterbens gibt es verschiedene erste Anlaufstellen. Tritt der Tod eines Angehörigen im eigenen Haus auf, sollte entweder der Hausartzt oder der Notruf über die 112 informiert werden. Tritt der Sterbefall im öffentlichen Raum auf, ist ebenfalls der Notruf zu verständigen. Bei Sterbefällen in Pflegeeinrichtungen muss das Personal informiert werden.

Wann wird von einem Todesfall gesprochen?

Der Todesfall tritt ein, wenn ein Mensch verstirbt. Im bürokratischen Rahmen wird häufig auch von einem Sterbefall gesprochen. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird hingegen zwischen den beiden Begriffen nicht unterschieden. Der Eintritt des Todes muss von einem Arzt festgestellt und in einer Todesbescheinigung attestiert werden.

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Erste Schritte und Aufgaben bei einem Todesfall

Die Ausstellung der Todesbescheinigung organisieren

Zu den ersten Unterlagen nach dem Tod gehört die Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt. Innerhalb der ersten Stunden nach einem Todesfall sollten Sie sich um die Ausstellung dessen bemühen. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, von einem Arzt ausgestellt. Tritt der Todesfall im eigenen Zuhause ein, kontaktieren Sie ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112. Bei einem Sterbefall im öffentlichen Bereich verständigen Sie auch den Notruf. Wenn die Person im Krankenhaus oder im Pflegeheim verstirbt, organisiert die Einrichtung die Ausstellung der Todesbescheinigung.

Eine entsprechende Übersicht finden Sie in unserer Todesfall-Checkliste, die wir hier zum kostenfreien Download für Sie bereitgestellt haben. Wählen Sie den zutreffenden Fall in dieser Checkliste aus, wenden Sie sich an die zuständige Kontaktstelle und haken Sie im Anschluss den ersten Punkt ab.

Voraussetzung für die Ausstellung eines Totenscheins ist die Leichenschau. Die Feststellung des Todes, der Todesursache sowie der Todesart muss von einem Arzt durchgeführt werden. In der Regel ist dies der erste Handlungschritt und gesetzlich vorgeschrieben.

Ist die Todesursache bei der verstorbenen Person nicht auf den ersten Blick ersichtlich, kann zudem eine Autopsie veranlasst werden. Neben der Inspizierung der äußeren Merkmale des Toten, wird auch eine innere Leichenschau durchgeführt. Eine Autopsie kann nur von Pathologen oder Rechtsmediziner durchgeführt werden.

Ort des SterbefallsWas zu tun ist
Sterbefall im eigenen ZuhauseKontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, PflegeheimAusstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen BereichVerständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Bestatter für die Überführung kontaktieren und beauftragen

Nachdem Sie eine Todesbescheinigung erhalten haben, ist es an der Zeit, einen Bestatter zu kontaktieren. Dieser kümmert sich zunächst um die Überführung des Verstorbenen und übernimmt im Anschluss die weitere Organisation der Bestattung. Die meisten Bestatter unterstützen Sie zudem bei sämtlichen Behördengängen und übernehmen die Beurkundung beim Standesamt.

Bevor Sie einen Bestatter kontaktieren, sollten Sie prüfen, ob der Verstorbene schon selbst mit einem Bestatter eine Bestattungsverfügung, eine Sterbegeldversicherung oder einen Vorsorgevertrag vereinbart hat.

Der Bestatter wird Ihnen bei der Organisation und Durchführung der Bestattung zur Seite stehen und Sie mit Rat und Tat unterstützen. Wenden Sie sich gern an uns oder planen Sie die Bestattung ganz bequem online von zu Hause aus.

Nachdem ein Bestatter beauftragt wurde, wird der Verstorbene vom Bestatter überführt. Als Überführung wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort und der Transport zum Krematorium oder den Kühlräumen des Bestatters bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

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Welche Unterlagen brauche ich im Sterbefall?

Dokumente für die Ausstellung einer Sterbeurkunde zusammentragen

Für die weitere Organisation der Bestattung benötigen Sie eine Sterbeurkunde. Diese wird in der Regel vom Bestatter beantragt. Für die Ausstellung einer Sterbeurkunde sind jedoch einige persönliche Dokumente des Verstorbenen erforderlich, die der Bestatter im Original benötigt.

Welche Unterlagen braucht der Bestatter?

Abhängig vom Familienstand müssen dem Bestatter unterschiedliche Dokumente ausgehändigt werden. So müssen bei verheirateten Verstorbenen die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch vorgelegt werden. Für verwitwete Verstorbene benötigen Sie die Heiratsurkunde sowie die Sterbeurkunde des Partners. Bei geschiedenen Verstorbene ist die Heiratsurkunde sowie das Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk vonnöten.

Tragen Sie diese benötigten Dokumente zusammen und markieren Sie die zutreffenden Punkte in Ihrer Checkliste für den Todesfall. So haben Sie die benötigten Unterlagen jederzeit zur Hand.

Welche Originaldokumente brauche ich?

  • Totenbescheinigung
  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Totenbescheinigung
  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde/Familienbuch
  • Totenbescheinigung
  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde/Familienbuch
  • Sterbeurkunde des Ehepartners
  • Totenbescheinigung
  • Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde/Familienbuch
  • Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk

Gegebenenfalls werden zusätzlich folgende Dokumente benötigt:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Rentenbescheid (Alters-, Witwenrente)
  • Grabkarte von Grabstelle (falls schon vorhanden)
  • Mietvertrag
  • sonstige Verträge (Bankangelegenheiten, Mitgliedschaften)

Wenn die in der Checkliste genannten Papiere nicht vorhanden sind oder in einem anderen Land ausgestellt wurden, ist es möglich, sie beim Standesamt beziehungsweise Amtsgericht des Ortes der erstmaligen Ausstellung zu beantragen. Sollte dies im Ausland sein, so muss man sich mit dem zuständigen Konsulat in Deutschland in Verbindung setzen. Dies ist mit Mehrkosten verbunden. Prüfen Sie in den Unterlagen außerdem sorgfältig, ob der Verstorbene bereits eine Bestattungsvorsorge getroffen hat oder ob es schriftliche Verfügungen gibt. Diese haben in der Bestattungsplanung Vorrang.

Wichtiger Hinweis: Es empfiehlt sich, zu Beginn einen Ordner mit allen Unterlagen zur Bestattung anzulegen. So haben sie immer alle Dokumente griffbereit. Ebenso ist es ratsam, alle Belege aufzubewahren, da diese unter Umständen steuerlich absetzbar sind.

Wenn jemand stirbt, erledigt der Bestattder die polizeiliche Abmeldung nach einem Sterbefall sowie die Ausstellung der Sterbeurkunde. Bei Wunsch fragen Sie den Bestatter, welche Formalitäten er Ihnen darüber hinaus abnehmen kann. In der Regel sind dies Kündigungen von Versicherungen im Todesfall. Bei Verträgen und Mitgliedschaften, die der Bestatter nicht kündigt, empfiehlt es sich, zur Übersicht eine Checkliste zu erstellen und nach Dringlichkeit sortiert mit den Kündigungen zu beginnen. Vorrang haben Bank- sowie Mietangelegenheiten und andere laufenden Kosten. Mit dem Tod des Vermieters endet das Mietverhältnis nicht automatisch – die Kündigung des Mietverhältnisses im Todesfall muss aktiv geschehen.

Verträge mit Bestattungsregelung zusammentragen

Viele Menschen habe bereits eine Bestattungsvorsorge getroffen oder eine Sterbegeld- bzw. Lebensversicherung abgeschlossen. Ist dies der Fall, kontaktieren Sie die Vertragspartner und informieren Sie sie über den Sterbefall. Dadurch können Sie in Erfahrung bringen, worauf bei der weiteren Vorgehensweise zu achten ist und ob die Bestattungskosten bereits gedeckt sind.

Wichtige Verträge und Versicherungen kündigen

Nach dem Versterben eines Menschen müssen relevante Stellen zeitnah kontaktiert werden. Üblicherweise übernimmt der Bestatter die Erledigungen der Formalitäten, da dieser sich mit der Thematik auskennt und wichtige Fristen weiß. Auch der Versicherungsvertreter kann Ihnen in dieser Situation weiterhelfen.

Die verstorbene Person muss bei der Krankenkasse abgemeldet werden. Dies ist wichtig, da der Versicherungsschutz für etwaige Mitversicherte bei der gesetzlichen Krankenkasse vier Wochen nach dem Tod des Versicherten endet. Zur Abmeldung wird die Krankenkassenkarte und die Sterbeurkunde benötigt.

Falls vorhanden sollte innerhalb 48 Stunden der Sterbefall bei der Lebensversicherung, Unfallversicherung oder Sterbegeldversicherung gemeldet werden, da möglicherweise eine Versicherungssumme ausgezahlt wird. Die Versicherungsunterlagen geben Aufschluss, welche Versicherungsunterlagen benötigt werden. In der Regel reicht der Versicherungsschein und die Sterbeurkunde.

Eine schnelle Kontaktaufnahme mit der Rentenstelle ist zudem ratsam. Hinterbliebene können bei der Rentenversicherung möglicherweise Hinterbliebenenrente (auch Witwen-, Witwer-, Waisen-, oder Halbwaisenrente) beantragen. Hierzu sollten die sich die Antragsformulare zukommen lassen.

Benachrichtigungen im Umfeld

Um in dieser emotional anspruchsvollen Zeit Unterstützung zu erfahren, empfiehlt es sich, die anderen Hinterbliebenen zu kontaktieren. Sie können die Bestattung gemeinsam planen und sich gegenseitig unterstützen. Zu wichtigen Benachrichtigungen zählt auch, eine Meldung des Todesfalls an den Arbeitgeber zu richten. Dies betrifft sowohl den Arbeitgeber des Verstorbenen als auch Ihren Arbeitgeber, denn beim Tod eines nahen Angehörigen haben Sie das Recht auf Sonderurlaub im Trauerfall.

Bei der Sterbebenachrichtigung der Angehörigen, Freunde und dem beruflichen Umfeld empfiehlt es sich, dies nicht allein zu erledigen. Kontaktieren Sie Vertrauenspersonen aus den verschiedenen Kreisen und vereinbaren Sie mit Ihnen eine Aufteilung der Benachrichtigungen.

Kostenlose Checkliste für den Todesfall herunterladen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.

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Die Organisation der Bestattung

Organisation der Trauerfeier und Beisetzung

Wählen Sie als nächstes die wichtigen Rahmenbedingungen der Beisetzung. Der erste Schritt bei der Bestattungsplanung im Trauerfall ist die Entscheidung zwischen einer Feuer- oder Erdbestattung. Ausgehend von dieser Entscheidung ergeben sich verschiedene Möglichkeiten zur Beisetzung. Sollten Sie sich für eine Bestattungsform entschieden haben, wählen sie den Ort der Beisetzung aus. Je nach Bestattungsart können Sie nun eine Schmuckurne oder einen Sarg auswählen.

In Abhängigkeit von der Form der Bestattung ergeben sich weitere Spezifikationen hinsichtlich Bestattungsort, Beisetzungskomponenten und der Grabstelle. Im Idealfall sind diese Festlegungen bereits zu Lebzeiten in schriftlicher Form getroffen worden. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie diese Entscheidungen im Sinne des Verstorbenen treffen. Besprechen Sie diese mit Ihrem Bestatter und haken Sie diese im Anschluss in Ihrer Checkliste ab.

Übrigens: Es lohnt sich an dieser Stelle, auch Angebote für eine See- oder Baumbestattung einzuholen. Diese Bestattungsarten sind oftmals nicht so kosten- und pflegeintensiv und daher eine gefragte Alternative zu den klassischen Bestattungsarten.

Rund um eine Trauerfeier fallen einige weitere organisatorische Punkte an. Zum einen ist es üblich, eine Traueranzeige in der örtlichen Zeitung zu schalten. Zu beachten sind hierbei die Redaktionsschlüsse. Zudem können Sie Trauer- und Einladungskarten verschicken. Bei einer Erdbestattung gilt es zu entscheiden, ob die Abschiednahme am offenen oder am geschlossenen Sarg stattfinden soll.

Die Ausgestaltung der Trauerfeier lässt sich individuell regeln. Mögliche Elemente sind Blumen, Kerzen, Bilder und die musikalische Untermalung. Falls Sie nicht selbst bei der Trauerfeier sprechen möchten, können Sie einen Pfarrer, Pastor oder konfessionslosen Trauerredner um das Halten einer Trauerrede bitten. Viele dieser einzelnen Elemente können ganz persönlich nach Ihren Vorstellungen gestaltet werden. Machen Sie sich Gedanken zu den einzelnen Punkten und besprechen Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen mit Ihrem Bestattungsunternehmen.

Formalitäten für die Beisetzung

In der Regel muss der Sterbefall innerhalb von drei Werktagen beim zuständigen Standesamt gemeldet werden. Dafür benötigen Sie die Todesbescheinigung sowie die in der Todesfall-Checkliste unter Punkt 3 zusammengetragenen Dokumente. Auch die Anmeldung der Trauerfeier, sowie der Erwerb eines Grabplatzes sollte zeitnah erfolgen. Je nach Ort der Beisetzung gibt es in diesem Rahmen verschiedene Ansprechpartner, an die Sie sich dafür wenden müssen. Lassen Sie sich auch dabei von Ihrem Bestatter unterstützen. Dieser kann vieles für Sie regeln und Ihnen einen großen Teil der Last abnehmen.

Gestaltung auf dem Friedhof

Nach der Beauftragung eines Bestatters stehen weitere wichtige Punkte auf der Checkliste für die Organisation der Beerdigung, wie die Festlegung der Grabstätte auf dem Friedhof sowie die Grabart. Diese richtet sich nach der gewählten Bestattungsart.

Die Anmeldung der Beisetzung bei der Friedhofsverwaltung sollten Sie frühzeitig durchführen. So können Sie sich in Ruhe um den Grabplatz kümmern und die Räumlichkeiten für die Trauerfeier besichtigen.

Nach der Bestattung

Organisatorisches nach der Beisetzung

Nach der Beisetzung kommen weitere Formalitäten wie ausstehende Vertragskündigungen, die Regelung von Bankangelegenheiten sowie die Meldung des Trauerfalls an verschiedenen Stellen auf Sie zu. Auch die Testamentseröffnung beim Nachlassgericht oder Notar muss neben der möglicherweise anfallenden Grabgestaltung geregelt werden.

Nachlass regeln und Erbschein beantragen

Ist ein Testament vorhanden, so wird dieses meist erst nach der Beisetzung eröffnet. Wenden Sie sich diesbezüglich an ein Nachlassgericht oder einen Notar.

Die Erteilung eines Erbscheins erfolgt anschließend durch das Einreichen des Testaments beim Nachlassgerecht. Der Erbschein weist Sie gegenüber Dritten (Banken, Versicherungen, etc.) als legitimen Erben über das geerbte Vermögen aus. Existiert kein Testament, treten die gesetzlichen Regelungen für die Vermögensverteilung in Kraft. Falls Sie Erbschaftsauseinandersetzungen oder Nachlassüberschuldungen befürchten, kontaktieren Sie zeitnah einen Notar, Anwalt oder Steuerberater.

Nach der Bestattung weitere Verträge kündigen

Verstirbt ein nahestehender Verwandter müssen sich die Hinterbliebenen um die laufenden Verträge und Verbindlichkeiten des Verstorbenen kümmern. Im letzten Schritt sollten daher alle bestehenden Verträge, Konten und Mitgliedschaften gekündigt werden. Die Erstellung einer Übersicht und ein strukturiertes Vorgehen ist dabei ratsam, um unnötige Kosten zu vermeiden. Abhängig von der Lebenssituation des Verstorbenen müssen Verträge im Todesfall gekündigt, abgeändert oder umgeschrieben werden. Kontaktieren Sie im Zweifel alle Vertragspartner – diese können Sie über die Vorgehensweise im Einzelnen informieren. Bedenken Sie auch, den digitalen Nachlass zu regeln. In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung gewinnen Mailkonten und Accounts verschiedener Internetportale immer mehr an Bedeutung.

Perspektivwechsel: Wie kann ich bei einem Todesfall im Bekanntenkreis unterstützen?

Wenn im näheren Umfeld ein Todesfall eintritt, wissen Freunde und Bekannte oftmals nicht, wie sie handeln sollen, wie sie Trost spenden oder den Trauernden helfen können. Dadurch passiert es, dass die Betroffenen sich einsam und hilflos fühlen, da sie vor lauter Unsicherheit der anderen kaum Unterstützung erfahren. Leider haben auch wir kein Patentrezept. Trauer ist genauso individuell wie wir es sind. Jeder Mensch trauert anders und das ist in Ordnung. Allgemein kann man jedoch festhalten, dass die meisten Trauernden einer liebevollen Begleitung durch Freunde und Bekannte bedürfen – und das nicht nur in der ersten Zeit nach dem Todesfall, sondern auch die folgenden Wochen, Monate oder Jahre. Wenn sich Freunde und Bekannte dies bewusst machen, können sie den Trauernden meist viel besser helfen. Neben den nachfolgend besprochenen Phasen der Trauerbewältigung gilt außerdem stets: Hören Sie den Trauernden zu, haben Sie Geduld und seien Sie für sie da.

Schritt für Schritt

Der erste große Schritt für den Trauernden besteht darin, die Endgültigkeit des Verlustes anzuerkennen. In der ersten Zeit ist es daher vollkommen normal, dass der Todesfall durch die Trauernden verdrängt oder nur bedingt von ihnen begriffen wird. Hier können Sie den Trauernden helfen, indem Sie sie schrittweise erfassen lassen, was passiert ist und ihnen zuhören, während diese sich ihres Verlustes bewusst werden. Wenn Sie merken, dass die Betroffenen im Verdrängungsprozess verharren, ist die beste Hilfe, sie vorsichtig zu ermutigen, sich ihrer Trauer zu stellen.

Es ist jedoch keine zielführende Hilfe, Trauernde von ihrem Kummer abzulenken. Der Schmerz gehört zur Bewältigung der Trauer absolut dazu. Dazu kann auch ein emotionaler Ausbruch voller Wut, Verachtung, Sehnsucht oder Schuldgefühlen gehören, dem der Betroffene Raum geben muss. Deswegen sollten man darauf achten, dass der labile Trauernde in einer geschützten Umgebung seine Trauer zulassen und zeigen kann, wie es in ihm aussieht.

Im nächsten Schritt gilt es, den Verstorbenen im Bewusstsein zu verankern und die Trauernden durch Erinnerungen und Erzählungen über den Toten dazu zu bewegen, den Verlust ohne Groll in ihr Leben zu integrieren. An dieser Stelle können Freunde und Bekannte Hilfe leisten, indem sie Fotos und Kleinod des Verstorbenen ordnen und im Gespräch Begebenheiten mit dem Verstorbenen auszutauschen.

Des Weiteren nehmen Trauernde in dieser vom Todesfall ausgelösten Wandlungsphase auch neue Identitäten an, denn sie sind jetzt nicht mehr Ehepartner, Kind, Mutter oder Vater, sondern Witwer, Halbwaise oder verwaister Elternteil. Je nachdem, wie deutlich die ursprüngliche Rolle von der verstorbenen Person geprägt wurde, kann es dauern, bis die neue Identität vollends akzeptiert wird. Doch im Lauf der Zeit wird der Verlust durch die aufmunternde und tröstliche Begleitung von Freunden und Bekannten in den Alltag integriert und die neue Identität kann angenommen werden. In diesem Moment werden sich Trauernde auch wieder nach außen hin öffnen können und nach Beschäftigung suchen. Sobald Betroffene diesen Punkt der Trauer erreicht haben, sollten Freunde sie wieder aktiv an Unternehmungen teilhaben lassen, sie einladen und sie ausführen.

6 konkrete Tipps um Trauernden zu helfen

Den ersten Schritt machen „Meld dich, wenn du was brauchst.” – diese gut gemeinte Floskel wird häufig an Trauernde herangetragen. Geboren aus einer Unsicherheit und der Angst, sich aufzudrängen. Viele Trauernde haben aber nicht die Kraft, trauen sich nicht oder kommen aus anderen Gründen nicht auf das Angebot zurück. Rufen Sie an. Auch ein drittes Mal. Schreiben Sie eine WhatsApp-Nachricht, haken Sie nach. Nehmen Sie sich Zeit für die trauernde Person und stellen Sie Fragen: „Wie geht es dir heute?”, „Was fühlst du?”. Erwarten Sie jedoch keine Rückmeldungen oder überschwängliche Dankbarkeit. Oftmals fehlt für so etwas in Momenten großer Trauer das Bewusstsein.

Die Initiative ergreifen Häufig haben Mensche, die einen Verlust erlitten haben, nicht nur die Trauer zu bewältigen. Sie müssen Dinge organisieren und zugleich ihrem Leben weiter nachgehen. Hier können Sie unterstützen. Bieten Sie an, Einkäufe zu erledigen, kochen Sie ein leckeres Abendessen, helfen Sie beim Sauberhalten der Wohnung oder bieten Sie an, sich um die Kinder kümmern oder den Hund Gassi zu führen. Alles, was ein Punkt weniger auf der To-Do-Liste ist, ist eine Hilfe.

Erinnerungen teilen Sprechen Sie über die verstorbene Person. Teilen Sie Anekdoten und Erlebnisse, schauen Sie sich Fotos an oder reden Sie über gemeinsam durchstandene Abenteuer. Wichtig: Auch lachen ist erlaubt! Sie können beispielsweise gemeinsam Lieblingsorte besuchen und so schöne Erinnerungen verstärken. Nennen Sie den Verstorbenen auch weiterhin beim Namen. Die Person lebt in der Erinnerung weiter, als Mensch, als Partner, als Bruder, als Schwester, als Kind, als Elternteil. Mit dem Nennen des Namens bleibt die Erinnerung lebendiger. An Jahrestagen ist es für Hinterbliebene besonders schwer. Notieren Sie sich Jahres-, Hochzeits-, Geburtstags- oder Todestage und bieten Sie dem Trauernden an, den besonderen Tag gemeinsam zu verbringen.

Trauer nicht bewerten Jeder Mensch trauert anders. Es gibt keine richtige und falsche Trauer. Versuchen Sie, auf Vergleiche zu verzichten: Sowohl Vergleiche mit eigenen Verlusten oder gar Vergleiche mit Trennungen sind – wenn auch wohl gemeint – nicht hilfreich.

Hilfe zur Selbsthilfe schaffen In manchen Fällen sitzt die Trauer so tief, dass es professioneller Hilfe bedarf, um mit ihr umzugehen. Seelsorge und psychologische Dienste sind hier eine gute Anlaufstelle. Nehmen Sie dem Trauernden Arbeit ab, in dem Sie Selbsthilfegruppen, Therapiemöglichkeiten und Krisendienste recherchieren und Kontakte herstellen.

Geduld zeigen Trauerprozesse sind nicht nach einer bestimmten Zeit abgeschlossen. Sie können Tage, Wochen, Monate und Jahre dauern. Lassen Sie zu, dass die Hinterbliebenen auch nach 30 Jahren noch trauern dürfen und ihre Erinnerungen und Geschichten teilen können. Auch, wenn Sie eine Geschichte bereits zum 10. Mal hören. Für die Hinterbliebenen hat sie nicht an Wichtigkeit verloren.


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