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Todesfall: Wie erkläre ich meinem Kind den Tod?

Das Gespräch mit Kindern über den Tod ist eine der schwierigsten Konversationen, die ein Elternteil mit dem Kind führen muss. Hier sollte man sich genau überlegen, wie man dem Kind das Ereignis beibringt.

Der Tod stellt einen nicht unwesentlichen Teil des Lebens dar. Daher ist es besonders wichtig, einen Weg zu finden, den Tod zu akzeptieren und auch für den Nachwuchs verständlich zu machen.

Frühzeitige Erfahrungen

In den meisten Fällen wissen Kinder schon in einem frühen Alter vom Tod. Sie werden häufig erstmals durch Freunde, Märchen oder Trickfilmen damit konfrontiert. Auch sehen sie tote Insekten und Vögel auf den Straßen oder auf dem Spielplatz. Einige Kinder müssen auch schon im frühen Alter die Erfahrung mit dem Todesfall eines geliebten Haustiers machen. Ein Mensch in diesem jungen Alter kann allerdings noch nicht begreifen, dass es sich beim Todesfall um ein endgültiges Stadium handelt und dass der verstorbene Mensch aus diesem nicht mehr zurückkehrt. Hier müssen die Eltern richtig erklären und intensive Gespräche führen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wie reagieren Kinder auf einen Todesfall?

Wenn die Eltern vom Todesfall einer nahestehenden Person erzählen, gibt es verschiedene Reaktionen von Kindern. Es ist vollkommen normal, wenn sich der Nachwuchs zurückzieht oder beispielsweise weigert, an gewohnte Orte zu gehen, an welchen sie zusammen mit dem Verstorbenen waren. Dazu gehören etwa Spielplätze oder bestimmte Aktivitäten. Dadurch wird eine tägliche Routine unterbrochen, die noch nicht verkraftet werden kann. Hier sollte man dem Kind erklären, dass diese Aktivitäten dennoch durchgeführt werden und die Orte besucht werden können – allerdings sollte kein Zwang auf das Kind ausgeübt werden.


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Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.
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In vielen Fällen der Trauer kommt es auch zu Wut und Aufregung, oft auch gegen die Eltern oder andere Personen, die nicht für den Sterbefall verantwortlich sind. Es ist schwierig zu erklären, warum ein Kind sich in solchen Situationen gegen die eigene Familie stellt, ein solches Verhalten ist jedoch nicht ungewöhnlich. Kinder machen durch Wutausbrüche ihrer Trauer Luft. Hier ist es wichtig, dass Eltern ein solches Verhalten nicht persönlich nehmen, sondern als kindgerechte Verarbeitung akzeptieren.

Wie kann man dem Kind den Tod erklären?

Es ist nicht einfach, dem eigenen Sohn oder der Tochter einen Todesfall zu erklären. Auf keinen Fall dürfen Erwachsene den Fragen der Kleinen ausweichen. Fragen über den Tod sollten beantwortet werden und man sollte sich auch nicht davor scheuen, alle Details genau zu erklären. Hierfür gibt es auch viele Bücher, die das Thema des Todes in kindgerechten Illustrationen aufzeigen und verdeutlichen. Es ist oft hilfreich, wenn Eltern diese Bücher gemeinsam mit ihren Kindern lesen. Auch über eventuelle Unklarheiten über die Bestattung und die Frage, ob das Kind daran teilnehmen möchte, sollte nach Möglichkeit gesprochen werde. Auf die Bestattung muss das Kind gegebenenfalls gesondert vorbereitet werden.

Die Antworten auf die Fragen sollten zwar ernst gemeint und wahr, allerdings auch kurz und einfach sein. Zu viele Informationen können von jungen Menschen nicht gut verarbeitet werden. Daher macht es wenig Sinn, eine bestimmte Krankheit konkret zu erörtern. Einfache Aussagen wie “Onkel Erwin ist gestorben, sein Körper arbeitet nicht mehr" sind prägnant und führen beim Kind selten zu weiteren Fragen.

Es ist wichtig, die eigenen Gefühle zu zeigen und nicht zu verstecken. Damit zeigen Eltern dem Kind, dass es fällig normal ist, bei einem Todesfall traurig zu sein. Außerdem fühlt sich der Spross so nicht alleine. Vermeiden sollte man hingegen Beschönigungen über den Tod und man muss sich darauf einstellen, dass das Thema in der Familie noch öfter zur Sprache kommen wird. Kinder benötigen wesentlich mehr Zeit als Erwachsenen, um ein solches Thema zu verarbeiten und zu verstehen.




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