Wir beantworten gerne Ihre Fragen, telefonisch oder per E-Mail

mymoria.de verwendet Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf der Webseite zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier

Kündigung bei Todesfall: Verträge und Verbindlichkeiten richtig kündigen

Im Todesfall sollten alle laufenden Verträge gekündigt werden, um neben einer Bestattung keine zusätzlichen Kosten zu riskieren. Wir haben alles Wissenswerte rund um anfallende Vertragskündigungen für Sie zusammengetragen.

Übersicht aller Vertragskündigungen

In einem Todesfall muss eine Vielzahl verschiedener Verträge gekündigt werden. Nicht jede Vertragskündigung ist dabei jedoch gleich relevant. Verträge mit Versicherungen und Banken haben bei der Kündigung Vorrang, aber auch Handyverträge und andere Abonnements sollten nicht vergessen werden. Richten Sie bei der Deutschen Post einen Nachsendeauftrag für die Post des Verstorbenen zu Ihrer Wohnadresse ein. So bekommen Sie Rechnungen zugestellt, die auf unentdeckte Verträge und Kostenpunkte hinweisen.

Versicherungen mit Bestattungsregelung:
Lebensversicherung
Unfallversicherung
(Private) Krankenversicherung
Sterbegeldversicherung
Rentenstelle
Versicherungen und Verträge:
Autoversicherung
Haftpflichtversicherung
Rechtschutzversicherung
Hausratversicherung
KFZ-Versicherung
Mietvertrag
Bankkonto
Telefon
Internet
GEZ
Mitgliedschaften:
Vereine
Zeitschriften
Internetkonten:
Social Media
Webseiten und Blogs
Videokanäle


Versicherungen mit Bestattungsregelung

Um unnötige Zusatzkosten zu vermeiden, sollten zunächst die Einrichtungen und Organisationen über einen Todesfall informiert werden, bei denen unter Umständen ein Anspruch auf Zahlungen besteht. Dies können unter anderem sein:

  • Lebensversicherung, Unfallversicherung und Sterbegeldversicherung
  • (Private) Krankenversicherung
  • Sterbegeldversicherung
  • Rentenstelle


Checkliste für den Todesfall als PDF herunterladen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.
Checkliste Todesfall herunterladen


Lebensversicherung, Unfallversicherung und Sterbegeldversicherung

Der Tod eines Versicherten muss der Lebens-, Unfall- und Sterbegeldversicherung unverzüglich gemeldet werden. Eine Anzeige des Todes innerhalb der ersten 48 Stunden ist hierfür ausreichend. Die benötigten Unterlagen zur Abmeldung des Verstorbenen werden in dessen Versicherungsunterlagen oder auf der Webseite der Versicherungsstelle genannt. Zumeist reicht zur Abmeldung der Versicherungsschein und die Sterbeurkunde aus. Unter Umständen wird vom Versicherer aber auch ein ärztliches Attest über die Todesursache verlangt.

Die Auszahlung der Lebensversicherung erfolgt üblicherweise in Raten und kann auf Wunsch des Hinterbliebenen oftmals auch als eine Art Rente ausgezahlt werden. Dies bieten mittlerweile viele Versicherer an. Sie sollten im Einzelfall prüfen, welche Variante besser für Sie geeignet ist.

Begünstigt für die Auszahlung der Versicherungssumme ist immer derjenige, der in der Versicherungsregelung als Begünstigter eingetragen wurde. Dies kann grundsätzlich jede Person sein und somit ist die Lebensversicherung nicht unbedingt an eine Erbfolge gebunden. Sollte kein Begünstigter hinterlegt sein, wird die Versicherungssumme der Erbmasse des Verstorbenen zugeschrieben und mit an die Erbberechtigten ausgezahlt.

(Private) Krankenversicherung

Zur Abmeldung des Verstorbenen bei der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse wird eine Sterbeurkunde benötigt. Der Sterbefall sollte schnellstmöglich gemeldet werden, da der Versicherungsschutz für etwaige Mitversicherte bei der gesetzlichen Krankenkasse vier Wochen nach dem Tod des Versicherten endet.

Bei der privaten Krankenversicherung endet der Versicherungsschutz mit dem Tod des Versicherten. Daher ist es ratsam, unverzüglich mit der Versicherung in Kontakt zu treten. So kann geklärt werden, wie Sie mit etwaigen Rechnungen von Ärzten und Krankenhäusern umgehen, die Sie nach einem Todesfall erhalten.

Rentenstelle

Durch den „Deutschen Post Renten Service“ werden die Meldebehörden umgehend nach Eintragung des Sterbefalls im Melderegister informiert und die Zahlung der Rente eingestellt. Sie sollten dennoch schnellstmöglich in Kontakt mit der Rentenbehörde treten und den Sterbefall anzeigen. So können Sie eine Hinterbliebenenrente (auch Witwen-, Witwer-, Waisen-, oder Halbwaisenrente) beantragen.

In 3 Schritten zum individuellen
Bestattungsangebot

  • Bei voller Kostenkontrolle
  • In vertrauter Umgebung
  • Mit erfahrenen Bestattern

MYMORIA ist die Alternative für eine individuelle Bestattungsplanung. Erhalten Sie in nur 3 Schritten ein Bestattungsangebot ganz nach Ihren Wünschen. Einfach online von zu Hause aus. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an!

Bestattung planen


Versicherungen und Verträge

Im Todesfall sollten alle aktiven Verträge des Verstorbenen geprüft werden, um zu entscheiden, ob diese schnellstmöglich gekündigt werden müssen. Hierzu gehören neben Versicherungen mit Bestattungsregelung auch weitere private Versicherungen, wie beispielsweise

  • Autoversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Rechtschutzversicherung
  • Hausratversicherung
  • KFZ-Versicherung

Einige Versicherungen werden nach dem Todesfall aufgelöst, andere gehen auf den Erben über. Versicherungsunternehmen sollten schnellstmöglich über den Tod des Versicherten informiert werden, um entscheiden zu können, wie weiter mit den Verträgen verfahren werden soll.

Hinweis:

Nicht immer ist eine sofortige Kündigung sinnvoll. Manchmal kann es finanziell günstiger sein, einen Versicherungsvertrag zu übernehmen.

Nicht alle Verträge werden automatisch nach einen Sterbefall aufgelöst. Überprüfen Sie daher folgende Verträge:

  • Mietvertrag
  • Bankkonto
  • Telefon
  • GEZ

Mietvertrag

Das Mietverhältnis endet im Todesfall des Mieters nicht automatisch und daher sollte der Vermieter umgehend benachrichtigt werden. Nach dem Tod des Mieters können folgende Personen den Mietvertrag bei Interesse übernehmen, andernfalls werden automatisch die Erben die neuen Mieter:

  • Ehegatte bzw. Lebenspartner, wenn ein gemeinsamer Hausstand vorhanden war
  • Kinder oder andere Familienangehörige, wenn man in einem gemeinsamen Hausstand gewohnt hat
  • Andere Personen, die mit der verstorbenen Person in einem gemeinsamen Hausstand gewohnt haben

Bankkonto

Eine Kündigung von Bankkonten ist nicht unbedingt notwendig. Das Bankinstitut wandelt ein bestehendes Konto automatisch in ein Nachlasskonto um. Dennoch ist es wichtig, sich sofort Zugriff auf das Konto zu verschaffen, da Lastschriften ansonsten weiterhin abgebucht werden. Im Zweifelsfall können Sie eingezogene Beträge via Lastschrift bis zu sechs Wochen nach Abbuchung zurückfordern.

Hinweis:

Um eine vollständige Auflistung kostenpflichtiger Verträge und Abonnements des Verstorbenen zu erstellen, überprüfen Sie die Kontoauszüge auf sämtliche Abbuchungen der letzten Monate.

Festnetz, Handy, Internet

Telefonverträge und Internetverträge können gesetzlich nur zum Ende der Vertragslaufzeit und innerhalb der vereinbarten Kündigungsfrist gekündigt werden. Anbieter kommen Hinterbliebenen im Todesfall jedoch häufig entgegen und bieten die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung. Nehmen Sie einfach Kontakt mit den Firmen auf oder erkundigen Sie sich auf deren Webseiten.

GEZ

Die GEZ muss aktiv gekündigt werden. Hierzu senden Sie das ausgefüllte Formular der GEZ zusammen mit der Sterbeurkunde an eine der folgenden Adressen:

Postadresse der GEZ Faxnummer der GEZ
ARD ZDF Deutschlandradio
Beitragsservice
50656 Köln
01806 999 555 01

Mitgliedschaften

Bei Mitgliedschaften in Vereinen und Organisationen können ebenfalls monatliche Kosten durch Abonnements oder Spendenbeiträge anfallen. Vereine und Spendenorganisationen sollten daher über den Todesfall informiert werden. In der Regel ist in einem Sterbefall eine außerordentliche Kündigung der Mitgliedschaft möglich.

Internetkonten

Heutzutage ist die Nutzung von Social Media-Plattformen, Webblogs und Videokanälen für viele Menschen selbstverständlich. Häufig standen Verstorbene auf diesen Plattformen mit vielen Menschen in Kontakt oder haben regelmäßig Inhalte veröffentlicht.

Für Hinterbliebene kann es schwer sein, den Verstorbenen noch lange nach dem Tod in den sozialen Medien wiederzuentdecken. Daher lohnt es sich zu überprüfen, ob der Verstorbene Accounts in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat oder XING hatte und diese zu löschen.

Auch bei regelmäßigen Lesern und Zuschauern von Videokanälen, Foren oder Blogs, die der Verstorbene betrieben hat, sorgt das Ausbleiben von Inhalten für Verwunderung. Sie sollten im Einzelfall entscheiden, ob eine Bekanntgabe des Sterbefalls auf diesen Kanälen angemessen ist.

Hinweis:

Sollten Ihnen die Zugangsdaten verschiedener Internetkonten unbekannt sein, wenden Sie sich direkt an die Betreiber dieser Plattformen.

Arbeitsverträge

Arbeitsverträge müssen nicht gekündigt werden, da diese mit Eintritt des Todes eines Mitarbeiters automatisch aufgelöst werden.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne