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Halbwaisenrente: Finanzielle Unterstützung von Kindern mit einem verstorbenen Elternteil

Eine Halbwaisenrente ist eine Hinterbliebenenrente, welche von der gesetzlichen Sozialversicherung als Dauerzahlung gezahlt wird, wenn ein unterhaltspflichtiger Elternteil verstirbt.

Wer hat Anspruch auf eine Halbwaisenrente?

Anspruch auf eine Halbwaisenrente haben leibliche Kinder und Adoptivkinder ebenso wie Pflegekinder, die zum Zeitpunkt des Todesfalles mindestens ein Jahr mit dem Verstorbenen im selben Haushalt gelebt haben. Gleiches kann auch für Stiefkinder und Enkel gelten, wenn der Verstorbene für deren Unterhalt gesorgt hat. 

Voraussetzung der Auszahlung dieser Hinterbliebenenrente ist, dass der Verstorbene wenigstens fünf Jahre Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Grundsätzlich endet der Zeitraum des Bezuges mit Eintritt in die Volljährigkeit, also am 18. Geburtstag des Kindes. Es kann allerdings ein Antrag auf Weiterzahlung gestellt werden, falls der Hinterbliebene sich dann noch in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung befindet. Dazu gehört auch die Absolvierung eines Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahres oder eine Behinderung, die dazu führt, dass das Kind des Verstorbenen nicht selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann. Eine Zahlung ist maximal bis zum 27. Lebensjahr möglich. 


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Antrag auf Halbwaisenrente stellen

Der Antrag auf die Halbwaisenrente sollte unmittelbar nach Eintritt des Todesfalles gestellt werden, denn diese kann maximal ein Jahr rückwirkend gezahlt werden. Die Zahlung beginnt bereits mit dem Todestag, wenn der Verstorbene noch kein Rentenempfänger war. Hat der Verstorbene hingegen bereits Rente bezogen, erfolgt die Zahlung an die Halbwaisen mit dem Ablauf des Sterbemonats.

Der Antrag auf Halbwaisenrente im Todesfall eines Elternteiles muss beim zuständigen Rententräger, der Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse des Bundes gestellt werden. Neben der erforderlichen Klärung des Rentenkontos und der Einreichung von eventuell fehlenden Unterlagen, sollten auch sämtliche Ausbildungsnachweise vorgelegt werden, da manche Ausbildungen sich positiv auf die Höhe der Hinterbliebenenrente auswirken können. Bei Frauen müssen auch die Geburtsurkunden aller Kinder eingereicht werden.

Wie hoch ist die Halbwaisenrente?

Es gibt Unterschiede bei der Berechnung der Höhe der Halbwaisenrente abhängig davon, ob sie aus der gesetzlichen Renten- oder der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt wird. Ist die Rentenversicherung für die Auszahlung zuständig, so handelt es sich um 10 % des bis zum Todesfall erarbeiteten Rentenanspruches zuzüglich der individuellen Zuschläge. Tritt die Unfallversicherung ein, so hat der Angehörige Anrecht auf 20 % des Jahreseinkommens des Verstorbenen, welches dann monatlich als ein Zwölftel ausgezahlt wird.



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