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Todesfall: Was tun im Todesfall

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist das ein schmerzlicher Verlust und für die Hinterbliebenen häufig eine Ausnahmesituation. Trotzdem müssen viele Dinge organisiert und entschieden werden. Wir geben Ihnen einen Überblick darüber, welche Erledigungen und Entscheidungen zu treffen sind und was Sie dabei beachten müssen.

Checkliste Todesfall – Wichtige Schritte im Todesfall auf einen Blick

Wenn Hinterbliebene das erst Mal mit dem Tod in Berührung kommen, kann das schnell zur Überforderung führen. Trotz der emotionalen Belastung muss die Organisation der Bestattung erledigt werden. Mit der Checkliste für den Todesfall sind die wichtigsten Schritte chronologisch aufgeführt.

Checkliste für den Todesfall als PDF herunterladen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen in der Checkliste Todesfall für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.

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Wann wird von einem Todesfall gesprochen?

Der Todesfall tritt ein, wenn ein Mensch verstirbt. Im bürokratischen Rahmen wird häufig auch von einem Sterbefall gesprochen. Der Eintritt des Todes muss von einem Arzt festgestellt und in einer Todesbescheinigung attestiert werden.

Was ist im Todesfall zu tun?

In einem Todesfall ist schnelles Handeln gefragt, um die Bestattung des Verstorbenen einzuleiten. Eine Bestattung kann in mehrere Phasen aufgeteilt werden. In einem akuten Todesfall sollten Sie sich vor allem um die Versorgung des Verstorbenen durch einen Bestatter und die Regelung von Formalitäten bemühen.

1. Versorgung des Verstorbenen und Regelung von Formalitäten
2. Planung der Bestattung
3. Abhalten einer Trauerfeier und Ausführung der Beisetzung

Erste Schritte im akuten Todesfall

Die Ausstellung der Todesbescheinigung organisieren

Innerhalb der ersten Stunden nach einem Todesfall sollten Sie sich um die Ausstellung einer Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt, bemühen. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, von einem Arzt ausgestellt. Tritt der Sterbefall im eigenen Zuhause ein, kontaktieren Sie ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112. Bei einem Sterbefall im öffentlichen Bereich verständigen Sie auch den Notruf. Wenn die Person im Krankenhaus oder im Pflegeheim verstirbt, organisiert die Einrichtung die Ausstellung der Todesbescheinigung.

Voraussetzung für die Ausstellung eines Totenscheins ist die Leichenschau. Die Feststellung des Todes, der Todesursache sowie der Todesart muss von einem Arzt durchgeführt werden. In der Regel ist dies der erste Handlungschritt und gesetzlich vorgeschrieben.

Ist die Totesursache bei der verstorbenen Person nicht auf den ersten Blick ersichtlich, kann zudem eine Autopsie veranlasst werden. Neben der Inspizierung der äußeren Merkmale des Toten, wird auch eine innere Leichenschau durchgeführt. Eine Autopsie kann nur von Pathologen oder Rechtsmediziner durchgeführt werden.

Bestatter für die Überführung kontaktieren

Nachdem Sie eine Todesbescheinigung erhalten haben, sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der sich zunächst um die Überführung des Verstorbenen kümmert und anschließend die weitere Organisation der Bestattung übernimmt. Normalerweise übernimmt der beauftragte Bestatter sämtliche Behördengänge, somit auch die Beurkundung beim Standesamt.

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Bevor Sie einen Bestatter kontaktieren, sollten Sie prüfen, ob der Verstorbene schon selbst mit einem Bestatter eine Bestattungsverfügung, eine Sterbegeldversicherung oder einen Vorsorgevertrag vereinbart hat.

Nachdem ein Bestatter beauftragt wurde, wird der Verstorbene vom Bestatter überführt. Als Überführung wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort und der Transport zum Krematorium oder den Kühlräumen des Bestatters bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

Dokumente für die Ausstellung einer Sterbeurkunde zusammentragen

Für die weitere Organisation der Bestattung benötigen Sie eine Sterbeurkunde. Diese wird in der Regel vom Bestatter organisiert. Für die Ausstellung einer Sterbeurkunde sind persönliche Dokumente des Verstorbenen erforderlich, die der Bestatter im Original benötigt.

Abhängig vom Familienstand müssen dem Bestatter unterschiedliche Dokumente ausgehändigt werden. So müssen bei verheirateten Verstorbenen die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch vorgelegt werden. Für verwitwete Verstorbene benötigen Sie die Heiratsurkunde sowie die Sterbeurkunde des Partners. Bei geschiedenen Verstorbene ist die Heiratsurkunde sowie das Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk vonnöten.

Dokumente (im Orginal) Ledig Verheiratet Verwitwet Geschieden
Totenbescheinigung X X X X
Personalausweis X X X X
Geburtsurkunde X X X X
Heiratsurkunde/Familienbuch X X X
Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk X
Sterbeurkunde des Ehepartners X

Falls Urkunden und andere Dokumente zur Identifikation des Verstorbenen nicht auffindbar sind, können Sie diese beim Standesamt oder Amtsgericht beantragen.

Wichtige Verträge und Versicherungen kündigen

Nach einem Sterbefall müssen relevante Stellen zeitnah kontaktiert werden. Üblicherweise übernimmt der Bestatter die Erledigungen der Formalitäten, da dieser sich mit der Thematik auskennt und wichtige Fristen weiß. Auch der Versicherungsvertreter kann Ihnen in dieser Situation weiterhelfen.

Die verstorbene Person muss bei der Krankenkasse abgemeldet werden. Dies ist wichtig, da der Versicherungsschutz für etwaige Mitversicherte bei der gesetzlichen Krankenkasse vier Wochen nach dem Tod des Versicherten endet. Zur Abmeldung wird die Krankenkassenkarte und die Sterbeurkunde benötigt.

Falls vorhanden sollte innerhalb 48 Stunden der Todesfall bei der Lebensversicherung, Unfallversicherung oder Sterbegeldversicherung gemeldet werden, da möglicherweise eine Versicherungssumme ausgezahlt wird. Die Versicherungsunterlagen geben Aufschluss, welche Versicherungsunterlagen benötigt werden. In der Regel reicht der Versicherungsschein und die Sterbeurkunde.

Eine schnelle Kontaktaufnahme mit der Rentenstelle ist zudem ratsam. Hinterbliebene können bei der Rentenversicherung möglicherweise Hinterbliebenenrente (auch Witwen-, Witwer-, Waisen-, oder Halbwaisenrente) beantragen. Hierzu sollten die sich die Antragsformulare zukommen lassen.

Benachrichtigungen im Umfeld

Die emotionale Belastung eines Todesfalls sollten auf keinen Fall alleine durchgestanden werden. Kontaktieren Sie die engsten Angehörigen des Verstorbenen wie Familie, Verwandte und nahestehende Freunde, um emotionale Unterstützung zu erhalten. Zudem sollte der Arbeitgeber des Verstorbenen innerhalb der ersten Tage über den Todesfall benachrichtigt werden. Teilen Sie auch Ihren Arbeitgeber den Todesfall eines nahen Angehörigen mit. Rechtlich steht Ihnen nämlich ein Sonderurlaub im Todesfall zu.

Die Organisation der Trauerfeier und Beisetzung

Von der Wahl der Beisetzungsart, des Bestattungsortes und des Bestattungstermins über verschiedene Formalitäten und die Organisation der Trauerfeier, müssen für eine Bestattung viele Entscheidungen getroffen werden. Diese sind abhängig von Regelungen und Wünschen, die der Verstorbene zu Lebzeiten getroffen beziehungsweise geäußert hat.

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Organisatorisches nach der Beisetzung

Nach der Beisetzung kommen weitere Formalitäten wie ausstehende Vertragskündigungen, die Regelung von Bankangelegenheiten sowie die Meldung des Todesfalls an verschiedenen Stellen auf Sie zu. Auch die Testamentseröffnung beim Nachlassgericht oder Notar muss neben der möglicherweise anfallenden Grabgestaltung geregelt werden.

Erbschein für den Nachlass beantragen

Die Erteilung eines Erbscheins erfolgt durch das Einreichen des Testaments beim Nachlassgerecht. Der Erbschein weist Sie gegenüber Dritten (Banken, Versicherungen etc.) als legitimen Erben über das geerbte Vermögen aus. Existiert kein Testament, treten die gesetzlichen Regelungen für die Vermögensverteilung in Kraft. Falls Sie Erbschaftsauseinandersetzungen oder Nachlassüberschuldungen befürchten, kontaktieren Sie zeitnah einen Notar, Anwalt oder Steuerberater.

Nach der Bestattung weitere Verträge kündigen

Verstirbt ein nahestehender Verwandter müssen sich die Hinterbliebenden um die laufenden Verträge und Verbindlichkeiten des Verstorbenen kümmern. Die Erstellung einer Übersicht und ein strukturiertes Vorgehen ist dabei ratsam, um unnötige Kosten zu vermeiden. Abhängig von der Lebenssituation des Verstorbenen müssen Verträge im Todesfall gekündigt, abgeändert oder umgeschrieben werden.




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