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Todesfall: Was tun im Todesfall

Was tun, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Für die Hinterbliebenen ist dies oft eine Ausnahmesituation und dennoch müssen viele Dinge organisiert und entschieden werden. Wir helfen Ihnen dabei und geben Ihnen einen Überblick darüber, welche Erledigungen und Entscheidungen zu treffen sind und was Sie dabei beachten müssen.


Checkliste Todesfall – Wichtige Schritte im Todesfall auf einen Blick

Um Ihnen die Organisation der Bestattung zu erleichtern, haben wir Ihnen eine Checkliste für den Todesfall zusammengestellt. Diese liegt im PDF-Format vor und Sie können diese ganz einfach von Zuhause aus auf Ihrem Bildschirm bearbeiten.


Checkliste für den Todesfall als PDF herunterladen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen in der Checkliste Todesfall für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.
Checkliste Todesfall herunterladen


Wann wird von einem Todesfall gesprochen?

Der Todesfall tritt ein, wenn ein Mensch verstirbt. Im bürokratischen Rahmen wird häufig auch von einem Sterbefall gesprochen. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird hingegen zwischen den beiden Begriffen nicht unterschieden. Der Eintritt des Todes muss von einem Arzt festgestellt und in einer Todesbescheinigung attestiert werden.


Erste Schritte im Todesfall

Die Ausstellung der Todesbescheinigung organisieren

Innerhalb der ersten Stunden nach einem Todesfall sollten Sie sich um die Ausstellung einer Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt, bemühen. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, von einem Arzt ausgestellt. Tritt der Todesfall im eigenen Zuhause ein, kontaktieren Sie ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112. Bei einem Sterbefall im öffentlichen Bereich verständigen Sie auch den Notruf. Wenn die Person im Krankenhaus oder im Pflegeheim verstirbt, organisiert die Einrichtung die Ausstellung der Todesbescheinigung.

Voraussetzung für die Ausstellung eines Totenscheins ist die Leichenschau. Die Feststellung des Todes, der Todesursache sowie der Todesart muss von einem Arzt durchgeführt werden. In der Regel ist dies der erste Handlungschritt und gesetzlich vorgeschrieben.

Ist die Todesursache bei der verstorbenen Person nicht auf den ersten Blick ersichtlich, kann zudem eine Autopsie veranlasst werden. Neben der Inspizierung der äußeren Merkmale des Toten, wird auch eine innere Leichenschau durchgeführt. Eine Autopsie kann nur von Pathologen oder Rechtsmediziner durchgeführt werden.


Ort des Sterbefalls Was zu tun ist
Sterbefall im eigenen Zuhause Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, Pflegeheim Ausstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen Bereich Verständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112


Bestatter für die Überführung kontaktieren

Nachdem Sie eine Todesbescheinigung erhalten haben, ist es an der Zeit, einen Bestatter zu kontaktieren. Dieser kümmert sich zunächst um die Überführung des Verstorbenen und übernimmt im Anschluss die weitere Organisation der Bestattung. Die meisten Bestatter unterstützen Sie zudem bei sämtlichen Behördengängen und übernehmen die Beurkundung beim Standesamt.
Bevor Sie einen Bestatter kontaktieren, sollten Sie prüfen, ob der Verstorbene schon selbst mit einem Bestatter eine Bestattungsverfügung, eine Sterbegeldversicherung oder einen Vorsorgevertrag vereinbart hat.
Nachdem ein Bestatter beauftragt wurde, wird der Verstorbene vom Bestatter überführt. Als Überführung wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort und der Transport zum Krematorium oder den Kühlräumen des Bestatters bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

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Dokumente für die Ausstellung einer Sterbeurkunde zusammentragen

Für die weitere Organisation der Bestattung benötigen Sie eine Sterbeurkunde. Diese wird in der Regel vom Bestatter organisiert. Für die Ausstellung einer Sterbeurkunde sind persönliche Dokumente des Verstorbenen erforderlich, die der Bestatter im Original benötigt.

Abhängig vom Familienstand müssen dem Bestatter unterschiedliche Dokumente ausgehändigt werden. So müssen bei verheirateten Verstorbenen die Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch vorgelegt werden. Für verwitwete Verstorbene benötigen Sie die Heiratsurkunde sowie die Sterbeurkunde des Partners. Bei geschiedenen Verstorbene ist die Heiratsurkunde sowie das Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk vonnöten.

Dokumente (im Orginal) Ledig Verheiratet Verwitwet Geschieden
Totenbescheinigung X X X X
Personalausweis X X X X
Geburtsurkunde X X X X
Heiratsurkunde/Familienbuch X X X
Scheidungsurteil mit Rechtsvermerk X
Sterbeurkunde des Ehepartners X



Gegebenenfalls werden zusätzlich folgende Dokumente benötigt:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Rentenbescheid (Alters-, Witwenrente)
  • Grabkarte von Grabstelle (falls schon vorhanden)
  • Mietvertrag
  • sonstige Verträge (Bankangelegenheiten, Mitgliedschaften)

Wenn die in der Checkliste genannten Papiere nicht vorhanden sind oder in einem anderen Land ausgestellt wurden, ist es möglich, sie beim Standesamt beziehungsweise Amtsgericht des Ortes der erstmaligen Ausstellung zu beantragen. Sollte dies im Ausland sein, so muss man sich mit dem zuständigen Konsulat in Deutschland in Verbindung setzen. Dies ist mit Mehrkosten verbunden. Prüfen Sie in den Unterlagen außerdem sorgfältig, ob der Verstorbene bereits eine Bestattungsvorsorge getroffen hat oder ob es schriftliche Verfügungen gibt. Diese haben in der Bestattungsplanung Vorrang.

Hinweis:

Es empfiehlt sich, zu Beginn einen Ordner mit allen Unterlagen zur Bestattung anzulegen. So haben sie immer alle Dokumente griffbereit. Ebenso ist es ratsam, alle Belege aufzubewahren, da diese unter Umständen steuerlich absetzbar sind.

Die polizeiliche Abmeldung nach einem Sterbefall sowie die Ausstellung der Sterbeurkunde erledigt der Bestatter. Bei Wunsch fragen Sie den Bestatter, welche Formalitäten er Ihnen darüber hinaus abnehmen kann. In der Regel sind dies Kündigungen von Versicherungen im Todesfall. Bei Verträgen und Mitgliedschaften, die der Bestatter nicht kündigt, empfiehlt es sich, zur Übersicht eine Checkliste zu erstellen und nach Dringlichkeit sortiert mit den Kündigungen zu beginnen. Vorrang haben Bank- sowie Mietangelegenheiten und andere laufenden Kosten. Mit dem Tod des Vermieters endet das Mietverhältnis nicht automatisch – die Kündigung des Mietverhältnisses im Todesfall muss aktiv geschehen.

Wichtige Verträge und Versicherungen kündigen

Nach einem Sterbefall müssen relevante Stellen zeitnah kontaktiert werden. Üblicherweise übernimmt der Bestatter die Erledigungen der Formalitäten, da dieser sich mit der Thematik auskennt und wichtige Fristen weiß. Auch der Versicherungsvertreter kann Ihnen in dieser Situation weiterhelfen.

Die verstorbene Person muss bei der Krankenkasse abgemeldet werden. Dies ist wichtig, da der Versicherungsschutz für etwaige Mitversicherte bei der gesetzlichen Krankenkasse vier Wochen nach dem Tod des Versicherten endet. Zur Abmeldung wird die Krankenkassenkarte und die Sterbeurkunde benötigt.
Falls vorhanden sollte innerhalb 48 Stunden der Sterbefall bei der Lebensversicherung, Unfallversicherung oder Sterbegeldversicherung gemeldet werden, da möglicherweise eine Versicherungssumme ausgezahlt wird. Die Versicherungsunterlagen geben Aufschluss, welche Versicherungsunterlagen benötigt werden. In der Regel reicht der Versicherungsschein und die Sterbeurkunde.
Eine schnelle Kontaktaufnahme mit der Rentenstelle ist zudem ratsam. Hinterbliebene können bei der Rentenversicherung möglicherweise Hinterbliebenenrente (auch Witwen-, Witwer-, Waisen-, oder Halbwaisenrente) beantragen. Hierzu sollten die sich die Antragsformulare zukommen lassen.

Benachrichtigungen im Umfeld

Um in dieser emotional anspruchsvollen Zeit Unterstützung zu erfahren, empfiehlt es sich, die anderen Hinterbliebenen zu kontaktieren. Sie können die Bestattung gemeinsam planen und sich gegenseitig unterstützen. Zu wichtigen Benachrichtigungen zählt auch, Arbeitgeber über den Todesfall zu informieren. Dies betrifft sowohl den Arbeitgeber des Verstorbenen als auch Ihren Arbeitgeber, denn beim Tod eines nahen Angehörigen haben Sie das Recht auf Sonderurlaub im Todesfall.

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Die Organisation der Bestattung

Organisation der Trauerfeier und Beisetzung

Der erste Schritt bei der Bestattungsplanung ist die Entscheidung zwischen einer Feuer- oder Erdbestattung. Ausgehend davon ergeben sich verschiedene Möglichkeiten zur Beisetzung. Sollten Sie sich für eine Bestattungsform entschieden haben, wählen sie den Ort der Beisetzung aus. Je nach Bestattungsart können Sie nun eine Schmuckurne oder einen Sarg auswählen.

Hinweis:

Es lohnt sich an dieser Stelle, auch Angebote für eine See- oder Baumbestattung einzuholen. Diese Bestattungsarten sind oftmals nicht so kosten- und pflegeintensiv und daher eine gefragte Alternative zu den klassischen Bestattungsarten.

Rund um eine Trauerfeier fallen einige organisatorische Punkte an. Zum einen ist es üblich, eine Traueranzeige in der örtlichen Zeitung zu schalten. Zu beachten sind hierbei die Redaktionsschlüsse. Zudem können Sie Trauer- und Einladungskarten verschicken. Bei einer Erdbestattung gilt es zu entscheiden, ob die Abschiednahme am offenen oder am geschlossenen Sarg stattfinden soll. Die Ausgestaltung der Trauerfeier lässt sich individuell regeln. Mögliche Elemente sind Blumen, Kerzen, Bilder und die musikalische Untermalung. Falls Sie nicht selbst bei der Trauerfeier sprechen möchten, können Sie einen Pfarrer, Pastor oder konfessionslosen Trauerredner um das Halten einer Trauerrede bitten.

Gestaltung auf dem Friedhof

Nach der Beauftragung eines Bestatters stehen weitere wichtige Punkte auf der Checkliste für die Organisation der Beerdigung, wie die Festlegung der Grabstätte auf dem Friedhof sowie die Grabart. Diese richtet sich nach der gewählten Bestattungsart.

Hinweis:

Die Anmeldung der Beisetzung bei der Friedhofsverwaltung sollten Sie frühzeitig durchführen. So können Sie sich in Ruhe um den Grabplatz kümmern und die Räumlichkeiten für die Trauerfeier besichtigen.


Nach der Bestattung

Organisatorisches nach der Beisetzung

Nach der Beisetzung kommen weitere Formalitäten wie ausstehende Vertragskündigungen, die Regelung von Bankangelegenheiten sowie die Meldung des Sterbefalls an verschiedenen Stellen auf Sie zu. Auch die Testamentseröffnung beim Nachlassgericht oder Notar muss neben der möglicherweise anfallenden Grabgestaltung geregelt werden.

Erbschein für den Nachlass beantragen

Die Erteilung eines Erbscheins erfolgt durch das Einreichen des Testaments beim Nachlassgerecht. Der Erbschein weist Sie gegenüber Dritten (Banken, Versicherungen etc.) als legitimen Erben über das geerbte Vermögen aus. Existiert kein Testament, treten die gesetzlichen Regelungen für die Vermögensverteilung in Kraft. Falls Sie Erbschaftsauseinandersetzungen oder Nachlassüberschuldungen befürchten, kontaktieren Sie zeitnah einen Notar, Anwalt oder Steuerberater.

Nach der Bestattung weitere Verträge kündigen

Verstirbt ein nahestehender Verwandter müssen sich die Hinterbliebenen um die laufenden Verträge und Verbindlichkeiten des Verstorbenen kümmern. Die Erstellung einer Übersicht und ein strukturiertes Vorgehen ist dabei ratsam, um unnötige Kosten zu vermeiden. Abhängig von der Lebenssituation des Verstorbenen müssen Verträge im Todesfall gekündigt, abgeändert oder umgeschrieben werden.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne