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Seebestattung: Wie lange dauert das Auflösen einer Seeurne?

Wie lange dauert es, bis sich eine Seeurne nach der Beisetzung im Meer auslöst? Wir sind dieser Frage in unserem Seeurnen-Experiment nachgegangen.

Früher war die Seebestattung den Seemännern vorbehalten. Heute ist die Bestattung auf dem Meer schon lange nicht mehr nur für Seeleute möglich und neben dem Verbundenheitsgefühl mit der Natur, machen auch die geringen Folgekosten sowie die Ortsunabhängigkeit der Ruhestätte sie zu einer immer beliebter werdenden Bestattungsart.

Trotz dieser zunehmenden Beliebtheit der Seebestattung gibt es in der Gesellschaft immer noch einen weit verbreitenden Irrglauben. Viele Menschen glauben, dass die Asche bei einer Seebestattung ins Meer gestreut wird. In Deutschland muss die Asche des Verstorbenen jedoch in eine Seeurne gefüllt und so dem Meer übergeben werden. Die wasserlösliche Seeurne besteht ökologisch abbaubaren Materialien, zersetzt sich nach dem Absinken auf den Meeresboden komplett und belastet das marine Ökosystem somit nicht.

Dauer des Zersetzungsprozesses

Die Zersetzungsdauer der Seeurne ist von mehreren Faktoren abhängig. Neben dem Material der Urne spielen auch die Strömung am Meeresgrund, der Druck und der Salzgehalt des Wassers eine wichtige Rolle.

Um herauszufinden, wie lange es dauert, bis sich eine solche Seeurne auflöst, haben wir ein Experiment durchgeführt. Die Urne wurde in ein mit Salzwasser gefülltes Wasserbassin gesetzt und der Prozess der Zersetzung im Zeitraffer dokumentiert.




Überraschendes Testergebnis

Auch nach 72 Stunden im Wasser waren an der Urne nur kleine Auflösungserscheinungen erkennbar. Ein kleiner Riss war entstanden und die Farbe hatte sich ein wenig abgelöst. Woran lag es, dass die Urne sich nur so langsam zersetzte?

Die im Experiment verwendete Urne besteht aus dem Material Anhydrit, das auch unter dem Namen Calciumsulfat bekannt ist. Dieses Material ist vollständig wasserlöslich und entspricht somit den in Deutschland geltenden Gesetzesvorschriften. Anhydrit ist jedoch deutlich haltbarer als beispielsweise Pappmaché, aus dem auch häufig Urnen hergestellt werden.


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Zwar konnten wir für unser Experiment den Salzwassergehalt der Nordsee nachstellen, jedoch fehlten im Wasserbecken die Strömung sowie der am Meeresgrund herrschende Druck. Im Meer sollte der Zersetzungsprozess also deutlich schneller verlaufen.

Weitere Informationen und Experimente rund um das Thema Bestattung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.



Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne