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    Almwiesenbestattung: Beisetzung auf der Alm in der Schweiz

Almwiesenbestattung

Bergbestattung auf der Naturwiese

Die Almwiesenbestattung z√§hlt zu den immer gefragteren Naturbestattungen und bietet eine Alternative zu herk√∂mmlichen Bestattungsarten. Wir bieten Ihnen einen √úberblick √ľber Vorteile, Kosten und den Ablauf einer Almwiesenbestattung.

Hintergrund der Almwiesenbestattung

In Deutschland sind Almwiesenbestattungen bislang nicht möglich. In der Schweiz ist diese Beisetzungsvariante jedoch bereits gängige Praxis. Die Almwiesenbestattung ist eine Form der Naturbestattung und setzt die Kremation des Verstorbenen voraus. Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne auf der Almwiese oder direkt unter einem Edelweiß beigesetzt. Alternativ kann die Asche des Verstorbenen auf der Wiese verstreut werden.

Vor- und Nachteile einer Almwiesenbestattung

Ausdruck von Naturverbundenheit

Unter naturverbundenen Menschen wird die Almwiesenbestattung immer beliebter. Diese Beisetzungsvariante bietet sich an, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten eine besondere Verbundenheit zur Natur hatte. Die Almwiesenbestattung ermöglicht eine letzte Ruhestätte inmitten einer farbenprächtigen und einzigartigen Naturkulisse, die immer in Bewegung ist.

Freier Zugang zur Grabstelle

Die naturbelassene und lebendige Umgebung einer Almwiese spendet Hinterbliebenen h√§ufig Trost bei der Trauer. Die Grabstelle kann von Angeh√∂rigen jederzeit besucht werden, da diese √∂ffentlich zug√§nglich und an keine √Ėffnungszeiten gebunden ist.

Keine anfallende Grabpflege

Die Almwiesenbestattung gilt langfristig als eine pflegeleichte und kosteng√ľnstige Beisetzungsvariante, da die Grabpflege f√ľr Hinterbliebene entf√§llt. Bei einer Almwiesenbestattung befindet sich der Gedenkort inmitten der Natur, wobei Kosten f√ľr einen Grabstein und jahrzehntelange Grabpflege entfallen.

√úberf√ľhrungskosten

In Deutschland sind Almwiesenbestattungen bislang nicht m√∂glich. Daher sollten f√ľr eine Almwiesenbestattung im Ausland der Transport des Verstorbenen sowie l√§ngere Fahrtzeiten f√ľr Angeh√∂rige eingeplant werden. Je nach Entfernung k√∂nnen entsprechend hohe √úberf√ľhrungskosten anfallen.

Voraussetzung f√ľr eine Almwiesenbestattung

√Ąhnlich wie bei der Baumbestattung ist die Kremation Voraussetzung f√ľr eine Almwiesenbestattung. Die Beisetzung findet in einer sogenannten √úberurne statt. Diese besteht aus Naturstoffen und zersetzt sich innerhalb k√ľrzester Zeit, wobei keinerlei Belastung f√ľr die Umwelt entsteht.

Die Naturumgebung muss bei einer Almwiesenbestattung ebenfalls unber√ľhrt und so nat√ľrlich wie m√∂glich belassen werden. Daher d√ľrfen bei dieser Bestattungsvariante weder Blumenschmuck noch sonstige dekorative Elemente an der Grabstelle angebracht werden.

Einleitung einer Almwiesenbestattung

Ausstellung der Todesbescheinigung

Um im Todesfall eine Almwiesenbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die f√ľr die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die Todesbescheinigung wird abh√§ngig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des SterbefallsWas zu tun ist
Sterbefall im eigenen ZuhauseKontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, PflegeheimAusstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen BereichVerständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Beauftragung eines Bestatters

Anschlie√üend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die gesamte Organisation und Ausf√ľhrung der Bestattung √ľbernimmt. In der Regel beantragt der Bestatter f√ľr Sie auch die Sterbeurkunde und √ľbernimmt die Abmeldung bei Versicherungen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und vergleichen Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise und Leistungen k√∂nnen zum Teil stark variieren.

Abholung und √úberf√ľhrung des Verstorbenen

Als √úberf√ľhrung eines Leichnams wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort durch den Bestatter und der Transport zu den K√ľhlr√§umen des Bestatters oder Krematoriums bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die √úberf√ľhrung durchgef√ľhrt sein muss.

Zweite Leichenschau

Die sogenannte ‚Äězweite Leichenschau‚Äú ist vor der Kremation gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgef√ľhrt. Die zweite Leichenschau dient dazu, zweifelsfrei auszuschlie√üen, dass die Todesursache nicht-nat√ľrlich ist und beispielsweise auf eine Gewalttat zur√ľckf√ľhrt. Nach einer Kremation ist diese √úberpr√ľfung nicht mehr m√∂glich.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene f√ľr die Bestattung vorbereitet. Insbesondere bei einer Aufbahrung des Verstorbenen vor der Verbrennung ist ein w√ľrdevoller und friedlicher Anblick f√ľr die Trauergemeinde von Bedeutung. Die hygienische Versorgung umfasst unter anderem das Waschen und die Einbalsamierung des K√∂rpers, die Rekonstruktion des √§sthetischen Erscheinungsbildes sowie die kosmetische Behandlung des Verstorbenen. Mund und Augen bleiben √ľblicherweise geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

In den meisten Krematorien ist es gestattet, den Verstorbenen in eigener Kleidung zu kremieren. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass diese aus reiner Baumwolle besteht. Kleidung aus synthetischen Stoffen ist nicht zulässig. Da die Bestimmungen je nach Krematorium variieren, sollten Sie die Regelungen in der zuständigen Kremationsstätte oder bei Ihrem Bestatter erfragen.

Kremierung

Kremationsanlagen sind so konzipiert, dass jeder Leichnam einzeln und nach höchsten hygienischen Standards eingeäschert wird. Dies schließt die Verwechslung der Asche von verschiedenen Verstorbenen aus. Vor der Kremation wird ein Stein aus feuerfestem Ton mit der Identifikationsnummer des Toten neben den Sarg gelegt. Dieser garantiert nach der Kremation die zweifelsfreie Zuordnung der Asche.

Der Prozess der Ein√§scherung dauert je nach nat√ľrlicher Beschaffenheit des K√∂rpers etwa 90 Minuten. Die Temperatur betr√§gt dabei bis zu 1200¬į C. Nach der Kremation wird lediglich die Asche in die Aschekapsel gef√ľllt. Nicht-verbrennbare Substanzen wie Z√§hne, Implantate und mineralische Knochenbestandteile werden herausgefiltert.

Anschlie√üend wird die Asche in eine Aschekapsel umgef√ľllt, die sp√§ter in eine Urne eingesetzt wird. Der Stein mitsamt Identifikationsnummer kommt mit in die Aschekapsel. Auf dem Verschluss der Aschekapsel werden alle wichtigen Daten des Verstorbenen sowie der Name des Krematoriums und das Datum der Ein√§scherung vermerkt.

Erledigung von Formalitäten

Anschlie√üend kommt die Erledigung verschiedener Formalit√§ten f√ľr die Organisation einer Sterbeurkunde sowie die K√ľndigung verschiedener Vertr√§ge auf Sie zu. Der Bestatter ist Ihnen dabei behilflich und kann s√§mtliche Beh√∂rdeng√§nge f√ľr Sie √ľbernehmen.

Organisatorisches f√ľr die Almwiesenbestattung

Vor einer Beisetzung m√ľssen einige Dinge entschieden werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Beisetzungsvarianten ber√§t, mit Ihnen zusammen den Umfang der Trauerfeier plant und die Zusammenkunft nach der Beisetzung organisiert. In einem Trauergespr√§ch k√∂nnen Sie verschiedene Punkte mit dem Bestatter kl√§ren:

  • Urnenauswahl
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung vor der Kremation
  • Trauerkarten, Traueranzeige
  • Floristik und andere Dekoelemente
  • Termin f√ľr die Trauerfeier
  • Ort f√ľr die Trauerfeier
  • Programmpunkte f√ľr die Trauerfeier
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Leichenschmaus

√úbrigens: Sprechen Sie ihre W√ľnsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Urne

Bei einer Almwiesenbestattung ist die Ein√§scherung des Verstorbenen erforderlich. Nach der Kremation wird die Asche der verstorbenen Person in eine versiegelte Kapsel gef√ľllt. Diese Aschekapsel wird dann in eine √úberurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt.

Bei einer Almwiesenbestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne auf der Almwiese oder direkt unter einem Edelweiß beigesetzt. Alternativ kann die Asche des Verstorbenen auf der Wiese verstreut werden. Urnen aus Glas, emailliertem Metall oder fest gebrannter Keramik sind bei einer Almwiesenbestattung nicht zugelassen.

Kremationssarg

Auch f√ľr die Kremation wird in Deutschland laut Gesetzgebung ein Verbrennungssarg ben√∂tigt. Diese sind weniger stabil als S√§rge, die bei einer klassischen Erdbestattung zum Einsatz kommen, da sie dem Druck unter der Erde nicht standhalten m√ľssen. Zudem sind sie meist nicht verziert, da sie ohnehin verbrannt werden. Die S√§rge k√∂nnen je nach Wunsch auch aufw√§ndig gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die M√∂glichkeit, vor der Kremation auf eine besonders w√ľrdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschm√ľckte Sarg wird dabei in Trauerr√§umlichkeiten sichtbar f√ľr die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel ge√∂ffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen h√§ufig Trost und kann bei der Trauerbew√§ltigung der Angeh√∂rigen helfen, ehe die Kremation durchgef√ľhrt wird.

Bestattungsort

In Deutschland sind Almwiesenbestattungen bislang nicht m√∂glich. In der Schweiz kann diese Beisetzungsvariante jedoch gew√§hlt werden. Verstorbene aus Deutschland m√ľssen f√ľr eine Felsbestattung daher in die Schweiz √ľberf√ľhrt werden. F√ľr Almwiesenbestattungen stehen bestimmte Naturschutzgebiete in der Schweiz zur Verf√ľgung.

Beisetzungsvarianten

Bei einer Almwiesenbestattung kann zwischen verschiedenen Beisetzungsvarianten gewählt werden. Die Asche des Verstorbenen kann in einer biologisch abbaubaren Urne auf der Almwiese oder direkt unter einem Edelweiß beigesetzt werden. Alternativ kann die Asche des Verstorbenen auf der Wiese verstreut werden. Ein Grab in herkömmlicher Form wird bei dieser Beisetzungsvariante jedoch nicht angelegt.

Bestattungstermin

Die Beisetzung findet in der Regel wenige Tage und maximal 10 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt. Durch die Kremation und √úberf√ľhrung des Verstorbenen ins Ausland kann die Durchf√ľhrung einer Almwiesenbestattung mehr Zeit beanspruchen. Angeh√∂rige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bem√ľhen, um umstandslos weiterplanen zu k√∂nnen. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

Trauerfeier zur Abschiednahme

Eine offizielle Abschiednahme im Beisein der gesamten Trauergemeinde bietet die M√∂glichkeit, dem Verstorbenen zu gedenken und ihm eine letzte Ehre zu erweisen. Auch bei einer Almwiesenbestattung kann die Trauerfeier nach pers√∂nlichen W√ľnschen gestaltet werden. Das Spielen von Musik oder das Halten einer Trauerrede am Beisetzungsort ist m√∂glich.

Angehörige können entweder vor der Kremation am Sarg oder nach der Kremation an der Urne Abschied vom Verstorbenen nehmen. Diese Varianten können auch kombiniert werden. Beispielsweise kann ein Abschied unter Freunden und Verwandten am Sarg oder der Urne sowie ein Abschied im engsten Kreise direkt am Ort der Beisetzung arrangiert werden.

G√§steliste f√ľr die Trauerfeier

Die Wahl der G√§steliste f√ľr eine Trauerfeier sollte sich nach den W√ľnschen des Verstorbenen richten. So z√§hlen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte k√∂nnen bei der Einladung bedacht werden.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die M√∂glichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So k√∂nnen Sie √∂ffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bem√ľhen, da diese unterschiedliche Redaktionsschl√ľsse haben. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Sie Trauer- sowie Dankeskarten f√ľr die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Als dekorative Elemente w√§hrend der Trauerfeier k√∂nnen Blumen, Kerzen, Bilder und pers√∂nliche Gegenst√§nde des Verstorbenen eingesetzt werden. Auch die Urne des Verstorbenen wird in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik f√ľr eine Bestattung wird von den n√§chsten Angeh√∂rigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einsch√§tzung gew√§hlt. Hierzu z√§hlen:

  • Urnenbuketts
  • Trauerkr√§nze
  • Trauerstr√§u√üe

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Nach der Beisetzung d√ľrfen allerdings weder Blumenschmuck noch sonstige Gegenst√§nde zur√ľckgelassen werden. Die Grabstelle darf nicht bepflanzt oder geschm√ľckt und keine Kreuze oder Grabsteine angebracht werden. Die unverf√§lschte Umgebung des Naturschutzgebietes dient als dekorative Kulisse, in die nicht eingegriffen werden soll.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gef√ľhlswelt der Angeh√∂rigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikst√ľcke k√∂nnen von einem Chor oder S√§nger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede w√ľnschen, aber selbst keine Rede halten m√∂chten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem pers√∂nlichen Gespr√§ch mit Ihnen √ľber den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person n√§her kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt an der Grabstelle des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, erm√∂glicht es Angeh√∂rigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu m√ľssen und dem Verstorbenen dennoch eine w√ľrdigende Rede zukommen zu lassen.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet h√§ufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angeh√∂rige k√∂nnen sich in gel√∂ster Umgebung √ľber Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalit√§t k√∂nnen Restaurants, Gastst√§tten oder das eigene Zuhause gew√§hlt werden. Das Men√ľ w√§hrend des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Ablauf einer Almwiesenbestattung

Der Ablauf einer Almwiesenbestattung entspricht in etwa dem einer regul√§ren Feuerbestattung. Nach Abholung und Versorgung des Verstorbenen durch einen Bestatter muss die Kremation durchgef√ľhrt werden. Im Anschluss wird die Asche des Verstorbenen in die Schweiz √ľberf√ľhrt, in der die Beisetzung auf einer Almwiese stattfindet.

Vor Ort kann f√ľr die Angeh√∂rigen eine Trauerfeier arrangiert werden. Dabei sollten jedoch die Witterungsbedingungen beachtet werden. Einzelne Programmpunkte m√ľssen sich jedoch von konfessionellen Trauerfeiern unterscheiden, da beispielsweise das Kennzeichnen und Schm√ľcken der Beisetzungsstelle auf einer Almwiese nicht gestattet ist.

Kosten einer Almwiesenbestattung

In der Regel sind die Kosten einer Almwiesenbestattung geringer als die einer klassischen Urnenbeisetzung. Sie beinhalten Leistungen wie die Kremation des Verstorbenen, die Organisation und Ausrichtung der Trauerfeier sowie der Bestattung. Die Kremationskosten variieren je nach Bundesland und Lokalit√§t. Unter Umst√§nde fallen h√∂here Kosten f√ľr die √úberf√ľhrung des Verstorbenen ins Ausland an.

Kosten f√ľr die Trauerfeier sind von den pers√∂nlichen W√ľnschen der Angeh√∂rigen abh√§ngig, die Livemusik, Trauerredner, Floristik oder andere Programmpunkte enthalten k√∂nnen. Langfristig ist die Almwiesenbestattung jedoch eine vorteilhafte und kosteng√ľnstige Alternative zur klassischen Sargbestattung, da keinerlei Kosten f√ľr Grabpflege und Steinmetz anfallen.

Kremationsverf√ľgung

Sofern Sie den Wunsch haben, via Almwiesenbestattung bestattet zu werden, k√∂nnen Sie bereits zu Lebzeiten eine Ein√§scherungsverf√ľgung verfassen. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch ber√ľcksichtigt wird. F√ľr eine Kremationsverf√ľgung reicht ein handschriftliches Schriftst√ľck, auf dem Sie unterschrieben vermerken, dass die Kremation Ihr letzter Wunsch ist. Es bedarf keiner notariellen Beglaubigung.

Vermerken Sie die Bestattungsw√ľnsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung ge√∂ffnet.

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungsw√ľnsche auch ein offenes Gespr√§ch mit Ihrer Familie. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer W√ľnsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Halten Sie Ihre W√ľnsche schriftlich fest und bewahren Sie diese an einem gut zug√§nglichen Ort auf, der Ihrer Familie ebenfalls bekannt ist.

Bestattungsvorsorge

Eine Almwiesenbestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gew√§hrleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend pers√∂nlicher W√ľnsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverf√ľgung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin k√∂nnen Sie fr√ľhzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Sie jedes weitere Detail f√ľr eine Trauerfeier und zugeh√∂rige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Er√∂ffnung eines Treuhandkontos f√ľr s√§mtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angeh√∂rigen zukommen.

Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchf√ľhrung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die √úberf√ľhrung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgef√ľhrt werden.

Zweite Leichenschau

Vor einer Kremation ist die sogenannte ‚Äězweite Leichenschau‚Äú gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgef√ľhrt. Die zweite Leichenschau dient dem zweifelsfreien Ausschluss eines unnat√ľrlichen Todes. Nach einer Kremation ist dies nicht mehr m√∂glich.

Sargpflicht

Die in Deutschland geltende Sargpflicht ist auch bei der Kremation vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass auch f√ľr die Kremation ein Sarg erworben werden muss, der ebenfalls kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile f√ľr den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an daf√ľr vorgesehenen Orten aufbewahrt werden d√ľrfen. Almwiesenbestattungen sind in Deutschland bislang nicht m√∂glich. Verstorbene m√ľssen f√ľr diese Beisetzungsform daher ins Ausland √ľberf√ľhrt werden.

Totenf√ľrsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen Willen nicht dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Bestattung laut Totenf√ľrsorgepflicht bei dessen n√§chsten Familienangeh√∂rigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europ√§ischen Fonds f√ľr regionale Entwicklung (EFRE).
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