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    Vorbereitung ist wichtig: Kinder bei einer Bestattung

Vorbereitung ist wichtig

Kinder bei einer Bestattung

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist die Trauer groß. Nicht nur die erwachsenen Hinterbliebenen, sondern auch Kinder und Jugendliche trauern um verstorbene Verwandte oder Freunde. Deshalb müssen Eltern ihre Kinder gut auf die Beisetzung vorbereiten.

Wenn ein geliebter Mensch im Familienumfeld oder Freundeskreis stirbt, sind Elternteile häufig verunsichert, ob die Teilnahme von betroffenen Kindern an der Trauerfeier sinnvoll ist. Einige Eltern möchten, dass ihr Kind mit dem Tod noch unberührt bleibt. Jedoch gehört das Sterben zum Leben dazu. Es wird daher empfohlen, Kinder zum Zwecke der Trauerarbeit an der Beerdigung eines Familienmitgliedes oder einer vertrauten Person teilnehmen zu lassen.

Wer noch jung ist, kennt sich oft jedoch nicht mit den Abläufen einer Beerdigung aus und könnte sich bei dieser unsicher fühlen – hier müssen Eltern handeln und ihre Kinder rechtzeitig und gut auf die Beerdigung vorbereiten.

Gibt es eine Altersgrenze bei Beerdigungen?

Es gibt keine gesetzlich festgelegte Altersgrenze für Beerdigungen – Kinder dürfen immer bei Beerdigungen teilnehmen. Hier sollten sich die Eltern allerdings überlegen, ob es wirklich Sinn macht, sehr kleine Kinder zur Bestattung mitzunehmen. Ab einem Alter von ungefähr drei Jahren bekommen Kinder relativ viel aus ihrer Umgebung mit und können das Geschehen erfassen und verarbeiten. Jüngere Kinder werden die Bestattung sehr wahrscheinlich vergessen und sich nicht an diese erinnern.

Es kann allerdings vorkommen, dass ein kleines, schreiendes Kind die Bestattung stört. Daher ist hier zu empfehlen, Kinder unter drei Jahren für die Dauer der Trauerfeier und Beisetzung bei einem vertrauten Menschen unterzubringen. Ältere Kinder sollten an der Bestattung teilnehmen, da sie das Erlebnis des Todes dadurch in der Regel besser verarbeiten und verstehen können.

Wie bereitet man ein Kind auf eine Bestattung vor?

Kinder sollten auf eine Trauerfeier vorbereitet werden und sie sollten im Vorfeld alle Fragen, die sie zum Tod und der Bestattung haben, stellen können. Die Info, dass Trauergäste schwarze Kleidung tragen und einige Menschen weinen werden, ermöglicht Kindern einen leichteren Umgang mit der Situation, denn junge Menschen und kleine Kinder sind relativ schnell durch den Ausdruck von Trauer und das Tragen von schwarzer Kleidung verunsichert. Das bedeutet, dass die Eltern ihren Nachwuchs auf die Abläufe, die Regeln sowie die Kleidung für eine Bestattung vorbereiten. Auch während der eigentlichen Trauerfeier sollte auf alle Fragen eingegangen werden. Auch wenn diese absurd oder selbstverständlich erscheinen, sollten nach der Bestattung keine Fragen mehr zum Tod unbeantwortet sein.

Handelt es sich bei der verstorbenen Person um eine sehr nahestehende Person, so sollten die Eltern darauf achten, dass das Kind während der gesamten Bestattung nicht allein und immer in Begleitung ist. Eine Begleitperson kann im Notfall jederzeit Trost spenden und mögliche Fragen beantworten.

Dass Angehörige, Freunde und Verwandte Abschied nehmen und Tränen vergießen, ist für Kinder meist weniger schlimm als für uns selbst. Kinder sehen und erleben, wie sich das Umfeld von einem geliebten Menschen verabschiedet und der Sarg beziehungsweise die Urne in die Erde gesenkt wird. Diese Zeremonie verdeutlicht die Endgültigkeit des Todes und kann im Beisein der Trauergemeinde den Schrecken vor dem Tod nehmen.

Nicht selten kommt es vor, dass ein Kind nicht an der Bestattung der verstorbenen Person teilnehmen möchte. Eltern können und sollten ihre Kinder auch nicht zum Besuch einer Bestattung zwingen. Allerdings empfiehlt sich hier ein ruhiges Gespräch, bei welchem die Vor- und Nachteile einer Bestattung aufgezeigt werden. In der Regel lässt sich das Kind dann vom Besuch der Bestattung überzeugen und nimmt auch daran teil. In jedem Fall sollten die Wünsche der Kinder aber respektiert werden.

Die Beteiligung von Kleinkindern bis 4 Jahren kann aufgrund des zeitlichen Umfangs einer Beerdigung problematisch werden. Für die meisten Kleinkinder ist das lange Stillsitzen und Schweigen schwer realisierbar. Laute und Quengeleien können die Trauergäste stören und die Trauerstimmung beeinträchtigen.

Wie können Kinder in die Bestattung eingebunden werden?

Es ist durchaus wichtig, den Kindern bei der Bestattung eine Aufgabe zu erteilen. So können diese schon im Vorfeld Bilder zeichnen oder etwas basteln, was sie währen der Beisetzung der verstorbenen Person mit in das Grab legen. Auch kann ein Kind einen Blumenkorb mit Blüten halten und die Trauergäste werfen die Blüten daraus auf das Grab. Bei Ansprachen sollten auch die jüngeren Menschen einbezogen und nicht ausgeschlossen werden.

Achten Sie am Tag der Trauerfeier jedoch darauf, eine nicht zu stark betroffene Person zu bitten, sich um Ihr Kind zu kümmern, falls es Ihnen hinsichtlich der emotionalen Belastung schwerfallen könnte.

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
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