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    Bestattung: Wissenswertes rund um die Bestattung

Bestattung

Wissenswertes rund um die Bestattung

Was passiert bei einer Bestattung und worauf ist zu achten? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Beerdigung.

Als Bestattung wird der gesamte Vorgang bezeichnet, bei dem ein verstorbener Mensch auf die letzte Ruhestätte vorbereitet und im Rahmen einer Trauerfeier letztlich überführt wird. Häufig wird eine Bestattung auch Beisetzung, Beerdigung oder Begräbnis genannt.

Die Hauptformen der Bestattung sind

Zuständigkeit: Wer ist für die Beisetzung verantwortlich?

Grundsätzlich gibt es bei der Organisation einer Bestattung gesetzliche Vorgaben, die berücksichtigt werden müssen. Diese werden von den einzelnen Bundesländern geregelt und sind im Bestattungsgesetz verankert.

Organisation der Beerdigung

In Deutschland herrscht eine Totenfürsorgepflicht durch die nächsten Familienangehörigen. Diese müssen eine Bestattung einleiten und organisieren. Sie müssen jedoch nicht die Bestattungskosten tragen.

Finanzierung der Bestattung

In der Regel sind die Erben eines Verstorbenen für die Finanzierung einer Beerdigung zuständig. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.

Freigabe des Verstorbenen für die Bestattung

Der Eintritt des Todes muss von einem Arzt festgestellt werden. Erst mit Ausstellung einer Todesbescheinigung durch einen Arzt kann die Organisation der Beerdigung fortgesetzt werden. So können Gewaltverbrechen und etwaige Scheintode ausgeschlossen werden.

Durchführung der Bestattung

Die Durchführung einer Bestattung übernimmt ein Bestattungsunternehmen, das beauftragt werden muss. In Absprache mit dem zuständigen Bestatter kann dieser auch verschiedene Formalitäten und Behördengänge übernehmen. Das Bestattungsunternehmen unterstützt Sie auch gerne bei der Organisation einer Trauerfeier und anderweitigen Arrangements zur Abschiednahme.

Ablauf einer Bestattung in 3 Phasen

Eine Bestattung kann in drei Phasen aufgeteilt werden. In der ersten Phase ist schnelles Handeln gefragt, da der Verstorbene versorgt werden muss und verschiedene Formalitäten für den weiteren Verlauf der Beerdigung erledigt werden sollten. In der zweiten Phase haben Sie einige Tage Zeit, Entscheidungen bezüglich des Bestattungsvorganges zu treffen und sich um die Organisation einer Trauerfeier zu kümmern. Die dritte Phase beinhaltet die Beisetzung des Verstorbenen im Rahmen einer Trauerfeier und findet in der Regel ca. 6 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt.

1.Versorgung des Verstorbenen und Regelung von Formalitäten
2.Planung der Bestattung
3.Abhalten einer Trauerfeier und Beisetzung des Verstorbenen

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1. Versorgung des Verstorbenen und Regelung von Formalitäten

In einem Todesfall ist schnelles Handeln gefragt, um die Beerdigung des Verstorbenen einzuleiten. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung des Verstorbenen in ein Leichenhaus durchgeführt sein muss.

Ausstellung der Todesbescheinigung

In einem Todesfall sollten Sie sich als Erstes um die Ausstellung der Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt, bemühen. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des SterbefallsWas zu tun ist
Sterbefall im eigenen ZuhauseKontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, PflegeheimAusstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen BereichVerständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Bestattungsunternehmen kontaktieren

Nachdem die Todesbescheinigung ausgestellt ist, sollten Sie ein Bestattungsunternehmen kontaktieren. Der Bestatter übernimmt nach Feststellung des Todes durch einen Arzt die anstehende Versorgung des Verstorbenen. An dieser Stelle sollten Sie bereits entscheiden, ob eine Kremation des Verstorbenen gewünscht ist.

Abholung und Überführung des Verstorbenen

Als Überführung eines Leichnams wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort durch den Bestatter und der Transport zum Krematorium oder den Kühlräumen des Bestatters bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene für die Beerdigung vorbereitet. Insbesondere bei einer späteren Aufbahrung des Verstorbenen ist ein würdevoller und friedlicher Anblick für die Trauergemeinde von Bedeutung.

Einkleidung des Verstorbenen

Anschließend wird der Verstorbene nach Wunsch der Angehörigen komplett eingekleidet. Dabei können auch die Hände gefaltet werden. Die Kleiderwahl kann dem Verstorbenen bei einer späteren Aufbahrung ein würdevolles Aussehen verleihen und persönliche Interessen oder einen beruflichen Werdegang widerspiegeln, indem beispielsweise eine Uniform angelegt wird.

Erledigung von Formalitäten

Für die Beisetzung sind verschiedener Formalitäten zu erledigen, um die Sterbeurkunde ausstellen zu lassen. Der Bestatter ist Ihnen dabei behilflich und kann sämtliche Behördengänge für Sie übernehmen.

Kremation des Verstorbenen

Die Kremation des Verstorbenen, auch Einäscherung genannt, ist Voraussetzung für Urnenbestattung, Baumbestattung und Seebestattung.

2. Planung der Bestattung

Die Planung einer Bestattung beinhaltet von der Wahl der Beisetzungsart, des Beisetzungsortes und des Bestattungstermins auch die Organisation einer Trauerfeier.

Bestattungsarten

Die erste Entscheidung, die in einem Todesfall getroffen werden muss, ist die Art der Beisetzung. Abhängig von der Wahl der Bestattungsart wird im Todesfall weiter mit dem Verstorbenen verfahren. In Deutschland ist lediglich die Durchführung bestimmter Bestattungsarten möglich.

Bestattungsort

Die Wahl des Beisetzungsortes ist abhängig von der Bestattungsart, den finanziellen Mitteln des Kostenträgers sowie einer möglicherweise bereits vorhandenen Grabstelle. In Deutschland besteht die Friedhofspflicht, die vorschreibt, dass ein Verstorbener in jedem Fall an einem dafür genehmigten Ort beigesetzt werden muss. Für die Beisetzung stehen hierzulande verschiedene Orte zur Wahl.

Grabstätte

In Abhängigkeit vom Beisetzungsort kann zwischen unterschiedlichen Grabstätten gewählt werden.

Exhuminierung

In besonderen Fällen kann die Freilegung eines bestatteten Leichnams schriftlich beantragt werden. In der Regel wird diese Maßnahme nur ergriffen, wenn ein Verstorbener nach Wunsch der Familie in ein anderes Grab umgebettet werden soll oder das Gericht beziehungsweise die Staatsanwaltschaft aufgrund von laufenden Ermittlungen eine Exhuminierung anordnet. Die Verlagerung der Ruhestätte eines Verstorbenen wird auch als Umbettung bezeichnet.

Bestattungstermin

Die Beisetzung findet in der Regel wenige Tage bis Wochen nach Eintritt des Todesfalls statt. Angehörige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bemühen, um umstandslos weiterplanen zu können. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

Beisetzungskomponenten

Je nach Beisetzungsart müssen ein Sarg oder eine Urne gewählt werden, die den ästhetischen Präferenzen des Verstorbenen entsprechen. Die Wahl verschiedener Komponenten für die Beisetzung ist abhängig vom finanziellen Rahmen des Kostenträgers der Bestattung, können aber auch teilweise wegfallen, wenn so günstig wie möglich bestattet werden soll oder muss.

Prinzipiell sind der Kreativität bei der Wahl eines Sarges oder einer Urne kaum Grenzen gesetzt: Form und Farbe sind weitgehend frei gestaltbar und können den Wünschen des Verstorbenen angepasst werden.

3. Trauerfeier und Beisetzung des Verstorbenen

Abhängig vom Bestattungsort und ob es sich um eine anonyme oder öffentliche Beerdigung handelt, beinhaltet die Beisetzung in der Regel einen zeremoniellen Teil. Eine Trauerfeier bietet die Möglichkeit, in Ruhe Abschied zu nehmen und dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

Gästeliste für die Trauerfeier

Die Wahl der Gästeliste für eine Trauerfeier sollte sich nach den Wünschen des Verstorbenen richten. So zählen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte können bei der Einladung bedacht werden.

Sofern zu Lebzeiten ernstzunehmende Unstimmigkeiten mit dem Verstorbenen herrschten, die nicht beseitigt werden konnten, sollte die Trauerfeier nicht besucht werden, um den Respekt gegenüber dem Verstorbenen und der Trauergemeinde zu wahren.

Angemessene Kleidung für eine Trauerfeier

Bei einer Beerdigung wird in der Regel auf ein zurückhaltendes Erscheinungsbild Wert gelegt. Persönliche Vorlieben sollten Sie dem Anlass unterordnen und Ihre Kleidung für die Beerdigung angemessen wählen, um dem Verstorbenen sowie dessen Angehörigen Respekt zu zollen. In vielen Kulturkreisen gilt Schwarz als die Farbe der Trauer.

Dekoration und Floristik

Bei einer Bestattung kann die Trauerhalle nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedhöfe beachtet werden. Als dekorative Elemente können Trauerkranz, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen ebenso eingesetzt werden wie Grabschmuck. Auch die Urne beziehungsweise der Sarg des Verstorbenen werden in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik für eine Beerdigung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Die Trauerfeier kann durch eine Trauerrede über das Leben und den Charakter des Verstorbenen bereichert werden. Häufig wird die Trauerrede von einem Pfarrer oder konfessionslosen Redner gehalten, der sich im Voraus intensiv mit den Angehörigen über den Verstorbenen austauscht. Aber auch Angehörige wie Familienmitglieder, Freunde und Kollegen können auf der Trauerfeier eine Rede halten.

Grabrede

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt am Grab des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, ermöglicht es Angehörigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu müssen und dem Verstorbenen dennoch eine würdigende Rede zukommen zu lassen.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergmeinde, neben anderen Formen der Abschiednahme, die Möglichkeit, auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschmückte Sarg wird auf einer erhöhten Position in der Trauerhalle platziert, sodass er für die Gäste der Trauerfeier sichtbar ist. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen häufig Trost und kann bei der Trauerbewältigung der Angehörigen helfen.

Beisetzung

Als Beisetzung wird die Übergabe des Verstorbenen an seinen letzten Ruheort bezeichnet, indem der Sarg beziehungsweise die Urne in ein Grab eingelassen oder die Asche des Verstorbenen verstreut wird.

Trauerbekundung

Nach der Beisetzung hat die Trauergemeinde Gelegenheit, dem Verstorbenen am offenen Grab Blumenschmuck oder persönliche Erinnerungsstücke darzubringen, um Abschied zu nehmen. Im Anschluss bekunden die Trauergäste den Hinterbliebenen mittels persönlicher Gesten wie einem Händedruck oder einer Umarmung ihr Beileid. Am Tag der Beisetzung überreichen die Gäste der Trauerfeier den Angehörigen außerdem Trauerkarten und Kondolenzschreiben mit Trauersprüchen, Zitaten oder persönlichen Worten.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet häufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt.

Organisatorisches nach der Bestattung

Auch nach einer Beerdigung sind wichtige Punkte zu bedenken. Die Testamentseröffnung muss von Angehörigen organisiert werden. Aber auch die Grabgestaltung und Kündigung verschiedener Verträge sollte fristgerecht geregelt werden.

Bestattungskosten

Die Bestattungskosten werden üblicherweise über das Bestattungsunternehmen beglichen und sind abhängig von der gewählten Bestattungsart sowie der Region für die Beisetzung. Auch innerhalb von Städten können Preise von Bestatter zu Bestatter stark variieren.

Bestattungsvorsorge

Häufig stehen Hinterbliebene vor wichtigen Entscheidungen ohne jedoch die Wünsche des Verstorbenen zu kennen. Die eigene Beerdigung kann daher bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Beerdigung entsprechend persönlicher Wünsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverfügung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin können Sie frühzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus können Sie jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festlegen.

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Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
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