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Aufbahrung: Ausstellung des Verstorbenen zur Abschiedsnahme

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde vor der Beisetzung die Möglichkeit, auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der Sarg wird dabei mit geöffnetem oder geschlossenem Sargdeckel für die Trauergemeinde zugänglich aufgebahrt.

Gründe für eine Aufbahrung: Trauerbewältigung und Abschiednahme

Häufig tritt der Tod eines geliebten Menschen plötzlich ein und trifft Angehörige besonders unvorbereitet und schwer. Während der dringlichen Organisation einer Bestattung haben die meisten Menschen wenig Zeit für Trauerarbeit. Entfernte Verwandte und Bekannte haben in der Regel gar nicht die Gelegenheit, den Verstorbenen noch einmal zu sehen und sich von ihm zu verabschieden.

Eine Aufbahrung bietet Angehörigen die Möglichkeit, in Ruhe Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen. Dabei kann der Sargdeckel offen oder geschlossen gehalten werden. Eine offene Aufbahrung ermöglicht es Angehörigen, den Verstorbenen ein letztes Mal zu sehen und zu berühren. Dadurch wird der Tod eines nahestehenden Menschen für viele Menschen häufig erst fassbar. Der friedliche Anblick des Verstorbenen kann besonders nach einer schweren Krankheit Trost spenden und Angehörigen bei der Trauerbewältigung helfen.

Geschichte der Aufbahrung

Die Aufbahrung geht bereits auf die Zeit im Alten Ägypten zurück. Tote wurden früher im eigenen Zuhause hygienisch versorgt und aufgebahrt. Hochgestellten Persönlichkeiten wie Herrschern, Königen und Adeligen wurde durch die öffentliche Aufbahrung eine besondere Ehre erwiesen. Bis zu 4 Wochen wurde der Leichnam einer ehrenwerten Persönlichkeit in einer prächtigen Kulisse aufgebahrt. So konnte die adelige Verwandtschaft anreisen, um Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Auch das Volk hatte so Gelegenheit, den verstorbenen Herrscher ein letztes Mal zu ehren.

Erst mit Entstehung von Krankenhäusern übernahmen öffentliche Einrichtungen und Bestattungsunternehmen die Versorgung von Verstorbenen. Das Sterben rückte mit dieser Bewegung spürbar aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit und wurde teilweise sogar tabuisiert. Die Gestaltung einer Aufbahrung unterscheidet sich bis heute je nach Kulturkreis und religiösem Hintergrund stark.

Varianten der Aufbahrung

Eine Aufbahrung kann im Rahmen einer Trauerfeier oder bereits im Voraus arrangiert werden. Bei einer Aufbahrung während der Trauerfeier wird der geschmückte Sarg auf einer erhöhten Position in der Trauerhalle platziert, sodass der Verstorbene für die Trauergemeinde sichtbar ist. Dabei kann der Sargdeckel offen oder geschlossen gehalten werden. Auch vor einer Feuerbestattung ist die Aufbahrung des Sarges im Rahmen einer Trauerfeier möglich. Sofern sich Angehörige für eine Aufbahrung vor der Trauerfeier entscheiden, wird der Verstorbene im eigenen Zuhause, im Krankenhaus oder an anderen Orten für die Trauergemeinde aufgebahrt.

Aufbahrung mit offenen Sarg

Bei einer offenen Variante bleibt der Sargdeckel während der Aufbahrung geöffnet. Anstelle eines Sarges kann bei der offenen Aufbahrung auch eine Totenbahre verwendet werden. Angehörige haben bei dieser Variante die Möglichkeit, den Verstorbenen ein letztes Mal vor der Beisetzung zu sehen und ihn zur Abschiednahme zu berühren.

Aufbahrung mit geschlossenen Sarg

Die geschlossene Aufbahrung ist mit 90 Prozent die am häufigsten gewählte Variante. Sie gilt in vielen Kulturkreisen als besonders pietätvoll und ist für viele Angehörige nach einem Unfall oder schwerer Krankheit des Verstorbenen die angemessenere Wahl.

Orte für eine Aufbahrung

Der Ort für eine Aufbahrung kann von den Hinterbliebenen bestimmt werden. Neben dem eigenen Zuhause können beispielsweise auch Räumlichkeiten eines Friedhofes oder des Bestatters dafür gewählt werden.

Das eigene Zuhause

Eine Aufbahrung in der eigenen Wohnung ist prinzipiell möglich. Der engste Familien- und Freundeskreis hat bei dieser Variante die Möglichkeit, das Trauerhaus aufzusuchen und in vertrauter Umgebung Abschied zu nehmen. Auch bei Todesfällen außerhalb der eigenen Wohnung kann eine Aufbahrung im Zuhause des Verstorbenen erfolgen. Dabei wird der Verstorbene entweder in seinem Bett oder in einem Sarg offen aufgebahrt. Die Aufbahrung im eigenen Zuhause ist häufig an verschiedene Rituale wie die Totenwaschung, gemeinsame Gebete oder die Totenwache geknüpft, bei der Familienmitglieder mitwirken können.

Hinweis:

Ein Leichnam darf je nach Bundesland bis zu 36 Stunden nach dem Todesfall in den privaten Räumlichkeiten verwahrt werden und muss dann überführt werden.

Trauerhallen und Abschiedsräume

Für eine Aufbahrung können Trauerhallen von Friedhöfen genutzt werden, die meist ein besonders pietätvolles Ambiente bieten. Neben Krematorien ermöglichen in der Regel auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen eine Aufbahrung in Abschiedsräumen. Mittlerweile stellen auch Bestatter immer häufiger eigene Räumlichkeiten für die Abschiednahme zur Verfügung.

Ablauf einer Aufbahrung

Aufbahrung vor der Trauerfeier

Viele Familienangehörige schätzen die Möglichkeit, vor der Trauerfeier in Ruhe Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Die Aufbahrung vor der Trauerfeier ist häufig an verschiedene Rituale wie die Totenwaschung, gemeinsame Gebete oder die Totenwache geknüpft, bei der Familienmitglieder mitwirken können. Anschließend wird der Sarg in der Trauerhalle aufgestellt.

Aufbahrung im Rahmen der Trauerfeier

Bei einer Aufbahrung im Rahmen einer Trauerfeier wird der zeremonielle Teil vor dem Sarg abgehalten, um dem Verstorbenen zu gedenken. Die offene Aufbahrung bietet Angehörigen im Anschluss an den zeremoniellen Gedenkteil die Möglichkeit, den Toten noch einmal zu sehen und in Ruhe Abschied von ihm zu nehmen. Anschließend wird der Sarg geschlossen zur Grabstätte getragen.

Vorbereitung des Verstorbenen auf eine Aufbahrung

Bei der offenen Aufbahrung ist ein würdevoller und friedlicher Anblick des Verstorbenen von großer Bedeutung, was heutzutage selbst nach schweren Unfällen durch moderne Rekonstruktions-Methoden erzielt werden kann. Viele Bestatter sind auf die sogenannte Thanatopraxis spezialisiert, die sich mit der ästhetischen und hygienischen Versorgung eines Toten beschäftigt.

Vor der Kühlung und Aufbewahrung nimmt der Bestatter die hygienische Versorgung des Verstorbenen vor. Dabei wird die sogenannte Totenwaschung durchgeführt, bei der der Tote entkleidet und gewaschen wird. Eventuelle Wunden werden versorgt und Unfallfolgen am Leichnam repariert. Der Bestatter wendet verschiedene Maßnahmen der Balsamierung an, um dem Verstorbenen ein würdevolles Aussehen zu verleihen. Anschließend wird der Verstorbene nach Wünschen der Angehörigen eingekleidet und durch kosmetische Maßnahmen auf die Beisetzung vorbereitet.

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Kosten für eine Aufbahrung

Die Kosten für eine Aufbahrung können je nach Bestatter und Leistungsumfang stark variieren. In der Regel ist eine geschlossene Aufbahrung günstiger als eine offene, da die hygienische und kosmetische Versorgung des Verstorbenen weniger Zeit beansprucht und keine speziellen Räumlichkeiten erforderlich sind.

Räumlichkeiten für die Aufbahrung

Für eine Aufbahrung müssen Räumlichkeiten arrangiert werden, die sich je nach dekorativem Umfang, Art und Lage auf die Gesamtkosten auswirken. Dekorative Elemente für die Trauerhalle können von Floristik und Kerzen bis hin zu persönlichen Erinnerungsstücken in unterschiedlichem Umfang gewählt werden. Das Schmücken der Trauerhalle wird in der Regel vom Bestatter in Zusammenarbeit mit einem Floristen übernommen spiegelt sich in den Kosten für eine Aufbahrung wider.

Hygienische und kosmetische Eingriffe am Verstorbenen

Nach einem Unfall oder schwerer Krankheit sind für eine Aufbahrung häufig aufwändige hygienische und kosmetische Eingriffe am Verstorbenen notwendig. Diese wirken sich auf die Kosten für eine Aufbahrung aus, da der Bestatter deutlich mehr Zeit in die Versorgung des Verstorbenen investiert.



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