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Plötzlich verwitwet

Wie man das Leben alleine meistert

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Verwitwet: Das Leben ohne den Partner bewältigen

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Es ist schwer, den Alltag als verwitwete Person zu bestreiten. Wir erklären, wie Betroffene nach dem Ableben eines geliebten Menschen mit ihrer Trauer umgehen können, wo Sie Gleichgesinnte finden und wann sie sich professionelle Hilfe suchen sollten.

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste zu Trauer & Neuanfang nach dem Tod des Partners:

  • Der Tod des Partners ist ein einschneidendes und schmerzvolles Erlebnis
  • Betroffene Menschen sollten die Trauer und damit verbundene Gefühle zulassen
  • Freunde und Familienangehörige können unterstützen, wenn Betroffene es erlauben
  • Für verwitwete Personen gibt es viele Hilfsangebote, um sich auszutauschen
  • Wer nicht mit der neuen Situation zurechtkommt, sollte sich professionelle Hilfe suchen

Jung verwitwet: Wenn der Ehepartner stirbt

Die meisten Menschen fürchten sich davor, eine geliebte Person zu verlieren. Insbesondere der Tod des Ehepartners – des Menschen, mit dem man oft jahrelang fast jeden Tag verbracht hat und der einem immer zur Seite stand – ist ein einschneidendes und schmerzvolles Erlebnis. Es gibt keine allgemeinen geschlechtlichen Unterschiede, doch in Deutschland leben deutlich mehr verwitwete Frauen – statistisch gesehen haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer.

Doch was nun, wenn man plötzlich Witwe ist – oder Witwer? Wie lässt sich der Alltag gestalten, wenn beispielsweise der Ehemann stirbt? Wie begegnen Betroffene der Verzweiflung nach dem Tod des Partners und meistern den neuen Abschnitt? Wie finden sie auf lange Sicht wieder Freude am Leben?

Plötzlich verwitwet: Was müssen Betroffene beachten?

Die erste Zeit nach dem Tod ist meist mit bürokratischen Aufgaben verbunden. Bevor die Angehörigen in Ruhe trauern können, müssen sie sich um verschiedene Formalitäten nach der Beerdigung kümmern und den Erbschein sowie die Witwenrente oder Halbwaisenrente beantragen, um finanzielle Aspekte zu klären. Für viele Menschen kann die organisatorisch geprägte Zeit hilfreich sein, weil sie sich zunächst ablenken können. Doch es ist wichtig, dass sie die Trauer irgendwann zulassen.

Wenn der Moment gekommen ist, an dem sich verwitwete Hinterbliebene mit ihrer Trauer und ihren Gefühlen bewusst auseinandersetzen, sollten sie nicht allein sein. In den meisten Fällen ist es wichtig, Freunde und Verwandte um sich zu haben – beispielsweise für Gespräche und Erinnerungen. In den ersten Tagen oder Wochen der Trauer – wenn die Einsamkeit besonders erdrückend ist – kann auch die Seelsorge eine wichtige Anlaufstelle sein.

Lässt die erste große Trauer und Verzweiflung nach einiger Zeit nach und sinkt auf ein erträgliches Maß, müssen verwitwete Personen ihr Leben häufig neu ordnen. Sie müssen lernen, den Alltag ohne den Partner an der Seite zu bewältigen. Dabei sollten sie sich nicht selbst unter Druck setzen, sondern der Neustrukturierung des Tagesablaufs die nötige Zeit gewähren. Dieser Prozess ist immer individuell – bis man sich mit dem Verlust des Ehepartners auseinandergesetzt und eine neue Routine erarbeitet hat, können auch Jahre vergehen.

Was können verwitwete Elternteile tun?

In Deutschland gibt es immer mehr Selbsthilfegruppen für verwitwete Mütter und Väter, in denen sie auf Menschen treffen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Dort können sie in einem sicheren Umfeld über die eigenen Gefühle sprechen und Erfahrungen austauschen. Sie können spüren, dass sie mit ihrer Trauer und den Herausforderungen nicht allein sind.

Verwitwete Menschen mit Kindern stehen vor einer zusätzlichen Hürde – sie sind plötzlich alleinerziehende Elternteile und wollen in erster Linie für ihre Kinder stark sein. Oftmals räumen sie ihrer eigenen Trauer im Alltag dann keinen Platz ein. In den ersten Wochen und Monaten „funktionieren“ verwitwete Elternteile meist nur und finden erst später die Zeit, um selbst zu trauern – wenn sich Routinen wieder eingestellt haben.

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Wie lässt sich die Angst vor freien Tagen bewältigen?

Häufig haben verwitwete Personen große Angst vor den Wochenenden, weil sie dann nicht durch den Arbeitsalltag abgelenkt sind. Außerdem waren die freien Tage früher oft für gemeinsame Aktivitäten mit dem Partner reserviert – jetzt fehlt dieser wichtige Teil und die Wochenenden und Feiertage fühlen sich trostlos an. Manchen Menschen hilft es, sich neue Aktivitäten und Beschäftigungen zu suchen. Dafür können sie sich allein, mit Freunden oder in einem Verein umschauen. Oder sie suchen gezielt nach Gruppentreffen mit Menschen, die ebenfalls einen Trauerprozess durchlaufen.

Andere Menschen bevorzugen es, sich am Wochenende zu Hause zurückzuziehen, in Erinnerungen einzutauchen und in Gedanken bei der verstorbenen Person zu sein. Auch das ist in Ordnung, denn Menschen gehen mit ihrem Verlust sehr unterschiedlich um. Trotzdem sollten Verwitwete darauf achten, dass sie nicht nur in – oft schmerzliche – Gefühle und Erinnerungen versinken und sich komplett von der Außenwelt abkapseln. Idealerweise finden sie stattdessen etwas anderes, das ihnen Freude schenkt und einen Sinn stiftet.

Gehören emotionale Rückschläge zum Trauerprozess?

Trauer ist kein komplett linearer Prozess. Dementsprechend sind Rückschläge, emotionale Löcher und besonders schwierige Tage für verwitwete Menschen völlig normal – vor allem im ersten Jahr nach dem Tod, aber auch speziell an Feiertagen, am Geburtstag oder dem Todestag. Viele beschreiben die Trauer als Wellen, die wieder und wieder über sie hereinbrechen. Anfangs sind sie groß, unüberwindbar und kommen in kurzen Abständen. Später werden sie meist kleiner, seltener und man weiß, dass nach ihnen wieder der Horizont zu sehen ist. Ob die Wellen ganz verebben, ist von Person zu Person verschieden – manche begleiten sie auch ein Leben lang.

Vielen Menschen hilft es, wenn sie die Trauerwellen als Ausdruck ihrer Liebe verstehen: Auch wenn der geliebte Mensch schon lange verstorben ist, bleibt ihre Liebe bestehen. Keinesfalls sollten Betroffene versuchen, Ihre Gefühle zu unterdrücken. Oft hilft es, mit den eigenen Kindern oder engen Verwandten über die Situation zu sprechen. Verwitwete empfinden es auch oft als tröstend, sich mit Menschen auszutauschen, die Ähnliches erlebt haben – beispielsweise in Selbsthilfegruppen. Auch Gespräche mit Ärzten, Psychologen, Pfarrern oder einer professionellen Trauerbegleitung können helfen. Wer lieber telefonisch über den Verlust sprechen möchte, kann die Telefonseelsorge in Anspruch nehmen. In Deutschland gibt es mehrere Seelsorgenummern, die zu jeder Tageszeit anonym und kostenlos erreichbar sind.

Verwitwet - Häufig gestellte Fragen

„Verwitwet“ ist ein Ausdruck für den Familienstand der hinterbliebenen Person, wenn der Ehepartner verstorben ist.

Wie lange die Trauer um einen verstorbenen Ehepartner dauert, ist bei jeder verwitweten Person anders – manche erleben die akute Trauerphase nur einige Wochen oder Monate, bei anderen dauert sie (meist in abnehmender Form) über Jahre an.

Es ist bei einem Trauerprozess ganz natürlich, die verstorbene Person zu vermissen, doch Verwitwete sollten auch an sich denken und tun, was ihnen guttut – ob sie Zeit allein verbringen, sich vermehrt mit Freunden treffen, eine große Reise antreten oder neue Hobbys suchen.

Im ersten Schritt ist es wichtig, wenn Betroffene überhaupt erkennen, dass Sie allein nicht zurechtkommen – dann können sie Freunde und Verwandte um Unterstützung bitten, Hilfsangebote nutzen oder sich therapeutische Hilfe suchen.

Verwitwete Menschen können sich beispielsweise jederzeit an die Seelsorge wenden, spezielle Trauer- und Selbsthilfegruppe sowie Trauercafés besuchen oder eine professionelle Trauerbegleitung in Anspruch nehmen.

Verwitwete Menschen sollten sich professionelle Hilfe suchen, wenn sie merken, dass ihre Trauer auch nach Monaten oder dem ersten Todesjahr gleichbleibend überwältigend ist, sie allein nicht zurechtkommen und allgemein keine neue Lebensfreude finden können.

Was tun, wenn der Partner verstorben ist?

Auch wenn die Trauer in den ersten Monaten alles zu verschlingen scheint, sollten Betroffene immer auf sich achten. Gutes Essen, Bewegung und Entspannung wirken zwar nebensächlich, können im neuen und vorerst unstrukturierten Alltag aber einen großen Anker bieten. Auch Routinen sind oft sehr hilfreich. So können verwitwete Menschen beispielsweise eine feste Uhrzeit fürs Abendessen festlegen und vorher immer einen kleinen Spaziergang machen – bei einem klaren Plan fällt es vielen leichter, sich trotz fehlender Energie aufzuraffen.

Doch wie kann ein Neuanfang den Trauerprozess unterstützen und was können Betroffene tun, wenn sie auch nach vielen Monaten nicht mit der Trauer zurechtkommen?

Wie funktioniert ein Neuanfang nach dem Tod des Partners?

So schwierig und belastend ein Trauerprozess ist, eröffnet er verwitweten Menschen auch Chancen. Wenn die Trauer nicht mehr den gesamten Alltag einnimmt, die Verzweiflung allmählich nachlässt und Betroffene wieder Energie und Lebensfreude verspüren, sind sie emotional bereit, einen Neuanfang zu wagen. Verwitwete können sich dann neue Hobbys suchen und darüber auch neue Menschen kennenlernen. So vergrößern sie ihr soziales Umfeld, probieren etwas aus und machen neue Erfahrungen.

Idealerweise legen betroffene Menschen irgendwann den Gedanken beiseite, dass das Leben ohne den Partner nicht lebenswert ist. Stattdessen betrachten sie ihren Alltag auf andere Weise als erfüllt. Was anfangs unmöglich erscheint, kann bei einem Neuanfang sogar Trost spenden: Reisen, Konzertbesuche oder andere Aktivitäten, die Betroffene mit dem Partner geplant hatten, erleben sie jetzt allein oder mit Freunden. Es ist aber wichtig, dass sie sich genau das selbst erlauben.

Vielen Menschen tut auch eine räumliche Veränderung gut – ein Umzug in eine andere Wohnung oder in ein anderes Haus. Die Entscheidung sollten sie aber gut durchdenken und nicht aus einem Impuls heraus treffen. Für den Anfang genügt es vielleicht schon, wenn sie das vorher gemeinsame Zuhause umdekorieren oder einzelne Räume renovieren.

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Warum ziehen sich Freunde manchmal zurück?

Leider müssen verwitwete Personen damit rechnen, dass einige Freundschaften nach dem Verlust des Partners verschwinden. Viele Menschen sind mit dem Tod überfordert und wissen nicht, wie sie mit Freunden umgehen sollen, wenn beispielsweise der Ehemann stirbt. In der Folge ziehen sie sich zurück und melden sich vielleicht erst wieder, wenn etwas Zeit verstrichen ist.

Betroffene sollten ein solches Verhalten nicht auf sich beziehen und sich damit zusätzlich belasten. Im Gegenteil: Wenn ihnen viel an der Freundschaft liegt, sollten sie das Gespräch suchen.

Viele Menschen müssen nur wissen, wie sie sich am besten verhalten sollen. Möchten Betroffene viel über ihren Verlust sprechen oder sich vor allem ablenken? Wenn Verwandte, Freunde und Bekannte wissen, was ihnen gut tut, können sie besser reagieren.

Verzweiflung nach dem Tod des Partners: Hilfsangebote

Jeder Trauerprozess ist individuell. Es gibt keine allgemeingültige Lösung, wie Betroffene die neue Situation am besten bewältigen. Die Lebensgestaltung verwitweter Personen hängt von ihnen selbst ab – welche Erfahrungen haben sie in der Vergangenheit gemacht, wie wurde in der Familie mit dem Thema Tod umgegangen und dergleichen. Ehrlichkeit ist am wichtigsten: Wenn Betroffene das Gefühl haben, mit der Verzweiflung nach dem Tod des Partners nicht zurechtzukommen, sollten sie nicht zögern, Hilfsangebote zu nutzen.

Die Seelsorge ist rund um die Uhr erreichbar – telefonisch unter 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222 sowie per E-Mail, Chat oder vor Ort. Die Gespräche sind anonym, vertraulich und kostenlos. Wer sich lieber mit anderen verwitweten Menschen austauschen möchte, findet regionale Trauer- und Selbsthilfegruppen – eine Übersicht finden Sie unter anderem hier:

Wenn Betroffene keine regelmäßigen Gruppentreffen suchen, sondern bei akutem Bedarf mit jemandem sprechen wollen, bieten die Malteser in vielen Städten sogenannte Trauercafés an. Dort können sich Menschen ungezwungen über ihre ähnliche Lebenslage austauschen – eine Anmeldung ist in der Regel nicht notwendig. Wer eine persönliche Trauerbegleitung sucht, die den individuellen Trauerfall kennt, findet beim Bundesverband Trauerbegleitung e.V. entsprechend geschulte Personen.

Ob Sie Hilfsangebote nutzen, ist allen verwitweten Menschen selbst überlassen. Trotzdem ist es ratsam, den eigenen Trauerprozess im Blick zu haben. Was verändert sich mit der Zeit? Fühlt sich die Situation auch nach einem Jahr noch überwältigend an? Haben Sie das Gefühl, allein nicht damit zurechtzukommen? Dann ist professionelle Hilfe immer eine gute Option, vor der sich niemand schämen muss.

Ganz im Gegenteil: Es ist wichtig und mutig, sich seinen Gefühlen zu stellen und gegebenenfalls um Unterstützung zu bitten.


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