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Wann ist eine Patientenverfügung gültig?

Mit einer Patientenverfügung können die persönlichen medizinischen Behandlungswünsche schriftlich festgehalten werden. Dieses Vorsorgedokument kommt zum Einsatz, wenn der Patient sich nicht mehr selbst zu Behandlungsmöglichkeiten – wie etwa lebensverlängernde Maßnahmen – äußern kann. Doch wann ist eine Patientenverfügung gültig?

Die Patientenverfügung – was ist das genau?

In Deutschland kann jeder Mensch selbst entscheiden, welche medizinischen Behandlungen und Untersuchungen er durchführen lassen möchte und auf welche er freiwillig verzichtet. Wenn man allerdings körperlich oder geistig nicht mehr dazu in der Lage sein sollte, diese Wünsche selbst zu äußern, kann die Entscheidung über die Behandlungsmaßnahmen für Angehörige schwierig sein. Deshalb ist es zu empfehlen, frühzeitig eine Patientenverfügung zu verfassen. Auf diese Weise kann man selbst schon für die Zukunft bestimmen, welche Behandlungen für einen selbst infrage kommen und worauf man in jedem Fall verzichten möchte. 

Prinzipiell darf man nur dann von einem Arzt behandelt werden, wenn man selbst damit einverstanden sind. So lange man dazu in der Lage ist, kann man dies selbst äußern – ist dies aber nicht mehr der Fall, muss sich der Mediziner stets an die verfasste Patientenverfügung halten. Es spielt dann auch keine Rolle, was die Angehörigen wünschen, es gilt nur das geschriebene Wort des Patienten. Wenn allerdings keine Patientenverfügung vorliegt, muss entweder ein Bevollmächtigter oder auch ein rechtlicher Betreuer die entsprechenden Entscheidungen treffen.

Die Gültigkeit einer Patientenverfügung: Wann ist das Dokument gültig?

Grundsätzlich ist eine Verfügung so lange gültig, bis der Verfasser die Gültigkeit widerruft oder das Dokument korrigiert. Entscheidend ist für die Gültigkeit allerdings auch, dass sich der Verfasser zum Zeitpunkt des Widerrufs geistig dazu in der entsprechenden Verfassung befindet und voll einwilligungsfähig ist. Auch nach der Abgabe einer Patientenverfügung kann man noch immer Änderungen vornehmen, die dann unmittelbar gültig werden. Dies ist sowohl schriftlich als auch mündlich möglich. Dabei spielt es keine Rolle, wann die Änderungen vorgenommen werden, hierzu gibt keine Regeln – denn schließlich geht es um die eigene Gesundheit. 


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Zum Einsatz kommt eine Patientenverfügung allerdings tatsächlich erst dann, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden, welche Behandlungen oder Untersuchungen vorgenommen werden sollen. Der erste Schritt ist allerdings eine Prüfung der Verfügung: So muss der Verfasser volljährig gewesen sein und die Verfügung schriftlich verfasst haben, damit sie gültig ist. 

 

Ist eine Verfügung zwingend erforderlich?

Es gibt kein Gesetz, das das Verfassen einer Patientenverfügung vorschreibt, allerdings handelt es sich dabei um eine äußerst sinnvolle Form der Vorsorge mit fortwährender Gültigkeit. Man kann selbst entscheiden, ob man die Verfügung verfassen möchte oder nicht. Berücksichtigt werden sollte allerdings, dass ein Arzt eine Behandlung oder Untersuchung nur dann durchführen kann, wenn der entsprechende Patient zustimmt. Es gibt keine andere Möglichkeit, selbst sicherzustellen, dass der eigene Wille berücksichtigt wird, wenn man selbst nicht mehr in der Verfassung ist, diese Entscheidungen zu treffen.

So ist es anzuraten, sich darüber Gedanken zu machen, ob man eine Verfügung verfasst. Möchte man dies nicht tun, sollte jedoch zumindest ein Bevollmächtigter schriftlich ernannt werden, der im Sinne des Patienten Entscheidungen treffen darf. Das kann beispielsweise das Kind oder auch der Ehepartner sein.



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