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Trauerfeier

Tipps zu Organisation und Ablauf

Die Trauerfeier ist ein wichtiger Bestandteil der Bestattung und gilt als ein wesentlicher Schritt im Prozess der Trauerbewältigung. Mit unseren Tipps treffen Sie bei der Planung der Trauerfeier sichere Entscheidungen.


Trauerfeier - Häufig gestellte Fragen


Was zieht man zur Trauerfeier an?

SCHLIESSEN

Die Trauerkleidung sollte in erster Linie so gewählt werden, dass sie dem Verstorbenen gegenüber Respekt bekundet. Traditionell wird dies in unserem Kulturkreis durch dunkle Farben wie schwarz, dunkelblau oder auch dunkelgrau zum Ausdruck gebracht. Der Kleidungsstil ist meist eher konservativ gehalten. Je nach Präferenzen und kulturellem Hintergrund des Verstorbenen kann jedoch auch ein anderer Kleidungsstil angemessener sein.


Die Trauerfeier ist eine letzte Gedenkzeremonie für den Verstorbenen, ehe dieser beigesetzt wird. Familie, Freunde und Trauergäste erweisen dem Verstorbenen die letzte Ehre und nehmen gemeinsam Abschied vom geliebten Menschen. Den Hinterbliebenen bietet die Trauerfeier Raum für Trauer und Erinnerungen an die gemeinsame Lebenszeit.

Auch im Prozess der Trauerbewältigung spielt die Trauerfeier eine wichtige Rolle. Nach beanspruchenden Tagen der Bestattungsplanung, während denen die Hinterbliebene oftmals nicht wirklich zur Ruhe kommen, bietet eine Trauerfeier den Angehörigen häufig die erste Möglichkeit, sich mit der eigenen Trauer zu befassen und zu beginnen, den Verlust zu verarbeiten. Für viele Hinterbliebene wird die Endgültigkeit dieses Verlustes des geliebten Menschen in diesem Moment erst fassbar. Die Trauerfeier gibt deshalb häufig einen Ausblick auf ein verändertes Leben in der Zukunft und spendet zugleich Trost im Kreise aller Trauernden.

Planung und Organisation der Trauerfeier

Im Todesfall übernimmt in der Regel die hinterbliebene Familie des Verstorbenen die Organisation der Beerdigung und ebenso die Gestaltung der Trauerfeier. Die Wünsche und Vorstellungen des Verstorbenen sollten während der gesamten Planung im Mittelpunkt stehen und die Abschiedzeremonie entsprechend gestaltet werden. Hat dieser zu Lebzeiten keine konkreten Vorstellungen festgehalten oder geäußert, können die Hinterbliebenen den Abschied so gestalten, wie sie glauben, dass es dem Verstorbenen gefallen hätte.

Mit der Hilfe eines Bestattungsunternehmens erfolgt dann die Organisation und Durchführung der Trauerfeier. Während der gesamten Planung steht Ihnen der Bestatter Ihrer Wahl zur Verfügung und hilft Ihnen dabei, Ihre Wünsche zu realisieren.

Kirchliche oder weltliche Trauerfeier?

Der Ablauf der Trauerfeier ist neben der jeweiligen Tradition auch von den Vorlieben des Verstorbenen abhängig. Je nachdem, ob eine geistliche oder weltliche Trauerfeier gewünscht ist, können die einzelnen Gestaltungselemente und Programmpunkte einer Trauerfeier stark variieren.

Bei einer kirchlichen Beisetzung kann die Trauerfeier beziehungsweise der Trauergottesdienst sowohl in der Kirche als auch in der Friedhofskapelle ausgerichtet werden. Im Anschluss an den Trauergottesdienst findet ein Trauerzug mit der Trauergemeinde zur Grabstelle statt. Am Grab folgen weitere Riten zur Beisetzung des Verstorbenen. Bei dieser Variante der Trauerfeier steht der Glaube an erster Stelle.

Eine weltliche Trauerfeier kann mit verschiedenen Elementen gestaltet werden, um die Persönlichkeit des Verstorbenen noch einmal zu betonen. Eine detaillierte Planung der Trauerfeier ist ein wichtiger Schritt im eigenen Trauerprozess und kann mit Musik, Gesang, Blumen, Gedichten oder Ritualen, wie dem Anzünden von Kerzen, ausgerichtet werden. Diese Abläufe sollten mit dem Trauerredner, dem Pfarrer und auch mit dem Bestatter abgesprochen werden.

Ort der Trauerfeier

Der Ort für die Trauerzeremonie richtet sich nach der Bestattungsart und dem Beisetzungsort des Verstorbenen. Erfolgt die Beisetzung im Rahmen einer Erd- oder Urnenbestattung am Grab auf dem Friedhof, findet die Trauerfeier in der Regel in einer Friedhofskapelle, Kirche oder direkt an der offenen Grabstelle statt. Auch die Räumlichkeiten des Bestattungsinstituts können in einigen Fällen für die Abschiednahme genutzt werden.

Bei einer Baumbestattung findet die Trauerfeier vor Ort in einem Wald statt. Seebestattungen können sowohl mit oder ohne Angehörige arrangiert werden und erfolgen an Bord des Schiffes auf hoher See. Bei der Organisation einer Trauerfeier unter freiem Himmel sollten Sie die Wetterverhältnisse berücksichtigen und sich gegebenenfalls einen Alternativplan zurechtlegen.

 

Ablauf der Trauerfeier

Der Trauerredner oder Pfarrer begrüßt die Trauergäste vor der Friedhofskapelle und bittet sie in die Trauerhalle. Beginn und Abschluss der Trauerfeier werden in der Regel musikalisch begleitet. Die einzelnen Programmpunkte können individuell gestaltet werden. Meist enthalten sie jedoch Trauerreden und Nachrufe der Angehörigen. Eine gewöhnliche Trauerfeier mit Trauerredner dauert etwa eine halbe Stunde.

Am Ende der Trauerfeier stellt sich die Trauergemeinde zu einem Trauerzug zur Grabstelle auf. Der Trauerredner oder Pfarrer führt diesen an, gefolgt vom Sarg oder der Urne. Dahinter reiht sich die Trauergemeinde ein. Nahe Angehörige gehen direkt hinter dem Sarg. Bekannte und Kollegen bilden das Ende des Trauerzuges. Der Gang zum Grab kann je nach Witterungsbedingungen musikalisch begleitet werden.

An der Grabstelle hat die Trauergemeinde die Möglichkeit, einen letzten Gruß mit Erde, Blumen oder anderen persönlichen Dingen in das Grab zu geben. Im Anschluss an die Grablegung folgen Beileidsbekundungen an die Hinterbliebenen. Die Familie des Verstorbenen kann jedoch auch davon absehen. Zum Abschluss schließt der Trauerredner oder der Pfarrer die Trauerfeier mit einer Verabschiedung und lädt gegebenenfalls zu einem anschließenden Leichenschmaus ein.

 

Wichtige Elemente der Trauerfeier

Trauerredner

Für die Trauerfeier kann eine Trauerrede arrangiert werden, die das Leben des Verstorbenen und dessen Person beleuchtet. Sofern Angehörige nicht selbst vor der Trauergemeinde sprechen möchten, kann dies ein Trauerredner übernehmen. Der Trauerredner kann sowohl ein Pfarrer als auch ein konfessionsloser Redner sein. Nach einem persönlichen Vorgespräch mit den Angehörigen gestaltet der Trauerredner die Trauerrede. Auf besonderen Wunsch können auch Angehörige, Freunde, Kollegen und Vereinskameraden Grußworte oder Nachrufe sprechen. Als zeitlichen Richtwert für eine Trauerrede gelten drei Minuten.

Ein Pfarrer hat neben dem Halten einer Trauerrede traditionell noch weitere Funktionen: Er leitet die Bestattungszeremonie ein, führt durch die Programmpunkte und schließt letztlich die Begräbnisfeier. Er arrangiert die musikalische Umrahmung, legt Gedenk- und Schweigeminuten ein, führt den Trauerzug an und verweilt während der Beisetzung neben der Grabstelle, um auch als Erster den sogenannten „Grabwurf“ zu vollziehen.

Bei einer weltlichen Trauerfeier ist es ratsam, einen Verantwortlichen zu bestimmen, der die Moderation und Begleitung des Programmes der gesamten Trauerfeier übernimmt. Oftmals wird dies durch einen nahestehenden Angehörigen übernommen. Die emotionale Belastung kann dabei jedoch sehr groß werden. Viele Menschen entscheiden sich deswegen für einen externen Trauerredner, der diese Aufgaben übernimmt.

Einladung zur Trauerfeier

Bei der Organisation einer Trauerfeier kann die Einladung der Trauergäste, die dem Verstorbenen wichtig waren, auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Neben einer persönlichen Einladung können auch Anzeigen oder Trauerbriefe für eine Einladung zur Trauerfeier genutzt werden. Um eine bessere Planung der gesamten Feier zu ermöglichen, sollte im Vorfeld die Anzahl der Trauergäste festgelegt werden.

Bei der Einladung mittels einer Anzeige in einer lokalen Tageszeitung kommen verschiedene Varianten in Frage:

BezeichnungInhaltAuftraggeber
Todes- oder SterbeanzeigeInformationen zum Verstorbenen, zur Trauerfeier und GrablegungAngehörige
TraueranzeigeNachträgliche Bekanntgabe eines Sterbefalls „in aller Stille“Angehörige
NachrufWürdigung des Verstorbenen und seiner wichtigsten LebensstationenFirmen, Mitarbeiter, Vereine, Institut, Freunde
DanksagungsanzeigenDanksagungen an bestimmte Personen oder EinrichtungenAngehörige
GedenktagsanzeigeÖffentliches Erinnern an Todestag oder Geburtstag des VerstorbenenAngehörige

Zudem besteht die Möglichkeit, die Trauergäste mit persönlich adressierten Trauerbriefen oder Trauerkarten über den Todesfall zu informieren, Einladungen auszusprechen und im Anschluss an die Trauerfeier Danksagungen zu verschicken.

BezeichnungInhalt
TrauerbriefBekanntgabe des Trauerfalls an ausgewählte Personen mit sehr persönlichen Worten. Wesentliche Angaben zum Verstorbenen und zur Bestattung
TrauerkarteKurzform des Trauerbriefes. Eventuell Einladung zum Trauerkaffee
DanksagungDanksagung für erwiesene Anteilnahme mit Hinweis auf Blumengruß oder Kranz
GedenktrauerkartenErinnerung an Todestag

Neben Anzeigen und persönlichen Schreiben können noch weitere Möglichkeiten gewählt werden, um Gäste zu einer Trauerfeier einzuladen. Wählen Sie die für Sie passendste Variante. Da es sich bei einer Trauerfeier immer um eine sehr persönliche und emotionale Zeremonie handelt, ist es wichtig, die individuellen Wünsche des Verstorbenen und der Hinterbliebenen zu berücksichtigen.

BezeichnungInhalt
SterbebilderErinnerung an den Verstorbenen mit Sinnsprüchen, Zitaten, Daten und Fotos vom Verstorbenen, Symbolen, Motiven oder Gedichten
KondolenzlisteWird am Tag der Trauerfeier ausgelegt
Trauer-EmailEmail-Formulierung mit Anlage von Trauerbriefen oder Todesanzeige

 

Dekoration und Floristik für die Trauerfeier

Die Trauerhalle, in der die Trauerfeier stattfindet, kann nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Die Wünsche des Verstorbenen sollten dabei beachtet werden und die Berücksichtigung von Lieblingsblumen, Lieblingsfarben, besonderer Symbolik oder relevanter Hobbies des Verstorbenen sind Zeichen der Zuneigung und Würdigung. Als dekorative Elemente können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden. Dabei müssen jedoch die Vorgaben des jeweiligen Friedhofs beachtet werden. Bei Baumbestattungen in Bestattungswäldern muss beispielsweise auf prunkvolle Grabdekoration verzichtet werden.

In der Regel werden Urne und Sarg des Verstorbenen mit Blumenschmuck versehen, der von Floristen angefertigt wird. Die Trauerfloristik können Sie nach Ihren eigenen Vorlieben oder denen des Verstorbenen auswählen. Hierzu zählen:

  • Sargbuketts
  • Urnenbuketts
  • Kränze
  • Sträuße

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten. Den bestellten Blumenschmuck bringt der Bestatter am Tag der Trauerfeier mit auf dem Friedhof und arrangiert diesen. Nach der Grablegung dienen die Blumengestecke als Dekoration auf dem Grab.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier – sie spendet Trost und erinnert zugleich an den Verstorbenen. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel vorgetragen oder über eine Musikanlage abgespielt werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

 

Wichtiges am Tag der Beisetzung

Am Tag der Beisetzung sind nahestehende Angehörige oft sehr erschöpft und emotional aufgewühlt. Ob eine Fahrt mit dem eigenen Auto ratsam ist, sollte individuell entschieden werden. Vor Ort ist es ratsam, eine Vertrauensperson an der Seite zu haben, sollte keine Familie mehr vorhanden sein.

Vorherige Abschiednahme

Je nach Bestattungsart kann auch bereits vor der offiziellen Trauerfeier eine Abschiednahme für nahe Angehörige organisiert werden. So haben die Angehörigen noch einmal die Möglichkeit, sich in aller Stille am offenen oder geschlossenen Sarg vom Verstorbenen zu verabschieden. Bei einer Urnenbeisetzung besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Bestattung eine Beigabe in die Urne zu legen. Dies sollte jedoch unbedingt mit dem Bestatter abgesprochen sein.