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Kosten einer Feuerbestattung: Alle Bestattungskosten im Überblick

Kosten einer Feuerbestattung: Alle Bestattungskosten im Überblick

Die Organisation der Bestattung eines geliebten Menschen ist häufig nicht nur emotional eine Belastung, sondern auch finanziell. Neben den Kosten für den Bestatter entstehen auch Kosten für die Ruhestätte, Kremation und Trauerfeier. Wir haben alle möglichen Kostenpunkte einer Feuerbestattung für Sie zusammengetragen.

Kostenpunkte für eine Feuerbestattung

Zusätzlich zu den Kosten für das Bestattungsunternehmen müssen bei der Planung einer Feuerbestattung auch kommunale Abgaben und weitere Aufwendungen für andere Dienstleister berücksichtig werden. Je nach Bundesland und den dort geltenden Regelungen kann die Höhe der Kosten regional variieren. Wie bei allen Dienstleistern kann auch zwischen einzelnen Bestatter deutliche Preisdifferenzen geben.

Generell lassen sich die Kosten für eine Feuerbestattung in folgende Kategorien unterteilen:

1. Leistungen des Bestatters
2. Leistungen von Drittanbietern
3. Nutzungsgebühren

Vorgeschriebene Leistungen

Zwar können Hinterbliebene nicht alle Kosten für eine Bestattung vermeiden, doch die Gesamtkosten lassen sich durch einige Entscheidungen beeinflussen. Tatsächlich gibt es nur wenige Bestattungsleistungen, die gesetzlich geregelt sind wie etwas die Überführung sowie die Verwendung und die Beschaffenheit von Urnen und Särgen.

Optionale Leistungen

Viele anderen Leistungen können von den Hinterbliebenen im persönlichen finanziellen Rahmen gestaltet werden. So kann die Trauerfeier durch unterschiedliche Programmpunkte ausgestaltet werden. Die Beauftragung eines professionellen Trauerredners, der Ort der Trauerfeier, die Aufmachung des Sarges oder ein an die Beisetzung anschließender Leichenschmaus können sich auf die Gesamtkosten der Feuerbestattung auswirken.

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Ist eine Feuerbestattung die günstigste Bestattungsart?

Oftmals wird angenommen, dass die anonyme Urnenbestattung die kostengünstigste Art der Beisetzung ist. Was bei dieser Annahme nicht bedacht wird, ist die Tatsache, dass bei dieser Bestattungsart die Grabpflegekosten bereits im Vorfeld für die gesamte Ruhezeit gezahlt werden müssen. Somit sind Beisetzungen in Urnenreihen- oder Urnenwahlgräber häufig deutlich kostengünstiger. Bei einer Baumbestattung gelten andere Tarife für die Grabstätten als auf regulären Friedhöfen. Bei einer Seebestattung entstehen außerdem Kosten für die Reederei.

Allgemein lässt sich also nicht sagen, dass eine Urnenbestattung deutlich günstiger als eine Sargbestattung ist. Da sich mittlerweile immer mehr Menschen aufgrund des geringen und kostengünstigen Pflegeaufwands der Grabstelle für eine Feuerbestattung entscheiden, reagieren die Friedhöfe entsprechend und senken oftmals die Kosten für Erdgräber, während die Urnengräber teurer werden.

In Kleinstädten gibt es zudem meist kein Krematorium, sodass der Leichnam an einen anderen Standort überführt, eingeäschert und zurück zum Beisetzungsort transportiert werden muss. Diese zusätzlichen Transportkosten schlagen sich im Gesamtpreis der Bestattung nieder. In einigen Bundesländern ist bei einer Einäscherung zudem eine zweite Leichenschau erforderlich. Diese wird den Hinterbliebenen in Rechnung gestellt.

Leistungen des Bestatters

Ein Großteil der Gesamtkosten fällt für das Bestattungsunternehmen an, welches die gesamte Organisation und Durchführung der Feuerbestattung übernimmt. Je nach Region, Anbieter und gewünschtem Leistungsumfang können diese Kosten unterschiedlich hoch ausfallen.

Hinweis:

Tritt der Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim ein, empfiehlt das Personal vor Ort in der Regel bestimmte Bestattungsunternehmen. Beachten Sie, dass solche Empfehlungen nicht unbedingt auf besonders preiswerte Bestatter hinweisen. Eine eigene Recherche ist immer ratsam.

Um einen klaren Überblick über die im Angebot enthaltenen Leistungen zu erhalten, sollten Sie sich vor der Beauftragung einen schriftlichen Kostenvoranschlag vom Bestatter erstellen lassen. Klären Sie mit dem Bestattungsunternehmen, welcher der Leistungen notwenig sind und welche optional sind. So behalten Sie den Überblick über die Kosten und können den Kostenumfang kontrollieren.

Formalitäten und Urkundengebühren
Abmeldung des Verstorbenen beim zuständigen Meldeamt
Sterbefallanzeige und Beantragung der Sterbeurkunde
Abmeldung bei Krankenkassen, gesetzlichen Rententrägern und sonstigen Versicherungen
Hygienische Grundversorgung
Umkleiden und Einbetten des Leichnams
Totenbekleidung
Aufbewahrung und Kühlung des Leichnams
Überführung
Überführung des Leichnams
Träger zur Abholung und Überführung
Verbrennersarg
Trauerfeier und Services
Beratung und Organisation der Bestattung vor Ort
Organisation und Ausführung der Trauerfeier
Bereitstellung der eigenen Trauerhalle (falls vorhanden)
Urne


Kosten für eine Urne

Bei einer Feuerbestattung wird die Asche des Verstorbenen im Anschluss an die Kremation in eine Aschekapsel gefüllt und versiegelt. Diese Aschekapsel wird dann für die Beisetzung in eine Schmuckurne gesetzt. Die Kosten für eine solche Überurne sind abhängig von Material und Modell. Eine einfache Schmuckurne kostet rund 60 Euro. Je nach Bestattungsart ist eine Überurne nicht zwingend notwenig.

Wenn die Urne in der Erde beigesetzt wird, ist es Vorschrift, dass die Urne einem biologisch abbaubaren Material besteht. Das heißt, die Urne besteht aus unbehandeltem Holz, weich gebrannter Keramik oder Naturkautschuk. Emailliertem Metall, Glas oder fest gebrannter Keramik sind für Erdbestattungen nicht zugelassen. Urnen aus biologisch zersetzterem Material können lediglich in Kolumbarien beigesetzt werden.

Kosten für einen Kremationssarg

Wie bei der Erdbestattung wird in Deutschland auch für die Feuerbestattung ein Verbrennungssarg benötigt. Spezielle Kremationssärge kosten rund 200 Euro und sind weniger stabil als klassische Särge für Erdbestattungen, da sie nur für die Kremation benötigt werden. Die meisten Kremationssärge sind schlicht gehalten, nach Wunsch können sie aber zusätzlich ausgeschmückt und verziert werden.

Fremdleistungen für die Bestattung

Nicht alle Dienstleistungen können bei einer Feuerbestattung vom Bestatter übernommen werden, bei einigen Leistungen müssen Drittanbieter beauftragt werden, so etwa für die Trauerrede, die Musik oder die Floristik. Weitere Kosten kommen für die Ausstellung eines Totenschein hinzu, da der Arzt in diesem Fall zu den Drittanbietern zählt. Für eine Feuerbestattung muss zusätzlich eine Kremationsleichenschau,die sogenannte amtsärztliche Leichenschau, durchgeführt werden. Diese ist kostenpflichtig. Bei der Finanzierung einer Feuerbestattung müssen außerdem die Kosten für das Krematorium — für die Einäscherung und den Versand der Urne — eingeplant werden. Für diese Leistungen des Krematoriums ist mit 150 bis 600 Euro zu rechnen.

Wer zusätzliche Exemplare der Sterbeurkunde oder weiterer offizieller Dokumente benötigt, muss zusätzliche Kosten einplanen.

Leistungen von Drittanbietern
Leichenschau und Ausstellung des Totenscheins
Zweite Leichenschau
Krematorium
Trauerredner für Trauerfeier
Orgelspieler oder Musiker
Sterbebilder
Trauerkarte
Traueranzeige
Trauerkranz
Floristik
Bewirtung der Trauergäste beim Leichenschmaus


Trauerredner

Wird der Verstorbene kirchlich bestattet, wird in der Regel ein Trauerredner oder Pfarrer von seiner Gemeinde bereitgestellt. Beauftragen die Hinterbliebenen einen weltlichen Trauerredner, fällt ein Honorar an. Wer sich diese Kosten sparen und den Verstorbenen mit einer persönlichen Rede verabschieden möchte, kann die Trauerrede auch selbst verfassen und halten.

Trauermusik

Traditionell gehört zu einer Bestattung auch Trauermusik. Falls für die Bestattungsfeier musikalische Begleitung gewünscht ist, muss ein Musiker oder ein Organist beauftragt werden. Als kostengünstigere Alternative können auch eine Musikanlage oder ein tragbarer CD-Player genutzt werden.

Trauerkarten

Eine Möglichkeit, Verwandte und Bekannte über den kürzlich eingetretenen Todesfall zu informieren, ist der Versand von Trauerkarten oder sogenannten Kaffeekärtchen. Je nachdem wie viele Karten benötigt werden und wie groß die Karten sind, können sich die Kosten auf 100 bis 200 Euro belaufen.

Todesanzeige

Wer keine Trauerkarten verschicken möchte, kann eine Todesanzeige in einer regionalen oder überregionalen Zeitung schalten, um die Öffentlichkeit über den Todesfall zu informieren. Der Preis für eine Todesanzeige ist abhängig von der Zeitungsauflage sowie der Anzeigengröße. Für Anzeigen in lokalen Zeitung muss man mit rund 100 Euro rechnen, Todesanzeigen in großen Zeitungen kosten mehrere hundert Euro.

Sterbebilder

Häufig wird den Trauergästen nach der Bestattung ein Sterbebild mit auf den Weg gegeben. Diese Sterbebilder enthalten ein Foto vom Verstorbenen, das Geburts- und Todesdatum sowie ein persönlicher Spruch. Je nach Druckerei und Menge liegen die Kosten pro Karte zwischen einem und zweieinhalb Euro.

Floristik

Die Floristik ist ein weiterer Kostenpunkt bei einer Bestattung. Bei Urnenbeisetzungen kann die Urne mit einem Trauerkranz oder einem Blumenbukett geschmückt werden. Die Preise für die Floristik sind abhängig von den verwendeten Blumen und dem Gestaltungsumfang.

Leichenschmaus

Nach der Beisetzung werden oftmals die Verwandten und engsten Freunde zu einem Leichenschmaus eingeladen. Dieser kann in einem Restaurant oder einer Lokalität stattfinden oder man richtet ihn Zuhause aus. Der Preis wird von der Wahl der Lokalität und dem Bewirtungsumfang bestimmt. Bei einem Leichenschmaus Zuhause entfallen die Servicekosten.

Nutzungsgebühren

Zusätzlich zu den Kosten für das Bestattungsunternehmen, die Organisation der Trauerfeier und mögliche Drittanbieter, fallen Friedhofskosten an. Diese machen oft den Großteil der Gesamtkosten für eine Bestattung aus. Die Friedhofsgebühren beinhalten unter anderem die Grabnutzungsgebühren sowie die Bestattungsgebühren. Die Kostenhöhe variiert je nach Stadt und Kommune.

  • Nutzung der Trauerhalle
  • Grabnutzungsgebühr oder Gebühr für Kolumbarium
  • Bestattungsgebühren
  • Friedhofsunterhaltungsgebühr (meist in Grabnutzungsgebühr enthalten)

Durch die Zahlung der Grabnutzungsgebühren erhalten die Angehörigen das Nutzungsrecht der Grabstätte für eine bestimmte Dauer. Die Ruhedauer auf deutschen Friedhöfen liegt meist zwischen zwanzig und dreißig Jahren. Die Höhe der Grabnutzungsgebühren ist auch von Art der Grabstätte abhängig. Wahlgrabstätten sind wesentlich teurer als Reihengrabstätten, bei denen die Friedhofsverwaltung den Beisetzungsort auswählt.

Es gibt auch Alternativen zur Beisetzung auf dem Friedhof. Aschestreuwiesen und Seegräber erfreuen sich wachsender Beliebtheit und gewöhnlich fallen hierfür keine Grabnutzungsgebühren an. Dafür müssen jedoch bei Seebestattungen die Kosten für die Reederei oder eine eventuelle Überführung des Verstorbenen berücksichtigt werden.

Diese Grabarten sind bei einer Urnenbestattung möglich:

  • Reihengrabstätte
  • Wahlgrabstätte
  • Anonyme oder halb-anomyme Grabstätte
  • Aschestreuwiese
  • Seegrab
  • Kolumbarium

Bei einer Besetzung auf einem Friedhof sind Grabnutzungsgebühren vom Umfang der Leistungen und regionalen Regelungen abhängig. Mit diesen Gebühren sind im Allgemeinen auch die Kosten für die Friedhofsunterhaltung abgedeckt. Dennoch ist es in manchen Kommunen üblich, zusätzlich eine Friedhofsunterhaltungsgebühr für die Pflege des Friedhofsgeländes, der Wege und Grünflächen, zu berechnen.

Zusätzlich werden für Beisetzungen kommunale oder kirchliche Bestattungsgebühren berechnet. Diese beinhalten die Kosten für das Ausheben der Grabstelle, das anschließende Schließen des Grabes, das Einebnen, das Abräumen der Trauergrenze durch die Friedhofsmitarbeiter sowie die Nutzung des Aufbewahrungsraums.

Vor allem auf Hauptfriedhöfen können die Nutzungsgebühren für die Trauerhalle mitunter richtig zu Buche schlagen. Die Nutzung von Trauhallen auf Friedhöfe in Vororten kostet meist nur die Hälfte. Auch die Nutzungsdauer variiert je nach Friedhof — mache Friedhöfe genehmigen die Nutzung für eine Stunden, andere hingegen nur 30 Minuten. Wer die Trauerhalle länger in Anspruch nehmen will, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Hinweis:

Fordern Sie die Gebührensatzung des Friedhofes Ihrer Wahl an oder schauen Sie auf den städtischen Seiten im Internet nach. Die jeweiligen Preise sind in den Friedhofsgebührensatzungen der Städte oder Gemeinden nachzulesen.


Kosten für die Grabgestaltung und -pflege

Bei einer Urnenbestattung fallen je nach Grabart meist geringere Kosten für die Grabpflege und -gestaltung an als bei einer Erdbestattung. Bei der Beisetzung in einem Kolumbarium oder in einem Seegrab muss beispielsweise kein Grabstein angefertigt werden und es entstehen auch keine Folgekosten für die Grabgestaltung. Sofern der Verstorbene in einem klassischen Urnengrab beigesetzt wird, kann der Pflegeaufwand allerdings durchaus dem eines Sarggrabes entsprechen.

Kostentragungspflicht bei einer Bestattung

Wer die Kosten einer Bestattung zu tragen hat, ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Die nächsten Angehörigen des Verstorbenen sind bestattungspflichtig, das heißt, sie sind verantwortlich dafür, dass eine ordnungsgemäße Bestattung stattfindet. Die Kostentragungspflicht liegt hingegen bei den Erben oder den Unterhaltspflichtigen des Verstorbenen und diese müssen für die Bestattungskosten aufkommen.

Übernahme der Bestattungskosten bei der Sozialbestattung

Sollten es den gesetzlich verpflichteten Kostenträger nicht möglich sein, die Bestattung zu finanzieren, übernimmt das Sozialamt die Bestattungskosten für die Feuerbestattung. Ist die verantwortliche Person nach §1968 BGB selbst sozialhilfeberechtigt, kann eine Sozialbestattung beantragen werden.

Bestattungskosten von der Steuer absetzen

Übernimmt ein Angehöriger die Kosten der Bestattung freiwillig oder weil er rechtlich dazu verpflichtet ist, können die Bestattungskosten in der Steuererklärung angeführt und abgesetzt werden.

Bedingungen für eine Feuerbestattung

Eine Voraussetzung für die Einäscherung ist der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen, nach seinem Tod kremiert zu werden. Dieses Anliegen sollte bereits zu Lebzeiten schriftlich in einer Kremationsverfügung festgehalten werden. Liegt keine solche Verfügung vor, ist meist auch die Bestätigung der Angehörigen, dass dies der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen war, ausreichend. Die Bestattungsverfügung muss übrigens nicht notariell beglaubigt werden, sollte aber an einem Platz aufbewahrt werden, an dem sie für die Angehörigen auffindbar ist.



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