Wir beantworten gerne Ihre Fragen, telefonisch oder per E-Mail

mymoria.de verwendet Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf der Webseite zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier

Feuerbestattung: Kremation des Verstorbenen

Feuerbestattung: Kremation des Verstorbenen

Die Feuerbestattung bietet vielfältige Optionen für die Beisetzung und hat sich in Deutschland zur häufigsten Bestattungsform entwickelt. Erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Organisation und den Ablauf einer Feuerbestattung.

Hintergrund der Feuerbestattung

Eine Feuerbestattung bezeichnet die Kremation eines Verstorbenen. Nach der Überführung des Verstorbenen erfolgt die hygienische Totenversorgung und Durchführung der Kremation in einem Krematorium. Anschließend wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne beigesetzt.

Vor- und Nachteile einer Feuerbestattung

Zahlreiche Optionen für die Beisetzung

Die Feuerbestattung ermöglicht diverse Beisetzungsvarianten. Nach der Einäscherung des Verstorbenen kann dieser hierzulande im Meer, im Wurzelwerk eines Baumes, auf einer Streuwiese oder in einem klassischen Grab beigesetzt werden. Damit ist die Feuerbestattung die vielseitigste Bestattungsvariante.

Geringe Folgekosten

Die Feuerbestattung zählt im Schnitt zu den eher pflege- und kostengünstigen Beisetzungsvarianten, da neben der entfallenden Anfertigung eines Grabsteins langfristig auch geringere Kosten für die Grabpflege und Friedhofsnutzung anfallen.

Kennzeichnung der Grabstätte

Bei einer Beisetzung im Meer oder einer anonymen Bestattung im Wurzelwerk eines Baumes wird die Grabstätte mitunter nicht gekennzeichnet. Vielen Angehörigen fehlt durch die natürliche Gestaltung mancher Grabstätten ein Ort der Trauer und des Trostes, der bei klassischen Grabstätten vorhanden ist.

Längere Zeit bis zur Beisetzung

Ein großer Unterschied zwischen Feuer- und Erdbestattung ist die Dauer zwischen Todeseintritt und der Beisetzung. Durch den Prozess der Einäscherung des Verstorbenen kann es bei der Feuerbestattung und den damit verbundenen, gesetzlich vorgeschriebenen Leichenschauen kann die Zeitspanne bis zur Urnenbeisetzung deutlich länger ausfallen.


In nur 3 Schritten zur individuellen Feuerbestattung

  • Geringe Kosten
  • Vollständige Organisation
  • Von erfahrenen Bestattern

MYMORIA ist die Alternative für eine individuelle Bestattungsplanung. Erhalten Sie mit wenigen Klicks ein Angebot für eine Feuerbestattung ganz nach Ihren Wünschen. Einfach online von zu Hause aus. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an!

Feuerbestattung planen


Ablauf einer Feuerbestattung

Ausstellung des Totenscheins

Um im Todesfall eine Feuerbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Der Totenschein wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des Sterbefalls Was zu tun ist
Sterbefall im eigenen Zuhause Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, Pflegeheim Ausstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen Bereich Verständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112


Beauftragung eines Bestatters

Anschließend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die Überführung des Verstorbenen in geeignete Räumlichkeiten übernimmt. In der Regel wird dieser Bestatter dann auch die Beisetzung organisieren und durchführen – man kann aber auch einen anderen Bestatter damit beauftragen. In der Regel beantragt der Bestatter für Sie auch die Sterbeurkunde und übernimmt die Abmeldung bei Versicherungen. Vergleichen Sie Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise und Leistungen können zum Teil stark variieren.

Abholung und Überführung des Verstorbenen

Dei Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort und der Transport zum Bestattungsunternehmen oder zum Krematorium wird als Überführung bezeichnet. Abhängig davon, in welchem Bundesland der Sterbefall eingetreten ist, gibt es unterschiedliche Fristen, bis wann die Überführung eingeleitet werden muss. Diese kann 24 bis 48 Stunden nach dem Todeseintritt betragen. So haben die Angehörigen ausreichend Zeit, um sich vom Verstorbenen zu verabschieden, bevor sie den Leichnam in die Hände des Bestatter übergeben.

Zweite Leichenschau

Im Rahmen der Einäscherung ist in den meisten deutschen Bundesländern eine zweite Leichenschau gesetzlich vorgeschrieben. Die wird vom zuständigen Amtsarzt direkt vor Ort im Krematorium durchgeführt. Diese erneute Leichenschau soll sicherstellen, dass eine nicht-natürliche Todesursache ganz sicher ausgeschlossen werden kann. Wird ein nicht-natürlicher Tod festgestellt (etwa durch Gewalteinwirkung oder einen Suizid), informiert der Amtsarzt umgehend die Polizei.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Als Vorbereitung für Feuerbestattung und vor allem im Hinblick auf eine mögliche Aufbahrung des Verstorbenen findet eine hygienische Versorgung statt. Insbesondere wenn die Hinterbliebenen eine Abschiednahme am offenen Sarg wünschen, ist die Waschung und das Herrichten des Leichnams wichtig, um einen würdevollen Abschied zu gewährleisten. Die hygienische Versorgung umfasst neben dem Waschen und Frisieren nach Wunsch auch die Rekonstruktion des ästhetischen Erscheinungsbildes sowie die kosmetische Behandlung des Verstorbenen. Im Zuge der hygienischen Versorgung werden auch der Mund und die Augen des Verstorbenen geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

Die meisten Krematorien ermöglichen es, den Verstorbenen in seiner persönlichen Kleidung einzuäschern. Diese Kleidung muss jedoch immer aus reiner Baumwolle bestehen, synthetische Stoffe sind bei der Einäscherung nicht erlaubt. Falls Sie den Verstorbenen für die Kremation einkleiden möchten, sollten Sie sich im Vorfeld beim zuständigen Krematorium oder dem beauftragten Bestatter über die jeweiligen Regelungen informieren.

Kremierung

In deutschen Krematorien gelten höchste hygienische Standards und jeder verstorbene Leichnam wird einzeln eingeäschert. Diese Vorgehensweise und der Schmamottstein, der dem Sarg bei der Einäscherung beigelegt wird, garantieren, dass die Asche immer eindeutig einem Verstorbenen zugeordnet werden kann. Der feuerfeste Schamottstein trägt eine Identifikationsnummer, die im Anschluss an die Einäscherung auch auf der Aschekapsel vermerkt wird.

Die Einäscherung an sich dauert rund eineinhalb Stunden. Bei diesem Prozess erreicht die Temperatur im Kremationsofen bis zu 1200° C. Bei diesen extrem hohen Temperaturen verbrennen die sterblichen Überreste zu Asche. Dennoch gibt es einige Bestandteile, die nicht verbrennen. Dazu gehören größere Knochenteile, Zähne und künstliche Implantate. Diese nicht verbrannten Teile werden im Anschluss aus der Asche gefiltert und separat entsorgt. Die Asche wird in eine Aschekapsel gefüllt und versiegelt. Neben der Identifikationsnummer finden auf der Kapsel noch weitere Informationen zum Verstorbenen, wie Geburtsdatum und Sterbedatum Platz.


Erledigung von Formalitäten

Während der Organisation einer Feuerbestattung müssen mehrere Formalitäten erledigt werden, wie die Beantragung der Sterbeurkunde oder die Kündigung unterschiedlicher Verträge, die der Verstorbene zu Lebzeiten abgeschlossen hatte. In der Regel unterstützt der Bestatter Sie dabei und übernimmt nach Wunsch alle Behördengänge für die Hinterbliebenen.

Checkliste für den Todesfall als PDF herunterladen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal mit dem Tod in Berührung kommt, kann dies schnell zu Überforderung führen. Wir haben unsere Erfahrung und unser Wissen für Sie zusammengefasst und liefern Ihnen mit dieser Checkliste für den Todesfall eine Schritt-für-Schritt-Hilfestellung.

Checkliste Todesfall herunterladen


Organisatorisches für die Feuerbestattung

Vor der Beisetzung der Asche müssen einige wichtige organisatorische Entscheidungen getroffen werden. Der Bestatter steht Ihnen beratend zur Seite und informiert sie ausführliche über die unterschiedlichen Arten der Beisetzung und Grabformen. Auch bei der Planung der Trauerfeier und des Leichenschmaus unterstützt das Bestattungsunternehmen die Hinterbliebenen. In einem umfangreichen Trauergespräch können folgende Punkte mit dem Bestatter besprochen und geklärt werden:

  • Beisetzungsvariante
  • Urnenauswahl
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung vor der Kremation
  • Trauerkarten, Traueranzeige
  • Floristik und andere Dekoelemente
  • Termin für die Trauerfeier
  • Ort für die Trauerfeier
  • Programmpunkte für die Trauerfeier
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Grabwahl
  • Leichenschmaus
Hinweis:

Sie könnnen auch bereits vor dem Eintreten eines Todesfalls die vollständige Planung mit einem Bestatter abschließen, bei Mymoria können Sie sogar online eineBestattungsvorsorge durchführen und beauftragen.

Beisetzungsvarianten

Eine der ersten Entscheidungen, die bei der Planung einer Feuerbestattung getroffen werden muss, ist die gewünschte Beisetzungsart. Die Wahl der Bestattungsart nimmt Einfluss auf die weitere Planung. Bei der Entscheidung gilt es zu beachten, dass aufgrund der deutschen Gesetzgebung nur wenige Bestattungsarten in Deutschland möglich sind. Nachfolgend eine Auflistung aller möglichen und von mymoria angebotenen Bestattungsarten:

Bestattungsart In Deutschland möglich Von Mymoria angeboten
Feuerbestattung X X
Seebestattung X X
Baumbestattung X X
Luftbestattung
Felsbestattung
Almwiesenbestattung X
Anonyme Bestattung X X
Anonyme Feuerbestattung X X
Asche selbst bestatten X*
Diamantbestattung X
Flugbestattung
Weltraumbestattung
Urnenbestattung X X
Waldbestattung X X
Urne für zu Hause X*
Ascheverstreuung (X) X*
Edelsteinbestattung X
Flussbestattung X*





* Kontaktieren Sie uns persönlich für den Fall, dass Sie sich für diese Bestattungsart interessieren. Wir helfen Ihnen dabei, im Rahmen der deutschen Gesetzgebung Ihre gewünschte Bestattungsart umzusetzen. Auch eine Beisetzung im Ausland kann eine mögliche Option sein.

Urne

Je nach Beisetzungsart kann die versiegelte Aschekapsel in ein Schmuckurne gesetzt werden. Bei Baumbestattungen werden beispielsweise ökologische abbaubare Überurnen verwendet, bei Seebestattungen kommen wasserlösliche Schmuckurnen zum Einsatz, die sicher innerhalb von wenigen Stunden komplett auflösen. Bei einigen Bestattungsarten kann auf die zusätzliche Überurne verzichtet werden. Urnen aus Glas, Keramik oder emailliertem Metall sind bei Bestattungen im Erdreich zwar nicht zulässig, können aber bei Beisetzungen im Kolumbarium genutzt werden.

Kremationssarg

Zwar findet die Beisetzung bei einer Feuerbestattung mit einer Urne statt, dennoch schreibt die deutsche Gesetzgebung für die Einäscherung die Nutzung eines Sargs vor. Dieser sogenannte Verbrennungssarg ist weniger stabil als Särge für Erdbestattungen und schlicht gestaltet. Nach Wunsch können aber auch die Einäscherungssärge verziert gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die Möglichkeit, vor der Kremation auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschmückte Sarg wird dabei in Trauerräumlichkeiten sichtbar für die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen häufig Trost und kann bei der Trauerbewältigung der Angehörigen helfen, ehe die Kremation durchgeführt wird.

Bestattungsort

Die Wahl des Bestattungsortes ist abhängig von der Beisetzungsart, den finanziellen Mitteln des Kostenträgers sowie einer möglicherweise bereits vorhandenen Grabstelle. In Deutschland besteht die Friedhofspflicht, die vorschreibt, dass ein Verstorbener in jedem Fall an einem dafür genehmigten Ort beigesetzt werden muss. Hierzulande kommen dafür Friedhöfe, die Nord- oder Ostsee sowie ein FriedWald in Frage.

Grabstätte

In Abhängigkeit vom Beisetzungsort kann zwischen unterschiedlichen Grabstätten gewählt werden. Bei Grabstellen auf einem Friedhof haben Sie beispielsweise die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab. Bei Reihengrab wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, den Sie für 20-25 Jahre pachten und in der Regel nicht mehr verlängern können. Beim Wahlgrab können Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz aussuchen und diesen ebenfalls für 20-25 Jahre pachten. Der Wahlgrabplatz kann nach Ablauf der Ruhefrist verlängert werden. Je nach Beisetzungsart stehen bei einer Feuerbestattung weitere Grabstätten zur Wahl:

  • Grab (Wahlgrab, Reihengrab, Anonymes Grab)
  • Kolumbarium
  • Gruft
  • Urnenstele
  • Röse
  • Ascheverstreuung
  • Baumbestattung
  • Wiesenbestattung

Baum- und Seebestattungen bieten in Deutschland eine Alternative zur üblichen Grabbeisetzung. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen auf dem Meer versenkt. Bei einer Baumbestattung wird diese im Bereich der Baumwurzeln beigesetzt.

Bestattungstermin

Die Beisetzung findet in der Regel wenige Tage und maximal 10 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt. Angehörige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bemühen, um umstandslos weiterplanen zu können. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

Gästeliste für die Trauerfeier

Die Wahl der Gästeliste für eine Trauerfeier sollte sich nach den Wünschen des Verstorbenen richten. So zählen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte können bei der Einladung bedacht werden.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So können Sie öffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Wenn die Beisetzung auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Trauerhalle kann nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedhöfe beachtet werden. Als dekorative Elemente können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden.

Auch die Urne des Verstorbenen wird in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik für eine Bestattung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt. Hierzu zählen:

  • Urnenbuketts
  • Trauerkränze
  • Trauersträuße

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt am Grab des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, ermöglicht es Angehörigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu müssen und dem Verstorbenen dennoch eine würdigende Rede zukommen zu lassen.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet häufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angehörige können sich in gelöster Umgebung über Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalität können Restaurants, Gaststätten oder das eigene Zuhause gewählt werden. Das Menü während des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Kosten

Bei einer Feuerbestattung fallen zusätzlich Kosten für die Kremation des Verstorbenen an. Diese können regional und je nach Träger der Einrichtung variieren. Mit Kosten von 250 bis 350 Euro ist jedoch zu rechnen. Ebenso müssen die Kosten für die zweite Leichenschau mit einkalkuliert werden. Diese liegen meist zwischen 30 bis 70 Euro.

Langfristig ist die Feuerbestattung eine kostengünstige Bestattungsvariante, da durchschnittlich geringere Grabpflege- und Friedhofskosten anfallen, als bei einer klassischen Erdbestattung.

Kremationsverfügung

Sofern Sie den Wunsch haben, via Feuerbestattung bestattet zu werden, können Sie bereits zu Lebzeiten eine Einäscherungsverfügung verfassen. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch berücksichtigt wird. Für eine Kremationsverfügung reicht ein handschriftliches Schriftstück, auf dem Sie unterschrieben vermerken, dass die Kremation Ihr letzter Wunsch ist. Es bedarf keiner notariellen Beglaubigung.

Hinweis:

Vermerken Sie die Bestattungswünsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet.

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungswünsche auch ein offenes Gespräch mit Ihrer Familie. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer Wünsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Halten Sie Ihre Wünsche schriftlich fest und bewahren Sie diese an einem gut zugänglichen Ort auf, der Ihrer Familie ebenfalls bekannt ist.

Bestattungsvorsorge

Eine Feuerbestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverfügung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin können Sie frühzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus können Sie jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Eröffnung eines Treuhandkontos für sämtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angehörigen zukommen.

In 3 Schritten zum individuellen
Bestattungsangebot

  • Bei voller Kostenkontrolle
  • In vertrauter Umgebung
  • Mit erfahrenen Bestattern

MYMORIA ist die Alternative für eine individuelle Bestattungsplanung. Erhalten Sie in nur 3 Schritten ein Bestattungsangebot ganz nach Ihren Wünschen. Einfach online von zu Hause aus. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an!

Bestattung planen


Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchführung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die Überführung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgeführt werden.

Zweite Leichenschau

Für eine Feuerbestattung ist die sogenannte „zweite Leichenschau“ gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgeführt. Die zweite Leichenschau dient dem zweifelsfreien Ausschluss eines unnatürlichen Todes. Nach einer Kremation ist dies nicht mehr möglich.

Sargpflicht

Die in Deutschland geltende Sargpflicht ist auch bei der Kremation vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass auch für die Kremation ein Sarg erworben werden muss, der ebenfalls kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile für den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden dürfen. Feuerbestattungen sind in Deutschland auf Friedhöfen, in der Nord- und Ostsee sowie im FriedWald möglich.

Totenfürsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen nicht Willen dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Bestattung laut Totenfürsorgepflicht bei dessen nächsten Familienangehörigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne