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Schnittstelle zwischen Leben und Tod

Nahtod-Erlebnisse und außerkörperliche Erfahrungen

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Nahtoderfahrungen: Schnittstelle zwischen Leben und Tod

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Die Berichte von Nahtoderfahrung (NDE) und außerkörperlichen Erlebnissen (OOB) ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit. Doch was sind NDE und OOB eigentlich?

Inhaltsverzeichnis

  • Nahtoderlebnisse und die moderne Wissenschaft

Der Tod ist in der Gesellschaft zwar ein Tabuthema, doch dies war nicht immer so. Ausgeprägte Riten und Zeremonien um die Thematik der Bestattung zeigen dies ebenso sehr wie die Vielzahl an Theorien zum Thema Leben nach dem Tod. Zwar behandeln wir die Auseinandersetzung mit dem Verlust und der Trauer als kommunikatives „No-Go“ oder „darüber spricht man nicht“, doch Themen wie eben das Leben nach dem Tod kehren bisweilen auch in das Interesse der Gesellschaft zurück – dies ist auch beim Thema der „Nahtoderfahrung“ (oder „NDE" – Near-Death-Experience) der Fall, das immer wieder mal „hochkocht“, nicht zuletzt durch Filme wie Flatliners. Laut L. J. Griffith's Artikel aus dem Jahre 2009 berichtet beispielsweise bereits Platon von Nahtoderlebnissen.

Wichtig an der Begrifflichkeit ist das Verständnis, dass der Mensch zwar „Wiederbelebt“ wurde, sich also auf dem Weg in den Tod befand, es sich aber um eine Nahtoderfahrung handelt – der Tod ist medizinisch als „unwiderruflicher Verlust der Gehirnaktivität" definiert, sodass der Mensch im eigentlichen Sinne nicht tot war. Die Begriffe sind zum Teil also verwirrend und irreführend, gerade was den Begriff „Wiederbeleben“ anbelangt, der ja im eigentlichen Sinne, da kein irreversibler Verlust der Gehirnaktivität eingetreten war, unzutreffend ist. Doch im Allgemeinen ist relativ einleuchtend, was jeweils mit Wiederbeleben, Nahtoderfahrung und außerkörperliches Ereignis gemeint ist.

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Beim Phänomen der sogenannten Nahtod-Erlebnisse (oder „Nahtoderfahrungen“, beides abgekürzt als NTE) handelt es sich um Berichte von Menschen an der Schnittstelle von Leben und Tod – Menschen, die klinisch tot waren und bei denen es Ärzten und Ersthelfern gelang, erfolgreich wiederzubeleben. Rund ein Fünftel von Menschen, die dies erlebt haben, berichten hinterher davon, dass sie das Chaos rund um sich herum wahrgenommen haben, das bei derartigen Wiederbelebungsversuchen entsteht. Sehr häufig gehen diese Erfahrungen zunächst mit außerkörperliche Erfahrungen (Out-of-Body-Experiences, OBE, deutsche Abkürzung AKE) einher. Dabei sollte man nicht vergessen, dass erst seit wenigen Jahrzehnten überhaupt die Möglichkeit besteht, Menschen wiederzubeleben. Herz-Lungen_massgae und erste Wiederbelebungsmethoden wurden erst in den späten 1950er Jahren entdeckt. Seitdem erst ist der Tod kein "binärer Zustand", kein "Ein-Aus-Schalter", sondern wir verstehen das Sterben als Prozess.

Die Details von Berichten dieser Erfahrungen ähneln sich sehr: Das Durchschreiten eines Tunnels, das Licht am Ende desselben oder das „über dem eigenen Körper schweben“. Gerade bei den letztgenannten Erfahrungen hören wir immer wieder davon, dass Eingriffe und Operationen wahrgenommen werden konnten oder dass sich Betroffenen nach erfolgter Wiederbelebung gar an Details der Gespräche der behandelnden Ärzte erinnern konnten, die sie eigentlich nicht hätten hören können. Die Momente dieser Erfahrungen sind zumeist begleitet von Gefühlen tiefer Ruhe, unerklärlichem Glücksgefühl und von Euphorie, manchmal auch einem unvergesslichen Gefühl von Frieden und das Spüren einer „bedingungslosen Liebe“.

In diesen Momenten haben sich diejenigen, die sich an der Schnittstelle des Todes befanden, oftmals – so ihren Erzählungen nach – nicht gegen das Sterben gewehrt, da sich der Weg, den sie eingeschlagen hatten, richtig anfühlte. Vielmehr haben sie sich sogar gegen das Zurückkehren gewehrt, da der Moment geprägt war vom schönsten Gefühl, dass sie je erlebt haben. Die Rückkehr ins Leben wird damit fast zu einem "traumatischen Erlebnis", denn das, was i nder Nähe des todes erlebt wird ist in den Darstellungen von nahezu andersweltlicher Wschönheit und Ruhe.

Oft geht dieses Erlebnis damit einher, dass die Angst vor dem Tod auch langfristig genommen wurde. Dabei geht es nicht nur um die Angst vor dem eigenen Tod, auch der Blickwinkel auf den Tod anderer Menschen verändert sich. Weg von einem „traurig für den Gestorbenen sein“ und hin zu einer deutlicheren Wahrnehmung der "egoistischen Gründe der Trauer". Der Fokus darauf, dass „ich diesen Menschen vermissen werde“ wird deutlicher und damit auch gewahrer, sodass der Umgang mit der Trauer leichter fällt.

Natürlich lassen sich derlei Veränderungen in der Wahrnehmung oder Lebensphilosophie nicht verallgemeinern, insbesondere da die Dunkelziffer des Erlebens einer Nahtoderfahrung aufgrund des damit einhergehenden Tabus sehr hoch ist.

Nahtoderlebnisse und die moderne Wissenschaft

Phänomene, die die Gesellschaft beschäftigen und bisweilen vor Rätsel und Mysterien stellen, sind häufig auch interessant für die Wissenschaft, insbesondere wenn Bereiche betroffen sind, die kaum bis wenig erforscht sind oder die in der anekdotischen Erzählung dem „Wissen“ der Wissenschaft widersprechen. Dies ist auch bei den Nahtoderlebnissen der Fall.

Erste Nagetierstudien zeigen zum Beispiel, dass zumindest theoretisch die Möglichkeit dieser Erfahrungen besteht: Werden Ratten künstlich in einen Nahtod-Zustand versetzt, indem ihnen eine sofort wirksame, letale Lösung aus Kaliumchlorid gespritzt wird, die zu sofortigem Herzversagen führt, so setzt nach einigen Sekunden ein überraschender Anstieg von Oszillation – also Schwingung – im Gehirn im sogenannten Gammawellen-Bereich ein, der für ca. 20 Sekunden anhält. Zar können die Forscher nun nicht genau sagen, was die Ratten in diesem Zustand erleben, doch zumindest weiß man, dass diese Schwingungen – auch beim Menschen – im Wachzustand nur beim Ablauf kognitiver Prozesse eines hochaktiven Gehirns vorkommen. Sie sind also eigentlich Zeichen eines wachen, arbeitenden Gehirns, das mit bewusster Verarbeitung von Prozessen beschäftigt ist. Und das, nachdem der klinische Tod bereits eingesetzt hatte.

Naturgemäß sind die Wissenschaftler, die solche Experimente durchführen, mit den Interpretationen der Ergebnisse zurückhaltend und wollen diese Ergebnisse keineswegs als Beweis für Nahtoderlebnisse verstanden wissen, zumindest theoretisch möglich sind Sie aber. Wie meistens in der Forschung ist also „weitere Forschung nötig“.

Was auch immer nun die längerfristigen Ergebnisse der Forschung zum Thema sein werden, eins haben die Menschen gemein, die von derlei Erfahrungen berichten: Laut Sam Parnia, seines Zeichens Kardiologe am Weill Cornell Medical College in New York, durchleben Sie alle einen Persönlichkeitswandel zu selbstloseren und positiveren Menschen, die sich dadurch auszeichnen, bereitwilliger anderen zu helfen.

Zumindest für die ausserkörperliche Erfahrung bei diesen Nahtoderfahrungen, bei denen der Mensch über seinem Körper schwebt und dort die Operation beachten kann, gibt zumindest die Quantenphysik einen ersten Erklärungsansatz: „es gibt sozusagen Zustände, bei denen möglicherweise der Beginn des Lebens nach dem Tod mit dem außerkörperlichen Erlebnis anfängt (…) (Michael Schröter-Kunhardt)

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