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Ausstellung und Inhalt eines Totenscheins

Der Totenschein, der häufig auch als Todesbescheinigung oder Leichenschauschein bezeichnet wird, ist eine offizielle Urkunde, die nach dem Tod eines Menschen angefertigt wird. Wir erklären, wer den Totenschein ausstellt und welche Informationen dieser beinhaltet.

Die Todesbescheinigung wird durch den Arzt ausgestellt, nachdem dieser die Leichenschau durchgeführt, den menschlichen Körper des Verstorbenen untersucht und den Tod festgestellt hat. In weiterer Folge werden auf dem Dokument Zeit, Ort und auch die Todesursache vermerkt. Ein Totenschein wird auch für Totgeburten (sogenannte Sternenkinder) ausgestellt, die ein Geburtsgewicht von über 500 Gramm haben.

Der Totenschein wird oftmals mit der Sterbeurkunde verwechselt. Es handelt sich jedoch um zwei unterschiedliche Dokumente. Die Sterbeurkunde wird nicht vom Arzt, sondern vom zuständigen Standesamt ausgestellt. Zu beachten ist, dass es – je nach Todesfall – unterschiedliche Vorgehensweisen gibt und je nach Bundesland spezifische Regelungen gelten.


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Der Totenschein

Ein Totenbeschein besteht aus vier Blättern. Es gibt einen nichtvertraulichen und einen vertraulichen Teil, sodass der Totenschein auf zwei Briefumschläge verteilt wird. Im nichtvertraulichen Teil des Totenscheins finden sich folgende Angaben:

  • Personenangaben (Vor- und Nachname, Geschlecht, Wohnadresse, Geburtstag und auch Geburtsort)
  • Der zuletzt behandelnde Arzt
  • Durch wen wurde der Tote identifiziert?
  • Sterbezeitpunkt und Sterbeort
  • Warnhinweise (Infektionsgefahr)
  • Todesart (nicht natürlich, natürlich)
  • Angaben vom Arzt
  • Unterschrift des Arztes

Die Angaben im vertraulichen Teil:

  • Sichere Todesanzeichen (Totenflecke, Fäulnis, Totenstarre)
  • Ausführliche Informationen zur Todesursache (Todesursache als Folge von …)
  • Klassifikation der Todesursache
  • Entscheidungsgründe für die Todesart

Nach der Bescheinigung des Todesfalls ist es von der Gesetzgebung des jeweiligen Bundeslands abhängig, wie mit dem vertraulichen Teil des Totenscheins umgegangen wird. In der Regel wird der Totenschein an das beauftragte Bestattungsunternehmen, zur Ausstellung der Sterbeurkunde an das Standesamt, an das zuständige Gesundheitsamt sowie an das statistische Landesamt übermittelt.


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Handelt es sich um eine unnatürliche Todesursache, so wird der Totenschein an die Rechtsmedizin und in weiterer Folge an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob im Rahmen des Todesfalls noch weitere Untersuchungen wie eine Autopsie notwendig sind oder gibt andernfalls die Leiche frei. Der nichtvertrauliche Teil ist zudem die Grundlage für die Entscheidung des Standesbeamten zur Beurkundung des Todesfalls und der Erstellung der Sterbeurkunde. Der Todesfall ist damit aus rein rechtlicher Sicht abgeschlossen.

Die Gebühren für den Totenschein

Die ärztlichen Gebühren werden vom beauftragten Bestattungsunternehmen verauslagt. Die Gebühren unterliegen der sogenannten GÖA – der Gebührenordnung für Ärzte. In der GÖA findet sich die Regelung für die Kosten für die Untersuchung des Toten und die Feststellung des Todes. Diese Kosten belaufen sich auf 14,57 €. Außerdem regelt die GÖA, dass ein Wegegeld sowie ein Nachtzuschlag geltend gemacht werden können. Bei Anfahrten unter zwei Kilometern liegt das Wegegeld tagsüber bei rund vier Euro, zwischen zehn und fünfundzwanzig Kilometern Anfahrt beläuft sich das Wegegeld auf etwa 15 €, nachts müssen knapp 26 € gezahlt werden. Die sogenannten Besuchsgebühren bei einem Hausbesuch dürfen generell nicht gelten gemacht werden, da diese nur als Leistung für lebende Patienten gelten.



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