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Viel Aufwand: Eine Bestattung ohne Bestatter organisieren

Bei der Planung einer Bestattung gibt es einige Dinge, die man ohne einen Bestatter selbst organisieren kann. Mit der Hilfe eines Bestattungsunternehmens kann man die teils aufwändige Organisation jedoch in professionelle Hände abgeben und hat so genug Zeit zum Trauern und Abschiednehmen.

Wer eine Bestattung vorbereitet, muss sich anders als gemeinhin angenommen wird, nicht an einen Bestatter wenden, solange er sich an die Vorgaben des Bestattungsrechtes hält. Das Beerdigungsinstitut unterstützt die Angehörigen lediglich in den Nachlass- und Bestattungsangelegenheiten – es spricht jedoch nichts dagegen, eine Bestattung auch ohne einen Bestatter zu organisieren. In früheren Zeiten war dies auch durchaus verbreitet, doch mit der zunehmenden Verdrängung des Todes aus dem alltäglichen Leben hat sich die Beauftragung eines Bestatters im Todesfall mehr und mehr etabliert.

Die einzigen Aspekte einer Beerdigung, bei denen die Beauftragung eines Bestatters wirklich erforderlich werden könnte, sind die Aufbewahrung und der Transport des Leichnams. Diese beiden unterliegen genau geregelten gesetzlichen Abläufen, die nicht missachtet werden dürfen. Verstorbene dürfen nämlich nur in einen ausgekleideten Sarg gebettet in einem dafür gekennzeichneten Bestattungswagen befördert werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass es sich zumindest an diesem Punkt nicht vermeiden lässt, einen Bestatter zu beauftragen. Ansonsten steht den Trauernden die Wahl des Bestatters heutzutage ebenso frei, wie die Abwickelung der Bestattung in Eigenregie.

Die ersten organisatorischen Maßnahmen

Wenn der Todesfall in den eigenen vier Wänden des Verstorbenen erfolgt ist, sieht der Ablauf einer Beerdigung ohne Bestattungsunternehmen folgendermaßen aus: Laut Gesetzgeber darf der Tote bis zu 36 Stunden vor Ort belassen werden, damit die Angehörigen genügend Zeit haben, organisatorische Maßnahmen hinsichtlich der Beerdigung zu ergreifen. Dazu gehört das Gespräch mit Bestattungsunternehmen oder Schreinern bezüglich eines Sarges, der Kontaktaufnahme mit dem Friedhofsamt für eine Grabstelle sowie die Beauftragung eines Leichentransporteurs. Im ersten Schritt sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, um den Totenschein und die Leichenschaupapiere zu erhalten, ohne deren Vorlage die weiteren Schritte der Planung nicht erfolgen können.

Bis der bestellte Sarg eintrifft, hat die Familie nun die Möglichkeit, den Verstorbenen zu waschen, anzukleiden und zu frisieren. Auf diese Art und Weise kann der Leichnam gleich im Sarg zur Ruhe gebettet werden, wenn dieser ankommt. Der Sarg muss im vorgegebenen Rahmen ausgekleidet worden sein, das heißt der Tote darf nicht auf dem bloßen Holz liegen. Als Kissen und Decke können ihm beispielsweise ein Leintuch oder handelsübliches Bettzeug dienen. Wer vorhat, den Verstorbenen vor der Bestattung einäschern zu lassen, sollte dem Verstorbenen einen Schlafanzug oder ein Nachthemd anziehen.

Beauftragung eines Bestatter für den Transport des Verstorbenen

Vor dem Abtransport des Leichnams muss am Sarg ein Etikett angebracht werden, auf dem die Identität des Toten und seine Lebensdaten vermerkt werden. Zusätzlich muss eine Person der Familie auch ihre eigene Adresse und telefonische Kontaktdaten angeben, da diese als Leichenbesorger fungiert. Der Verstorbene wird im Anschluss zu dem Friedhof gebracht, bei dem die Angehörigen ihn zuvor beim Friedhofsamt angekündigt hatten. Hat die Behörde keine Schritte in Bezug auf einen Pfarrer, Organisten oder Sargträger unternommen, müssen die Trauernden diese Dinge selbst regeln. Ist das erledigt, müssen sie sich zum örtlichen Standesamt begeben, wo sie gegen Vorlage der Leichenschaupapiere und des Totenscheins die nötige Menge Sterbeurkunden erhalten. Üblicherweise sind höchstens vier davon gebührenpflichtig, denn die Exemplare für die Rente, die Sozialversicherung und den Pfarrer sind gratis. Der Standesbeamte trägt außerdem den Namen des Toten im Sterbebuch ein und stempelt den Totenschein ab, mit dem die Angehörigen nun erneut zum Friedhofsamt müssen. Persönlich oder telefonisch besprechen sie danach mit dem Friedhofswärter weitere organisatorische Fragen. Unter anderem geht es jetzt darum, wer sich um den Grabaushub kümmert. Wenn dieser nicht durch den Friedhof besorgt wird, muss die Familie nämlich auch hierfür ein Unternehmen anheuern.


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Im nächsten Schritt muss der Pfarrer kontaktiert werden, denn sollte der Friedhof keinen Organisten stellen, gilt es herauszufinden, ob der Pfarrer der Familie in diesem Punkt weiterhelfen kann und ob der Geistliche selbst am bisher avisierten Termin Zeit hat. Schaffen die Angehörigen es, sich in diesem Trubel mit allen Beteiligten auf ein Datum zu einigen, können sie beim Floristen oder Friedhofsgärtner Blumen bestellen. Falls die Familie es wünscht, kann jetzt auch mit einer Todesanzeige auf die Beerdigung hingewiesen werden.

Wer vorhat, all diese Vorgänge ohne das Fachwissen eines Bestatters zu erledigen, sollte sich vorab eine Liste mit den notwendigen Schritten machen und diese möglicherweise schon im ersten Gespräch mit dem Sachbearbeiter beim Friedhofsamt durchsprechen, um etwaigen Schwierigkeiten vorzubeugen. Die aufgeführten Abläufe sind nicht zwangsläufig verbindlich, da die Bestimmungen im Todesfall ortsabhängig differieren können. So kann es beispielsweise sein, dass das Läuten der Totenglocke vorab eigens bei der Gemeinde in Auftrag gegeben werden muss und nicht selbstverständlich zur Bestattung gehört.

Die Trauerfeier selbst organisieren

Hinsichtlich der Erdbestattung wäre an dieser Stelle für alles gesorgt. Bei einer Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung sieht es jedoch anders aus. In diesem Fall muss der Sarg im Anschluss an die Trauerfeier ins Krematorium gebracht werden. Dies sollten die Angehörigen bereits bei der Anmeldung des Toten im Friedhofsamt mitteilen, um sich über die weitere Vorgehensweise informieren zu lassen. Übrigens: Wenn Sie in der Situation sind, können Sie das Transportunternehmen auch dazu anhalten, den Leichnam direkt zum Krematorium zu bringen, bei dem Sie vorab erfahren können, ab welchem Datum die Urne definitiv zur Bestattung verfügbar ist. Das erlaubt Ihnen, auf eine teure Trauerfeier in der Friedhofshalle zu verzichten und stattdessen einen Trauergottesdienst in der Kirche zu arrangieren. Im Anschluss können Sie dann mit der Beerdigungsgesellschaft zum Friedhof fahren, um die Asche zu bestatten. Auch bei einer Erdbestattung können Sie übrigens statt der Friedhofskapelle eine andere Kirche in Anspruch nehmen, solange der Transport des Sarges gesetzeskonform erfolgt.


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Nach der Bestattung haben die Angehörigen noch viel zu tun, denn der Todesfall muss nicht nur den Behörden, sondern auch sämtlichen Versicherern sowie dem Rententräger gemeldet werden.  

Schlussendlich ist es also durchaus möglich, eine Beerdigung (bis auf wenige Ausnahmen) ohne ein Bestattungsunternehmen zu organisieren, solange man sich gut genug informiert und rechtzeitig bei den zuständigen Ämtern um Rat fragt. Dennoch sollten Betroffene sich, wenn sie unsicher sind, mit einem Bestattungsunternehmen in Verbindung setzen. Viele Beerdigungsinstitute reduzieren nämlich ihre Preise, wenn Angehörige selbst einen Teil der Verantwortung übernehmen und können diese so optimal unterstützen, aber ihnen dennoch den nötigen Freiraum geben, um eine individuelle Bestattung zu organisieren. Generell ist die Beauftragung eines Bestattungsunternehmens in Zeiten der Trauer immer sinnvoll und hilfreich, um sich ganz auf das Abschiednehmen vom Verstorbenen konzentrieren zu können und die Organisation einem professionellen Bestatter zu überlassen.



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