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Beerdigungskosten: Übersicht über die Kosten einer Beerdigung

Die Erdbestattung hat in Deutschland eine lange Tradition. Neben den Leistungen eines Bestatters hängt die Höhe der Kosten für eine Erdbestattung von der Größe und Lage der Grabstätte ab. Wir haben alles Wissenswerte über die Kosten einer Beerdigung für Sie zusammengetragen.

Besonderheiten der Erdbestattung

Die Erdbestattung bezeichnet die Beisetzung eines Leichnams in ein Erdgrab. Besonders in christlich geprägten Regionen ist die Erdbestattung weit verbreitet. Bei einer Beerdigung entstehen für die Hinterbliebenen Kosten, die sich aus unterschiedlichen Leistungen zusammensetzen. Neben den Kosten für den Bestatter und den Kosten für den Friedhof muss auch die langfristige Grabgestaltung und Grabpflege mit einberechnet werden.

Kosten einer Erdbestattung

Bestattungskosten können aufgrund regionaler Unterschiede variieren. Wie in anderen Dienstleistungsbereichen kann es außerdem zu erheblichen Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Bestattungsunternehmen kommen.

Vorgeschriebene Leistungen

Hinterbliebene können die Gesamtkosten durch bestimmte Entscheidungen beeinflussen. Zwar sind nicht alle Kosten vermeidbar, doch es gibt nur wenige gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, die einkalkuliert werden müssen. Gesetzliche Vorschriften beinhalten Regeln zum Transport von Leichen, der Verwendung von Särgen sowie deren Beschaffenheit.

Optionale Leistungen

Die Trauerfeier kann durch verschiedene Programmpunkte bereichert werden. Der Leistungsumfang des Trauerredners, die Örtlichkeit und Dekoration der Trauerfeier, die Gestaltung des Sarges sowie die Ausrichtung eines anschließenden Leichenschmauses sind Faktoren, die sich auf die Gesamtkosten der Beerdigung niederschlagen. Individuelle Entscheidungen über Programmpunkte der Trauerfeier beeinflussen die Höhe der Gesamtkosten.

Leistungen des Bestatters

Ein großer Anteil der Beerdigungskosten fällt für den Bestatter an, da er die gesamte Organisation und Durchführung der Beerdigung übernimmt. Das Leistungsspektrum des Bestatters kann schnell recht umfangreich und unübersichtlich ausfallen. Tritt der Todesfall im Krankenhaus oder Pflegeheim ein, empfiehlt das Personal vor Ort in der Regel bestimmte Bestattungsunternehmen. Beachten Sie, dass solche Empfehlungen nicht unbedingt auf besonders preiswerte Bestatter hinweisen. Eine eigene Recherche ist immer ratsam.

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Lassen Sie sich vor dem Auftrag einen schriftlichen Kostenvoranschlag aushändigen und besprechen Sie mit dem Bestatter, welche Leistungen notwendig beziehungsweise optional sind.

Formalitäten und Urkundengebühren
Abmeldung des Verstorbenen beim zuständigen Meldeamt
Sterbefallanzeige und Beantragung der Sterbeurkunde
Abmeldung bei Krankenkassen, gesetzlichen Rententrägern und sonstigen Versicherungen
Hygienische Grundversorgung
Umkleiden und Einbetten des Leichnams
Totenbekleidung
Aufbewahrung und Kühlung des Leichnams
Überführung
Überführung des Leichnams
Träger zur Abholung und Überführung
Trauerfeier und Services
Beratung und Organisation der Beerdigung vor Ort
Organisation und Ausführung der Trauerfeier
Aufbahrung
Sargträger am Grab
Sarg
Deckengarnitur


Kosten für den Sarg

Särge werden in zahlreichen Varianten angeboten und variieren in Materialien und Farben. Entsprechend groß ist auch die Preisspanne — vom einfachen und günstigen Modell, bis hin zum Designer-Sarg. Falls die Hinterbliebenen es wünschen, können sie den Sarg auch individuell gestalten, etwa selbst bemalen oder beschriften. Auch Schnitzereien, Verzierungen oder außergewöhnliche Griffe können dem Sarg einen persönlichen Anstrich verleihen. Diese zusätzlichen Bestandteile wirken sich natürlich auch auf den Endpreis aus.

Generell werden Särge aus Eiche-, Kiefer-, Pappel-, Mahagoni- und Kirschbaumholz angeboten. Für einen Kiefernsarg muss zum Beispiel mit Kosten zwischen 350 und 1.200 Euro gerechnet werden. Auch furnierte Särge sind möglich. Dabei wird ein Kiefernsarg so behandelt, dass er eine Eichen-Optik erhält.

Fremdleistungen für die Bestattung

Nicht alle Leistungen für eine Bestattung können vom Bestattungsunternehmen allein erbracht werden und die Beauftragung von Drittanbietern ist nötig. Es kommen unter anderem Rechnungen des Arztes für die Ausstellung des Totenscheins hinzu und auch der Trauerredner, die Musiker und Floristen werden als Drittanbieter in Rechnung gestellt. Wird ein zusätzliches Exemplar der Sterbeurkunde oder anderer offizieller Dokumente benötigt, fallen dafür weitere Kosten an.

Fremdleistungen für die Bestattung
Leichenschau und Ausstellung des Totenscheins
Zweite Leichenschau
Trauerredner für Trauerfeier
Orgelspieler oder Musiker
Sterbebilder
Trauerkarte
Traueranzeige
Trauerkranz
Sargschmuck oder Blumenbukett
Bewirtung der Trauergäste beim Leichenschmaus


Trauerredner

Bei einer kirchlichen Bestattung wird der Trauerredner meist kostenlos von der zuständigen Kirchengemeinde, in der der Verstorbene Mitglied war, zur Verfügung gestellt. Anders beim weltlichen Trauerredner – für seine Rede muss ein Honorar gezahlt werden. Natürlich steht es den Hinterbliebenen auch offen, die Trauerrede selbst zu gestalten und zu halten.

Trauermusik

Soll die Beerdigung musikalisch untermalt werden, müssen Musiker oder ein Organist beauftragt werden. Die Trauermusik kann auch über eine elektronische Musikanlage abgespielt werden. Wer nicht selbst eine Anlage für die Bestattung organisiert, muss dem Vermieter der Trauerhalle eventuell die Nutzung der Musikanlage zahlen.

Trauerkarten

Trauerkarten und sogenannte Kaffeekärtchen werden verwendet, um Bekannte und Verwandte über den Todesfall zu informieren. Je nach Menge, Art und Größe der Karten belaufen sich die Kosten auf 100 bis 200 Euro.

Todesanzeige

Der Todesfall kann auch mit einer Todesanzeige in einer Zeitung bekannt gegeben werden. Abhängig von der Auflage der Zeitung, der Größe und der Farbe der Anzeige kann die Preisspanne für eine Todesanzeige zwischen 200 bis 1.000 Euro betragen.

Sterbebilder

Nach Wunsch kann den Trauergästen nach der Beerdigung ein Sterbebild mitgegeben werden. Auf den Sterbebildern findet sich meist ein Foto des Verstorbenen sowie die Lebensdaten und ein letzter Abschiedsvers. Die Preise für ein Sterbebild variieren je nach Region, Druckerei, Menge und Gestaltungsform. Für 50 Totenzettel können zwischen 80 und 120 Euro anfallen.

Floristik

Auch für die Floristik fallen Kosten an. Nach Wunsch kann der Sarg oder die Urne mit Sargschmuck, einem Trauerkranz oder einem Blumenbukett dekoriert werden. Der Preis kann je nach Florist stark variieren und ist abhängig von der Gestaltung und den für die Gestecke verwendeten Blumen.

Leichenschmaus

Oftmals lädt die Familie des Verstorben die Trauergäste nach der Beerdigung zu einem Leichenschmaus ein. Abhängig davon, wie viele Personen am Essen teilnehmen und ob der Leichenschmaus in einem Restaurant oder Zuhause stattfindet, unterscheiden sich die Kosten. Findet der Leichenschmaus oder Trauerkaffee Zuhause bei den Hinterbliebene statt, spart man die Servicekosten.

Friedhofsgebühren

Zusätzlich zu den Kosten für den Bestatter und Drittanbieter fallen auch für den Friedhof Gebühren an. Diese Friedhofsgebühren bilden sich aus den Grabnutzungsgebühren und den Bestattungsgebühren. Mit der Bezahlung der Grabnutzungsgebühren erwerben die Hinterbliebene das Nutzungsrecht einer Grabstätte für einen bestimmten Zeitraum. Üblicherweise dauert die Ruhezeit zwanzig und dreißig Jahre. Die Höhe der Grabnutzungsgebühren ist auch von der Art der Grabstätte abhängig. Folgende Grabarten gibt es:

  • Reihengrabstätte
  • Wahlgrabstätte
  • Anonyme und halbanomyme Grabstätten

Zusätzlich zu den Grabnutzungsgebühren müssen auch kommunale oder kirchliche Bestattungsgebühren bezahlt werden. Diese Gebühren enthalten die Kosten für die Öffnung des Grabes, die Nutzung des Aufbewahrungsraums während der Beisetzung, das anschließende Abräumen der Kränze und das Einebnen des Grabes. Die Höhe der Grabnutzungsgebühren ist abhängig vom Umfang der Leistungen und variiert regional.

Die Höhe der Gebühren kann von Stadt zu Stadt und auch innerhalb einer Stadt unterschiedlich sein. So kann beispielsweise die Nutzung der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof doppelt so teuer sein wie auf dem Friedhof im Vorort.

Hinweis:

Fordern Sie die Gebührensatzung des Friedhofes Ihrer Wahl an oder schauen Sie auf den städtischen Seiten im Internet nach. Die jeweiligen Preise sind in den Friedhofsgebührensatzungen der Städte oder Gemeinden nachzulesen.


Kosten für die Grabgestaltung und -pflege

Kosten für die Grabpflege und –gestaltung machen eine Erdbestattung langfristig zu einer kostspieligen Beisetzungsform. Bei einem Erdgrab entstehen Kosten für den Steinmetz, der den Grabstein anfertigt. Je nach Umfang und Materialwahl können für einen Grabstein hohe Kosten entstehen.

Außerdem fallen Kosten für die Grabpflege an. Entscheiden sich die Hinterbliebenen, das Grab nicht selbständig zu pflegen, haben sie die Möglichkeit, einen Friedhofsgärtner zu beauftragen.

Feuerbestattung oder Erdbestattung: Was ist günstiger?

Bei einer Feuerbestattung fallen zusätzliche Kosten für die Kremation an, die bei einer Erdbestattung entfallen. Bei einem Erdgrab entstehen allerdings Kosten für die Grabpflege sowie Nutzungskosten für die Grabstelle.

Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Feuerbestattung, da der Pflegeaufwand bei dieser Bestattungsform geringer und kostengünstiger ist. Friedhöfe reagieren darauf, indem sie die Kosten dem für Erdgräber senken und Urnengräber entsprechend teurer anbieten.

Pauschal lässt sich jedoch nicht sagen, dass eine Erdbestattung zwingend teurer ist als eine Feuerbestattung. Die Kosten hängen ganz vom Umfang der gewählten Leistungen ab.

Kostenträger

Gesetzlich ist geregelt, wer die Kosten bei einer Beerdigung trägt. Während die nächsten Angehörigen der verstorbenen Person bestattungspflichtig sind, müssen die Erben oder Unterhaltpflichtigen des Verstorbenen gemäß der Kostentragungspflicht für die Kosten der Bestattung aufkommen.

Wenn gesetzlich verpflichtete Kostenträger die Bestattungskosten nicht tragen kann, übernimmt das Sozialamt die Kosten der Bestattung. Nach §1968 BGB muss die Person selbst bedürftig im Sinne der sozialhilferechtlichen Vorschriften sein, um eine Sozialbestattung beantragen zu können.




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