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Übersicht über die Kosten einer Erdbestattung

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Erdbestattung Kosten: Wie teuer ist eine Erdbestattung?

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Wie teuer ist eine Erdbestattung? Die Erdbestattung hat in Deutschland eine lange Tradition, die Kosten können variieren. Neben den Bestatterleistungen hängt die Höhe der Kosten für eine Erdbestattung von der Größe und Lage der Grabstätte ab.

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste zu den Kosten einer Erdbestattung:

  • Die Kosten einer Erdbestattung variieren, wobei besonders die Bestattungsart (anonym oder begleitet) den Grundpreis bestimmt
  • Die Preise setzen sich aus den Leistungen des Bestattungsinstituts, des Friedhofs und optionalen Posten zusammen
  • Die Kosten einer Sargbestattung fallen meist höher aus, als die Kosten einer Urnenbeisetzung
  • Optionale Kosten einer Erdbestattung hängen in erster Linie von der Trauerfeier ab
  • Zusätzlich fallen Folgekosten für die Grabpflege an

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Was kostet eine Erdbestattung im Durchschnitt?

Als Erdbestattung wird die Beisetzung einer verstorbenen Person in ein Erdgrab bezeichnet. Dies geschieht in der Regel in einem Sarg, weshalb auch die Bezeichnung Sargbestattung geläufig ist. Die Erdbestattung ist besonders in christlich geprägten Regionen weit verbreitet, wo der natürliche Zerfall des Leichnams im Erdgrab als besonders pietätvoll betrachtet wird.

Bei einer Erdbestattung entstehen für die Hinterbliebenen Kosten, die sich aus unterschiedlichen Leistungen zusammensetzen. Neben den Kosten für den Bestatter, den Sarg und die Friedhofskosten müssen auch Ausgaben für die langfristige Grabgestaltung und die Grabpflege berücksichtigt werden.

Die Kosten einer Erdbestattung schwanken

Die Kosten für eine unbegleitete Erdbestattung auf einem Friedhof in Berlin belaufen sich auf rund 3.140 Euro. (Stand: Februar 2022) Die Kosten für den Sarg, den Erdreihengrabplatz, die Beisetzungsgebühr und andere Bestattungsleistungen sind hier bereits mit einkalkuliert.

Aufgrund regionaler Unterschiede können die Kosten einer Erdbestattung teils stark variieren. Wie in anderen Dienstleistungsbereichen kann es außerdem zu erheblichen Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Bestattungsunternehmen kommen.

Zwar sind nicht alle Kosten einer Erdbestattung vermeidbar, jedoch können die Bestattungskosten durch bestimmte Entscheidungen beeinflusst werden: Optionale Leistungen, wie verschiedene Programmpunkte der Trauerfeier, die Gestaltung des Sarges und ein anschließender Leichenschmaus können zusätzliche Kosten verursachen.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften hinsichtlich des Transports des Verstorbenen und der Beschaffenheit des Sarges sind jedoch bestimmte Ausgaben unumgänglich und müssen in jedem Fall einkalkuliert werden.

Beispiel: Kosten für eine Erdbestattung in Berlin

Um eine bessere preisliche Orientierung zu ermöglichen, zeigen wir Ihnen die wesentlichen Kosten einer Erdbestattung anhand eines beispielhaften Angebots von mymoria. Beachten Sie bitte, dass es sich bei den folgenden Berechnungen um exemplarische Daten handelt, da die Preise je nach Anbieter, Region und gewünschter Leistungen teilweise stark voneinander abweichen.

Die Kosten für eine Erdbestattung mit allen benötigten Bestattungsleistungen, Sarg, Erdreihengrabplatz und der Durchführung der Beisetzung liegen bei mindestens 3.140 € und können in einzelnen Fällen bis zu rund 20.000 Euro steigen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den Kosten einer Erdbestattung auf dem Luisen-Friedhof I in Berlin – mit und ohne Trauerfeier. Im Kostenbeispiel nicht berücksichtigt sind die Gebühren für den Friedhof, die vom örtlichen Träger festgelegt werden. mymoria unterstützt Sie gern beim Kauf des Grabplatzes.

Unbegleitete Beisetzung in einem Erdreihengrab auf dem Luisen-Friedhof I Berlin ohne Trauerfeier – beispielhafte Kosten einer Erdbestattung, Stand: Februar 2022

LeistungBeschreibungPreis
BestattungsleistungenBeratung, Organisation sowie Überführung und Versorgung, Erledigen formaler Aufgaben, Einäscherung mit zweiter Leichenschau, allen Gebühren und Kremationssargca. 1.000 Euro
SargSchlichtes Sargmodellca. 640 Euro
TrauerstraußTrauerstrauß in gedeckten Farbenca. 70 Euro
BeisetzungsortZ. B. Luisen-Friedhof INach Absprache
GesamtbetragInklusive Mehrwertsteuerca. 1.710 Euro

Begleitete Beisetzung in einem Erdreihengrab auf dem Luisen-Friedhof I Berlin mit Trauerfeier – beispielhafte Kosten einer Erdbestattung, Stand: Februar 2022

LeistungBeschreibungPreis
BestattungsleistungenBeratung, Organisation sowie Überführung und Versorgung, Erledigen formaler Aufgaben, Einäscherung mit zweiter Leichenschau, allen Gebühren und Kremationssargca. 1.000 Euro
SargSchlichtes Sargmodellca. 640 Euro
BeisetzungFestliche Gestaltung der Trauerfeierca. 360 Euro
BeisetzungBegleitete Beisetzung am Grabca. 130 Euro
TrauerstraußTrauerstrauß in gedeckten Farbenca. 70 Euro
BeisetzungsortZ. B. Luisen-Friedhof INach Absprache
GesamtbetragInklusive Mehrwertsteuerca. 2.200 Euro

Kosten Erdbestattung - häufig gestellte Fragen

Die Kosten einer Erdbestattung mit allen benötigten Bestattungsleistungen, dem Sarg und den Grabkosten liegen bei mindestens 3.140 € und können über 20.000 Euro steigen. Um die Gesamtkosten für Ihre Erdbestattung zu ermitteln können Sie sich bei uns unverbindlich ein Angebot einholen.

Können die Kosten der Erdbestattung vollständig aus der Erbmasse bezahlt werden, ist es nicht möglich, sie bei der Steuer geltend zu machen. Reicht die Erbmasse jedoch nicht aus, um die Ausgaben in voller Höhe zu decken, so können die Bestattungskosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden.

Die Kostentragungspflicht regelt, wer die Kosten einer Erdbestattung tragen muss. Können die Ausgaben nicht durch das Erbe abgedeckt werden und die Angehörigen die Bestattung nicht aus eigener Tasche bezahlen, so ist eine Sozialbestattung zu beantragen, bei de die Übernahme der Bestattungskosten nach § 74 SGB XII erfolgt.

Die Kosten für einen klassischen Kiefernsarg liegen ungefähr zwischen 350 und 1200 Euro. Särge werden aus Materialien wie Kiefer-, Eiche-, Mahagoni-, Pappel- und Kirschholz gefertigt und in unterschiedlichen Formen, Farben und Varianten angeboten. Daher variieren die Sargkosten zum Teil stark.

Variable Kosten einer Erdbestattung im Überblick

Eine klassische Erdbestattung zählt zu den preisintensiveren Bestattungsarten. Die Kosten einer Erdbestattung variieren jedoch je nach Region und der gewählten Grabart. So fallen die Kosten für den Sarg, den Grabstein und die Öffnung sowie Schließung der Grabstelle in der Regel höher aus als bei einer Urnenbestattung. Es fallen außerdem höhere Folgekosten für die Grabpflege und für Friedhofsgebühren an. Besonders die Kosten für die Bepflanzung der Grabstelle können sich in den Jahren der Grabnutzung summieren.

Wichtig: Friedhofsgebühren können je nach Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Um die konkreten Gebühren zu erfahren, sollten Sie sich rechtzeitig mit dem Friedhof Ihrer Wahl in Verbindung setzen.

Sargkosten: Kosten einer Erdbestattung im Sarg

Eine Erdbestattung muss laut „Sargpflicht“ in einem Sarg stattfinden. Auch bei der Einäscherung wird ein Verbrennungssarg benötigt. Mittlerweile werden Särge in diversen Formen, Farben und Stilen angeboten. Das Sortiment von mymoria stellt für jedes Budget und jede Vorliebe eine Variante bereit.

Särge werden in der Regel aus Kiefer-, Eiche-, Mahagoni-, Pappel- oder Kirschbaumholz gefertigt und in unterschiedlichen Formen, Farben und Varianten angeboten. Daher ist das Preisspektrum insgesamt sehr breit und kann einen großen Teil der Kosten einer Erdbestattung ausmachen. Zudem spielen auch Schnitzereien, Verzierungen oder ausgefallene Griffe bei der Preisgestaltung eine Rolle. Die Sargkosten für einen Kiefernsarg liegen beispielsweise zwischen 350 und 1200 Euro. Ebenfalls sind furnierte Särge erhältlich, bei denen ein Kiefernsarg in Eichen-Optik aufbereitet wird. Särge können von Angehörigen auch sehr persönlich und individuell gestaltet werden.

Die einzige Ausnahme von der Sargpflicht bilden muslimische Beerdigungen. Hier ist es erlaubt, die Toten lediglich in einem weißen Leinentuch zu bestatten. Immer mehr deutsche Friedhöfe bieten diese religiöse Form der Bestattung an. Lediglich in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die Beisetzung im Leichentuch nicht möglich.

Leistungen des Bestatters

Neben den Friedhofsgebühren entstehen bei einer Erdbestattung zusätzliche Kosten für sämtliche Leistungen, die im Rahmen der Beisetzung in Anspruch genommen werden. Dabei wird zwischen direkten Bestatterleistungen und indirekten Leistungen unterschieden. Indirekte Leistungen sind Leistungen von Drittanbietern. Je nach individuellen Wünschen können die anfallenden Kosten für eine Erdbestattung stark variieren. Ebenfalls können für zusätzliche Ausdrucke offizieller Dokumente – wie der Sterbeurkunde – weitere Kosten anfallen, die in die gesamten Kosten der Erdbestattung einfließen.

Für folgende Bestatterleistungen fallen bei einer Erdbestattung Kosten an:

  • Formalitäten und Urkundengebühren (Abmeldung der verstorbenen Person beim Meldeamt, den Krankenkassen, den gesetzlichen Rententrägern und sonstigen Versicherungen; Sterbefallanzeige; Beantragung der Sterbeurkunde)
  • Hygienische Grundversorgung (Umkleiden und Einbetten des Leichnams; Totenbekleidung; Aufbewahrung und Kühlung des Leichnams)
  • Überführung des Leichnams
  • Trauerfeier und Services (Beratung und Organisation der Bestattung vor Ort; Organisation und Ausführung der Trauerfeier)

Für folgende Leistungen können ebenfalls Kosten bei Drittanbietern entstehen:

  • Leichenschau und Ausstellung des Totenscheins
  • Zweite Leichenschau
  • Krematorium
  • Trauerredner für Trauerfeier
  • Orgelspieler oder Musiker
  • Sterbebilder
  • Trauerkarte
  • Traueranzeige
  • Trauerkranz
  • Sargschmuck oder Blumenbukett
  • Bewirtung der Trauergäste beim Leichenschmaus

Wie teuer sind bei einer Erdbestattung die Friedhofsgebühren?

Neben den Kosten für den Bestatter und mögliche Drittanbieter müssen auch die Friedhofsgebühren bei der Kalkulation der Kosten einer Erdbestattung berücksichtigt werden. Die Friedhofsgebühren setzen sich aus den Grabnutzungsgebühren und den Bestattungsgebühren zusammen. Mit der Bezahlung der Grabnutzungsgebühren erwerben die Hinterbliebenen das Nutzungsrecht einer Grabstätte für einen bestimmten Zeitraum. Üblicherweise dauert die Ruhezeit zwanzig bis dreißig Jahre. Die Höhe der Grabnutzungsgebühren ist auch von der Art der Grabstätte abhängig. Folgende Grabarten gibt es:

  • Reihengrabstätte
  • Wahlgrabstätte
  • Anonyme und halbanomyme Grabstätten

Zusätzlich zu den Grabnutzungsgebühren müssen auch kommunale oder kirchliche Bestattungsgebühren bezahlt werden. Diese Gebühren enthalten die Kosten für die Öffnung des Grabes, die Nutzung des Aufbewahrungsraums während der Beisetzung, das anschließende Abräumen der Kränze und das Einebnen des Grabes. Die Höhe der Grabnutzungsgebühren ist abhängig vom Umfang der Leistungen und variiert regional.

Die Höhe der Gebühren kann von Stadt zu Stadt und auch innerhalb einer Stadt unterschiedlich sein. So kann beispielsweise die Nutzung der Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof doppelt so teuer sein wie auf dem Friedhof im Vorort.

Fordern Sie die Gebührensatzung des Friedhofes Ihrer Wahl an oder schauen Sie auf den städtischen Seiten im Internet nach. Die jeweiligen Preise sind in den Friedhofsgebührensatzungen der Städte oder Gemeinden nachzulesen.

Erdbestattung: Kosten für die Grabgestaltung und -pflege

Auch die Gebühren für die Grabpflege und -gestaltung tragen langfristig zu den Kosten einer Erdbestattung bei. Bei einem Erdgrab entstehen Kosten für den Steinmetz, der den Grabstein anfertigt. Je nach Größe und Materialwahl können auch für den Grabstein hohe Kosten entstehen.

Ebenso müssen bei einer Sargbestattung die Kosten für die Grabpflege berücksichtigt werden.

Sollten Hinterbliebene das Grab nicht selbstständig pflegen können oder wollen, haben sie die Möglichkeit, einen Friedhofsgärtner zu beauftragen. Für diesen müssen mitunter mehrere hundert Euro jährlich einkalkuliert werden.

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Wer trägt die Kosten einer Erdbestattung?

In Deutschland ist gesetzlich geregelt, wer die Kosten einer Erdbestattung trägt. Das Bestattungsgesetz regelt unter anderem die „Bestattungspflicht“. Diese verpflichtet die Angehörigen einer verstorbenen Person, eine ordnungsgemäße Beisetzung zu veranlassen. Wer für die Kosten der Erdbestattung aufkommt, ist ebenfalls geregelt: Gemäß der Kostentragungspflicht müssen die Erben oder Unterhaltpflichtigen des Verstorbenen für die Kosten der Bestattung aufkommen.

Nach §1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Wenn der gesetzlich verpflichtete Kostenträger die Kosten der Erdbestattung nicht tragen kann, übernimmt das Sozialamt die Kosten der Sargbestattung. Um eine Sozialbestattung beantragen zu können, muss die betreffende Person selbst bedürftig im Sinne der sozialhilferechtlichen Vorschriften sein.

Feuerbestattung oder Erdbestattung: Was ist günstiger?

Bei einer Feuerbestattung fallen zusätzliche Kosten für die Kremation an, die bei einer Erdbestattung entfallen. Bei einem Erdgrab entstehen allerdings Kosten für die Grabpflege sowie Nutzungskosten für die Grabstelle.

Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Feuerbestattung, da der Pflegeaufwand bei dieser Bestattungsform geringer und kostengünstiger ist. Friedhöfe reagieren darauf, indem sie die Kosten für Sargbestattungen senken und Urnengräber entsprechend teurer anbieten.

Pauschal lässt sich jedoch nicht sagen, dass eine Erdbestattung zwingend teurer ist als eine Urnenbestattung. Die Kosten hängen ganz vom Umfang der gewählten Leistungen ab.


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