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Überführung eines Leichnams

Transport des Verstorbenen

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Der Sterbeort von Menschen ist oft nicht der Ort, an dem sie bestattet und verabschiedet werden. Eine Überführung ist wichtig, um die Bestattung einzuleiten. Zudem ermöglicht der Transport durch den Bestatter die Versorgung und Kühlung des Leichnams.

Inhaltsverzeichnis


Überführung - Häufig gestellte Fragen

Nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt muss die Überführung des Verstorbenen in einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden erfolgen. Die Fristen werden dabei durch die Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Mit einigen Ausnahmen beträgt der Überführungszeitraum in der Regel 36 Stunden.

Das Wichtigste in Kurzform:

  • Als Überführung bezeichnet man den Transport eines Leichnams durch den Bestatter
  • Die Bundesländer bestimmen, innerhalb welcher Frist Verstorbene vom Sterbeort zu einem geeigneten Ruheort überführt werden dürfen
  • Je nach Bestattungsart kann mehr als eine Überführung notwendig sein
  • Auslandsüberführungen sind mit einem größeren Aufwand wie weiteren Bestimmungen und Dokumenten verknüpft
  • Die Kosten für Überführungen richten sich unter anderem nach den Entfernungen

Überführung: Grundlegende Fragen

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat „Überführung” mehrere Bedeutungen und viele Menschen sehen zunächst das Bild einer Brücke vor ihrem geistigen Auge. Im übertragenen Sinne trifft das auch im Kontext von Bestattungen zu, denn die Überführung eines Verstorbenen stellt eine Brücke zwischen dem Ableben und der Beerdigung dar. Zur thematischen Annäherung helfen drei wesentliche Fragen:

  • Wie definiert sich der Begriff?
  • Wer darf einen Leichnam überführen?
  • Welche Fristen sind zu beachten?

Was ist eine Überführung?

Unter dem Begriff „Überführung” werden alle Fahrten gefasst, bei denen der Bestatter einen Leichnam transportiert. Der Transport per Auto erfolgt in einem Bestattungskraftwagen (BKW) oder in einem Leichenwagen – beide Varianten sind speziell auf die Überführung eines Verstorbenen ausgelegt. Ein Leichnam wird mindestens zwei Mal überführt: vom Sterbeort in die Räumlichkeiten des beauftragten Bestatters und vom Bestattungsunternehmen zum Beisetzungsort. In manchen Fällen sind zwischen der ersten Überführung und der Beerdigung weitere Fahrten nötig – beispielsweise zum Krematorium oder zur Rechtsmedizin.

Wer darf einen Leichnam transportieren?

Laut dem deutschem Bestattungsgesetz dürfen nur Bestatter oder Überführungsunternehmen Verstorbene überführen. Privatpersonen ist es hingegen nicht gestattet, einen verstorbenen Menschen zu transportieren – das gilt auch für die Überführung einer Urne innerhalb Deutschlands. Sobald Verstorbene in einen Sarg gebettet sind, darf der Transport ausschließlich mit einem Leichenwagen erfolgen.

Bevor Bestatter oder zuständige Unternehmen einen Leichnam transportieren dürfen, muss ein Arzt den Tod eindeutig feststellen und einen Totenschein anfertigen.

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Welche Fristen gelten bei Überführungen?

Nach der Feststellung des Todes durch einen Arzt wird die Überführung vom Sterbeort zu einem geeigneten Ruheraum normalerweise in einem Zeitraum von 24 bis 48 Stunden durchgeführt. Tatsächlich unterscheiden sich die exakten Fristen in Deutschland von Region zu Region, denn in den einzelnen Bundesländern regeln eigene Bestattungsgesetze die jeweiligen Friste. In den meisten Fällen beträgt die Überführungsfrist 36 Stunden. Bayern und Bremen stellen hingegen Ausnahmen dar, weil das Bestattungsgesetz in diesen Bundesländern keine konkrete Frist vorgibt.

Das sind die derzeitigen Fristen für die Überführung Verstorbener in Deutschland:

Überführungsfrist | Bundesland | --- | --- | --- | --- 24 Stunden | Brandenburg, Sachsen 36 Stunden | Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein 48 Stunden | Thüringen keine Frist, "zeitnah" | Bayern, Bremen

Quelle: aeternitas.de / Bestattungsgesetze der Länder

Die Fristen gelten nach der Ausstellung des Totenscheins und gewähren Hinterbliebenen das Recht, sich in Ruhe und in einer gewohnten Umgebung zu verabschieden, wenn der Todesfall beispielsweise zu Hause eingetreten ist.

Überführung: Fachkundige Praxis

Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist es für Angehörige sehr wichtig, dass sie kompetente Unterstützung an ihrer Seite haben. Dazu gehört auch die fachkundige Überführung, die sich im Ablauf und in der Anzahl der Fahrten primär nach der Bestattungsart richtet – bis schließlich die letzte Überführung zur Beerdigung erfolgt.

Wie läuft eine Überführung ab?

Unabhängig von der Bestattungsart ist es notwendig, einen Leichnam fristgerecht vom Sterbeort zu einem Bestatter zu überführen, wenn er nicht bereits in geeigneten Kühlräumen liegt – zum Beispiel in einem Krankenhaus. Sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, wird die verstorbene Person in einen Sarg gebettet und in einem speziellen Überführungswagen auf direktem Weg ins ausgewählte Bestattungsinstitut gebracht. Dort finden die hygienische Totenversorgung und die Kühlung des Leichnams statt.

Selbst wenn im Vorfeld kein Sarg für die Bestattung ausgewählt wurde, stellt dies für die Überführung kein Problem dar. In diesem Fall verwendet der Bestatter einen einfachen Kremationssarg, um den Leichnam ordnungsgemäß zu überführen.

Verschiedene Varianten

Nach der ersten Überführung ist der Ablauf nicht zwangsläufig bei jedem Todesfall identisch und auch die Distanz zwischen den einzelnen Stationen variiert je nach den örtlichen Bedingungen stark. Weitere Fahrten richten sich zum Beispiel nach der Bestattungsart – die gängigsten sind:

  • Erdbestattung
  • Feuerbestattung
  • Seebestattung
  • Baumbestattung

Im Rahmen einer Erdbestattung überführt der Bestatter den Leichnam am Tag der Beisetzung von seinen eigenen Kühlräumen zum entsprechenden Friedhof. Bei einer Erdbestattung sind demnach zwei Überführungsfahrten vorgesehen. Handelt es sich um eine Baum-, See- oder Feuerbestattung, ist eine zusätzliche Fahrt zu einem Krematorium vonnöten, um die Einäscherung zu vollziehen. Danach erfolgt der Transport der Urne vom Krematorium zum Beisetzungsort häufig mit einem Kurier.

Es gibt zwei Gründe für eine Überführung nach der abgeschlossenen Bestattung: die Umbettung und die Exhumierung. Im ersten Fall handelt es sich um die Umlegung eines Leichnams, wenn der Ort der Ruhestätte gewechselt wird – zum Beispiel aufgrund der Umstrukturierung eines Friedhofs. Im Zuge einer Exhumierung erfolgt die Ausgrabung eines bestatteten Leichnams. Denkbar wäre hier die explizite Anordnung der Staatsanwaltschaft, um laufende Ermittlungen zu unterstützen.

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Wie hoch sind die Kosten für die Überführung eines Leichnams im Inland?

Die Kosten für die Überführung eines Verstorbenen variieren stark und richten sich nach der Entfernung sowie nach der Überführungsart: Längere Wege für den Transport eines Leichnams bedeuten normalerweise höhere Kosten und eine Sargüberführung ist kostspieliger als ein Urnenversand. Um Überführungskosten im Todesfall genau zu überblicken, empfiehlt sich eine vertrauensvolle und professionelle Beratung. Wenden Sie sich an uns und lassen Sie sich unverbindlich bei der Planung der Überführung und der anschließenden Bestattung helfen.

Totenüberführung ins Ausland

Tritt ein Todesfall während des Urlaubs ein oder soll die Bestattung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in ihrem Herkunftsland stattfinden, ist eine Überführung ins Ausland erforderlich. Ein willkürliches Beispiel zum besseren Verständnis: Wenn eine aus Deutschland stammende Person während eines Aufenthalts in Istanbul verstirbt, erfolgt in der Regel eine Überführung der verstorbenen Person von der Türkei nach Deutschland. Für die Überquerung von Landesgrenzen müssen häufig zusätzliche Dokumente vorliegen. Grundsätzlich sind die Bestimmungen für eine Überführung Verstorbener ins Ausland je nach Land sehr unterschiedlich. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Durchführung der Auslandsüberführungen.

Ablauf und Dauer der Überführung beim Todesfall im Ausland

Um eine Beerdigung im Ausland durchzuführen, muss ein Leichnam Ländergrenzen überqueren. Wie eine Auslandsüberführung letztlich abläuft und wie lange sie dauert, ist aber nicht pauschal zu beantworten, weil sich die Vorgaben von Land zu Land unterscheiden können.

Zwar legt das Europäische Übereinkommen über die Beförderung von Verstorbenen den Ablauf einer Auslandsüberführung innerhalb von Europa grundlegend fest, doch auch im europäischen Raum gibt es zum Teil besondere Vorschriften. Demnach kann es sein, dass die Überführung Verstorbener nach Serbien beispielsweise abseits der im europäischen Raum allgemeingültigen Regeln mit spezifischen gesetzlichen Vorgaben verbunden ist. Auch das ist lediglich ein Beispiel. Ein anderes ist Italien, wo die Überführung mit sehr detaillierten Bestimmungen wie der Sarggröße und dem Abstand einzelner Sargnägel verknüpft ist. Einige Länder fordern auch eine gesonderte Einbalsamierung des Leichnams, wenn er mit einem Flugzeug transportiert wird.

Die Dauer einer Auslandsüberführung hängt neben bürokratischen Aspekten von der Transportart ab. Generell darf die Überführung des Sargs innerhalb Europas mit verschiedenen Transportmitteln erfolgen:

  • Leichenwagen
  • Zug
  • Flugzeug
  • Schiff

Außerhalb von Europa muss der Transport zwingend auf dem Luftweg durchgeführt werden – bei einer Überführung eines Verstorbenen nach Deutschland aus einem nichteuropäischen Land wäre demnach nur der Flugtransport erlaubt. Eine unkompliziertere Variante ist die Überführung einer Urne, die der Bestatter in der Regel auf dem Postweg zum gewünschten Zielort im Ausland schickt.

Für die Überführung ins Ausland verwendet das Bestattungsunternehmen einen zugelöteten Zinksarg, der üblicherweise zusätzlich in einem Holzsarg liegt. Meist erfolgt der Transport in einer neutralen Kiste, sodass auch normale Gepäckabteile von Passagierflugzeugen genutzt werden können – andere Passagiere erkennen die Transportkiste nicht als Sarg, falls sie sie beim Be- und Entladen zu Gesicht bekommen. Wichtig ist auch, dass bei einer Überführung mit dem Flugzeug kein Unter- oder Überdruck im Sarg entsteht.

Welche Dokumente werden für die Überführung ins Ausland benötigt?

In der Regel müssen Betroffene zwei Dokumente zur Organisation einer Auslandsüberführung vorlegen:

  • internationale Sterbeurkunde
  • internationaler Leichenpass

Letzterer ist mehrsprachig und enthält neben den persönlichen Daten der verstorbenen Person die Todesursache sowie Informationen zur Beförderungsart und dem Bestimmungsort. Erhältlich ist ein solcher Leichenpass beim zuständigen Standesamt und die Gebühren dafür unterscheiden sich je nach Gemeinde. Die Ausstellung eines Leichenpasses erfordert mindestens folgende Dokumente:

  • Totenschein mit Angabe der Todesursache
  • Sterbeurkunde oder Beurkundung des Todesfalls
  • Ärztliche Bescheinigung zur Unbedenklichkeit einer internationalen Überführung
  • Bestätigung für angemessenes Einsargen und Transport durch den Bestatter

Die ärztliche Bescheinigung kann das Krankenhaus, die Gerichtsmedizin oder das Gesundheitsamt ausstellen. Sie bestätigt, dass von einem Leichnam keine gesundheitliche Gefahr wie beispielsweise ein Seuchenrisiko ausgeht. Bei der Überführung einer Urne entfällt die ärztliche Bescheinigung oft.

Die Einhaltung übergeordneter und länderspezifischer Vorgaben ist maßgeblich, da Verstorbene andernfalls kurzfristig „umgesargt” werden müssen und juristische Konsequenzen wie Geldstrafen folgen können.

Was kostet der Transport Verstorbener ins Ausland?

Aufgrund der besonderen Dokumente und tendenziell deutlich größeren Distanzen ist die Überführung zu einem Beisetzungsort im Ausland in den meisten Fällen mit höheren Kosten verbunden. Auch hier gilt: Sprechen Sie mit uns. Wir stehen für eine professionelle, unkomplizierte und transparente Kommunikation und Beratung, um Sie bei allen Fragen und Planungen rund um die Abläufe und Überführungskosten im Todesfall – ob im Inland oder Ausland – zu unterstützen.

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Der Zinksarg als Transportmittel

Häufig werden Überführungen über lange Distanz auf dem Luftweg durchgeführt. Lässt die Entfernung es zu, ist allerdings auch eine Überführung in einem Fahrzeug möglich. Für die Überführung ins Ausland wird vom Bestatter immer ein Zinksarg verwendet, der zugelötet wird. Üblicherweise wird dieser Zinksarg zusätzlich in einen Holzsarg gebettet. Der gesamte Überführungssarg wird für den Transport meist in einer neutralen Kiste transportiert, damit beispielsweise auch die Nutzung von normalen Gepäckabteilen von Passagierflugzeugen möglich ist. Die speziellen Transporthüllen ermöglichen es, dass die übrigen Passagiere den Sarg als solchen beim Be- und Entladen nicht erkennen. Außerdem muss beim Transport mit dem Flugzeug sichergestellt sein, dass kein Unter- oder Überdruck im Sarg entsteht. Je nach Ländervorschrift kann auch eine zusätzliche Einbalsamierung des Leichnams benötigt werden.

Urnenversand

Eine unkomplizierte Variante der Auslandsüberführung ist die Überführung einer Urne. Die Urne mit der Asche des Verstorbenen wird vom Bestatter auf dem Postweg zum gewünschten Zielort im Ausland geschickt. Auch innerhalb Deutschlands wird die Urne häufig unkomplizert mit einem Kurier vom Krematorium zum Beisetzungsort überführt. Ein Urnenversand kommt jedoch nur dann in Frage, wenn eine Feuer-, See- oder Baumbestattung gewählt wurde und die Kremation bereits erfolgt ist.


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