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Was tun, wenn ein Angehöriger zu Hause stirbt?

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Todesfall: Was tun, wenn ein Angehöriger zu Hause stirbt?

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Viele unheilbar Krank wünschen sich, in der eigenen Wohnung zu sterben. Für viele Angehörigen ist das eine Belastung, die sie für den geliebten Menschen gern auf sich nehmen. Doch was geschieht, wenn der Todesfall zu Hause eintritt?

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste in Kurzform:

  • Bei einem Todesfall zu Hause informieren Angehörige zuerst eine ärztliche Fachkraft
  • Der Ablauf ist vom Erstellen des Totenscheins bis hin zur Bestattung sehr klar definiert
  • Es entstehen Kosten, die beim Todesfall zu Hause in der Nacht in der Regel höher ausfallen
  • Trotz des geregelten Prozesses haben Angehörige Zeit, sich in Ruhe zu verabschieden

Todesfall zu Hause: Vorgehen in der Nacht und am Tag

Ein Sterbefall kann überraschend eintreten oder absehbar sein – Letzteres beispielsweise bei einer unheilbaren Krankheit. Bis zum Ableben vergehen oft viele Wochen oder sogar Monate. Obwohl die Zeit für die Angehörigen, die die sterbende Person begleiten und gegebenenfalls pflegen, eine unvorstellbare Herausforderung ist, sollten Betroffene frühzeitig Vorkehrungen treffen und sich auf den Todesfall zu Hause vorbereiten.

Todesfall zu Hause: Verschiedene Anzeichen

Sobald die finale Sterbephase eintritt, sollten Hinterbliebene nicht von der Seite der sterbenden Person weichen. Indizien für die Finalphase sind unter anderem:

  • Extreme motorische Unruhe
  • Zunehmende Müdigkeit
  • Reduzierung der Nahrungsaufnahme
  • Blutdruckabfall
  • Veränderter Atemrhythmus

Angehörige erkennen die spezielle Schnappatmung am kontinuierlichen Abflachen der Atemtiefe. Das Luftholen setzt komplett aus und nach wenigen Sekunden sind wieder normale Atemzüge zu hören. Wer einen Sterbenden zu Hause begleitet, sollte jetzt bei der Person bleiben.

Wie ist das korrekte Vorgehen bei einem Todesfall zu Hause?

Bei allem nachvollziehbaren Verlustschmerz ist es bei einem Tod zu Hause wichtig, einige Dinge schnell zu erledigen. Sobald die sterbende Person nicht mehr atmet und kein Pulsschlag feststellbar ist, müssen Angehörige eine medizinische Fachkraft informieren. Unter normalen Umständen ist das der Hausarzt. Doch wie verhalten sich Betroffene, wenn der Todesfall zu Hause in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen eintritt? In dem Fall kontaktieren Hinterbliebene den Notruf oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst über die Telefonnummer 116117. Gleiches gilt, wenn die Hausarztpraxis allgemein keine Hausbesuche macht.

Warum benötigt es direkt nach dem Todesfall zu Hause – sogar in der Nacht – eine medizinische Fachkraft? Die kurze Antwort: Nur Ärzte dürfen den Tod eines Menschen eindeutig feststellen. Daher ist die erste Amtshandlung nach einem Sterbefall eine äußere Leichenschau. Im Zuge der gründlichen Untersuchung stellt das ärztliche Fachpersonal den Tod fest und notiert neben personenbezogenen Daten alle relevanten Ergebnisse in Bezug auf die Art und Ursache des Ablebens – die entsprechenden Informationen überträgt es in den Totenschein. Dadurch entstehen für die Hinterbliebenen Kosten, die in der Regel höher ausfallen, wenn die Untersuchung nachts stattfindet.

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Schritt für Schritt: Was tun bei einem Tod zu Hause?

Sobald Angehörige von einem Todesfall ausgehen, konsultieren sie ihren Hausarzt oder eine andere medizinische Fachkraft und bewegen den Leichnam nicht, bis diese eintrifft. Nach der Leichenbeschauung und der Festlegung einer natürlichen Todesursache erhalten die Hinterbliebenen die Todesbescheinigung. Auf der Grundlage des Dokuments setzen sie sich mit dem vorinformierten Bestattungshaus in Verbindung oder nehmen erstmals den Kontakt auf.

mymoria als Bestattungsunternehmen ist für die Überführung zuständig. Hierfür wird ein Sarg zum Ort des Sterbefalls gebracht. Dieser transportiert den Verstorbenen ins Bestattungsinstitut, welches Hinterbliebene ab sofort jederzeit kontaktieren können. Der nächste Schritt ist die Beantragung der Sterbeurkunde beim Standesamt, mit der weitere Aufgaben wie Vertragskündigungen erledigt werden.

Letztlich ist es egal, ob der Todesfall zu Hause, in der Nacht oder zum Beispiel in einem Krankenhaus eintritt: Die Angehörigen müssen die Art und den Termin der Beisetzung organisieren. Im Idealfall hat die verstorbene Person dahingehend zu Lebzeiten konkrete Wünsche geäußert, sodass entsprechende Planungen bereits vollzogen wurden. In dem Fall müssen Hinterbliebene maximal Detailfragen mit dem Bestattungsinstitut klären – zum Beispiel:

  • Welches Sargmodell oder welche Urne wird verwendet?
  • Soll der Sarg bei der Beerdigung offen sein?
  • Erfolgt eine private Aufbahrung des Leichnams?
  • Soll der Bestatter eine Todesanzeige aufgeben?
  • Welcher Grabschmuck soll es sein?

Je nachdem, wie Menschen mit einem Sterbefall umgehen, können die Aufgaben ablenken oder zusätzlich belasten. Angehörige sollten sich daher nie scheuen, Hilfe anzunehmen oder um Unterstützung zu bitten.

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Alles Wissenswerte bei einem Todesfall zu Hause

Auch wenn sich Angehörige über einen langen Zeitraum mental auf den Tag vorbereitet haben, ist ein Sterbefall in der Regel immer eine emotionale Ausnahmesituation. Wer schon vorher weiß, welche Szenarien auftreten können, wie man sich in bestimmten Fällen verhalten sollte und welche Optionen man hat, kann vermutlich klarere Entscheidungen treffen.

Todesfall zu Hause und in der Nacht: Entstehen Kosten?

Regulär fallen für die äußere Leichenbeschauung und das Ausstellen des Totenscheins rund 166 Euro an – berechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Der Preis gilt zunächst unabhängig von der Uhrzeit, allerdings kann sich die Rechnung durch Zuschläge erhöhen, die bei einem Todesfall zu Hause in der Nacht am höchsten sind.

So können medizinische Fachkräfte zum Beispiel ein Wegegeld berechnen:

AnfahrtIn der NachtAm Tag
Bis zu 2 km8,45 Euro4,23 Euro
Mehr als 2 bis 5 km12,07 Euro7,85 Euro
Mehr als 5 bis 10 km18,11 Euro12,07 Euro
Mehr als 10 bis 25 km30,16 Euro18,11 Euro

Die GOÄ legt zudem einen Nachttarif fest und unterteilt sowie bepreist ihn folgendermaßen:

  • Ärztliche Untersuchung zwischen 20:00 und 22:00 Uhr: 15,15 Euro
  • Ärztliche Untersuchung zwischen 06:00 und 08:00 Uhr: 15,15 Euro
  • Ärztliche Untersuchung zwischen 22:00 und 06:00 Uhr: 26,23 Euro

Das darf aber nicht bedeuten, dass Angehörige den Sterbefall trotz Kenntnis erst Stunden später melden. Hier gilt weiterhin: je schneller, desto besser.

Muss ich bei einem Todesfall zu Hause die Polizei informieren?

Im Regelfall müssen Angehörige bei einem Tod zu Hause nicht die Polizei kontaktieren. Anders verhält es sich, wenn zum Beispiel der Verdacht auf ein Verbrechen oder einen Suizid besteht. Auch das folgende Szenario ist denkbar: Die ärztliche Fachkraft vermutet im Zuge der Erstuntersuchung des Leichnams eine unnatürlichen Todesursache. In dem Fall muss sie die Polizei verständigen, die ihrerseits die Ermittlungen aufnimmt und die Staatsanwaltschaft einbezieht.

Tod zu Hause: Klarer Ablauf oder Trauerzeit?

Glücklicherweise beides. Bei einem Todesfall zu Hause – ob in der Nacht oder tagsüber – dürfen Angehörige den Leichnam bis zu 36 Stunden in der Wohnung oder im Haus lassen. In der Karenzzeit zwischen dem Ableben und der ersten Überführung können Familie und Freunde in Ruhe Abschied nehmen. Wichtig ist allerdings die Berücksichtigung der körperlichen Veränderung in Form von Totenflecken und der Totenstarre bis hin zum Verwesungsprozess, der bei hohen Temperaturen und ohne separate Kühlung wesentlich schneller einsetzt. Wer sich überfordert fühlt, kann auch einen Pflegedienst kontaktieren.

Nachdem der Totenschein erstellt wurde und wenn keine polizeiliche Ermittlung nötig ist, können die Angehörigen den Leichnam waschen, frisieren und umkleiden. Trotz der hohen emotionalen Belastung stellt das für viele Betroffene einen bedeutenden Teil der Trauerarbeit dar.

Was bedeutet Palliativversorgung?

Palliativmedizin greift, wenn Menschen so krank sind, dass der Tod nicht mehr vermeidbar und eine Verlängerung des Lebens aus medizinischer Sicht unmöglich ist. Statt einer Heilung konzentrieren sich die Palliativversorgung auf die Lebensqualität der Patienten. Sie lindert Schmerzen und andere Symptome und begleitet die Sterbenden auf ihrem letzten Weg – bis hin zum Todesfall zu Hause.

Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Zu den Bedingungen zählen:

  • Unheilbare Erkrankung
  • Bereitschaft seitens der Patienten
  • Keine ausstehenden Therapiemaßnahmen

Für Angehörige kann das eine enorme Erleichterung sein. Daher sollten Hinterbliebene prüfen, ob eine Palliativversorgung in ihrer Situation infrage kommt – auch im Sinne des betroffenen Menschen.


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