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Überführung eines Verstorbenen ins Ausland 

Überführung eines Verstorbenen ins Ausland 

Tritt ein Todesfall während des Urlaubs ein oder möchten Menschen mit einem Migrationshintergrund in ihrer ursprünglichen Heimat begraben werden, können die Verstorbenen ins Ausland überführt werden. Die Bestimmungen für Auslandsüberführungen sind je nach Land sehr unterschiedlich.

Innerhalb Europas ist der grundsätzliche Ablauf der Auslandsüberführung im Europäischen Übereinkommen über die Leichenbeförderung geregelt. Doch auch innerhalb Europas gibt es besondere Vorschriften, die bei solch einem Todesfall nur für ein einzelnes Land gelten. Vor allem Italien hat einiges an detaillierten Bestimmungen zu bieten. So muss dort der Sarg aus drei Zentimeter starkem Holz bestehen und in 15 Zentimeter Abständen einen Nagel aufweisen.

Auf jeden Fall müssen immer alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden, da sonst der Verstorbene kurzfristig umgesargt werden muss und als weitere juristische Konsequenz Geldstrafen folgen können.

Notwendige Dokumente zur Überführung ins Ausland

Auch bei den benötigten Unterlagen für eine Überführung ins Ausland gibt es länderspezifische Unterschiede. Verlangt werden im Todesfall eine internationale Sterbeurkunde und ein internationaler Leichenpass. Der internationale Leichenpass ist mehrsprachig und enthält neben den persönlichen Daten des Verstorbenen die Todesursache und Informationen zur Beförderungsart und Bestimmungsort. Dieser Leichenpass wird vom zuständigen Standesamt ausgestellt. Je nach Gemeinde muss mit Gebühren von 20 bis 120 Euro gerechnet werden. Das Standesamt benötigt zur Ausstellung eine Reihe von Unterlagen, dazu gehören die Sterbeurkunde, der Totenschein, die Bescheinigung eines Arztes, dass die Überführung unbedenklich ist sowie eine Bescheinigung vom Bestatter, die eine Einsargung gemäß den geltenden Vorschriften bestätigt. Die ärztliche Bescheinigung nach solch einem Todesfall kann das Krankenhaus, die Gerichtsmedizin oder das Gesundheitsamt ausstellen. Sie entfällt meistens, wenn nur die Urne ins Ausland überführt wird, da hier keine Gesundheitsgefahren oder Seuchenrisiken mehr bestehen.


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Für die Überführung ins Ausland wird vom Bestatter immer ein Zinksarg verwendet, der zugelötet wird. Üblicherweise wird dieser Zinksarg zusätzlich in einen Holzsarg gebettet. Der gesamte Überführungssarg wird für den Transport meist in einer neutralen Kiste transportiert, damit beispielsweise auch die Nutzung von normalen Gepäckabteilen von Passagierflugzeugen möglich ist. Die speziellen Transporthüllen ermöglichen es, dass die übrigen Passagiere den Sarg als solchen beim Be- und Entladen nicht erkennen. Außerdem muss beim Transport mit dem Flugzeug sichergestellt sein, dass kein Unter- oder Überdruck im Sarg entstehen kann.

Der Zinksarg als Transportmittel

Zusätzlich ist für einige Länder eine Beglaubigung durch die zuständige Botschaft erforderlich. Manchmal muss sogar ein Mitarbeiter der Botschaft zu Beginn des Transportes anwesend sein. Die Vereinigten Staaten, die Philippinen sowie einige Regionen Englands und Afrikas verlangen für die Überführung die Durchführung einer Thanatopraxie, also die Einbalsamierung und somit die Konservierung des Leichnams.

Für die Überführung ins Ausland muss immer ein Bestatter beauftragt werden, da nur dieser über entsprechende Fahrzeuge verfügt. Eine Überführung in einem Privatfahrzeug ist nicht erlaubt. Eine Überführung ins Ausland kann daher schnell zwischen 3.000 Euro und 6.500 Euro kosten. 



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