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Todesfall

Was tun, wenn ein Angehöriger zu Hause stirbt?

Zu Hause zu sterben, das ist der Wunsch vieler Kranken. In den eigenen vier Wänden werden sie versorgt und stets ist ein Angehöriger an ihrer Seite. Für die Familienmitglieder bedeutet diese Art der Pflege aber auch eine große Belastung.

Bis der Todesfall eintritt, vergehen viele Tage oder auch Wochen. Selbst wenn diese Zeit sehr aufreibend und schmerzhaft ist, sollten bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Wie geht man als Verwandter bei einem Todesfall zu Hause vor?

Sobald die finale Sterbephase eintritt, weichen Sie nicht von der Seite des Sterbenden. Indizien für die Finalphase sind unter anderem eine extreme motorische Unruhe, zunehmende Müdigkeit, Reduzierung der Nahrungsaufnahme sowie ein Blutdruckabfall und ein veränderter Atemrhythmus. Angehörige erkennt die spezielle Schnappatmung daran, dass sich die Atemtiefe kontinuierlich abflacht. Das Luftholen setzt ganz aus und nach wenigen Sekunden hört man, dass sich normale Atemzüge einstellen. Ein Angehöriger, der den Sterbenden zu Hause pflegt, sollte bei diesen Anzeichen den Sterbenden nicht alleine lassen.

Was tun, wenn der Todesfall eingetreten ist?

Bei allem Verlustschmerz ist bei einem Todesfall zu Hause wichtig, dass einige Dinge sofort erledigt werden. Sobald der Sterbende nicht mehr atmet und auch kein Pulsschlag feststellbar ist, muss ein Arzt informiert werden. Das kann der Hausarzt oder abends und am Wochenende der diensthabende Notdienst sein. Er wird die Leichenschau vornehmen, den Verstorbenen untersuchen und im Anschluss den Totenschein ausstellen. Ein fremder Arzt, der weder die Familie noch den Verstorbenen kennt, wird seine Untersuchung sehr gründlich durchführen. Dazu ist er verpflichtet – ansonsten darf den Totenschein nicht ausgestellt werden.

Sobald dieses wichtige Dokument vorliegt, ist ein Bestattungsunternehmen zu informieren. Dieses bringt einen Sarg mit und fährt den Toten zum Beerdigungsinstitut. Der Bestatter kann jederzeit kontaktiert werden und kümmert sich als Ansprechpartner um alle notwendigen Maßnahmen. Bei einem Todesfall zu Hause kann der Leichnam bis zu 36 Stunden im Haus oder der Wohnung bleiben, damit sich die Hinterbliebenen vom Verstorbenen verabschieden könne. An heißen Sommertagen sollte die Abholung jedoch zeitnah erfolgen, da der Verwesungsprozess des ungekühlten Leichnams wesentlich schneller einsetzt.

Stirbt ein naher Verwandter in der eigenen Wohnung oder im Haus, können die Hinterbliebenen in Ruhe Abschied nehmen. Der Verstorbene kann gewaschen und frisiert werden und mit dem Lieblingskleid oder dem besten Anzug angekleidet werden. Auch wenn dies eine schmerzhafte Zeit ist, kann diese Form des Abschiednehmens extrem hilfreich bei der Trauerbewältigung sein. Es ist das Letzte, was Hinterbliebene für den Verstorbenen tun können und es ist ein Erlebnis, welches sie ein Leben lang begleiten wird.

Die Beisetzung genau planen

Stirbt ein Verwandter zu Hause, müssen die Hinterbliebenen das zuständige Standesamt vom Ableben unterrichten. Dort wird die Sterbeurkunde erstellt, die man in mehrfacher Ausführung ausgehändigt bekommt. Diese Urkunde wird für die nächsten Schritte, die nach dem Tod zwingend erforderlich sind, benötigt.

Als Angehöriger kümmert man sich zunächst um die Form der Beisetzung. Im Idealfall hat der Verstorbene bereits im Vorfeld konkrete Wünsche für seine Bestattung und eine Trauerfeier geäußert und diese können dem Beerdigungsunternehmen mitgeteilt werden. Die Hinterbliebenen suchen den passenden Sarg oder im Falle einer Feuerbestattung eine Urne aus. Der Bestatter wird fragen, ob bei der Beerdigung ein offener Sarg bevorzugt wird oder ob dieser verschlossen bleibt. Wichtig ist auch zu überlegen, ob weitere Familienmitglieder Abschied nehmen möchten. Beerdigungsinstitute stellen dafür einen speziellen Raum zur Verfügung, wo der Verstorbene im offenen Sarg aufgebahrt wird. Nach Wunsch kann Grabschmuck ausgewählt, eine Todesanzeige in Auftrag gegeben und eine Trauerfeier oder ein Leichenschmaus geplant werden.