Header
Trauerkarten und Beileidskarten

Beileidsbekundungen richtig verfassen

mymoria
>

Beileidsbekundungen: So schreiben Sie eine Trauerkarte

>
Bestattung planen >
Trauerkarten, Kondolenzschreiben, Beileidskarten und das Kondolenzbuch werden nach einem Todesfall genutzt, um den Angehörigen des Verstorbenen Beileid auszusprechen und Trost zu spenden. Doch wie verfasst man die Anteilnahme richtig?

Inhaltsverzeichnis


Das Wichtigste in Kurzform

  • Beileidsbekundungen können mündlich und schriftlich erfolgen
  • Beileidsschreiben unterscheiden sich primär in Trauerkarten, Briefen und dem Kondolenzbuch
  • Eine Beileidsbekundung spendet den Hinterbliebenen von Verstorbenen Trost und Mitgefühl, bietet Unterstützung und spricht das Beileid aus
  • Beileidsschreiben bestehen aus handgeschriebenen, persönlichen Texten und können mit Gedichten, Zitaten und Ähnlichem ergänzt werden
  • Eine Sonderform ist das Kondolenzbuch, das bei Trauerfeiern öffentlich ausliegt und sich in der Gestaltung vom Gedenkbuch unterscheidet

Beileidsbekundungen – worauf muss ich achten?

Wenn Sie jemandem schriftlich Ihr Beileid aussprechen, schreiben Sie einem Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation. Umso wichtiger ist es, die richtigen Worte, den passenden Zeitpunkt und das angemessene Format für Beileidsbekundungen zu wählen. Im Vordergrund steht immer die Unterstützung von Familien- und Freundeskreis der verstorbenen Person, um Trost und die Erkenntnis zu spenden, in der schweren Zeit mit ihrer Trauer nicht allein zu sein.

Nicht allen Menschen fällt es leicht, Beileid zu bekunden. Das ist normal und verständlich, denn auch für Kondolierende ist eine solche Situation oft neu. Unsere Tipps helfen Ihnen bei der Auswahl und Formulierung von Beileidsbekundungen – sei es als Trauerkarte, Beileidsschreiben oder im Kondolenzbuch.

Sie müssen eine Bestattung organisieren? Wir helfen Ihnen dabei!

In nur 3 Schritten können Sie mit mymoria eine individuelle Bestattung planen – ganz einfach von zu Hause aus. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an!

Jetzt Bestattung planen

Beileid aussprechen: Die wichtigsten Begriffe

Tröstende Worte drücken die Anteilnahme am Tod eines für die Trauernden wichtigen Menschen aus – auch wenn wir diesem Menschen selbst weniger nahestanden.

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die verschiedenen Formen von Beleidsbekundungen im Überblick.

FormatCharakteristik
Trauerkarte, Beileidskarte, KondolenzkarteIn der Regel gekaufte Karte mit einem Trauermotiv und/oder Spruch vorne und Platz für persönliche Worte im Inneren
Beileidsbrief, Kondolenzbrief, TrauerbriefBesonders ausführliche und persönliche Variante auf schlichtem Briefpapier für sehr nahestehende Menschen
Eintrag im KondolenzbuchFür alle Trauergäste öffentlich zugängliches Buch, das die Hinterbliebenen am Ende der Trauerfeier erhalten

Für das schriftlich formulierte Beileid fungieren als Oberbegriffe primär Beileidsschreiben sowie Kondolenzschreiben und auch das Wort „Trauerschreiben” fällt in die übergeordnete Kategorie.

Wem sende ich eine Beileidsbekundung?

Wenn die verstorbene Person ein Teil Ihres Lebens war, ist eine schriftliche Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen im Normalfall angebracht. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob der Verstorbene ein langjähriger Freund oder ein Bekannter war. Je näher man dem Verstorbenen stand, desto persönlicher kann das Schreiben aber formuliert werden.

Das gilt für den privaten Rahmen. Im offiziellen Kontext sprechen Menschen, die sich in der Verantwortung sehen, ihr Beileid zu bekunden, ihre Anteilnahme trotz fehlender persönlicher Nähe oft in einem ausführlichen Schreiben aus – das betrifft zum Beispiel Arbeitgeber.

Wer von einem Todesfall im Arbeitsumfeld erfährt, kann sein Beileid auch einem Kollegen aussprechen, ohne den verstorbenen Menschen persönlich gekannt zu haben. Ebenso respektvoll ist die Anteilnahme am Tod eines unbekannten Menschen, der einer nahestehenden Person viel bedeutete. In solchen Fällen bieten sich mündliche Beileidsbekundungen an.

Beileid bekunden: Der richtige Zeitpunkt

Da Menschen mit ihrer Trauer unterschiedlich umgehen, ist der passende Zeitpunkt für tröstende Worte und Beileid sehr individuell. Ratsam ist, das Kondolenzschreiben oder die Beileidskarte zeitnah nach der Mitteilung des Todesfalls zu versenden. Eine solche Mitteilung kann ebenfalls schriftlich in Form einer Karte oder auf digitalem Weg sowie mündlich von einem Angehörigen oder einem Bekannten der Hinterbliebenen erfolgen.

Auf diese Weise können Empfänger von Beileidsbekundungen selbst entscheiden, in welchem Stadium der Trauer sie ein Schreiben lesen. Manche Menschen freuen sich über die Anteilnahme und ziehen allein aus dem Vorhandensein von Beileidsschreiben einen tröstenden Wert, warten mit dem Öffnen der Post aber, bis der Schmerz über den Verlust etwas abgeklungen ist. Daher empfehlen sich geschriebene Beileidstexte, obwohl die mündliche Anteilnahme persönlicher wirkt.

Ein späteres Schreiben kann die Angehörigen zudem in ihrer fortgeschrittenen Trauerbewältigung stören und sie gegebenenfalls erneut aufwühlen.

Sie benötigen Beispiele für die Formulierung einer Trauerkarte oder sind auf der Suche nach einem schönen Trauerspruch?

Trauersprüche

Kondolenzbrief oder Trauerkarte schreiben: Wie geht das?

Viele Menschen wissen nicht, ob sie Beileidskarten schreiben oder einen Kondolenzbrief aufsetzen sollen. Und überhaupt: Was schreibt man in eine Beileidskarte und was gehört in den Brief? Die Antwort auf die erste Frage liefert oft die Nähe zur verstorbenen Person und zu den Hinterbliebenen sowie Angehörigen – je näher man den Menschen steht, desto mehr möchte man in der Regel ausdrücken. Wer bei der Wortwahl blockiert ist, sollte nicht an der Qualität der eigenen Anteilnahme zweifeln, denn das Schreiben allgemein und speziell von Beileidsbekundungen liegt nicht jedem Menschen. Daher sind auch Sprüche für Beileidskarten, Gedichte oder Zitate von Persönlichkeiten willkommene Optionen und Inspirationen, um einen Brief oder eine Trauerkarte zu schreiben.

Was schreibt man in eine Trauerkarte oder in einen Brief?

Mitfühlende und tröstende Worte stellen auch für besonders empathische Menschen nicht selten eine Herausforderung dar. Das sollte aber nie dazu führen, dass auf ein Kondolenzschreiben oder Ähnliches verzichtet wird.

Egal, ob Sie Beileidssprüche für die Hinterbliebenen verwenden oder Ihre Anteilnahme in eigenen Worten ausdrücken, Beileidsbekundungen richten sich immer an die Angehörigen des Verstorbenen und dienen nicht der Selbstdarstellung. Der Text einer Trauerkarte soll Beileid, Trost sowie Mitgefühl und nicht die eigene Trauer ausdrücken. Das gilt auch für den Kondolenzbrief, wobei der „Raum für mehr” hier eher vorhanden ist, um auch die persönliche Beziehung zum Verstorbenen zu thematisieren.

Verfassen Sie das Kondolenzschreiben händisch, formulieren Sie persönlich, klammern Sie ihre eigene Trauer vorwiegend aus und achten Sie auf ein pietätvolles Drumherum.

Die Anrede in der Trauerkarte und im Brief sollte namentlich erfolgen – je nach Bekanntheitsgrad mit dem Vor- oder Nachnamen. Falls sich das Beileidsschreiben an mehrere Adressaten richtet, ordnet sich die Anrede nach der Beziehung zum Verstorbenen und dessen Familie – vertraute Personen können zu Beginn persönlich angesprochen werden und die anderen Familienmitglieder im Anschluss beispielsweise mit einem „liebe Familie [Nachname]”.

Persönliche Worte für eine Trauerkarte oder ein anderes Beileidsschreiben wählen

Die Geste allein zählt? Für Beileidsbekundungen gilt das nicht. Auch der Trauerspruch für die Beileidskarte sollte persönlich ausfallen und nicht aus einer x-beliebigen Internetvorlage bestehen. Es ist vollkommen in Ordnung, sich von fremden Texten inspirieren zu lassen, doch eine Formulierung im eigenen Wortlaut mit persönlichem Touch ist immer ratsam. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie beispielsweise eine Trauerkarte schreiben, können Sie ein Beispiel verfassen und die persönliche Meinung von Freunden oder der Familie einholen.

Unpersönliche Anreden wie „An das Trauerhaus” oder „An die trauernde Familie” sollten Verfasser von Beileidsbekundungen ebenfalls vermeiden. Das gilt auch für plumpe Lebensweisheiten, Floskeln und Plattitüden. Einige Beispiele für inhaltliche No-Gos:

  • Die Zeit heilt alle Wunden
  • Das wird schon wieder
  • Irgendwann wächst Gras darüber
  • Das Leben geht weiter
  • Alles wird gut
  • Kopf hoch

Persönliche einfühlsame Worte sind der richtige Weg, um den Sinn einer Beileidsbekundung zu erfüllen. Die folgenden Fragen können vor allem bei längeren Texten helfen:

  • Woher und wie lange kennen Sie den Verstorbenen?
  • Warum war der Verstorbene ein besonderer Mensch?
  • Welche schönen Momente gab es mit der Person?

Nicht die eigene Trauer fokussieren

Die eigene Trauer ist keine Voraussetzung, um Beileidsbekundungen per Karte oder Brief zu schreiben oder in das Kondolenzbuch einzutragen. Wer vom Tod der verstorbenen Person selbst emotional betroffen ist, sollte die eigene Trauer dennoch zurückstellen. Das Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid” funktioniert im Kontext von Beileidsbekundungen nur spärlich – der Trost für die Hinterbliebenen ist wichtiger als die individuellen Gefühle.

Angemessenes Briefpapier verwenden

Bei einer schriftlichen Beileidsbekundung ist neben dem Text die äußere Form wichtig. Offizielle Trauerkarten sind normalerweise so konzipiert, dass Sie zum Anlass passen. Wer selbst eine Karte erstellt oder ein neutrales Produkt kauft, sollte darauf achten, dass es nicht zu farbenfroh ist. Auch als Briefpapier eignen sich schlichte und dezente Varianten – in Weiß und als hochwertige Ausführung. Briefpapier und Umschläge mit einem Trauerrand sind der Familie des Verstorbenen vorbehalten, um den Todesfall bekanntzugeben.

Es ist nie zu früh sich mit der Bestattungsplanung zu beschäftigen!

Bereits wenn sich der bevorstehende Tod ankündigt und die ersten Anzeichen auf das nahende Ende hinweisen, können in Absprache mit dem Sterbenden Wünsche für die Bestattung festgehalten werden.

Bereits jetzt Wünsche festhalten

Kondolenzbuch: Eintrag richtig verfassen

Eine andere Möglichkeit, ein Beileidsschreiben persönlich zu verfassen, ist das Kondolenzbuch, das früher in Kreisen von Personen des öffentlichen Lebens stark verbreitet war. Bei Trauergemeinden entwickelte es sich zu einer optionalen Anteilnahme, ohne mit den trauernden Angehörigen in direkten Kontakt zu treten – je nach Größenordnung und individueller Trauerbewältigung kann die Vielzahl an Kondolierenden auch belastend statt tröstend sein.

Inzwischen hat sich die Tradition in allen Bevölkerungsschichten durchgesetzt und kommt neben privaten Trauerfeiern auch nach Naturkatastrophen oder Ereignissen, die vielen Menschen das Leben kosteten, zum Einsatz. Meist liegt das Kondolenzbuch öffentlich aus und bietet jedem Trauergast die Möglichkeit, einige Zeilen der Anteilnahme zu verfassen. Am Ende der Trauerfeier erhalten es die Angehörigen.

Was trage ich im Kondolenzbuch ein?

Wer sich im Kondolenzbuch einträgt, kann seine Anteilnahme schreiben, sein Beileid aussprechen und den Text auch durch tiefer gehende persönliche Worte erweitern. Je näher man dem Verstorbenen stand, desto angebrachter ist ein persönlicher Gruß für die Angehörigen. Lassen sich die richtigen Worte nicht finden, weil der Verstorbene zum Beispiel nicht zum Bekanntenkreis gehörte, kann auch eine Beileidsbekundung in Form der Unterschrift genügen. Tröstende Worte sind aber weitaus hilfreicher.

Auch zuvor herausgesuchte passende Trauerlyrik kann im Kondolenzbuch Platz finden. Letztlich sind alle Beileidstexte erlaubt, die den Trauernden Unterstützung bieten.

Worin unterscheiden sich Kondolenz- und Gedenkbuch?

Das Gedenkbuch ist eine Erweiterung zum Kondolenzbuch. Es beinhaltet Fotos der Trauerfeier, die beispielsweise die Trauergemeinschaft, die Floristik und die Dekoration des Sarges umfassen. Wenn eine Aufbahrung stattfand, können je nach persönlichem Empfinden auch davon Fotos in das Gedenkbuch aufgenommen werden – bei allen Fragen zur Thanatopraxie und den Methoden steht den Angehörigen das Bestattungsinstitut zur Seite.

Die Gestaltung des Gedenkbuches erfolgt individuell und wird mit verschiedenen Texten ergänzt – vom Liedtext bis hin zum selbst verfassten Gedicht.

Gibt es digitale Kondolenzbücher?

Heutzutage sind Online-Kondolenzbücher weit verbreitet. Auf virtuellen Gedenkseiten können Menschen jederzeit ihr Beileid, Mitgefühl und ihre Trauer ausdrücken. Ein Vorteil ist die einfache Vernetzung, denn die Einträge in den ständig wachsenden Erinnerungsalben können mit einer Community geteilt werden. Manchmal entsteht dadurch sogar ein Austausch zwischen Fremden, die über die gemeinsame Trauer zueinanderfinden. Auch die digitale Form der Anteilnahme und Beileidsbekundung hilft beim Schöpfen neuer Kraft.


Mehr zum Thema Todesfall

Diesen Beitrag teilen:
24 Stunden für Sie da
0800 803 8000
Erhalten Sie ein unverbindliches Angebot für eine Bestattung
Bestattung planen >

Diesen Beitrag teilen:
Bestattung planen >
Sie haben noch Fragen?
Ab morgen früh sind die folgenden Kundenberater für Sie erreichbar:
Persönliche Beratungsgspräche finden täglich von 8:00 - 20:00 Uhr statt. In dringenden Fällen ist unsere Service-Hotline 24 Stunden für Sie erreichbar.
../../../images/partners/google.svg
sehr gut (203)
../../../images/partners/trustedShops.png
sehr gut (4.77 / 5.00)
../../../images/partners/tuv.svg
0800 803 8000service@mymoria.de0160 93 19 52 38