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Künstler Tim Bengel im Interview mit mymoria

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Interview

Tim Bengel

Der Künstler Tim Bengel zeigt seine beliebten Steintafeln mit Sprüchen wie „Just did it“ oder „I had a really, really, really good time“ nicht nur in Galerien, sondern jetzt auch in unseren Bestattungsboutiquen. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

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Inhaltsverzeichnis


Der zeitgenössische Künstler Tim Bengel stammt ursprünglich aus Stuttgart und verlässt für die Vermarktung gern die klassischen Wege. Nicht zuletzt darum hat er sich entschieden, mit seinen Werken die Wände der mymoria Bestattungsboutiquen in Köln und München zu schmücken.

Mit den aus italienischem Marmor gefertigten Grabplatten stellt der Künstler nicht nur existenzielle Fragen über das Leben, er regt uns Betrachtende auch zum Nachdenken über unsere eigene Endlichkeit an. Ende 2019 stellte Bengel seine insgesamt 100 verschiedenen Grabsteine zum ersten Mal in einer spektakulären Installation aus, die weltweite Beachtung fand.

Mit den kunstvoll gefertigten Steinplatten vereint Tim Bengel und mymoria vor allem eins: ein normaler, zwangloser und unbeschwerter Umgang mit dem Tod.

Unser Geschäftsführer Björn Wolff hat Tim Bengel zum Interview getroffen und ihn gefragt, was er mit seinen Grabsteinen bewirken möchte und warum genau er sie in den mymoria Bestattungsboutiquen ausstellt.

Das Interview

mymoria: Warum beschäftigst du dich als junger Mensch unter 30 mit dem Tod und machst das Thema Bestattungen durch deine Steine und die Installation „FlowerSkullCemetery“ so präsent?

Tim Bengel: Bei vielen Menschen wird die Sinnfrage immer präsenter. Die meisten Bewohner der westlichen Welt haben alle Grundbedürfnisse wie Essen, Wohnen und Sicherheit abgedeckt. Was dann kommt ist die Frage nach dem „why?”. Wieso lebt man und wie richtet man sein Leben aus, damit man am Ende lachenden Auges zurückschauen kann?

Jetzt stellst du deine Kunst statt in Galerien bei mymoria zum ersten Mal bei einem Bestatter aus. Wie ist das für dich? Welches sind die Unterschiede? Ist (deine) Kunst eine Brücke zum Tabuthema Tod?

Mit meiner Kunst möchte ich Brücken bauen. In diesem Projekt speziell zum schwierigen Thema Tod, wobei auch das natürlich das Leben in den Fokus setzen will. Eine Brücke möchte ich auch bauen aus der „Kunst-Bubble”, um noch mehr Menschen mit Kunst begeistern zu können. Deshalb finde ich es super, wenn man Kunst an unerwarteten Orten trifft.

Wie gefallen dir unsere Bestattungsboutiquen und die Idee, Bestattungshäuser zu modernen transparenten Orten für Begegnung und Gespräche zu machen?

Begegnungen und Gespräche tun jeder Branche gut. Vor dem Bestattungshaus in meinem Heimatort habe ich mich immer gegruselt. Es hatte keine Fenster und alte Särge standen davor. Daher finde ich es toll, wenn man über schwierige Themen an schönen Orten reden kann.

Jeder deiner zehn Steine, die jeweils in den mymoria-Filialen in Köln und München hängen, hat einen eigenen Spruch. Gibt es eine Botschaft, die sie verbindet?

Alle sind Antworten auf die Frage: „Warum habe ich (nicht) gelebt?”. Die Antworten darauf können witzig sein, ein positives Feedback ziehen oder auch als Mahnmal fungieren.

Hast du schon überlegt, wie du selbst mal bestattet werden möchtest und hast du vielleicht sogar eine Bestattungsvorsorge abgeschlossen? Wenn du eine Bestattung planen müsstest, wo würdest du hingehen? Online von zu Hause oder in eine Bestattungsboutique?

Als Optimist werde ich das nicht in meinen Zwanzigern machen, obwohl ich auch weiß, dass der Tod manchmal unerwartet vor der Türe steht.

Welche Bestattungsart kannst du dir für dich vorstellen und was steht auf deinem Stein?

Im besten Fall steht auf meinem Stein „I was present”. Mehr kann ich im Leben nicht erreichen als die Zeit bewusst in der Gegenwart zu verbringen und nicht mit den Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu hängen. Nach meinem Leben darf mich gerne der Wind um die Welt verwehen.

Wie offen begegnen dir Menschen für das Thema und merkst du hier Unterschiede bei den Generationen? Wir erleben bei mymoria jeden Tag, wie schwierig es für Angehörige ist, wenn Verstorbene nicht über ihre Wünsche gesprochen oder eine Vorsorge abgeschlossen haben. Kannst du dir vorstellen, dass deine Generation offener und normaler über Tod und Bestattung redet als eure Eltern und Großeltern?

Ich denke das Thema Tod ist immer noch sehr abstrakt. Sterben wird oft als etwas Außergewöhnliches angesehen, dabei ist es das Normalste und Natürlichste der Welt. Milliarden Menschen und Tiere sind schon vor uns gestorben, wir aktuell Lebenden werden alle sterben und auch alle Lebewesen nach uns werden sterben. Man sollte das nicht so bitter ernst nehmen und sich auf das Leben im Augenblick einlassen.

2019. Installation Berlin 6 (1).jpg

Kunst online

Tim Bengels Bilder sowie seine Grabplatten können Sie jederzeit auch auf seinem Instagramkanal oder seiner Homepage bewundern.

Die eigene Bestattung planen

Sie fühlen sich inspiriert und möchten gern bereits jetzt festlegen, welcher Grabstein von Tim Bengel einmal Ihr Grab schmücken soll? Sie wollen sich generell zum Thema Bestattung informieren und die eigene nicht dem Zufall überlassen? Informieren Sie sich jetzt bei uns zu Ihrer Bestattungsvorsorge!

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