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Sterbegeldversicherung vs. Sparbuch: Vor- und Nachteile

© unsplash.com/edar

Kommt es zu einem Sterbefall, können sich die Bestattungskosten schnell auf durchschnittlich 5000 Euro belaufen. Bis 2003 war das Sterbegeld ein fester Bestandteil der gesetzlichen Krankenkassenleistungen, um Angehörige im Hinblick auf die Kosten finanziell zu unterstützen. Nachdem dieses nun abgeschafft wurde, steht jeder selbst in der Verantwortung, für den Ernstfall vorzusorgen und die Hinterbliebenen vor finanzieller Belastung zu bewahren. Neben der Vorsorge mittels eines Vorsorgevertrages mit dem Bestattungsunternehmen, erwägen viele den Abschluss einer privaten Sterbegeldversicherung oder das Anlegen auf einem eigens dafür eingerichteten Sparkonto. Doch welche dieser beiden Möglichkeiten ist sinnvoller? Was sind die Vor- und Nachteile und welche Variante lohnt sich für Sie am ehesten?

Vorteile der Sterbegeldversicherung gegenüber dem Sparbuch

Was genau ist eigentlich die Sterbegeldversicherung und wie funktioniert sie? Zu den kapitalbildenden Lebensversicherungen zählend, ermöglicht sie dem Versicherten, vertraglich eine Versicherungssumme zwischen 2000 – 10000 Euro festzulegen und die Police durch entsprechende Beitragszahlungen zu finanzieren. Wohingegen das auf dem Sparkonto hinterlegte Geld erst nach mehreren Jahren eine anständige Summe ergibt, zahlt die Versicherung im Todesfall nach einer gewissen Wartezeit bereits die volle Versicherungssumme. Kommt es zu einem Unfalltod, kann der Betrag auch ohne Ablauf einer bestimmten Frist ausgezahlt werden. Bei voriger Vereinbarung verdoppelt sich sogar die Summe. Auch erwirtschaftete Überschüsse und Gewinnanteile durch die Anlage auf dem Kapitalmarkt gehen im Sterbefall an die vertraglich begünstigte Person. Dies bietet den Hinterbliebenen eine schnelle Unterstützung und unmittelbare Finanzierungshilfe für die Bestattung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensversicherungen, ist eine Gesundheitsprüfung bei Abschluss einer Sterbeversicherung nicht zwingend notwendig. Auch gesundheitlich vorbelastete Personen haben also die Möglichkeit auf eine Versicherung. Sind Sie bei bester Gesundheit, lohnt es sich trotzdem, die Gesundheitsfragen zu beantworten und damit einen günstigeren Tarif zu erhalten.

Die Beitragszahlung kann auf einmal erfolgen oder monatlich entrichtet werden. Dies stellst zwar auf der einen Seite eine konstante Zahlungsverpflichtung dar, gewährleistet jedoch, dass das so erwirtschaftete Geld auch zweckgerichtet ausgegeben wird. Da bei einem Sparbuch der Verwendungszweck frei bestimmt werden kann, besteht oftmals die Versuchung, das Guthaben für anderweitige Zwecke auszugeben. Auf die Höhe der Beiträge wirkt sich unter anderem das Eintrittsalter des Versicherten aus. Je eher die Versicherung abgeschlossen wird, desto geringer fällt der finanzielle Aufwand aus. Sind Sie zwischen 50 und 65 Jahre alt, haben Sie also die Chance auf einen günstigeren Tarif in der Sterbegeldversicherung. Ab dem Erreichen eines Höchstalters von meist 85 Jahren, fallen die Beitragszahlungen komplett weg und der Versicherungsschutz besteht weiterhin.


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Auch zu Lebzeiten bringt der Abschluss einer Sterbegeldversicherung einige Vorteile mit sich. Die entrichteten Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden und auch im Falle einer Insolvenz ist das Versicherungsguthaben im Gegensatz zur Anlage auf dem Sparbuch nur bedingt pfändbar. Erst ab einer Summe von 3579 Euro ist die Pfändung möglich. Kommt es zu finanzieller Bedürftigkeit und werden im Zuge dessen staatliche Leistungen in Form von Arbeitslosengeld II beantragt, zählt die Sterbegeldversicherung zum sogenannten Schonvermögen und kann weder durch das Amt gekündigt noch auf das verwertbare Vermögen angerechnet werden. Zudem entstehen den Erben durch den Abschluss der Versicherung einige Vorteile. Da sie nicht in die Erbmasse eingerechnet wird, kann das Erbe zwar ausgeschlagen werden, die Versicherung aber trotzdem zur Finanzierung der Bestattung verwendet werden.

Nachteile der Sterbegeldversicherung gegenüber dem Sparkonto

Das Anlegen eines Sparbuchs zum Zweck der Bestattungsfinanzierung ist im Gegensatz zum Abschluss einer Sterbegeldversicherung flexibler. Die Höhe und Frequenz der Einzahlungen können je nach finanzieller Situation angepasst werden oder bei Engpässen auch mal ganz ausgesetzt werden. Es wird also keine Verpflichtung eingegangen und nur Sie haben die volle Kontrolle über die Konditionen Ihrer Einzahlungen. Sollte es zu einem dringenden finanziellen Notfall kommen, kann das Konto zudem aufgelöst werden und die angesparte Summe verfügbar gemacht werden.

Auch für bestimmte Altersgruppen kann sich die Geldanlage auf einem Sparkonto eher lohnen. Mit zunehmendem Eintrittsalter steigen die Versicherungsbeiträge und es empfiehlt sich, Kosten und Nutzen genauer unter die Lupe zu nehmen. Nehmen Sie das Sparen für Ihre Bestattung selbst in die Hand, haben Sie einen transparenteren Überblick über Ihr angespartes Guthaben und stets nur so viel Geld zur Verfügung, wie Sie eigenhändig angespart haben, zuzüglich der entsprechenden Zinsen.

Ein weiterer Vorteil ist die unmittelbare Verfügbarkeit des Sparbuchguthabens. Auch ohne Wartezeit kann mit Ihrer Vollmacht auf den Betrag zugegriffen werden und dieser im Todesfall jederzeit für die Finanzierung der anfallenden Kosten verwendet werden. In einigen Versicherungspolicen ist sogar nur die teilweise Erstattung der eingezahlten Beiträge festgelegt, kommt es zum Tod vor Ablauf der Wartezeit.

Fazit: Finden Sie Ihre individuelle Lösung

Beide Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge haben ihre Vor- und Nachteile. Ihre individuelle Lebenssituation ist ausschlaggebend dafür, welche Variante für Sie die sinnvollere ist. In jedem Fall lohnt sich ein Blick in die verschiedenen Versicherungstarife und ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter. Informieren Sie sich auch über andere Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge und finden Sie die für Sie passendste Lösung.



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