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Bestattungsverfügung: Wünsche für die eigene Bestattung festhalten

Bestattungsverfügung: Wünsche für die eigene Bestattung festhalten

In einer Bestattungsverfügung können bereits zu Lebzeiten Wünsche für die eigene Bestattung festgehalten werden. Hinterbliebene sind im Todesfall nach Möglichkeit dazu verpflichtet, diesen Wünschen zu folgen. Erfahren Sie alles über die Vorteile einer Bestattungsverfügung.

Vorteil einer Bestattungsverfügung

Die eigene Bestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach persönlichen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche durchgeführt wird.

Entlastung der Hinterbliebenen

Der Tod eines Menschen stellt für Angehörige in der Regel eine Ausnahmesituation dar, die emotional stark belastend ist. Die Organisation der Bestattung kann schnell zu Überforderung führen, da in kurzer Zeit zahlreiche Entscheidungen für das weitere Verfahren getroffen werden müssen. Vage Vorstellungen über die Wünsche des Verstorbenen und verschiedene Auffassungen dazu, wie eine angemessene Bestattung gestaltet sein sollte, erschweren die Planung.


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Eine zu Lebzeiten verfasste Bestattungsverfügung kann Hinterbliebene in dieser Situation entlasten. Die verschriftlichten Wünsche des Verstorbenen erleichtern Angehörigen diverse Entscheidungen und garantieren die angemessene Gestaltung der Bestattung.

Hinweis:

Im Rahmen einer Bestattungsvorsorge kann beispielsweise auch ein Treuhandkonto für sämtliche Bestattungskosten, die auf Angehörige zukommen, eröffnet werden.

Reibungsloser Ablauf bei der Organisation

Für verschiedene Bestattungsarten ist die Kremation eines Verstorbenen erforderlich. Hierfür wird nur dann eine Genehmigung erteilt, wenn die Kremation der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen war.

In einer Bestattungsverfügung kann der Wunsch für die bestimmte Form einer Bestattung festgehalten werden. Die Bestattungsverfügung ist als Einverständniserklärung für eine Kremation eindeutig und ausreichend.

Berücksichtigung der eigenen Wünsche

Unfälle oder schwere Krankheiten können dazu führen, dass die betroffene Person den eigenen Willen nicht mehr äußern kann. Auch der plötzliche Tod kann dazu führen, dass Hinterbliebene die Bestattung eines geliebten Menschen organisieren müssen, ohne jemals mit diesem über seine Wünsche gesprochen zu haben.

In einer Bestattungsverfügung kann frühzeitig festgelegt werden, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus kann jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festgelegt werden. Den verschriftlichten uns ausdrücklichen Wünschen eines Verstorbenen muss bei der Bestattungsplanung nach Möglichkeit gefolgt werden. So wird durch eine Bestattungsverfügung gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche durchgeführt wird.


Form einer Bestattungsverfügung

Eine Bestattungsverfügung sollte im Idealfall handschriftlich verfasst sein, um Zweifel an der Echtheit auszuschließen. Es bestehen allerdings keine rechtlichen Vorgaben zur Form einer Bestattungsverfügung. Das Dokument erfordert keine notarielle Beglaubigung. Die Bestätigung eines Notars oder Hausarztes kann die Glaubhaftigkeit der Verfügung jedoch stärken. Die abschließende Unterschrift des Verfügenden ist in einer Bestattungsverfügung unerlässlich.

Inhalt einer Bestattungsverfügung

Angaben im Überblick

In einer Bestattungsverfügung wird festgehalten, wie und in welcher Form die eigene Bestattung durchgeführt werden soll. Das Dokument sollte bestimmte Angaben des Verfügenden enthalten:

  • Eindeutige Überschrift zur Kennzeichnung des Dokuments als Bestattungsverfügung
  • Erstellungsdatum
  • Name
  • Adresse
  • Geburtsdatum
  • Eindeutige Vorgaben zur Bestattung
  • Wünsche zur Trauerfeier
  • Nennung von entscheidungsberechtigten Personen im Zweifelsfall
  • Kremationsverfügung (sofern erwünscht)
  • Weitere Hinweise (etwa der Aufbewahrungsort wichtiger Dokumente)
  • Unterschrift des Verfügenden
Hinweis:

Bei der Erstellung einer Bestattungsverfügung sind Ihnen Bestattungsunternehmen gerne behilflich. So stellen Sie sicher, dass keine entscheidenden Punkte ausgelassen werden.

Angaben zur Bestattung und Trauerfeier

Der Inhalt des Hauptteils kann frei gestaltet werden und verschiedene Wünsche beinhalten:

  • Form der Beisetzung
  • Ort der Beisetzung
  • Grabstelle
  • Wahl einer Urne oder eines Sarges
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung
  • Floristik und Dekoration
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Gästeliste für die Trauerfeier
  • Kleidungswünsche
  • Weitere Programmpunkte der Trauerfeier

Hinweis: Wünsche und Vorgaben sollten in einer Bestattungsverfügung möglichst eindeutig und unmissverständlich formuliert werden. Der Verfügende sollte sich nicht vor anweisenden Formulierungen scheuen, da diese Hinterbliebenen eine klare Entscheidung ermöglichen.

Aufbewahrung der Bestattungsverfügung

Die Bestattungsverfügung sollte an einem gut zugänglichen Ort aufbewahrt werden, der Angehörigen ebenfalls bekannt ist. Idealerweise sind weitere wichtige Dokumente wie der Personalausweis oder die Versichertenkarte ebenfalls an diesem Ort abgelegt. Das Dokument kann auch einer vertrauenswürde Person, dem zuständigen Pfarramt, der Friedhofsverwaltung oder einem gewünschten Bestattungshaus ausgehändigt werden.

Hinweis:

Vermerken Sie die Bestattungswünsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet.

Hinweise zur Bestattungsverfügung

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungswünsche auch ein offenes Gespräch mit Ihrer Familie. Vor allem bei ausgefallenen Bestattungswünschen ist dies ratsam. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer Wünsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Unstimmigkeiten innerhalb der Familie zur Gestaltung der eigenen Bestattung können zu Lebzeiten in einem klärenden Gespräch beseitigt werden.




Haben Sie Fragen? Unsere Bestattungsexperten helfen gerne