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Vorsorge: Überblick über Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge

Mit einer Bestattungsvorsorge können bereits zu Lebzeiten Vorkehrungen für die Finanzierung und Organisation der eigenen Bestattung getroffen werden. So können Hinterbliebene maßgeblich entlastet und persönliche Wünsche realisiert werden. Erfahren Sie alles über die Vorteile einer Bestattungsvorsorge.

Warum eine Bestattungsvorsorge

Für die eigene Bestattung kann bereits zu Lebzeiten finanziell vorgesorgt werden. So werden nicht nur Hinterbliebene bei der Organisation und Finanzierung entlastet, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche durchgeführt wird.

Entlastung der Hinterbliebenen

Der Tod eines Menschen stellt für Angehörige in der Regel eine Ausnahmesituation dar, die emotional stark belastend ist. Aber auch die Finanzierung einer Bestattung kann problematisch sein.

Eine Bestattungsvorsorge kann Hinterbliebene in dieser Situation entlasten. Je nach Art der Vorsorge werden entweder die organisatorischen, die finanziellen oder beide Aspekte schon im Vorfeld geklärt und entsprechend festgehalten. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der unterschiedlichen Möglichkeiten.

Realisierung der eigenen Wünsche

Viele Menschen haben konkrete Vorstellungen zur Form und örtlichen Gegebenheiten der eigenen Bestattung. Dies kann im Todesfall mit hohen Kosten für Hinterbliebene einhergehen. Durch eine Bestattungsvorsorge belastet der Verstorbene nicht die persönlichen Finanzen der Angehörigen. Auch ist keine Klärung, zum Beispiel innnerhalb der Nachkommenschaft notwendig, wer welche Kosten übernimmt. Eine Vorsorge garantiert durch die frühzeitige finanzielle Absicherung die uneingeschränkte Realisierung persönlicher Wünsche für die eigene Bestattung.

Erstellen Sie Ihre persönliche Bestattungsvorsorge

Tragen Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen zusammen und erhalten Sie ein vollständiges Bestattungsvorsorgepaket – kostenfrei und unverbindlich. Bestimmen Sie die Ausgestaltung der Bestattung und Trauerfeier rechtzeitig selbst und nehmen Sie Ihren Angehörigen in dieser Ausnahmesituation schwierige Entscheidungen ab.

Bestattungsvorsorge erstellen


Formen der Bestattungsvorsorge

Bei der Bestattungsvorsorge kann zwischen 3 Formen unterschieden werden:

In einer Bestattungsverfügung werden die Regelungen zur Organisation der Bestattung festgehlaten. Der Vorsorgevertrag setzt darauf auf und regelt darüber hinaus auch den finanziellen Teil. Die Sterbegeldversicherung kann abgeschlossen werden, um eine Vorsorge für die zukünftigen Kosten einer Bestattung zu treffen, in der Versicherung selbst sind die organisatorischen Regelungen aber nicht formal festgehalten.

Bestattungsverfügung

In einer Bestattungsverfügung kann frühzeitig festgelegt werden, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus kann jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festgelegt werden. Den verschriftlichten und ausdrücklichen Wünschen eines Verstorbenen muss bei der Bestattungsplanung nach Möglichkeit gefolgt werden. So wird durch eine Bestattungsverfügung gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche durchgeführt wird.

Hinweis:

In einer Bestattungsverfügung werden keine finanziellen Aspekte einer Bestattung geregelt. Daher sollte die Bestattungsverfügung immer in Kombination mit einer Sterbegeldversicherung getroffen werden.

Vorsorgevertrag

Vorsorgeverträge werden direkt mit einem Bestattungsunternehmen geschlossen. Mit einem Vorsorgevertrag wird finanziell sichergestellt, dass persönliche Wünsche für eine Bestattung vollumfänglich realisiert werden. Leistungen des Bestatters können dabei direkt gebucht werden.

Bei Abschluss eines Vorsorgevertrages sollte darauf geachtet werden, dass eventuell gebuchte Leistungen eines Bestattungsunternehmens nicht per Vorkasse bezahlt werden. Vielmehr sollte das Geld auf ein Treuhandkonto überwiesen werden, auf das Angehörige im Todesfall Zugriff erhalten. Dies dient der eigenen Absicherung bei eventueller Insolvenz des Bestatters.

Hinweis:

Der mit dem Bestatter geschlossen Vorsorgevertrag ist nach dem Bestattungsrecht verbindlich und gilt über den Tod hinaus. Hinterbliebene haben daher nicht die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen.

Sterbegeldversicherung

Bei der Sterbegeldversicherung handelt es sich um eine besondere Form der Kapitallebensversicherung. Der Versicherte zahlt zu Lebzeiten monatliche Beiträge in die Versicherung ein. Im Todesfall wird die vereinbarte Versicherungssumme zur Deckung der Bestattungskosten an Angehörige ausgezahlt.

Der benötigte finanzielle Umfang sollte vorab geprüft werden. Neben den Kosten für die Bestattung fallen eventuell auch Friedhofsgebühren und Pflegekosten für eine Grabstelle an, die in der Sterbegeldversicherung bedacht werden können.

Die zu erwartenden Kosten für eine Bestattung können Sie anhand der Funktion “Bestattung planen" auf der Webseite von Mymoria ermitteln. Gerne helfen wir Ihnen, darüber hinaus anfallende Kosten für die Grabstelle zu ermitteln und Ihre Pläne formal festzuhalten. Kontaktieren Sie uns gerne für Unterstützung. Der finale Betrag kann dann im Rahmen einer Sterbegeldversicherung abgesichert werden.

Vergleichen Sie hier unterschiedliche Sterbegeldversicherungen:



Vorsorgevollmacht

Jeder kann durch Krankheiten oder Unfälle in die Lage geraten, nicht mehr frei über sein Leben bestimmen zu können. Wenn der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann oder es die geistige Verfassung nicht mehr zulässt, rationale Entscheidungen zu treffen, werden Ärzte oder Angehörige des Betroffenen in die Pflicht genommen, Entscheidungen zu treffen.

Um sicherzugehen, dass der eigene Wille in diesen Situationen berücksichtigt wird, kann vorsorglich eine sogenannte „Vorsorgevollmacht“ erteilt werden. Nach geltendem Recht kann eine bestimmte Person dazu bevollmächtigt werden, in verschiedenen Situationen alle oder einzelne Entscheidungen für den Vollmachtgeber zu treffen. Der Bevollmächtigte kann beispielsweise darüber entscheiden, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Fällen eingeleitet beziehungsweise unterlassen werden sollen.

Hospize

In Hospizen werden unheilbar kranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Einrichtungen zur Sterbebegleitung sind meist stationäre Pflegeeinrichtungen. Daneben existieren auch ambulante und palliative Hospize. Im Rahmen der Palliative Care erhalten Sterbende und deren Angehörige psychologische Begleitung und eine medizinisch-pflegerische Versorgung. Für Angehörige wird zudem eine Trauerbegleitung angeboten.

Betreuungsverfügung

Unfälle oder schwere Krankheiten können dazu führen, dass die betroffene Person den eigenen Willen nicht mehr äußern kann. In diesem Fall ist eine Betreuungsverfügung hilfreich. Eine Betreuungsverfügung ist eine Willenserklärung, mit der die betroffene Person festlegt, wer im Fall einer Betreuungsnotwendigkeit als Betreuer auftritt. Zudem wird bestimmt, in welcher Einrichtung und von welcher Person der Betroffene gepflegt werden möchte.

Patientenverfügung

Fälschlicherweise wird häufig angenommen, dass die Patientenverfügung nur im bevorstehenden Sterbefall zum Tragen kommt. Vielmehr wird schriftlich festgelegt, ob und welche Untersuchungen, Heilbehandlungen oder sonstige ärztliche Eingriffe am Patienten vorgenommen werden dürfen. Mit der Patientenverfügung kann somit im Voraus festgelegt werden, wie die ärztliche Versorgung aussehen soll, falls der persönliche Wille des Patienten krankheitsbedingt nicht mehr geäußert werden kann.

Finanzielle Absicherung durch Sterbegeld

Die gesetzliche Krankenversicherung hat im Todesfall eines Versicherten bis Ende 2003 ein Sterbegeld an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Nach Reformen der Krankenversicherung zählt das Sterbegeld jedoch nicht mehr zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Hinterbliebenen eines verstorbenen Beamten erhalten jedoch laut Beamtenversorgungsgesetz nach wie vor ein Sterbegeld in Höhe des Zweifachen der Dienstbezüge. Auch bestimmte Arbeitnehmer haben Anspruch auf Sterbegeld, sofern im Tarif- oder Arbeitsvertrag eine Regelung festgelegt wurde. Unter bestimmten Umständen kann auch die Unfallversicherung ein Sterbegeld auszahlen, wenn der Tod beispielsweise aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit erfolgt.

Sterbekasse

Die Sterbekasse ist auch unter den Begriffen Leichenkasse, Grabkasse, Totenlade, Sterbelade oder Begräbniskasse bekannt. Die Sterbekasse gleicht einer Lebensversicherung, die zur Deckung der Bestattungskosten abgeschlossen werden kann. Im Todesfall wird das Sterbegeld an die rechtmäßigen Erben ausgezahlt oder der Person zugeschrieben, die für die Beauftragung der Bestattung zuständig ist.

Die Sterbekasse kann die Bestattung auch durchführen, falls kein Angehöriger vorhanden ist. Teilweise werden die Sterbegelder aus betrieblichen Sterbekassen großer Firmen, Gewerkschaften oder Sterbegeldgemeinschaften einzelner Kirchengemeinden ausgezahlt.

Lebensversicherung

Ähnlich zur Sterbegeldversicherung einer Sterbekasse wird die herkömmliche Lebensversicherung lebenslänglich abgeschlossen und im Sterbefall ausgezahlt. Die Lebensversicherung unterscheidet sich jedoch durch die Höhe der Versicherungssumme. Bei der Sterbegeldversicherung wird in der der Regel der Betrag für die Bestattung ausgezahlt, wohingegen die Summe der Lebensversicherung wesentlich höher ausfallen kann.

Unter den Begriff Lebensversicherung fallen alle Versicherungen, die Risiken wie Tod beziehungsweise Invalidität absichern oder die der privaten Altersvorsorge dienen. Verstirbt der Versicherungsnehmer vor Ablauf des Vertrages, erben die Nachlassempfänger die eingezahlte Summe der Lebensversicherung.

Hinterbliebenenrente als Ausgleich zum Unterhaltsverlust

Die Hinterbliebenenrente kann Hinterbliebene finanziell absichern. Entsteht für Familienangehörige im Todesfall ein Unterhaltsverlust, wird dieser durch die gesetzliche Hinterbliebenenrente beglichen. Renten aufgrund eines Todesfalls sind in der gesetzlichen Rentenversicherung geregelt und teilen sich in drei verschiedenen Arten auf:

  • Halb- und Vollwaisenrente
  • Erziehungsrente
  • Witwer- bzw. Witwenrente

Die Hinterbliebenenrente ersetzt den Unterhalt, der von der verstorbenen Person beglichen wurde. Hierbei stammen die Renten aus der Versicherung des Verstorbenen. Ausnahme ist die Erziehungsrente, die von der Versicherung der überlebenden Person übernommen wird.

Vorsorge durch finanzielle Absicherung

Eine weitere finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen stellt die Ermächtigung einer Bankvollmacht dar. Mit einer Kontovollmacht kann der Kontoinhaber einer bestimmten Person im Sterbefall die Vollmacht erteilen, im vollen Umfang über dessen Konto zu verfügen. Grundsätzlich tritt nur der Kontoinhaber als Gläubiger auf und ist mit den umfassenden Rechten ausgestattet.

Im plötzlichen Todesfall kann das Konto vom Kreditinstitut gesperrt werden, bis die Erbfolge der Angehörigen geklärt wurde. Aus diesem Grund ist es ratsam, zu Lebzeiten eine Bankvollmacht einzurichten, damit Angehörige im Sterbefall auf das Konto zugreifen können.

Mit dem Erbe den Nachlass regeln

Wenn eine Person verstirbt, muss geregelt werden, was mit dem Nachlass des Verstorbenen passiert. Das genaue Vorgehen ist im Erbrecht geregelt. Personen, die die Hinterlassenschaften erhalten, werden als Erben bezeichnet. Die Person, die das Vermögen hinterlässt, gilt als Erblasser. Wer die Hinterlassenschaften empfängt, ist gesetzlich geregelt. Der Erblasser hat jedoch die Möglichkeit, durch die Erstellung eines Testaments auf die Erbfolge Einfluss zu nehmen.

Mit dem Testament die Erben bestimmen

Wenn eine Person nicht möchte, dass das Erbe nach gesetzlicher Erbfolge verteilt wird, muss diese ein Testament erstellen. Mit der schriftlichen Willenserklärung kann festgelegt werden, was mit den Hinterlassenschaften nach dem Tod passiert. Wenn Personen, die nicht mit dem Verstorbenen in einem Verwandtschaftsverhältnis stehen, einen Teil des Erbes erhalten sollen, müssen diese im Testament der verstorbenen Person benannt werden. Falls der Verstorbene die Hinterlassenschaften einer gemeinnützigen Organisation zukommen lassen möchte, muss er dies auch in einem Testament festhalten.

Die Erbfolge bestimmt die Erben

Hat die verstorbene Person kein Testament oder einen Erbvertrag rechtswirksam eingereicht, greift die gesetzliche Erbfolge. Mit der gesetzlichen Erbfolge wird geregelt, wer die Hinterlassenschaften des Verstorbenen erbt. Haben mehrere Personen einen Anspruch auf das Erbe, wird über die gesetzliche Erbfolge auch geregelt, wie groß die jeweiligen Erbanteile ausfallen. Existieren Verwandte erster Ordnung, geht der Besitz an diese Personen über. Falls nur Verwandte zweiter Ordnung leben, erben diese Personen den Nachlass.

Erbschein

Im Todesfall einer nahestehenden Person ist für Hinterbliebene oftmals unklar, wer als rechtmäßiger Erbe die Hinterlassenschaften des Verstorbenen und dessen Rechtsnachfolge antritt. Mit dem Erbschein können sich die rechtmäßigen Erben gegenüber Dritten als solche ausweisen. Der Erbschein ist eine amtliche Urkunde und ist im Rechtsverkehr erforderlich. Somit können Regelungen mit den Behörden oder Bankgeschäfte durchgeführt werden. Ausgestellt wird der Erbschein gegen Gebühr beim Nachlassgericht.




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