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Wer wird bei einem Todesfall informiert?

Wer wird bei einem Todesfall informiert?

Häufig sterben Menschen überraschend und die Hinterbliebenen sind sich nicht immer sicher, wer bei einem Sterbefall als erstes kontaktiert werden muss. Wir erklären, welche Menschen man nach einem Todesfall umgehend informieren muss.

Irgendwann im Leben wird jeder mit dem Tod konfrontiert. Vielleicht ist der Todesfall absehbar, wie bei einer schwerwiegenden Erkrankung. Manchmal trifft es die Angehörigen aber auch ganz unerwartet, wenn ein Familienmitglied bei einem Unfall oder durch ein Gewaltverbrechen ums Leben kommt. Das ist oftmals ein großer Schock für die Hinterbliebenen und in ihrer Trauer müssen sie sich mit den anfallenden Formalitäten beschäftigen und Behördengänge erledigen. 

Wenn der Todesfall zu Hause eintritt

Verstirbt der Angehörige in seiner Wohnung, dann sollten die Angehörigen umgehend einen Notarzt beziehungsweise seinen Hausarzt informieren. Durch den Arzt erfolgt die Leichenschau, das heißt, der Verstorbenen wird gründlich untersucht. Ist der untersuchende Arzt von einer natürlichen Todesursache überzeugt, stellt er einen Totenschein aus. Im Zweifelsfall informiert er die Polizei, die dann die Ermittlungen aufnimmt und weitere Untersuchungen veranlasst. Der Notarzt kann sich auf das Ausstellen einer vorläufigen Todesbescheinigung beschränken bis der Hausarzt eintrifft. Vor Eintreffen eines Arztes darf die Position oder etwa die Kleidung des Verstorbenen keinesfalls verändert werden. Weitere Familienangehörige sollten zeitnah informiert werden, zumal in dieser schwierigen Situation seelischer Beistand durch Verwandte sehr wichtig ist. 

Für die Ausstellung der Sterbeurkunde beim Standesamt werden der Personalausweis und die Geburtsurkunde benötigt. War der Verstorbene verheiratet, dann ist zusätzlich die Heiratsurkunde oder bei Scheidung das Scheidungsurteil erforderlich. Beim früheren Tod des Ehegatten muss außerdem dessen Sterbeurkunde zur Verfügung gestellt werden. Alle auffindbaren Papiere sollten in einem Ordner für die Behördengänge vorbereitet werden. Bekleidung für den letzten Weg des Verstorbenen muss ausgewählt und zum Bestattungsinstitut gebracht werden.


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Die Angehörigen sollten sich informieren, ob der Verstorbene eine Lebensversicherung oder Sterbegeldversicherung hatte und auch, ob ein Testament vorliegt. In der Wohnung sollten Strom, Wasser und Gas abgestellt und die aktuellen Verbrauchsdaten notiert werden. Die Stadtwerke sowie der Vermieter sind über das Ableben des Wohnungsinhabers/Mieters zu informieren. 

Wenn ein allein erziehendes Elternteil stirbt und minderjährige Kinder im Haushalt leben, muss umgehend das Jugendamt verständigt werden. Auch enge Freunde sollten zeitnah über das Ableben informiert werden.

Hatte der Verstorbene Haustiere, dann ist für deren Versorgung und Unterbringung zu sorgen. Vielleicht können Familienangehörige oder Freunde sie bei sich aufnehmen. Im Notfall ist das Tierheim zu informieren. 

Todesfall im Krankenhaus, Hospiz, Pflegeheim oder Seniorenheim

Verstirbt ein Mensch im Krankenhaus, einem Hospiz oder einem Heim, informieren die Krankenhausmitarbeiter beziehungsweise die Heimleitung einen Arzt, der vor Ort die Leichenschau vornimmt und den Totenschein ausstellt. Mit den Angehörigen ist abzuklären, welches Bestattungsinstitut die Überführung übernehmen soll. Viele Bestattungsinstitute bieten an, in diesen schweren Zeiten die wichtigsten Behördengänge für die Hinterbliebenen zu erledigen. 

Ablauf beim Tod durch einen Unfall, Selbstmord oder Mord

In Begleitung des Kriseninterventionsteams oder eines Seelsorgers wird die Polizei die Angehörigen aufsuchen und die schlimme Nachricht überbringen. Bei einem Selbstmord oder Mord können möglicherweise einige Wochen vergehen, bis die Leiche des Verstorbenen von Ärzten und Ermittlern untersucht wurde und zur Beisetzung freigegeben wird. 

Was in den darauffolgenden Tagen zu erledigen ist

Binnen 36 Stunden muss ein Bestattungsinstitut beauftragt und mit diesem die Beisetzungsart sowie die Grabstelle festgelegt werden. Dem Standesamt sind die Papiere des Verstorbenen vorzulegen und die Sterbeurkunde zu beantragen. Krankenkasse, Rentenstelle, Banken und Versicherungen müssen informiert und bei Berufstätigkeit des Verstorbenen der Arbeitgeber in Kenntnis gesetzt werden. Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden müssen gekündigt werden.


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Falls ein Testament existiert, ist das Nachlassgericht die richtige Anlaufstelle. War der Verstorbene gläubig und wünschte eine christliche Bestattung, dann wird dem Pfarrer der Todesfall mitgeteilt. Je nach Wunsch können die Hinterbliebenen zusätzlich eine Todesanzeige aufgeben, Einladungsschreiben für die Trauerfeier verschicken, Grabschmuck bestellen und eine Gaststätte für den Leichenschmaus auswählen und reservieren. 

Es ist empfehlenswert, dass sich die Familienmitglieder untereinander absprechen, wer welche Aufgabe übernimmt. Man sollte sich nicht scheuen, in dieser schweren Zeit auch Hilfen von außen anzunehmen. Egal ob aus dem Verwandten- oder Freundeskreis oder von professionellen Helfern wie zum Beispiel dem Kriseninterventionsteam, der Caritas oder anderer sozialen Stellen. Sie können und sind bei allen notwendigen Erledigungen behilflich sein und damit auch seelisch und moralisch unterstützen.



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