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Welche Formen der Hinterbliebenenrente gibt es?

Die Hinterbliebenenrente gilt als Absicherung des Ehepartners und der Kinder bei einem Todesfall innerhalb der Familie. Um die Hinterbliebenenrente zu erhalten, gibt es verschiedene Voraussetzungen, die in jedem Fall erfüllt werden müssen. Diese Voraussetzungen für den Erhalt dieser finanziellen Unterstützung hängt von der jeweiligen Form und den finanziellen Verhältnissen der Hinterbliebenen ab.

Witwer- und Witwenrente

Eine Form der Hinterbliebenenrente ist die sogenannte Witwenrente. Anspruch auf die Witwenrente hat jeder, der mit seinem Ehepartner bis zu dessen Tod verheiratet war. Die Ehe darf zum Zeitpunkt des Todesfalls weder geschieden noch für nichtig erklärt worden sein. Doch auch andere Aufhebungen können den Anspruch auf die Witwenrente zu Nichte machen. So muss die Eheschließung beispielsweise immer standesamtlich erfolgt sein – eine kirchliche Trauung ist nicht ausreichend. Es spielt bei diesem Anspruch jedoch keine Rolle, ob die Partner zusammen oder getrennt lebten. Verlobungen sind ebenfalls vom Anspruch auf Witwenrente ausgeschlossen, jedoch besitzen eingetragene Lebenspartner einen rechtlichen Anspruch. Seit dem 1. Januar 2002 gilt der Anspruch auf eine Witwenrente erst nach einem Jahr Ehe, Ausnahmen gelten beim Unfalltod des Partners. 

Eine Hinterbliebenenrente muss offiziell beantragt werden und kann bis zu zwölf Monate rückwirkend gezahlt werden. Im sogenannten Sterbevierteljahr erhält der Ehepartner beziehungsweise der eingetragene Lebenspartner drei Monate lang die volle Höhe der Versichertenrente. Danach kann zum Beispiel ein Einkommen angerechnet werden. Zahlungen der Witwenrente enden bei erneuter Heirat sowie der Begründung einer erneuten Lebenspartnerschaft oder bei der Wahl eines Rentensplittings. 


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Die Höhe der Witwenrente hängt vom jeweiligen Anspruch der Versichertenrente des Verstorbenen ab. Diese kann der Verstorben natürlich auch bereits zum Zeitpunkt des Todes bezogen haben. Nach neuem Recht beträgt die Witwenrente 55 % des Anspruchs. 

Eine Anrechnung des Einkommens erfolgt bei verschiedenen Einkünften des Hinterbliebenen. Dazu zählen zum Beispiel Einkünfte aus Arbeit und Vermögen, Erwerbsersatzzahlungen, Betriebsrenten, private (Unfall-)Renten oder auch Elterngeld. Außerdem kann das Einkommen aus anderen Ländern angerechnet werden. Die Witwenrente erhält der Hinterbliebene bis zu einer gewissen Freigrenze. Diese Freibeträge liegen bei 755,30 Euro in den neuen Bundesländern und 696,70 Euro in den alten Bundesländern.

Waisenrente und Halbwaisenrente

Weitere Formen der Hinterbliebenenrente sind die Waisenrente und die Halbwaisenrente. Anspruch auf Waisenrente haben Kinder, bei denen kein unterhaltspflichtiger Elternteil mehr lebt. Kindern, bei denen noch ein unterhaltspflichtiger Elternteil lebt, steht die Halbwaisenrente zu.

Die Höhe der Halbwaisenrente beträgt zehn Prozent der Versichertenrente, auf welche der verstorbene Elternteil Anspruch gehabt hätte. Auch in diesem Fall kann der verstorbene Elternteil diese zum Zeitpunkt seines Todes bereits bezogen haben. Die Höhe der Waisenrente, die auch als Vollwaisenrente bezeichnet wird, liegt dagegen bei zwanzig Prozent des Anspruchs beider Elternteile. 

Zusätzlich erhält das Kind noch einen Zuschlag zur Waisenrente, welcher sich nach den rentenrechtlichen Zeiten (zurückgelegt) des Verstorbenen richtet. Anspruch haben alle leiblichen sowie adoptierten Kinder, Stiefkinder, Pflegekinder und Enkel die im Haushalt des Verstorbenen lebten. Die Zahlung der Waisenrente erfolgt bis zum 18. Lebensjahr des Kindes, kann jedoch bis zum 27. Lebensjahr – etwa im Falle einer Ausbildung oder beim Besuch einer Schule – verlängert werden.



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