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Erbschaftssteuer: Erben ist nicht umsonst

Wer in Deutschland nach einem Todesfall erbt, der muss dieses Erbe versteuern. Die Höhe der an den Staat zu zahlenden Steuern ist vom Verwandtschaftsverhältnis des Erben und der Höhe der Erbmasse abhängig. Wir erklären, wie die Erbschaftssteuer funktioniert.

Wer muss eine Erbschaftsteuer bezahlen?

Die Erbschaftsteuer wird im Erbschafts- und Schenkungssteuer-Gesetz, kurz ErbStG, geregelt. Bei der Erbschaftsteuer handelt es sich um eine sogenannte Erbanfallsteuer. Somit wird die Steuer nur fällig, wenn nach dem Todesfall eines Verwandten ein Erbanspruch besteht. Das Erbe wird in weiterer Folge durch den Steuersatz reduziert. In Deutschland müssen folgende Steuersätze berücksichtigt werden:

Steuerklasse Verwandtschaftsgrad Freibetrag
I Ehegatten und Lebenspartner 500.000 Euro
I Kinder, Enkel-, Stief- und Adoptivkinder 400.000 Euro
I Eltern und Großeltern 100.000 Euro
II Geschwister, Kinder der Geschwister, Schwiegerkinder, Stiefeltern 20.000 Euro
III Nicht verwandte Erben 20.000 Euro


Summe des Erbes Steuerklasse I Steuerklasse II Steuerklasse III
Bis zu 75.000 Euro 7% 15% 30%
Bis zu 300.000 Euro 11% 20% 30%
Bis zu 600.000 Euro 15% 25% 30%
Bis zu 6 Millionen Euro 19% 30% 30%
Bis zu 13 Millionen Euro 23% 35% 50%
Bis zu 26 Millionen Euro 27% 40% 50%
Mehr als 26 Millionen Euro 30% 43% 50%


Welche Gegenstände müssen nicht versteuert werden?

Ist ein Todesfall eingetreten und der Erbe eine Person, die der deutschen Einkommensteuerpflicht unterliegt, so muss in weiterer Folge auch die Erbschaftsteuer bezahlt werden. Es gibt keine generelle Befreiung. Jedoch müssen nicht alle Gegenstände, die nach dem Todesfall vererbt werden, auch tatsächlich versteuert werden. Folgende Gegenstände belasten auch nicht den persönlichen Freibetrag:

  • Hausrat (maximaler Wert: 41.000 Euro), sofern der Erbe der Steuerklasse I angehört
  • Kunst (Sammlungen oder Gegenstände)
  • Grundbesitz
  • Werke kulturellen Schaffens
  • Selbstgenutzter Wohnraum


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Wann muss die Erbschaftsteuer bezahlt werden?

In der Gesetzgebung gibt es keinen festen Termin, wann der Erbe die Erbschaftsteuer bezahlen muss. Das Gesetz schreibt jedoch vor, dass die Steuerschuld nach dem Todesfall einsetzt. Die Versicherungen und Banken unterliegen der Meldepflicht – sie müssen einander informieren, dass der Versicherungs- bzw. Kontoinhaber verstorben ist und in weiterer Folge die Erben benennen. Gibt es keine Anzeige durch Versicherungen oder Banken, so müssen sich die Erben selbst kümmern, sofern es kein gerichtlich oder notariell eröffnetes Testament gibt. In der Regel muss der Erbe die Erbschaftsteuer drei Monate, nachdem das Erbe übertragen wurde, an die zuständige Stelle überweisen.



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