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Abrechnung der Leichenschau

Abrechnung der Leichenschau

Mit dem Tod eines Menschen erlischt sein Versicherungsschutz. Die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Leichenschau werden daher vom jeweiligen Arzt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet und müssen von den Angehörigen des Verstorbenen selbst getragen werden. Um den Abrechnungsprozess für Ärzte und Angehörige einfacher und transparenter zu gestalten, hat mymoria eine Rechnungsvorlage für die Abrechnung der Leichenschau entwickelt.

Gesetzliche Grundlage

In Deutschland gilt bundeseinheitlich, dass eine Leichenschau von einem Arzt durchgeführt werden muss. Diese Untersuchung dient der Feststellung des Todes, der Todesursache sowie der Todesart. Die Leichenschau ist Voraussetzung für die Ausstellung des Totenscheines, in dem diese Informationen festgehalten werden. Ohne offiziellen Totenschein ist es nicht möglich, einen Sterbefall beim Standesamt zu melden und eine Sterbeurkunde zu beantragen. Weiterführende Informationen zur Leichenschau finden Sie hier.

Rechnungsvorlage:

Mit unserem Rechnungsblock sind Sie definitiv auf der sicheren Seite, wenn es um die Abrechnung der Leichenschau geht. Über das untenstehende Formular können Sie diesen kostenlos bestellen. Der Rechnungsblock umfasst 50 Rechnungssätze inklusive Durchschläge.

Rechnungsblock Leichenschau


Grundlegende Abrechnungspositionen

Folgende Basis-Positionen auf einer Rechnung für die kostenpflichtige Ausstellung der Todesbescheinigung sind üblich:

  • Ziffer 100 GOÄ – Kosten für die „Untersuchung eines Toten einschließlich Feststellung des Todes und Ausstellung des Leichenschauscheins“
  • §8 GOÄ – Ein von der Uhrzeit und der zurückgelegten Distanz abhängiges Wegegeld

Unter Berücksichtigung einer etwaigen Faktorisierung der Ziffer 100 und der Abstufung des §8 ergibt sich ein Kostenrahmen von mindestens 18,15 € bis maximal 76,56 €.

Zusätzliche Positionen in Sonderfällen

Unter gewissen Umständen hat der behandelnde Arzt die Möglichkeit zusätzlich zu den beiden oben genannten Abrechnungspositionen die Ziffer 50 der GOÄ abzurechnen. Diese ist für die Vergütung eines Hausbesuchs inklusive Beratung und symptombezogener Untersuchung vorgesehen. Eine Abrechnung der Ziffer 50 ermöglicht gleichzeitig aber auch die Aufnahme mehrerer Zuschläge (GOÄ E-H) in die Rechnung.

Wann aber ist die Abrechnung der Ziffer 50 rechtlich gestattet? Das Einfordern dieser ergänzenden Besuchs-/Behandlungsgebühr ist Ärzten im Zusammenhang mit der Leichenschau und der Ausstellung des Totenscheins (Ziffer 100 GOÄ) nur in Ausnahmefällen gestattet. Ein Besuch inklusive Beratung eines bereits Verstorbenen ist logischerweise nicht mehr möglich und Ziffer 50 in Kombination mit Ziffer 100 somit normalerweise nicht honorarfähig.

Hat der Patient zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme mit dem Arzt noch gelebt bzw. wurde sein Tod noch nicht zweifelsfrei festgestellt, ist bis zur Ankunft des Arztes aber verstorben, entsteht eine rechtliche Grauzone. Es kommt daher immer wieder vor, dass Ärzte die Ziffer 50 zusätzlich zur reinen Leichenschau abrechnen, um eine angemessene Aufwandsentschädigung sicherzustellen.

Von derartigen Abrechnungspraktiken rät die Bundesärztekammer allerdings vehement ab, da die jeweiligen Ärzte, auf Klage der Angehörigen hin, häufig vor Gericht belangt werden.