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    Klimaschutz und der Tod: Ein Vergleich der Treibhausgasbilanz verschiedener Bestattungsformen

Klimaschutz und der Tod

Ein Vergleich der Treibhausgasbilanz verschiedener Bestattungsformen

Erdbestattung oder Feuerbestattung – welche Bestattungsart ist eigentlich besser für das Klima? mymoria hat die einzelnen Beisetzungsformen auf ihren CO2-Ausstoß sowie die Klimafreundlichkeit geprüft.

Berlin, den 02. März 2020. Im Auftrag des modernen Bestattungshauses mymoria hat das Unternehmen für betrieblichen Klimaschutz CO2OL den Carbon Footprint* der verschiedenen Bestattungsformen verglichen. Maß war hier jeweils eine Beisetzung. Der Fall der traditionellen Erdbestattung zeigt sich hier am klimafreundlichsten, gefolgt von der Feuerbestattung. An Beliebtheit gewinnende Alternativen wie die Baum- und die Seebestattung erzeugen hingegen mehr Emissionen.

Gerade die Tradition gibt sich progressiv, die Erdbestattung. Mit insgesamt 60 kg CO2e ist die Treibhausgasbilanz der Sargbestattung am geringsten. Der Leichnam soll sich hier auf natürliche Weise zersetzen und so wird im Vergleich zu Einäscherungen keine Energie verbraucht. Auch der durchschnittliche Transport verursacht einen vergleichsweise geringen CO2e-Ausstoß, wobei sich dieser Wert von Fall zu Fall als sehr variabel darstellt. Der Großteil der Emissionen ist mit 48 kg CO2e dem Sarg bestehend aus Holz, geschuldet. Neben den Fremdstoffen belasten allerdings auch Bestandteile des menschlichen Körpers wie verschiedene Schwermetalle oder Medikamentenrückstände Boden und Grundwasser.

Bei den Bestattungsarten, die eine Urne benötigen, zeigt sich der auf das Material zurückzuführende Emissionsverbrauch mit unter 0,9 kg CO2e als vergleichsweise gering. Allerdings sorgt die Energieverwendung der Krematorien bei der Verbrennung für jeweils 60 kg CO2e. Neben den hohen entstehenden Treibhausgasemissionen, wird auch Quecksilber, welches aus Zahnfüllungen stammt, freigesetzt. Bei der Feuerbestattung kommt noch weiterer Treibhausgasausstoß durch den Transport zu den Krematorien dazu, sodass ein Emissionsverbrauch von insgesamt 99 kg CO2e zustande kommt. Die Baumbestattung benötigt dazu abweichend einen Transport von 61 kg CO2e und verursacht somit insgesamt 121 kg CO2e für eine Bestattung. Die Seebestattung ist mit insgesamt 167 kg CO2e die emissionsintensivste Bestattungsvariante. Dies liegt vor allem am hohen Verbrauch während des Transports.

Betrachtet man aktuelle Entwicklungen, zeigen sich wachsende Tendenzen zu umweltschonenderen Angeboten. In Deutschland gibt es strenge Richtlinien, damit die Materialien der Särge und der Urnen möglichst umweltverträglich sind. Außerdem wird versucht, Schadstoffe von Einäscherungen in Krematorien durch Abgasfilter auf ein bestimmtes Maß zu reduzieren. Einige Krematorien setzen mittlerweile auf Elektroöfen, die über Strom oder erneuerbare Energien wie Solaranlagen funktionieren. Die Abkehr von der Energiegewinnung über Gas und andere fossile Brennstoffe lässt starke Einsparungen der Emissionen zu.

Auch das moderne Bestattungshaus mymoria findet es wichtig, den Wandel der Gesellschaft in die Bestattungskultur aufzunehmen. Das Unternehmen zeigt sich offen gegenüber digitalen und technischen Entwicklungen und bekennt sich klar zum Klimaschutz. Neben emissionsarmer Verhaltensweisen während des Arbeitsalltags, versucht mymoria auch die Angebote so klimaschonend wie möglich zu gestalten und einen größtmöglichen Ausgleich zu schaffen. mymoria ist klimafreundlich – im letzten Jahr erwarb das Bestattungshaus Zertifikate, sodass freigesetzte Treibhausgase durch das Klimaschutzprojekt CO2OL CliMates kompensiert werden können.

*Der Carbon Footprint ergibt sich aus der Maßeinheit kg CO2e. Es werden die Treibhausgase CO2, CH4, N2O, HFKW, FKW, SF6, NF3 berücksichtigt. Referenzeinheit ist jeweils eine Beerdigung.

Zusätzliches Material

Infografik: CO2e-Fußabdruck der Bestattungsarten

Pressekontakt

Svenda Zink
Tel: +49 30 288 856 18
E-Mail: pr@mymoria.de

Über mymoria

mymoria bietet Hinterbliebenen und Vorsorgenden unter www.mymoria.de erstmals die Möglichkeit, online eine vollumfängliche Bestattung zu planen und zu beauftragen, und das bei voller Kostentransparenz. In gewohnter Umgebung und im geschützten Raum können sie sich intuitiv alle für die gewünschte Bestattung benötigten Dienstleistungen und Produkte zusammenstellen. Damit möchte mymoria die Bestattungsindustrie digitalisieren. Das Unternehmen wurde 2015 in Berlin gegründet. Mit den beiden Geschäftsführern Björn Wolff und Felix Maßheimer besteht das Team aktuell aus rund 30 Mitarbeitern – Tendenz steigend.

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Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
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