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Todesfälle am Set: Die letzte Klappe vor dem Tod

In der Fabrik der Träume muss so mancher Schauspieler alles geben, um erfolgreich zu sein – manchmal sogar sein Leben. Denn große Blockbuster verlangen spektakuläre und authentische Stunts, die natürlich auch Risiken bergen. Doch es scheint, als gehören nicht nur die Gefahren am Set zum Berufsrisiko, sondern auch große Tragödien, die nicht nur in der gespielten Rolle ihren Platz finden, sondern auch leider oft im Privatleben der Schauspieler und Schauspielerinnen.

Wenn ein Schauspieler am Set oder während der Dreharbeiten stirbt, müssen Regisseure und Produzenten Kreativität und Fingerspitzengefühl beweisen, um das Projekt zu vollenden. Von Körper- oder Stimm-Doubles über digitale Bearbeitungen bis hin zu einer radikalen Drehbuchveränderung – der Druck einer angemessenen Lösung ist hoch, schließlich wird das Projekt zu einem ewig währenden Denkmal für die Verstorbenen. 

Brandon Lee

Es hätte sein großer Durchbruch werden sollen, doch Brandon Lee erlebte den Erfolg seines Films „The Crow – Die Krähe“ nicht mehr. Gedreht wurde die Szene, in der Eric Draven (Brandon Lee) vom Bösewicht “Funboy" (Michael Massee) erschossen wird, doch Lee bricht wirklich während der Dreharbeiten zusammen.

Was war passiert? Vor der tödlichen Szene war die Schusswaffe für eine Nahaufnahme verwendet worden. Die dafür verwendete Kugel verklemmte sich aber, wurde nicht entfernt und später durch den Explosionsdruck einer Platzpatrone hinausgeschleudert. Brandon Lee verstirbt am 31. März 1993 im Krankenhaus, zwölf Stunden nach der tödlichen Szene.

Mithilfe des damals revolutionären CGI-Verfahrens wurde er auf der Leinwand zu neuem Leben erweckt. Am Computer wurde Lees Gesicht über das seines Body-Doubles gelegt, mit dem noch fehlende Szenen fertig gedreht worden waren. An anderer Stelle wurden bereits vorhandene Aufnahmen mit Lee digital in eine veränderte Umgebung integriert.

Bruce Lee

Nicht nur Brandon verunglückte während Dreharbeiten, auch sein Vater verstarb bei einer Produktion. Es schein als läge ein Fluch auf der Familie. Grade einmal elf Minuten stand Bruce Lee für “Game of Death“ vor der Kamera, als er am 20. Juli 1973 völlig unerwartet bei weiteren Besprechungen zum Film ohnmächtig wurde und später im Krankenhaus verstarb. Wer nun denkt, dass die wenigen Minuten nicht für einen Spielfilm mit Bruce Lee in der Hauptrolle reichen, irrt. Anstatt den Part des fiktiven Martial-Arts-Stars Billy Lo komplett neu zu besetzen, ließen der Produzent und der Regisseur gleich mehrere Darsteller und Doubles in Billys Rolle schlüpfen und fügten diverse Großaufnahmen aus Bruce Lees älteren Filmen ein. Darunter litt zwar die Qualität des Filmes, nichtsdestotrotz wurde der einteilige gelbe Trainingsanzug des Charakters Billy Los zum Kultobjekt.


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Heath Ledger

Die Dreharbeiten zu „The Dark Knight“ waren grade abgeschlossen, als der australische Schauspieler Heath Ledger am 22. Januar 2008 leblos in seinem Appartement in Manhattan gefunden wurde. Ledger, der für seine Rollen in „Brokeback Mountain“ oder „10 Dinge die ich an dir hasse“ bekannt wurde, starb an einer Drogenüberdosis – mitten in den Dreharbeiten zu „Das Kabinett des Doktor Parnassus“. Doch mit einer großen Portion Kreativität und der Hilfe von Ledgers guten Freunden Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell konnte Regisseur Terry Gilliam der wiederkehrende Rolle Ledgers einen besonderen Twist geben und den Film zu einem bildgewaltigen Spektakel vollenden.

Paul Walker

Genau wie seine Rolle als Undercover-Polizist im „Fast & Furious“-Franchise hatte Paul Walker auch in der Realität einen Hang zu schnellen Autos – doch genau diese Leidenschaft sollte ihm das Leben kosten. Am 30. November 2013 stieg er mit seinem Kumpeln, dem Rennfahrer Rodger Rodas, in dessen Porsche Carrera GT. Doch die Spritztour endete tödlich: Rodas, der den Wagen steuerte, kam mit viel zu hoher Geschwindigkeit von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Das Auto ging in Flammen auf und beide Insassen verstarben. Zu diesem Zeitpunkt waren die Dreharbeiten zum neuesten Teil der Filmreihe – “Fast & Furious 7“ – grade erst zur Hälfte fertig. Paul Walkers Brüder Caleb und Cody sprangen ein und vollendeten die ausstehenden Actionszenen. Ihre Gesichter wurden im Nachhinein mithilfe des CGI-Verfahrens digital so nachbearbeitet, dass sie aussahen wie Paul.

Steve Irwin

Durch seine Dokumentarfilme erlangte der „Crocodile Hunter“ Steve Irwin Kult-Status: Kaum jemand kam wilden Tieren so nahe wie der Australier, er kuschelte mit Löwen und streichelte Schlangen. Das eine solche Nähe auch große Gefahren birgt, war dem gelernten Zoowärter stets bewusst, doch genau jenes Risiko hatten sie bei Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef wohl unterschätzt. Wie sein Kameramann später berichtete, endete die Begegnung mit einem Stachelrochen am 4. September 2006 tödlich. Das zweieinhalb Meter große Tier hat Irwin wohlmöglich für den Schatten eines Tigerhais gehalten und stach innerhalb weniger Sekunden mehrere hundert Male auf Irwin ein. Die Dokumentation wurde später ohne die tragischen Szenen veröffentlicht.




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