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Grabpflege im Winter: Wie macht man ein Grab winterfest?

Spätestens im November ist es an der Zeit, die Gräber auf dem Friedhof auf die kalten Wintermonate vorzubereiten und winterfest zu machen. Mit diesen Tipps sieht das Grab auch im Winter gepflegt aus.

Im Winter ändert sich auch das Erscheinungsbild der Friedhöfe. Nach und nach werden die herbstlichen Spätblüher auf den Gräbern von winterfesten Pflanzen abgelöst. Gestecke und Kränze ersetzen Blumen und sorgen dafür, dass das Grab auch in der kalten Jahreszeit schön geschmückt ist. Viele Hinterbliebene nutzen vor allem Feiertage wie Allerheiligen oder den Totensonntag, um das Grab für den Winter vorzubereiten. Doch welche Arbeiten fallen eigentlich an, wenn das Grab winterfest gemacht werden soll?

Sommerpflanzen entfernen

Zunächst sollte das Laub vom Grab beseitig werden. Außerdem sollten die verblühten einjährigen Sommerpflanzen aus dem Boden entfernt werden. Mehrjährige Stauden und Gehölze müssen zurückgeschnitten werden. Beim Beschnitt muss bei einigen Pflanzen jedoch darauf geachtet werden, dass sie nicht zu spät beschnitten werden und mögliche neue Triebe vor dem ersten Frost nicht mehr richtig aushärten können, um nicht zu erfrieren. Dies gilt vor allem für den beliebten, aber etwas empfindlicheren Buchsbaum.

Winterfeste Pflanzen

Zwar sind vor allem der Herbst und der Frühling gute Zeitpunkte, um das Grab neu zu gestalten, doch solange der Boden nicht gefroren ist, können auch in der kalten Jahreszeit noch neue Pflanzen auf dem Grab gepflanzt werden. Es empfehlen sich robuste und winterharte Pflanzen wie Silberblatt, Stachelnüsschen, Günsel, Purpurglöckchen oder winterfeste Heidearten, die in wilden Wintern teilweise sogar durchgehend blühen. Wichtig ist, dass die Pflanzen vor dem ersten Frost auch an trockenen Tagen gegossen werden. Möchte man das Grab im folgenden Jahr mit Frühlingsblühern dekorieren, müssen die Blumenzwiebeln bereits einige Wochen vor dem ersten Dauerfrost eingesetzt werden.

Wer auch im Winter nicht auf blühende Blumen auf dem Grab verzichten möchte, für den eignen sich Christrosen hervorragend. Selbst an kalten Wintertagen erblühen die weißen oder rosafarbenen Blumen im Schnee.

Abdeckung der Grabbepflanzung

Eine Abdeckung des Grabes mit dicken Zweigen ist vom Verlauf und der Intensität des Winters abhängig, in normalen Winter ist sie in der Regel nicht nötig. Während besonders kalter Wintermonate kann man die Grabbepflanzung zwar so vor dem Frost schützen, bei milden Temperaturen schadet die Abdeckung den Pflanzen jedoch und führt schnell zur Fäulnis und Schimmelbildung. In manchen Fällen treiben die Pflanzen durch den wärmenden Schutz zu früh und dann besonders empfindlich gegenüber Frost.


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In außergewöhnlich kalten Wintern oder bei einer Bepflanzung mit sehr empfindlichen Pflanzen kann die Grabstelle mit Zweigen von Nadelgehölzen geschützt werden. Die Äste von Tanne oder Blaufichte werden klein geschnitten und dicht auf das Grab gelegt, so dass sie sich – ähnlich wie Dachziegel – überlappen. Dies Anordnung schützt nicht nur die Pflanzen und fixiert die Zweige, sondern kann auch für die dekorative Gestaltung des Grabes genutzt werden. Wichtig bei der Abdeckung ist immer, dass die Luft unter der Zweigschicht ausreichend zirkulieren kann.

Sehr dekorativ sind auch gesteckte Schalen, Gestecke und Kränze. Die Basis für solche winterliche Dekoelemente sind meist Tannenzweige oder Pinienreisig. Auch Moos und Stechpalmenzweige sind für die winterliche Grabgestaltung beliebt. Wer Dekoschalen oder anderen Grabschmuck aufstellt, sollte diese immer gut befestigen, damit sie den stürmischen Winterwinden standhält.

Pflegeleichte Grabgestaltung

Wer das Grab besonders pflegeleicht gestalten möchte, für den sind Bodendecker eine kostengünstige und einfache Möglichkeit der ganzjährigen Bepflanzung. Sobald die winterharten Bodendecker, wie etwa Bruchkraut oder Efeu, gut angewachsen sind, benötigen sie nur noch wenig Pflege und verhindern zusätzlich den Wuchs von Unkraut. Allerdings müssen auch diese Pflanzen beschnitten werden – idealerweise im Herbst.

In den Wintermonaten muss die Grabbepflanzung kaum gepflegt werden. Lediglich die immergrünen Pflanzen müssen gegossen werden, allerdings nur an frostfreien Tagen. Um Staunässe zu verhindern, gießt man sehr sparsam. Test.

Ist das Grab gut für den Winter vorbereitet, gibt es bei der Grabpflege während der kalten Jahreszeit nur wenig zu tun, denn die Grabstelle wird dank der Abdeckung oder der winterfesten Bepflanzung bis zum Frühling gepflegt aussehen. Es ist ausreichend, wenn man das Grab nach einem Wintersturm kontrolliert und bei anhaltender Trockenheit ab und zu gießt.




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