mymoria
Men√ľ
© unsplash.com/kadh
  1. mymoria >
  2. Bestattungsarten
  3. >

    Edelsteinbestattung: Von der Asche zum Edelstein

Edelsteinbestattung

Veredelung der Kremierungsasche zum Edelstein

Außergewöhnliche Bestattungsarten sind immer gefragter. Bei der Edelsteinbestattung handelt es sich um eine Bestattungsart, bei der ein Teil der Asche eines Verstorbenen zu einem individuellen Edelstein verarbeitet wird.

Hintergrund der Edelsteinbestattung

Die Edelsteinbestattung bietet eine Alternative zur herk√∂mmlichen Sarg- oder Urnenbestattung. Immer mehr Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten und Hintergr√ľnde interessieren sich f√ľr diese besondere Art der Bestattung.

Die Schmuckherstellung mit Edelsteinen geht auf eine lange Tradition zur√ľck. Neben Gold und Silber bestand bereits in der Antike gro√ües Interesse an Edelsteinen. Antike V√∂lker und Kulturen wie die Babylonier, die alten Griechen, √Ągypter und Ph√∂nizier ordneten Edelsteinen seit jeher spezielle Funktionen zu und assoziierten die Schmucksteine mit bestimmten Lebensbereichen. Bis heute werden Edelsteine mit Vorliebe zu individuellen Schmuckst√ľcken verarbeitet und stellen f√ľr viele Menschen pers√∂nliche Gl√ľcksbringer dar.

Eine Edelsteinbestattung setzt die Kremation des Verstorbenen voraus. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen wird der Edelstein mit der Kremationsasche ‚Äěenergetisiert‚Äú. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Hom√∂opathie bekannt. Der Edelstein wird in einer daf√ľr vorgesehenen Vorrichtung in st√§ndigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit ‚Äěenergetisch aufgeladen‚Äú. Da der Edelstein selbst keinerlei Bestandteile der Kremationsasche aufnimmt oder enth√§lt, ist das Verfahren auch in Deutschland zugelassen. Die Asche des Verstorbenen wird anschlie√üend regul√§r beigesetzt.

Vor- und Nachteile einer Edelsteinbestattung

Zahlreiche Optionen f√ľr die Beisetzung

Die Edelsteinbestattung ermöglicht als eine Variante der Feuerbestattung diverse Beisetzungsarten. Nach der Einäscherung des Verstorbenen und der Verarbeitung eines kleinen Ascheanteils zu einem Edelstein kann die Restasche hierzulande im Meer, im Wurzelwerk eines Baumes, auf einer Streuwiese oder in einem klassischen Grab beigesetzt werden. Damit ist die Edelsteinbestattung eine besonders vielseitige Bestattungsvariante.

Pers√∂nliches Erinnerungsst√ľck

Bei der Edelsteinbestattung kann ein Edelstein mit der Asche eines Verstorbenen in Verbindung gebracht und ‚Äěenergetisiert‚Äú werden. Dabei handelt es sich mehr um einen symbolische Akt als um ein wissenschaftliches Verfahren. Hinterbliebenen spendet ein solcher Stein h√§ufig Trost, da der geliebte Mensch einen trauernden Angeh√∂rigen auch √ľber den Tod hinaus begleitet.

Längere Bearbeitungszeit

Ein wesentlicher Unterschied zur Erdbestattung ist bei einer Edelsteinbestattung als Variante der Feuerbestattung die Zeitspanne zwischen Todeszeitpunkt und Trauerfeier. Durch die Einäscherung des Verstorbenen kann es zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen.

Einleitung einer Edelsteinbestattung

Ausstellung der Todesbescheinigung

Um im Todesfall eine Edelsteinbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die f√ľr die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die Todesbescheinigung wird abh√§ngig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des SterbefallsWas zu tun ist
Sterbefall im eigenen ZuhauseKontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, PflegeheimAusstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen BereichVerständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Beauftragung eines Bestatters

Anschlie√üend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die gesamte Organisation und Ausf√ľhrung der Bestattung √ľbernimmt. In der Regel beantragt der Bestatter f√ľr Sie auch die Sterbeurkunde und √ľbernimmt die Abmeldung bei Versicherungen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und vergleichen Angebote verschiedener Bestatter. Die Preise und Leistungen k√∂nnen zum Teil stark variieren.

Abholung und √úberf√ľhrung des Verstorbenen

Als √úberf√ľhrung eines Leichnams wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort durch den Bestatter und der Transport zu den K√ľhlr√§umen des Bestatters oder Krematoriums bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die √úberf√ľhrung durchgef√ľhrt sein muss.

Zweite Leichenschau

Die sogenannte ‚Äězweite Leichenschau‚Äú ist vor der Kremation gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgef√ľhrt. Die zweite Leichenschau dient dazu, zweifelsfrei auszuschlie√üen, dass die Todesursache nicht-nat√ľrlich ist und beispielsweise auf eine Gewalttat zur√ľckf√ľhrt. Nach einer Kremation ist diese √úberpr√ľfung nicht mehr m√∂glich.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene f√ľr die Feuerbestattung vorbereitet. Insbesondere bei einer Aufbahrung des Verstorbenen vor der Verbrennung ist ein w√ľrdevoller und friedlicher Anblick f√ľr die Trauergemeinde von Bedeutung. Die hygienische Versorgung umfasst unter anderem das Waschen und die Einbalsamierung des K√∂rpers, die Rekonstruktion des √§sthetischen Erscheinungsbildes sowie die kosmetische Behandlung des Verstorbenen. Mund und Augen bleiben √ľblicherweise geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

In den meisten Krematorien ist es gestattet, den Verstorbenen in eigener Kleidung zu kremieren. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass diese aus reiner Baumwolle besteht. Kleidung aus synthetischen Stoffen ist nicht zulässig. Da die Bestimmungen je nach Krematorium variieren, sollten Sie die Regelungen in der zuständigen Kremationsstätte oder bei Ihrem Bestatter erfragen.

Kremierung

Kremationsanlagen sind so konzipiert, dass jeder Leichnam einzeln und nach höchsten hygienischen Standards eingeäschert wird. Dies schließt die Verwechslung der Asche von verschiedenen Verstorbenen aus. Vor der Kremation wird ein Stein aus feuerfestem Ton mit der Identifikationsnummer des Toten neben den Sarg gelegt. Dieser garantiert nach der Kremation die zweifelsfreie Zuordnung der Asche.

Der Prozess der Ein√§scherung dauert je nach nat√ľrlicher Beschaffenheit des K√∂rpers etwa 90 Minuten. Die Temperatur betr√§gt dabei bis zu 1200¬į C. Nach der Kremation wird lediglich die Asche in die Aschekapsel gef√ľllt. Nicht-verbrennbare Substanzen wie Z√§hne, Implantate und mineralische Knochenbestandteile werden herausgefiltert.

Anschlie√üend wird die Asche in eine Aschekapsel umgef√ľllt, die sp√§ter in eine Urne eingesetzt wird. Der Stein mitsamt Identifikationsnummer kommt mit in die Aschekapsel. Auf dem Verschluss der Aschekapsel werden alle wichtigen Daten des Verstorbenen sowie der Name des Krematoriums und das Datum der Ein√§scherung vermerkt.

Erledigung von Formalitäten

Anschlie√üend kommt die Erledigung verschiedener Formalit√§ten f√ľr die Organisation einer Sterbeurkunde sowie die K√ľndigung verschiedener Vertr√§ge auf Sie zu. Der Bestatter ist Ihnen dabei behilflich und kann s√§mtliche Beh√∂rdeng√§nge f√ľr Sie √ľbernehmen.

Organisatorisches f√ľr die Edelsteinbestattung

Vor einer Beisetzung m√ľssen einige Dinge entschieden werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Beisetzungs- und Grabvarianten ber√§t, der mit Ihnen zusammen den Umfang der Trauerfeier plant und die Zusammenkunft nach der Beisetzung organisiert. In einem Trauergespr√§ch k√∂nnen Sie verschiedene Punkte mit dem Bestatter kl√§ren:

  • Beisetzungsvariante
  • Urnenauswahl
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung vor der Kremation
  • Trauerkarten, Traueranzeige
  • Floristik und andere Dekoelemente
  • Termin f√ľr die Trauerfeier
  • Ort f√ľr die Trauerfeier
  • Programmpunkte f√ľr die Trauerfeier
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Grabwahl
  • Leichenschmaus

Hinweis: Sprechen Sie ihre W√ľnsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Urne

Bei einer Edelsteinbestattung ist die Ein√§scherung des Verstorbenen erforderlich. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen wird ein Edelstein mit der Kremationsasche ‚Äěenergetisiert‚Äú. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Hom√∂opathie bekannt. Der Edelstein wird in einer daf√ľr vorgesehenen Vorrichtung in st√§ndigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit ‚Äěenergetisch aufgeladen‚Äú.

Die Asche wird anschlie√üend in eine versiegelte Kapsel umgef√ľllt. Diese wird letztlich in eine √úberurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt und nach W√ľnschen der Angeh√∂rigen bestattet. Je nach Beisetzungsart kann auch auf eine √úberurne verzichtet werden.

Wird die Urne anschließend im Erdreich beigesetzt, muss die Urne aus einem biologisch zersetzbaren Material bestehen. Dabei kommen unbehandeltes Holz, weich gebrannte Keramik oder Naturkautschuk in Frage. Urnen aus Glas, emailliertem Metall oder fest gebrannter Keramik sind bei einer Erdbestattung nicht zugelassen. Diese Urnenvarianten können jedoch in Kolumbarien beigesetzt werden. Bei einer Seebestattung werden bestimmte Urnen eingesetzt, die sich innerhalb weniger Stunden vollständig auflösen.

Kremationssarg

Auch bei der Kremation wird in Deutschland laut Gesetzgebung ein Verbrennungssarg ben√∂tigt. Diese sind weniger stabil als S√§rge, die bei einer klassischen Erdbestattung zum Einsatz kommen, da sie dem Druck unter der Erde nicht standhalten m√ľssen. Zudem sind sie meist nicht verziert, da sie ohnehin verbrannt werden. Die S√§rge k√∂nnen je nach Wunsch auch aufw√§ndig gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die M√∂glichkeit, vor der Kremation auf eine besonders w√ľrdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschm√ľckte Sarg wird dabei in Trauerr√§umlichkeiten sichtbar f√ľr die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel ge√∂ffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen h√§ufig Trost und kann bei der Trauerbew√§ltigung der Angeh√∂rigen helfen, ehe die Kremation durchgef√ľhrt wird.

Bestattungsort

Die Wahl des Bestattungsortes ist abh√§ngig von der Beisetzungsart, den finanziellen Mitteln des Kostentr√§gers sowie einer m√∂glicherweise bereits vorhandenen Grabstelle. In Deutschland besteht die Friedhofspflicht, die vorschreibt, dass ein Verstorbener an einem daf√ľr genehmigten Ort beigesetzt werden muss. Hierzulande kommen daf√ľr Friedh√∂fe, die Nord- oder Ostsee sowie der FriedWald in Frage.

Grabstätte

In Abh√§ngigkeit vom Beisetzungsort kann zwischen unterschiedlichen Grabst√§tten f√ľr die Restasche gew√§hlt werden. Bei Grabstellen auf einem Friedhof haben Sie beispielsweise die Wahl zwischen einem Reihengrab und einem Wahlgrab. Bei einem Reihengrab wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, an dem Sie ein Nutzungsrecht f√ľr 20-25 Jahre erhalten, das in der Regel nicht mehr verl√§ngert werden kann. Beim Wahlgrab k√∂nnen Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz aussuchen und erhalten ebenfalls die Nutzungsrechte f√ľr 20-25 Jahre. Der Wahlgrabplatz kann nach Ablauf der Ruhefrist verl√§ngert werden. Je nach Beisetzungsart stehen weitere Grabst√§tten zur Wahl:

  • Grab (Wahlgrab, Reihengrab, Anonymes Grab)
  • Kolumbarium
  • Gruft
  • Urnenstele
  • R√∂se
  • Ascheverstreuung
  • Baumbestattung
  • Seebestattung

Baum- und Seebestattungen bieten in Deutschland eine Alternative zur √ľblichen Grabbeisetzung. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen auf dem Meer versenkt. Bei einer Baumbestattung wird diese im Bereich der Baumwurzeln beigesetzt.

Bestattungstermin

Die ‚ÄěEnergetisierung‚Äú eines Edelsteins ben√∂tigt in der Regel zwei Wochen. Anschlie√üend wird die Asche regul√§r in einer Urne beigesetzt. Angeh√∂rige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bem√ľhen, um umstandslos weiterplanen zu k√∂nnen. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

G√§steliste f√ľr die Trauerfeier

Die Wahl der G√§steliste f√ľr eine Trauerfeier sollte sich nach den W√ľnschen des Verstorbenen richten. So z√§hlen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte k√∂nnen bei der Einladung bedacht werden. Allerdings sollten Sie l√§ngere Anreisewege f√ľr Angeh√∂rige bei Bestattungen im Ausland ber√ľcksichtigen.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die M√∂glichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So k√∂nnen Sie √∂ffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bem√ľhen, da diese unterschiedliche Redaktionsschl√ľsse haben. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Sie Trauer- sowie Dankeskarten f√ľr die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Wenn die Beisetzung auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Trauerhalle kann nach individuellen W√ľnschen geschm√ľckt werden. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedh√∂fe beachtet werden. Als dekorative Elemente am Beisetzungsort k√∂nnen Blumen, Kerzen, Bilder und pers√∂nliche Gegenst√§nde des Verstorbenen eingesetzt werden.

Auch die Urne des Verstorbenen wird in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik f√ľr eine Bestattung wird von den n√§chsten Angeh√∂rigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einsch√§tzung gew√§hlt. Hierzu z√§hlen:

  • Urnenbuketts
  • Trauerkr√§nze
  • Trauerstr√§u√üe

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Hinweis:

Bei einigen alternativen Bestattungsvarianten d√ľrfen am Beisetzungsort keinerlei dekorative Elemente hinterlassen werden. Bei Baum- und Seebestattungen gelten beispielsweise bestimmte Sonderregelungen.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gef√ľhlswelt der Angeh√∂rigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikst√ľcke k√∂nnen von einem Chor oder S√§nger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede w√ľnschen, aber selbst keine Rede halten m√∂chten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem pers√∂nlichen Gespr√§ch mit Ihnen √ľber den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person n√§her kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt am Grab des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, erm√∂glicht es Angeh√∂rigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu m√ľssen und dem Verstorbenen dennoch eine w√ľrdigende Rede zukommen zu lassen.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet h√§ufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angeh√∂rige k√∂nnen sich in gel√∂ster Umgebung √ľber Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalit√§t k√∂nnen Restaurants, Gastst√§tten oder das eigene Zuhause gew√§hlt werden. Das Men√ľ w√§hrend des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Ablauf der Herstellung eines Edelsteins

Nach der Kremation des Verstorbenen wird der gew√§hlte Edelstein innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen mit der Kremationsasche ‚Äěenergetisiert‚Äú. Dieses Verfahren ist aus der Esoterik und Hom√∂opathie bekannt. Der Edelstein wird in einer daf√ľr vorgesehenen Vorrichtung in st√§ndigen Kontakt mit der Asche des Verstorbenen gebracht und somit ‚Äěenergetisch aufgeladen‚Äú.

Ständige Qualitätskontrollen garantieren den pietätvollen Umgang mit der Asche eines Verstorbenen während des Verfahrens. Eine Verwechslung des Edelsteins oder der Kremationsasche ist ausgeschlossen, da die Aschekapsel und der ausgewählte Edelstein eine eindeutige Kennzeichnung erhalten.
Jeder Edelstein ist ein echtes und einzigartiges Naturprodukt und kann im Anschluss an die Energetisierung individuell verarbeitet werden. Der Edelstein kann beispielsweise als Schmuckst√ľck getragen oder zu einem Schmuckgegenstand verarbeitet werden. H√§ufig gew√§hlte Edelsteine f√ľr eine Edelsteinbestattung sind:

  • Sardonyx
  • Rosenquarz
  • Bergkristall
  • Amethyst

Es besteht au√üerdem die M√∂glichkeit, andere pers√∂nliche Schmuckst√ľcke wie zum Beispiel einen Ehering energetisieren zu lassen. Nach dem Verfahren wird der Edelstein den Angeh√∂rigen zusammen mit einem sogenannten ‚ÄěEnergetisierungszertifikat‚Äú ausgeh√§ndigt.

Da der Edelstein selbst keinerlei Bestandteile der Kremationsasche aufnimmt oder enth√§lt, ist das Verfahren auch in Deutschland zugelassen. Die Asche des Verstorbenen wird anschlie√üend nach den W√ľnschen der Angeh√∂rigen beigesetzt.

Kosten

Bei einer Edelsteinbestattung fallen Kosten f√ľr die Kremation des Verstorbenen an. Diese k√∂nnen regional und je nach Tr√§ger der Einrichtung variieren. Mit Kosten von 250 bis 350 Euro ist jedoch zu rechnen. Ebenso m√ľssen die Kosten f√ľr die zweite Leichenschau mit einkalkuliert werden. Diese liegen meist zwischen 30 und 70 Euro.

Die Kosten f√ľr einen Edelstein und dessen Energetisierung betragen in der Regel zwischen 400 und 800 Euro. Zus√§tzlich fallen Kosten f√ľr die Beisetzung des Verstorbenen an. Der Umfang der Trauerfeier richtet sich nach den W√ľnschen der Angeh√∂rigen und ist entscheidend f√ľr die Gesamtkosten der Bestattung.

Langfristig ist die Urnenbeisetzung jedoch eine kosteng√ľnstige Bestattungsvariante, da durchschnittlich geringere Grabpflege- und Friedhofskosten anfallen als bei einer klassischen Erdbestattung im Sarg.

Kremationsverf√ľgung

Sofern Sie den Wunsch haben, via Feuerbestattung bestattet zu werden, k√∂nnen Sie bereits zu Lebzeiten eine Ein√§scherungsverf√ľgung verfassen. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch ber√ľcksichtigt wird. F√ľr eine Kremationsverf√ľgung reicht ein handschriftliches Schriftst√ľck, auf dem Sie unterschrieben vermerken, dass die Kremation Ihr letzter Wunsch ist. Es bedarf keiner notariellen Beglaubigung.

Hinweis: Vermerken Sie die Bestattungsw√ľnsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung ge√∂ffnet.

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungsw√ľnsche auch ein offenes Gespr√§ch mit Ihrer Familie. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer W√ľnsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Halten Sie Ihre W√ľnsche schriftlich fest und bewahren Sie diese an einem gut zug√§nglichen Ort auf, der Ihrer Familie ebenfalls bekannt ist.

Bestattungsvorsorge

Eine Edelsteinbestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gew√§hrleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend pers√∂nlicher W√ľnsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverf√ľgung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin k√∂nnen Sie fr√ľhzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Sie jedes weitere Detail f√ľr eine Trauerfeier und zugeh√∂rige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Er√∂ffnung eines Treuhandkontos f√ľr s√§mtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angeh√∂rigen zukommen.

Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchf√ľhrung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die √úberf√ľhrung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgef√ľhrt werden.

Zweite Leichenschau

F√ľr eine Kremation ist die sogenannte ‚Äězweite Leichenschau‚Äú gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgef√ľhrt. Die zweite Leichenschau dient dem zweifelsfreien Ausschluss eines unnat√ľrlichen Todes. Nach einer Kremation ist dies nicht mehr m√∂glich.

Sargpflicht

Die in Deutschland geltende Sargpflicht ist auch bei der Kremation vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass auch f√ľr die Kremation ein Sarg erworben werden muss, der ebenfalls kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile f√ľr den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an daf√ľr vorgesehenen Orten aufbewahrt werden d√ľrfen. Urnenbestattungen sind in Deutschland auf Friedh√∂fen, in der Nord- und Ostsee sowie in FriedWald-Standorten m√∂glich.

Totenf√ľrsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen Willen nicht dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Bestattung laut Totenf√ľrsorgepflicht bei dessen n√§chsten Familienangeh√∂rigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.

Erhalten Sie ein unverbindliches Angebot f√ľr eine Bestattung

Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europ√§ischen Fonds f√ľr regionale Entwicklung (EFRE).
Efre Logo