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    Baumbestattung ‚Äď Beisetzung im Bestattungswald

Baumbestattung

Bestattung im Wurzelbereich eines Baums

Was ist eine Baumbestattung und welche Besonderheiten gibt es? Hier finden Sie alles, was Sie zu Baumbestattung, FriedWald und RuheForst wissen m√ľssen.

Aus aktuellem Anlass: Urnenbeisetzungen und Trauerfeiern sind jetzt auch mit Wunschtermin zu einem sp√§teren Zeitpunkt m√∂glich! Wir unterst√ľtzen Sie gerne bei der Planung. Ausf√ľhrliche Infos zur aktuellen Situation w√§hrend der Corona-Krise finden Sie im Artikel "Corona-Virus im Trauerfall". Dort erhalten Sie tagesaktuelle Informationen zu den m√∂glicherweise ge√§nderten Abl√§ufen f√ľr Bestattungen und Einschr√§nkungen infolge des Coronavirus.

Baumbestattung - Häufig gestellte Fragen


Wie ist der Ablauf einer Baumbestattung?

Der Ablauf einer Baumbestattung kann individuell gestaltet werden, um den W√ľnschen der Verstorbenen gerecht zu werden. Alle Elemente einer Beisetzung sind hier m√∂glich, von Trauerfeier √ľber Musik am Grab (entweder per elektronischer Wiedergabe oder auch zum Beispiel mit Akustik-Gitarre). Grabbeigaben k√∂nnen aus Blumen, Streubl√ľten, Tannzweigen o. √Ą. oder Erde bestehen. Allein auf oberirdischen Blumenschmuck wie Kr√§nze wird bei Waldbestattungen verzichtet, um das √∂kologische Gleichgewicht nicht zu belasten


Wo ist eine Baumbestattung möglich?


Muss eine Einäscherung stattfinden?


Was ist eine Baumbestattung?

Die Baumbestattung war urspr√ľnglich aufgrund von naturreligi√∂sen Vorstellungen bei Nomadenv√∂lkern weit verbreitet. In der Zeit der Romantik fanden Baumbestattungen vor allem unter Forstleuten und Gutsbesitzern immer mehr Anklang.

Bei der Baumbestattung handelt es sich um die Beisetzung im Wurzelwerk eines Baumes. Nach der Kremation wird die biologisch abbaubare Urne des Verstorbenen in einem ausgewiesenen Waldfriedhof, einem FriedWald oder einem RuheForst unter einem Baum beigesetzt. Statt eines Grabsteins wird die Grabst√§tte meist mit einer kleinen Namenstafel markiert. Bei dieser Bestattungsart handelt sich um eine ganzheitliche R√ľckf√ľhrung des Menschen in die Natur.

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Standorte f√ľr Baumbestattungen

Nimmt man es ganz genau, muss grunds√§tzlich noch einmal zwischen Baum- und Waldbestattung unterschieden werden. W√§hrend sich die Baumbestattung auf einzelne B√§ume bezieht, umfasst die Waldbestattung die Beisetzung in Gebieten, die dem √Ėkosystem Wald zugeordnet werden k√∂nnen.

Spricht man also von Baumbestattungen, so handelt es sich im engeren Sinne lediglich um die Bestattung in daf√ľr ausgewiesenen Bereichen eines Friedhofs. Die Grabpl√§tze liegen dabei im Wurzelbereich eines Baumes, der mehrere solcher Baumgr√§ber bereitstellen kann. Die M√∂glichkeit der Baumbestattung besteht dabei auf vielen Friedh√∂fen, wobei die genauen Konditionen stets von der entsprechenden Friedhofsordnung geregelt werden.

Eine Bestattung in extra daf√ľr vorgesehenen Bestattungsw√§ldern bieten in Deutschland die Unternehmen FriedWald und RuheForst an.

FriedWald

2001 er√∂ffnete der erste FriedWald in Reinhardswald bei Kassel. Seinen Ursprung nahm das Konzept bereits in den 90er Jahren. Inzwischen bewirtschaftet das Unternehmen √ľber 3.000 Hektar Bestattungswald an 67 Standorten in ganz Deutschland.

Die Beisetzung im Wald bietet ein Ma√ü an Nat√ľrlichkeit, wie es auf normalen Friedh√∂fen kaum m√∂glich ist. Deswegen muss auch auf jegliche Grabdekoration verzichtet werden ‚Äď die Pflege des Baumgrabs √ľbernimmt die Natur selbst. Eine Kennzeichnung der Grabst√§tte kann auf Wunsch durch eine dezente Namenstafel erfolgen. In jedem Fall aber wird das Baumgrab mit allen pers√∂nlichen Informationen in ein Register eingetragen, sodass der Grabplatz jederzeit lokalisierbar ist.

Im Rahmen der Bestattung kann zwischen verschiedenen Grabarten gew√§hlt werden: Beim Erwerb eines Partner- bzw. Familienbaumes werden jeweils zwei bis 20 Grabpl√§tze im Wurzelraum des Baumes reserviert, die den Angeh√∂rigen zur Verf√ľgung stehen. Es besteht zudem die M√∂glichkeit, einen Einzelplatz an einem ausgew√§hlten Gemeinschaftsbaum zu erwerben. Bei der Wahl eines Basisplatzes, wird der Baum vom F√∂rster ausgew√§hlt. F√ľr Kinder gibt es die sogenannten Sternschnuppenb√§ume, die bei einem Alter des verstorbenen Kindes von bis zu drei Jahren kostenfrei sind. In diesem Fall m√ľssen lediglich die Beisetzungskosten f√ľr die Urne gezahlt werden.

Die Urnenplätze im FriedWald haben eine Ruhezeit von 20 bis 99 Jahren und bewegen sich im preislichen Rahmen von 490 bis 7.000 Euro in Abhängigkeit von der Grabart.

RuheForst

Der RuheForst verfolgt ein ähnliches Konzept wie der FriedWald. Auch hier können in ausgewählten Bestattungswäldern Grabplätze von unterschiedlichem Charakter erworben werden. Der Ansatz ist jedoch von spirituellerer Natur und stellt den Baum als göttliches Symbol der Hoffnung in den Mittelpunkt.

Auch im RuheForst werden verschiedene Grabarten angeboten. Eine Fl√§che des Waldes in deren Zentrum sich ein Baum befindet, tr√§gt den besonderen Namen ‚ÄěRuheBiotop‚Äú. In einem RuheBiotop befinden sich 12 Urnengrabst√§tten. Hier k√∂nnen sowohl einzelne Personen als auch Familien beigesetzt werden. Wer kein ganzes RuheBiotop erwerben m√∂chte, kann auch nur einen Einzelplatz in einem GemeinschaftsBiotop f√ľr sich beanspruchen. Die sogenannten RegenbogenBiotope sind speziell f√ľr still- oder fr√ľhgeborene Kinder bestimmt. F√ľr diese muss kein Nutzungsentgeld gezahlt werden.

Eine namentliche Kennzeichnung des Baumgrabes ist möglich. Auch im RuheForst erfolgt diese durch schlichte und einheitliche Namensplaketten. Auf sonstige Grabgestaltung wird verzichtet und der Natur ihren Lauf gelassen.

Die Grabruhe im RuheForst kann ebenfalls bis zu 99 Jahren betragen. Dabei können die Kosten jedoch regional stark variieren.

GrabstättePlätze
FriedWald ‚Äď Familienbaum10
FriedWald ‚Äď Partnerbaum2
FriedWald ‚Äď Freundschaftsbaum10
RuheForst ‚Äď RuheBiotop12
Friedhofvariiert

Unterschiede zwischen FriedWald und RuheForst

Da die Konzepte von FriedWald und RuheForst auf den ersten Blick identisch erscheinen, stellt sich oft die Frage nach den Unterschieden zwischen den beiden Bestattungswäldern.

Grunds√§tzlich unterscheiden sich die beiden Anbieter hinsichtlich ihrer Verwaltungsstruktur. W√§hrend der FriedWald zentral verwaltet wird, erfolgt die Verwaltung der einzelnen RuheForste denzentral. Daraus ergeben sich f√ľr den FriedWald einheitliche Standards und Kosten, die an allen Standorten ann√§hernd identisch sind. Die Preise der verschiedenen RuheForste k√∂nnen hingegen eher unterschiedlich sein. Ansprechpartner sind dabei die zust√§ndigen Gemeinden und Forst√§mter.

Die Kapazit√§t eines Baumes umfasst im FriedWald zwanzig Urnenpl√§tze. Im RuheForst sind es pro RuheBiotop nur zw√∂lf. Zudem ist es im RuheForst m√∂glich, weitere Naturelemente als Grabplatz zu w√§hlen, wie beispielsweise Str√§ucher, Baumst√ľmpfe oder Steine. Die Grabarten beider Anbieter unterscheiden sich haupts√§chlich in ihren Bezeichnungen; die zugrundeliegenden Konzepte von Gemeinschaftsgrabst√§tten und Einzelgr√§bern sind identisch.

Unterschied zu anderen Bestattungsarten

Ausdruck von Naturverbundenheit

Unter naturverbundenen Menschen ist die Baumbestattung besonders beliebt. Eine Baumbestattung bietet die M√∂glichkeit einer letzten Ruhest√§tte in einer unber√ľhrten Naturumgebung, die auch Angeh√∂rigen h√§ufig Trost spendet und zu tr√∂stenden Spazierg√§ngen im Wald einl√§dt.

Keine anfallende Grabpflege

Die Baumbestattung gilt langfristig als eine pflegeleichte und kosteng√ľnstige Bestattungsart, da die Grabpflege f√ľr Hinterbliebene entf√§llt. Bei einer Baumbestattung befindet sich der Gedenkort inmitten der Natur, wobei keine Kosten f√ľr einen Grabstein oder die sonst ben√∂tigte jahrzehntelange Grabpflege entstehen.

Biologisch abbaubare Urne

√Ąhnlich wie bei der Seebestattung ist die Kremation Voraussetzung f√ľr eine Baumbestattung. Die Beisetzung findet in einer biologisch abbaubaren √úberurne statt. Diese besteht aus Naturstoffen und zersetzt sich innerhalb k√ľrzester Zeit, damit die Urne samt sterblicher √úberreste vollst√§ndig in den Naturkreislauf zur√ľckgef√ľhrt werden kann.

Bei Beisetzungen auf Standorten des FriedWaldes wird eine vom FriedWald zertifizierte Urne verwendet, welche insbesondere nicht aus Maisstärke besteht, da andernfalls Wildtiere angelockt werden könnten.

Verzicht auf Grabschmuck

Eine Besonderheit bei der Baumbestattung bildet die Trauerfloristik. W√§hrend der Trauerzeremonie ist zwar eine √ľberschaubare Auswahl von Blumen- und Dekorationsarrangements erlaubt, diese m√ľssen jedoch nach der Beisetzung entfernt werden. Schlie√ülich soll das Baumgrab so nat√ľrlich wie m√∂glich belassen werden. Selbst kleinste Pollen mitgebrachter Blumen k√∂nnten n√§mlich das standortspezifische √Ėkosystem durcheinanderbringen. Auch bei sp√§teren Grabbesuchen sollte auf jegliche Dekorationselemente verzichtet und die Grabgestaltung ganz der Natur √ľberlassen werden.

Kosten einer Baumbestattung

Die Kosten einer Baumbestattung beinhalten Leistungen wie die Kremation des Verstorbenen, die Organisation und Ausrichtung der Trauerfeier sowie der Bestattung. Die Kremationskosten variieren je nach Bundesland und Lokalit√§t. Kosten f√ľr die Trauerfeier sind von den pers√∂nlichen W√ľnschen der Angeh√∂rigen abh√§ngig, die Livemusik, Trauerredner, Floristik oder andere Programmpunkte enthalten k√∂nnen. Die Bestattungskosten sind au√üerdem abh√§ngig von der gew√§hlten Grabst√§tte und Baumart.

Langfristig ist die Baumbestattung jedoch eine vorteilhafte und kosteng√ľnstige Alternative zur klassischen Sargbestattung, da keinerlei Kosten f√ľr Grabpflege und Steinmetz anfallen und auch die Ruhezeiten bei der Baumbestattung weitaus l√§nger sind als bei einer Bestattung auf einem regul√§ren Friedhof.

Die Trauerfeier bei der Baumbestattung

Bei der Baumbestattung gibt es mehrere M√∂glichkeiten f√ľr eine Trauerfeier. Die Feierlichkeit kann bei der Beisetzung direkt am Grab stattfinden. Ebenfalls ist es m√∂glich, in einer angemieteten Aussegnungshalle oder Kapelle eine Trauerfeier mit der Urne stattfinden zu lassen, die Urne wird anschlie√üend vom Bestatter oder einem Urnentr√§ger zur Beisetzungsstelle gebracht.

Bei Baumbestattungen auf klassischen Friedhöfen ist oftmals eine Aussegnungshalle oder Kapelle vorhanden, die zur Trauerfeier verwendet werden kann. In Bestattungswäldern gibt es zumeist einen festen Platz, an dem ein feierlicher Abschied stattfinden kann.

Als letzte Möglichkeit kann eine Trauerfeier in den Räumlichkeiten des Bestatters vorgenommen werden, entweder nach der Einäscherung an der Urne oder bereits im Vorfeld am offenen Sarg.

Wie viele Urnen kommen an einen Baum?

Es gibt unterschiedliche Modelle ‚Äď bei einigen Standorten findet die Beisetzung nur einer einzelnen Urne am Baum statt. Zumeist werden jedoch 12 bis 14 Urnen im Wurzelbereich des Baumes beigesetzt.

Hier werden einzelne Urnen nacheinander beigesetzt, bei einigen Waldfriedh√∂fen kann man ebenfalls einen kompletten Familienbaum erwerben, sodass insgesamt mehrere Urnengr√§ber ‚Äď n√§mlich alle im Wurzelbereich dieses spezifischen Baumes ‚Äď f√ľr Freunde und Verwandte zur Verf√ľgung stehen.

Ebenfalls ist es h√§ufig m√∂glich, gleich zwei Urnengrabpl√§tze nebeneinander zu erwerben, sodass zwei Menschen in direkter N√§he zu einander beigesetzt werden k√∂nnen, auch wenn erst ein Trauerfall eingetreten ist. Dies ist nur f√ľr Wahlgr√§ber m√∂glich.

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Dieses Projekt wird kofinanziert durch den Europ√§ischen Fonds f√ľr regionale Entwicklung (EFRE).
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