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Weltraumbestattung: Überbringung der Asche in den Weltraum

Weltraumbestattung: Überbringung der Asche in den Weltraum

Außergewöhnliche Bestattungsarten sind immer gefragter. Bei der Weltraumbestattung handelt es sich um eine Bestattungsart, bei der die Asche des Verstorbenen mit einer Rakete in die Umlaufbahn der Erde gebracht wird. Wir bieten Ihnen einen Überblick über Vorteile, Kosten und den Ablauf einer Weltraumbestattung.

Hintergrund der Weltraumbestattung

Die Weltraumbestattung wird erst seit 1997 angeboten und war zunächst Raumfahrtpionieren vorbehalten. „Star Trek“- Erfinder Gene Roddenberry war der erste Mensch, der im Weltall bestattet wurde. Heutzutage interessieren sich Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten und Hintergründe für diese alternative Art der Bestattung.

Die Weltraumbestattung setzt die Kremation des Verstorbenen voraus. Ein Teil der Asche wird bei dieser Beisetzungsart mit einer Weltraumrakete von einer Raketenstartbasis aus in die Umlaufbahn der Erde gebracht. Der verbleibende Ascheanteil wird in der Regel anonym beigesetzt. Weltraumbestattungen sind bislang beispielsweise in Russland oder den USA möglich. Für diese Bestattungsvariante ist daher eine Überführung ins Ausland erforderlich.

Vor- und Nachteile einer Weltraumbestattung

Ausdruck von Verbundenheit zum Weltall

Eine Weltraumbestattung bietet sich an, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten eine besondere Verbundenheit zum Weltall oder der Raumfahrt hatte. Diese Beisetzungsvariante ermöglicht eine letzte Ruhestätte inmitten des Universums, das immer in Bewegung ist.

Keine anfallende Grabpflege

Die Weltraumbestattung gilt langfristig als eine pflegeleichte und kostengünstige Beisetzungsvariante, da die Grabpflege für Hinterbliebene entfällt. Bei einer Weltraumbestattung befindet sich der Gedenkort inmitten des Universums, wobei Kosten für jahrzehntelange Grabpflege entfallen.

Keine vorhandene Grabstelle

Bei einer Weltraumbestattung entsteht kein Grab im herkömmlichen Sinn. Für Hinterbliebene kann dies belastend sein, da ihnen ein Ort der Trauer fehlt. Falls es der Wunsch des Verstorbenen war, via Weltraumbestattung bestattet zu werden, sollte dieser jedoch respektiert und hinter die Bedürfnisse der Angehörigen gestellt werden.

Unbefristete Ruhezeit

Auf herkömmlichen Friedhöfen beträgt die Ruhezeit in der Regel zwischen 20 bis 25 Jahren. Bei einer Weltraumbestattung müssen keine Nutzungsrechte an einer Grabstelle erworben werden. Die Übergabe des Verstorbenen an das Universum ist an einmalige Kosten und unbefristete Ruhezeiten gebunden.

Überführungskosten

In Deutschland sind Weltraumbestattungen bislang nicht möglich. Daher sollten für eine Weltraumbestattung im Ausland der Transport des Verstorbenen sowie längere Fahrtzeiten für Angehörige eingeplant werden. Je nach Entfernung können entsprechend hohe Überführungskosten anfallen.

Einleitung einer Weltraumbestattung

Ausstellung der Todesbescheinigung

Um im Todesfall eine Weltraumbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des Sterbefalls Was zu tun ist
Sterbefall im eigenen Zuhause Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, Pflegeheim Ausstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen Bereich Verständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Beauftragung eines Bestatters

Anschließend sollten Sie einen Bestatter kontaktieren, der die gesamte Organisation und Ausführung der Bestattung übernimmt. In der Regel beantragt der Bestatter für Sie auch die Sterbeurkunde und übernimmt die Abmeldung bei Versicherungen. Da die Beauftragung einer Weltraumbestattung sehr umfangreich und speziell ist, sollten Sie ein Bestattungshaus wählen, das über die notwendige Erfahrung verfügt und alle Kosten transparent für Sie offenlegt.

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Abholung und Überführung des Verstorbenen

Als Überführung eines Leichnams wird die Abholung des Verstorbenen vom Sterbeort durch den Bestatter und der Transport zu den Kühlräumen des Bestatters oder Krematoriums bezeichnet. Je nach Bundesland haben Sie nach einem Sterbefall zwischen 24 und 48 Stunden Zeit, ehe die Überführung durchgeführt sein muss.

Zweite Leichenschau

Die sogenannte „zweite Leichenschau“ ist vor der Kremation gesetzlich vorgeschrieben. Diese erfolgt im Krematorium und wird von einem Amtsarzt durchgeführt. Die zweite Leichenschau dient dazu, zweifelsfrei auszuschließen, dass die Todesursache nicht-natürlich ist und beispielsweise auf eine Gewalttat zurückführt. Nach einer Kremation ist diese Überprüfung nicht mehr möglich.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene für die Bestattung vorbereitet. Insbesondere bei einer Aufbahrung des Verstorbenen vor der Verbrennung ist ein würdevoller und friedlicher Anblick für die Trauergemeinde von Bedeutung. Die hygienische Versorgung umfasst unter anderem das Waschen und die Einbalsamierung des Körpers, die Rekonstruktion des ästhetischen Erscheinungsbildes sowie die kosmetische Behandlung des Verstorbenen. Mund und Augen bleiben üblicherweise geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

In den meisten Krematorien ist es gestattet, den Verstorbenen in eigener Kleidung zu kremieren. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass diese aus reiner Baumwolle besteht. Kleidung aus synthetischen Stoffen ist nicht zulässig. Da die Bestimmungen je nach Krematorium variieren, sollten Sie die Regelungen in der zuständigen Kremationsstätte oder bei Ihrem Bestatter erfragen.

Kremierung

Kremationsanlagen sind so konzipiert, dass jeder Leichnam einzeln und nach höchsten hygienischen Standards eingeäschert wird. Dies schließt die Verwechslung der Asche von verschiedenen Verstorbenen aus. Vor der Kremation wird ein Stein aus feuerfestem Ton mit der Identifikationsnummer des Toten neben den Sarg gelegt. Dieser garantiert nach der Kremation die zweifelsfreie Zuordnung der Asche.

Der Prozess der Einäscherung dauert je nach natürlicher Beschaffenheit des Körpers etwa 90 Minuten. Die Temperatur beträgt dabei bis zu 1200° C. Nach der Kremation wird lediglich die Asche in die Aschekapsel gefüllt. Nicht-verbrennbare Substanzen wie Zähne, Implantate und mineralische Knochenbestandteile werden herausgefiltert.

Anschließend wird die Asche in eine Aschekapsel umgefüllt, die später in eine Urne eingesetzt wird. Der Stein mitsamt Identifikationsnummer kommt mit in die Aschekapsel. Auf dem Verschluss der Aschekapsel werden alle wichtigen Daten des Verstorbenen sowie der Name des Krematoriums und das Datum der Einäscherung vermerkt.

Erledigung von Formalitäten

Anschließend kommt die Erledigung verschiedener Formalitäten für die Organisation einer Sterbeurkunde sowie die Kündigung verschiedener Verträge auf Sie zu. Der Bestatter ist Ihnen dabei behilflich und kann sämtliche Behördengänge für Sie übernehmen.

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Organisatorisches für die Weltraumbestattung

Vor einer Beisetzung müssen einige Dinge entschieden werden. Dabei steht Ihnen ein Bestatter zur Seite, der Sie zu verschiedenen Beisetzungsvarianten berät, mit Ihnen zusammen den Umfang der Trauerfeier plant und die Zusammenkunft nach der Beisetzung organisiert. In einem Trauergespräch können Sie verschiedene Punkte mit dem Bestatter klären:

  • Beisetzungsvariante
  • Urnenauswahl
  • Offene oder geschlossene Aufbahrung vor der Kremation
  • Trauerkarten, Traueranzeige
  • Floristik und andere Dekoelemente
  • Termin für eine private Abschiednahme
  • Ort für eine private Abschiednahme
  • Programmpunkte für eine private Abschiednahme
  • Trauerredner
  • Musiker
  • Leichenschmaus
Hinweis:

Sprechen Sie ihre Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Urne

Bei einer Weltraumbestattung ist die Einäscherung des Verstorbenen erforderlich. Nach der Kremation wird ein kleiner Teil der Asche (etwa 7 Gramm) in eine kleine Mikrokapsel gefüllt, die letztlich mit einer Weltraumrakete von einer Raketenstartbasis aus in die Umlaufbahn der Erde gebracht wird. Je nach Wunsch und Budget kann auch eine größere Menge der Asche beigesetzt werden.

Die restliche Asche der verstorbenen Person wird nach der Kremation in eine versiegelte Kapsel gefüllt. Diese Aschekapsel wird dann in eine Überurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt und in der Regel anonym bestattet.

Hinweis:

Da das Teilen der Asche in Deutschland verboten ist, muss die Aschekapsel des Verstorbenen hierfür ins Ausland überführt werden.

Kremationssarg

Auch für die Kremation wird in Deutschland laut Gesetzgebung ein Verbrennungssarg benötigt. Diese sind weniger stabil als Särge, die bei einer klassischen Erdbestattung zum Einsatz kommen, da sie dem Druck unter der Erde nicht standhalten müssen. Zudem sind sie meist nicht verziert, da sie ohnehin verbrannt werden. Die Särge können je nach Wunsch auch aufwändig gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die Möglichkeit, vor der Kremation auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschmückte Sarg wird dabei in Trauerräumlichkeiten sichtbar für die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen häufig Trost und kann bei der Trauerbewältigung der Angehörigen helfen, ehe die Kremation durchgeführt wird.

Bestattungsort

In Deutschland ist eine Weltraumbestattung aufgrund der Friedhofspflicht bislang nicht möglich. Von Russland oder den USA aus kann die Asche eines Verstorbenen jedoch von einer Raketenstartbasis aus in die Umlaufbahn der Erde gebracht werden. Für diese Bestattungsvariante ist daher eine Überführung ins Ausland erforderlich. Da bei einer Weltraumbestattung lediglich ein geringer Teil der Asche beigesetzt wird, muss der zurückbleibende Teil ebenfalls bestattet werden. In der Regel geschieht dies anonym.

Beisetzungsvarianten

Bei einer Weltraumbestattung kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten, die Asche des Verstorbenen im Weltall beizusetzen, gewählt werden. Ein Teil der Asche kann in die Umlaufbahn der Erde gebracht, auf den Mond oder auf eine endlose Reise durch das Universum geschickt werden.

  • Weltraumbestattung
  • Mondbestattung
  • Universumbestattung

Bei einer Weltraumbestattung wird ein kleiner Teil der Asche (etwa 7 Gramm) in eine Mikrokapsel gefüllt, die eine Widmung enthalten kann. Je nach Wunsch und Budget kann allerdings auch eine größere Menge der Asche beigesetzt werden. In der Regel werden die Kapseln mehrerer Verstorbener in einen gemeinsamen Behälter gesetzt und gleichzeitig bestattet.

Dieser Behälter wird letztlich als sogenannte „Beifracht“ mit einer Rakete, die Satelliten ausbringt, ins Weltall geschickt. Dort öffnet sich der Behälter und die Aschekapseln werden der Schwerelosigkeit des Alls überlassen. Durch die Anziehungskraft der Erde nähern sich die Kapseln im Laufe der Zeit den atmosphärischen Schichten des Planeten an und verglühen schließlich.

Bei einer Weltraumbestattung zählt und kostet jedes Gramm Gewicht, weshalb in der Regel nur wenige Gramm ins Weltall geschickt werden. Da es bei Raketenstarts zu Fehlversuchen kommen kann, dient eine kleine Menge der Asche als Reserve für einen weiteren Versuch.

Hinweis:

Die restliche Asche des Verstorbenen wird in der Regel anonym unter dem Erdboden bestattet. Dies kann vor Ort oder im Heimatland des Verstorbenen erfolgen.

Bestattungstermin

Eine Beisetzung findet in der Regel wenige Tage und maximal 10 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt. Durch die Kremation und Überführung der Asche des Verstorbenen ins Ausland sowie das begrenzte Tragvolumen der Raketen kann die Durchführung einer Weltraumbestattung weit mehr Zeit beanspruchen.

In der Regel wird die Restasche des Verstorbenen, die nicht im Weltraum beigesetzt wird, zeitnah beigesetzt. Der entnommene Ascheteil für die Weltraumbestattung wird teilweise mehrere Monate verwahrt, ehe dieser im Weltraum beigesetzt werden kann.

Hinweis:

Bei einer Weltraumbestattung ist mit langen Wartezeiten zu rechnen. Daher ist es ratsam, diese bereits zu Lebzeiten zu planen und anzumelden, um im Todesfall möglichst zügig einen Platz zugesichert zu bekommen.

Private Abschiednahme

Eine offizielle Abschiednahme im Beisein der gesamten Trauergemeinde bietet die Möglichkeit, dem Verstorbenen zu gedenken und ihm eine letzte Ehre zu erweisen. Auch bei einer Weltraumbestattung kann die Abschiednahme nach persönlichen Wünschen gestaltet werden. Das Spielen von Musik oder das Halten einer Trauerrede am Beisetzungsort ist möglich.

Angehörige können entweder vor der Kremation am Sarg oder nach der Kremation an der Urne Abschied vom Verstorbenen nehmen. Diese Varianten können auch kombiniert werden. Beispielsweise kann ein Abschied unter Freunden und Verwandten am Sarg oder der Urne sowie ein Abschied im engsten Kreise direkt am Ort der Beisetzung arrangiert werden.

Hinweis:

In der Regel benötigen Angehörige eine Genehmigung, um beim Raketenstart anwesend zu sein. Diese sollte rechtzeitig eingeholt werden. Auch können meist nur bis zu 4 Personen vor Ort an der Beisetzung teilnehmen. Daher kann eine Abschiednahme vor der eigentlichen Beisetzung vorteilhaft sein.

Gästeliste für eine private Abschiednahme

Die Wahl der Gästeliste für eine private Abschiednahme sollte sich nach den Wünschen des Verstorbenen richten. So zählen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte können bei der Einladung bedacht werden. Allerdings sollte eine eventuelle Anreise ins Ausland bei Einladungen bedacht werden.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben. So können Sie außerdem öffentlich zur Trauerfeier des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Auch bei einer privaten Abschiednahme kann der Ort der Trauer neben dem Sarg oder der Urne des Verstorbenen nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Als dekorative Elemente können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden.

Blumenarrangements werden in der Regel von Floristen angefertigt. Die Floristik für eine Bestattung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt. Hierzu zählen:

  • Urnenbuketts
  • Sargbuketts
  • Trauerkränze
  • Trauersträuße

Angehörige haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Am Ort der Beisetzung können Angehörige ebenfalls mit Blumen Abschied vom Verstorbenen nehmen. Blumenschmuck oder sonstige Gegenstände, die dabei zum Einsatz kommen, dürfen allerdings nicht zurückgelassen werden.

Musikalische Begleitung

Die Abschiednahme kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie während der Abschiednahme eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet häufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angehörige können sich in gelöster Umgebung über Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalität können Restaurants, Gaststätten oder das eigene Zuhause gewählt werden. Das Menü während des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Ablauf einer Weltraumbestattung

Der Ablauf einer Weltraumbestattung entspricht in etwa dem einer regulären Feuerbestattung. Nach Abholung und Versorgung des Verstorbenen durch einen Bestatter muss die Kremation durchgeführt werden.

Im Anschluss wird ein kleiner Teil der Asche (etwa 7 Gramm) für die Beisetzung im Weltraum entnommen. Je nach Wunsch und Budget kann auch eine größere Menge der Asche entnommen werden. Die restliche Asche der verstorbenen Person wird in der Regel anonym unter dem Erdboden bestattet. Da das Teilen der Asche in Deutschland verboten ist, muss Aschekapsel des Verstorbenen hierfür ins Ausland überführt werden. Für die anonyme Beisetzung kann die Asche zurücküberführt oder im Ausland bestattet werden.

Zuletzt wird die entnommene Asche in eine kleine Mikrokapsel gefüllt, und mit einer Weltraumrakete von einer Raketenstartbasis aus in die Umlaufbahn der Erde gebracht. Am Beisetzungsort kann eine Trauerfeier arrangiert werden, die das Spielen von Musik oder das Halten einer Trauerrede im Beisein der Angehörigen ermöglicht.

Kosten einer Weltraumbestattung

Die Weltraumbestattung zählt zu den besonders kostenintensiven Bestattungsvarianten. Die Kosten können sich je nach Beisetzungsort und Menge der Asche, die bestattet wird, auf 11.000 – 25.000 Euro und mehr belaufen. In den Kosten sind Leistungen wie die Kremation des Verstorbenen, die Organisation und Ausrichtung der Abschiednahme sowie der Bestattung enthalten. Die Kremationskosten variieren je nach Bundesland und Lokalität. Die Kosten für die Bestattung im Weltraum sind abhängig von der Menge der Asche.

Hinweis:

Kommt es am Tag der Bestattung zu einem Fehlstart der Rakete, wird entweder eine zweite Urne im All ausgesetzt oder das Geld wird zurückerstattet.

Neben der eigentlichen Weltraumbestattung fallen zusätzliche Kosten für die anonyme Bestattung der Restasche an. Höhere Kosten fallen außerdem für die Überführung des Verstorbenen ins Ausland an. Reisekosten für Angehörige, die bei der Beisetzung anwesend sein möchten, sollten ebenfalls in die Gesamtkosten einberechnet werden.

Kosten für die Abschiednahme sind von den persönlichen Wünschen der Angehörigen abhängig, die Livemusik, Trauerredner, Floristik oder andere Programmpunkte enthalten können. Langfristig ist die Weltraumbestattung jedoch eine vorteilhafte und kostengünstige Alternative zur klassischen Sargbestattung, da keinerlei Kosten für die Grabpflege und Friedhofsverwaltung anfallen.

Kremationsverfügung

Sofern Sie den Wunsch haben, via Weltraumbestattung bestattet zu werden, können Sie bereits zu Lebzeiten eine Einäscherungsverfügung verfassen. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch berücksichtigt wird. Für eine Kremationsverfügung reicht ein handschriftliches Schriftstück, auf dem Sie unterschrieben vermerken, dass die Kremation Ihr letzter Wunsch ist. Es bedarf keiner notariellen Beglaubigung.

Hinweis:

Vermerken Sie die Bestattungswünsche nicht im Testament. Dieses wird oft erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet.

Suchen Sie hinsichtlich Ihrer Bestattungswünsche auch ein offenes Gespräch mit Ihrer Familie. Im Todesfall erleichtert die Kenntnis Ihrer Wünsche den Hinterbliebenen viele Entscheidungen und den organisatorischen Aufwand der Bestattung. Halten Sie Ihre Wünsche schriftlich fest und bewahren Sie diese an einem gut zugänglichen Ort auf, der Ihrer Familie ebenfalls bekannt ist.

Bestattungsvorsorge

Bei einer Weltraumbestattung ist mit langen Wartezeiten zu rechnen. Daher ist es ratsam, diese bereits zu Lebzeiten zu planen und anzumelden, um im Todesfall möglichst zügig einen Platz zugesichert zu bekommen. So werden auch den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert und gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverfügung oder einem Vorsorgevertrag getroffen werden. Darin können Sie frühzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus können Sie jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Eröffnung eines Treuhandkontos für sämtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angehörigen zukommen.

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Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchführung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt deutschlandweit und gibt vor, innerhalb welches Zeitrahmens die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Je nach Bundesland muss die Überführung des Verstorbenen zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes durchgeführt werden.

Sargpflicht

Die in Deutschland geltende Sargpflicht ist auch bei der Kremation vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass auch für die Kremation ein Sarg erworben werden muss, der ebenfalls kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile für den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Diese schreibt vor, dass physische Teile eines verstorbenen Menschen lediglich an dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden dürfen. Weltraumbestattungen sind in Deutschland bislang nicht möglich. Verstorbene müssen für diese Beisetzungsform daher ins Ausland überführt werden.

Totenfürsorgepflicht

Sofern der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen Willen nicht dokumentiert hat, liegt die gesamte Organisation und Gestaltung der Bestattung laut Totenfürsorgepflicht bei dessen nächsten Familienangehörigen.

Kostentragungspflicht

Die Kostentragungspflicht sieht vor, dass die Finanzierung einer Bestattung durch die Erben des Verstorbenen erfolgt. Sofern keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande ist, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.




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