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Urnenbestattung: Beisetzung in der Urne

Die Urnenbestattung bietet vielfältige Optionen für die Beisetzung und hat sich in Deutschland zur gefragtesten Bestattungsart entwickelt. Erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Organisation und den Ablauf einer Urnenbestattung.

Hintergrund der Urnenbestattung

Für eine Urnenbestattung ist die Kremation eines Verstorbenen erforderlich. Nach der Überführung des Verstorbenen erfolgt die hygienische Grundversorgung und Durchführung der Kremation. Anschließend wird die Asche des Verstorbenen in einer Urne beigesetzt.

Die Kremation eines Verstorbenen kam für gläubige Christen lange Zeit nicht in Frage. Für eine Einäscherung fehlten in Deutschland allerdings auch lange Zeit die Möglichkeiten. Das erste Krematorium wurde hierzulande 1878 in Gotha erbaut und eröffnet. Das Gothaer Krematorium ist auch das erste funktionierende Krematorium Europas.

Vor- und Nachteile einer Urnenbestattung

Zahlreiche Optionen für die Beisetzung

Die Urnenbestattung ermöglicht diverse Beisetzungsvarianten. Nach der Einäscherung des Verstorbenen kann dieser hierzulande im Meer, im Wurzelwerk eines Baumes oder in einem klassischen Grab beigesetzt werden. Damit ist die Urnenbestattung die vielseitigste Bestattungsvariante.

Geringe Folgekosten

Bei einer Urnenbestattung entstehen zusätzliche Kosten für eine Kremation und je nach Beisetzungsvariante weitere Kostenpunkte für die Überführung des Verstorbenen ins Ausland. Eine Urnenbestattung zählt im Schnitt jedoch zu den eher kostengünstigen Beisetzungsvarianten, da langfristig geringere Kosten für die Grabpflege und Friedhofsnutzung anfallen als bei einer klassischen Erdbestattung.

Weniger Pflegeaufwand

Bestattungsarten, die wenig Aufwand für die Grabpflege erfordern, sind in der heutigen Zeit besonders gefragt. Familien wohnen teilweise weit voneinander entfernt, wodurch sich häufig nur noch wenige Angehörige vor Ort befinden und die Grabpflege übernehmen können. Urnenbestattungen erfordern je nach Beisetzungsvariante mitunter wenig bis keinen Aufwand für die Grabpflege.

Längere Bearbeitungszeit

Ein wesentlicher Unterschied zur Erdbestattung ist die Zeitspanne zwischen Todeszeitpunkt und Trauerfeier. Bei der Urnenbestattung kann es aufgrund der Einäscherung des Verstorbenen zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen.

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Einleitung einer Urnenbestattung

Ausstellung der Todesbescheinigung

Um im Todesfall eine Urnenbestattung einzuleiten, muss umgehend ein Arzt benachrichtigt werden. Dieser stellt den Tod fest und fertigt eine Todesbescheinigung an, die für die Beantragung der Sterbeurkunde und alle weiteren Schritte erforderlich ist. Die Leichenschau muss innerhalb von 12 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen werden. Die Todesbescheinigung wird abhängig vom Ort, an dem der Sterbefall eingetreten ist, nach einer Leichenschau von einem Arzt ausgestellt.

Ort des Sterbefalls Was zu tun ist
Sterbefall im eigenen Zuhause Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder den Notruf unter der Nummer 112
Sterbefall im Krankenhaus, Pflegeheim Ausstellung der Todesbescheinigung wird von der Einrichtung organisiert
Sterbefall im öffentlichen Bereich Verständigen Sie den Notruf unter der Nummer 112

Beauftragung eines Bestatters

Für die Organisation und die Umsetzung der Bestattung beauftragen Sie einen Bestatter Ihrer Wahl. Neben der Durchführung der Beisetzung übernimmt dieser auch die Beantragung der Sterbeurkunde und nach Wunsch auch die Abmeldung des Verstorbenen bei Versicherungen. Vor der Beauftragung des Bestattungsunternehmens sollten Sie sich mehrere Angebote von verschiedenen Bestatter einholen, diese miteinander vergleichen und in Ruhe eine Entscheidung treffen. Dabei werden Sie merken, dass die Preise und auch die Leistungen von Bestatter zu Bestatter variieren können, daher ist es wichtig, sich für die Wahl des passenden Angebots Zeit zu nehmen.

Abholung und Überführung des Verstorbenen

Die erste Aufgabe des Bestatters ist es, den Verstorbenen vom Sterbeort abzuholen und zu den Kühlräumen des Bestattungsunternehmens oder direkt zum Krematorium zu überführen. Für die Überführung des Leichnams gibt es je nach Bundesland unterschiedliche gesetzliche Regelungen. Abhängig von der Region in der der Sterbefall eingetreten ist, kann die Frist für die Überführung zwischen 24 und 48 Stunden betragen. In diesem Zeitraum muss der Leichnam vom Bestatter überführt werden. Nach dem Eintritt des Todes haben die Angehörigen somit 24 Stunden Zeit, sich am Krankenbett oder zu Hause vom Verstorbenen zu verabschieden.

Zweite Leichenschau

Vor einer Einäscherung muss eine zweite Leichenschau durchgeführt werden. Diese wird direkt im Krematorium von einem Amtsarzt durchgeführt. Diese wiederholte Leichenschau soll ausschließen, dass es sich um eine unnatürliche Todesursache, beispielsweise ein durch ein Verbrechen herbeigeführter Tod, handelt. Die Feststellung der Todesursache ist nach der Kremation nicht mehr möglich und muss deshalb zuvor zweifelsfrei festgestellt werden.

Hygienische Versorgung des Verstorbenen

Durch eine hygienische Versorgung wird der Verstorbene für die Urnenbestattung vorbereitet. Insbesondere bei einer Aufbahrung des Verstorbenen vor der Verbrennung ist ein würdevoller und friedlicher Anblick für die Trauergemeinde von Bedeutung. Die hygienische Versorgung umfasst unter anderem das Waschen und die Rekonstruktion des ästhetischen Erscheinungsbildes und die kosmetische Behandlung des Verstorbenen beinhalten. Im Anschluss an die hygienische Versorgung werden auch die Augen sowie der Mund des Verstorbenen geschlossen.

Einkleidung des Verstorbenen

In den meisten Fällen ist es gestattet, den Verstorbenen in seiner persönlichen Kleidung einzuäschern. Dies ist jedoch vom jeweiligen Krematorium anhängig. Die Kleidung muss jedoch aus reiner Baumwolle bestehen, synthetische Stoffe sind nicht zulässig. Da die Vorgaben bei jedem Krematorium variieren, sollten im Vorfeld die Vorschriften in der zuständigen Kremationsstätte oder beim Bestatter erfragt werden.

Kremierung

In den modernen Kremationsanlagen, die heute in Deutschland im Einsatz sind, wird jeder Leichnam einzeln und nach höchsten hygienischen Standards eingeäschert. Die Verwechslung der Asche von verschiedenen Verstorbenen ist dadurch ausgeschlossen. Zusätzlich wird vor der Einäscherung ein Schamottstein aus feuerfestem Ton mit einer Identifikationsnummer in oder auf den Sarg gelegt. Dieser garantiert, dass die Überreste nach der Kremation zweifelsfrei dem Verstorbenen zugeordnet werden kann.

Je nach der Beschaffenheit des Körpers dauert der eigentliche Prozess der Kremation rund 90 Minuten. Die Temperatur in der Anlage liegt während der Einäscherung bei bis zu 1200° C. Nach dem Einäscherungsvorgang werden alle nichtverbrennbare Substanzen wie Implantate und Zähne herausgefiltert und nur die Asche und der Schamottstein werden in die Aschekapsel gefüllt. Diese Kapsel wird im Rahmen der Urnenbeisetzung in eine Schmuckurne eingesetzt. Auf dem Deckel der Aschekapsel werden alle wichtigen Daten des Verstorbenen, der Name des Krematoriums und das Datum der Einäscherung vermerkt.


Organisatorisches für die Urnenbestattung

Vor der Urnenbestattung müssen noch einige organisatorische Angelegenheiten erledigt werden. Auf Wunsch steht Ihnen bei jedem dieser Aspekte der Bestatter zur Seite, berät Sie und übernimmt die Planung der Bestattung und der Trauerfeier. Folgende Punkte müssen vor der Urnenbestattung organisiert und mit dem Bestatter abgesprochen werden:


Hinweis:

Sprechen Sie ihre Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter ab. Je konkreter Sie wissen, wie die Bestattung gestaltet werden soll, desto entspannter gestaltet sich die gesamte Planung.

Beisetzungsvarianten

Die erste Entscheidung, die in einem Todesfall getroffen werden muss, ist die Art der Beisetzung. Diese beeinflusst den weiteren Verlauf der Bestattungsplanung. Sofern der Verstorbene kremiert wird, wird die Asche in eine Urne überführt und kann auf verschiedenen Wegen beigesetzt werden. In Deutschland ist lediglich die Durchführung bestimmter Beisetzungsarten nach einer Kremierung möglich.

Bestattungsart In Deutschland möglich
Seebestattung X
Baumbestattung X
Luftbestattung
Felsbestattung
Almwiesenbestattung
Anonyme Bestattung X
Asche zur freien Verfügung
Diamantbestattung
Flugbestattung
Weltraumbestattung
Waldbestattung X
Urne für zu Hause X
Ascheverstreuung (X)
Edelsteinbestattung
Flussbestattung

Urne

Bei einer Urnenbestattung wird die Asche der verstorbenen Person nach der Kremation in eine versiegelte Kapsel gefüllt. Diese Aschekapsel wird dann in eine Überurne, auch Schmuckurne genannt, gesetzt. Je nach Beisetzungsart kann auch auf eine Überurne verzichtet werden.

Wird die Urne im Erdreich beigesetzt, muss die Urne aus einem biologisch zersetzbaren Material bestehen. Dabei kommen unbehandeltes Holz, weich gebrannte Keramik oder Naturkautschuk in Frage. Urnen aus Glas, emailliertem Metall oder fest gebrannter Keramik sind bei einer Erdbestattung nicht zugelassen. Diese Urnenvarianten können jedoch in Kolumbarien beigesetzt werden. Bei einer Seebestattung werden bestimmte Urnen eingesetzt, die sich innerhalb weniger Stunden vollständig auflösen.

Kremationssarg

Auch bei der Kremation wird in Deutschland laut Gesetzgebung ein Verbrennungssarg benötigt. Diese sind weniger stabil als Särge, die bei einer klassischen Erdbestattung zum Einsatz kommen, da sie dem Druck unter der Erde nicht standhalten müssen. Zudem sind sie meist nicht verziert, da sie ohnehin verbrannt werden. Die Särge können je nach Wunsch auch aufwändig gestaltet werden.

Aufbahrung

Die Aufbahrung des Verstorbenen bietet der Trauergemeinde die Möglichkeit, vor der Kremation auf eine besonders würdigende Weise Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Der geschmückte Sarg wird dabei in Trauerräumlichkeiten sichtbar für die Trauergemeinde platziert. Bei einer Aufbahrung kann der Sargdeckel geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Eine offene Aufbahrung spendet durch den friedlichen Anblick des Verstorbenen häufig Trost und kann bei der Trauerbewältigung der Angehörigen helfen, ehe die Kremation durchgeführt wird.

Bestattungsort

Die Wahl des Bestattungsortes ist abhängig von der Beisetzungsart, den finanziellen Mitteln des Kostenträgers sowie einer möglicherweise bereits vorhandenen Grabstelle. In Deutschland besteht die Friedhofspflicht, die vorschreibt, dass ein Verstorbener in jedem Fall an einem dafür genehmigten Ort beigesetzt werden muss. Hierzulande kommen dafür Friedhöfe, die Nord- oder Ostsee sowie diverse FriedWald-Standorte in Frage. Die Verstreuung der Asche ist in Deutschland teilweise auf Aschestreufeldern verschiedener Friedhöfe möglich.

Bestattungstermin

Die Beisetzung findet in der Regel wenige Tage und maximal 10 Tage nach Eintritt des Todesfalls statt. Angehörige sollten sich rechtzeitig um die Anmeldung der Trauerfeier bemühen, um umstandslos weiterplanen zu können. Der Bestatter ist Ihnen hierbei behilflich.

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Gästeliste für die Trauerfeier

Die Wahl der Gästeliste für eine Trauerfeier sollte sich nach den Wünschen des Verstorbenen richten. So zählen Hinterbliebene aus der nahen Verwandtschaft neben Freunden und Kollegen des Verstorbenen zur Trauergemeinde. Auch entfernte Verwandte und Bekannte können bei der Einladung bedacht werden.

Traueranzeige

Vor der Beisetzung haben Sie die Möglichkeit, eine Traueranzeige aufzugeben und darin den Beisetzungstermin bekanntzugeben. So können Sie öffentlich zur Beisetzung des Verstorbenen einladen. Sie sollten sich jedoch rechtzeitig um die Einreichung der Anzeige bei den Zeitungen bemühen, da diese unterschiedliche Redaktionsschlüsse haben. Darüber hinaus können Sie Trauer- sowie Dankeskarten für die Anteilnahme drucken zu lassen.

Dekoration und Floristik

Wenn die Beisetzung auf einem christlichen Friedhof stattfinden soll, kann die Trauerfeier meist in einer Kapelle oder Trauerhalle des Friedhofes ausgerichtet werden. Die Trauerhalle kann nach individuellen Wünschen geschmückt werden. Dabei sollten jedoch die Vorgaben der Friedhöfe beachtet werden. Als dekorative Elemente können Blumen, Kerzen, Bilder und persönliche Gegenstände des Verstorbenen eingesetzt werden.
Auch die Urne des Verstorbenen wird in der Regel mit Blumenarrangements versehen, die von Floristen angefertigt werden. Die Floristik für eine Bestattung wird von den nächsten Angehörigen nach Vorlieben des Verstorbenen oder eigener Einschätzung gewählt. Hierzu zählen:

  • Urnenbuketts
  • Trauerkränze
  • Trauersträuße

Gäste der Trauerfeier haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Kranz oder Strauß beizusteuern. Blumenarrangements sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und werden mit Schleifen verziert, die den Namen und einen Gruß des Schenkenden enthalten.

Musikalische Begleitung

Die Trauerfeier kann von Musik begleitet werden, die den Vorlieben des Verstorbenen entspricht oder die Gefühlswelt der Angehörigen widerspiegelt. Die Trauermusik spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Trauerfeier. Musikstücke können von einem Chor oder Sänger, einer Liveband oder Kapelle sowie durch ein Orgelspiel oder eine CD vorgetragen werden. Die musikalische Begleitung kann sehr individuell gestaltet werden und ist an keine Vorgaben gebunden.

Trauerrede

Sofern Sie eine Trauerrede wünschen, aber selbst keine Rede halten möchten, haben Sie die Wahl zwischen einem christlichen und einem weltlichen Redner. Diese werden sich in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über den Verstorbenen unterhalten. Auf diese Weise kann der Trauerredner die verstorbene Person näher kennenlernen und in der Trauerrede darstellen, was den Verstorbenen ausgemacht hat.

Die Grabrede ist eine besondere Art der Trauerrede und findet direkt am Grab des Verstorbenen statt. Ein Grabredner, der nicht aus dem Umfeld des Verstorbenen stammt, ermöglicht es Angehörigen, in ihrer Trauer nicht vor der Trauergemeinde sprechen zu müssen und dem Verstorbenen dennoch eine würdigende Rede zukommen zu lassen. Bei einer Seebestattung übernimmt dies meist ein Schiffskapitän.

Leichenschmaus

Im Anschluss an die Beisetzung findet häufig ein Leichenschmaus, auch Trauerkaffee genannt, statt. Angehörige können sich in gelöster Umgebung über Erinnerungen austauschen und dem Verstorbenen gemeinsam gedenken. Als Lokalität können Restaurants, Gaststätten oder das eigene Zuhause gewählt werden. Das Menü während des Leichenschmauses beinhaltet in der Regel Kaffee und Kuchen oder ein Lieblingsgericht des Verstorbenen.

Grabstätte

In Abhängigkeit vom Beisetzungsort kann bei einer Urnenbestattung zwischen unterschiedlichen Grabstätten gewählt werden. Dazu zählen:

  • Urnengrab (Wahlgrab, Reihengrab)
  • Anonymes oder halb-anonymes Urnengrab
  • Kolumbarium
  • Gruft
  • Urnenstele
  • Röse
  • Ascheverstreuung
  • Baumbestattung
  • Wiesenbestattung
  • Seebestattung

Urnengrab

Bei einem Urnengrab wird die Urne auf einem Friedhof dem Erdreich beigesetzt. Bei Urnengräbern haben Sie die Wahl zwischen einem Reihengrab, einem Wahlgrab und einem anonymen Grab.

Bei einem Reihengrab wird Ihnen von der Friedhofsverwaltung ein Grabplatz zugewiesen, an dem Sie für 20-25 Jahre die Nutzungsrechte haben, die in der Regel nicht mehr verlängert werden können. Beim Wahlgrab können Sie sich bei einer Besichtigung mit einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung einen freien Platz aussuchen und diesen ebenfalls für 20 bis 25 Jahre nutzen. Die Ruhefrist des Wahlgrabplatzes kann nach Ablauf verlängert werden.

Grabart Grabstelle frei wählbar Nutzungsrecht Ruhefrist verlängerbar
Reihengrab 20-25 Jahre
Wahlgrab X 20-25 Jahre X

Urnengräber sind meist kleiner als klassische Erdgräber. Nach der Bestattung haben Angehörige einen Gedenkort, an den sie zu den Öffnungszeiten der Friedhöfe zurückkehren können. Auch für Urnengräber können Grabsteine angefertigt werden. Die Grabpflege und Bepflanzung übernehmen viele Angehörige selbst. Alternativ kann eine Friedhofsgärtnerei damit beauftragt werden.

Anonymes oder halb-anonymes Urnengrab

Bei einem anonymen Urnengrab wird die Urne in einem Gemeinschaftsfeld beigesetzt. In diesem befinden sich mehrere Urnen von nicht verwandten Verstorbenen. Üblicherweise ist es nicht gestattet, die Grabstätte in irgendeiner Weise zu kennzeichnen. Das Anbringen eines Grabsteins oder die Niederlegung von Blumen an der Grabstelle ist nicht gestattet. In der Regel ist jedoch ein zentraler Ort für die Niederlegung von Blumengrüßen vorhanden. Bei einer anonymen Beisetzung sind die Angehörigen nicht anwesend und werden im Anschluss auch nicht über den genauen Beisetzungsort in Kenntnis gesetzt.

Bei der halb-anonymen Feuerbestattung können Angehörige bei der Trauerfeier anwesend sein und erhalten Kenntnis über den Beisetzungsort. Personendaten des Verstorbenen können bei einer halb-anonymen Bestattung auf einer zentralen Gedenktafel des Friedhofes eingefasst oder auf einer Platte in die Rasenfläche eingelassen werden.

Auf ein anonymes oder halb-anonymes Urnengrab wird meist aus Kostengründen zurückgegriffen oder wenn die Hinterbliebenen keinen Bezug zum Verstorbenen hatten. Die anonyme Feuerbestattung ist eine der kostengünstigen Beisetzungsformen, da auf zentrale Elemente wie Grabstein, Blumenschmuck und Trauerfeier meist verzichtet wird. Ebenso entfallen die Kosten für die jahrzehntelange Grabpflege.

Kolumbarium

Ein Kolumbarium ermöglichen die Beisetzung in alternativen und pflegeleichten Grabstellen. Kolumbarien können freistehende Gebäude, in eine Friedhofsmauer eingelassen oder in Krematorien integriert sein. Nicht alle Friedhöfe bieten jedoch die Möglichkeit der Beisetzung in einem Kolumbarium. Die Wände eines Kolumbariums verfügen über einzelne Abteile, in denen Urnen beigesetzt werden. Die einzelnen Kammern werden durch einen gravierten Stein verschlossen, der die Informationen des Verstorbenen beinhaltet. Da Kolumbarien keine Möglichkeit er Grabgestaltung bieten, ist auf Friedhöfen meist ein zentraler Ort vorhanden, an denen Blumen niederlegt werden können.

Urnenstele

Die Urnenstele ist eine Säule mit mehreren Urnen-Aufbewahrungskammern. Die einzelnen Kammern werden mit einem gravierten Stein verschlossen, der die Informationen des Verstorbenen beinhaltet. Meist beinhaltet eine Säule 2 bis 6 Urnen-Aufbewahrungskammern. Auch der Erwerb einer Familien-Stele ist möglich. Da Urnenstelen keine Möglichkeit er Grabgestaltung bieten, ist auf Friedhöfen meist ein zentraler Ort vorhanden, an denen Blumen niederlegt werden können.

Baumbestattung

Die Baumbestattung ist eine sehr naturverbundene Bestattungsform. Bei dieser Beisetzungsvariante wird die Urne im Wurzelwerk eines Baumes bestattet. Die Pflege und Gestaltung der Grabstelle übernimmt gänzlich die Naturumgebung des Waldes. Die Kennzeichnung eines Baumgrabes ist auf Wunsch mittels einer Holztafel möglich.

Seebestattung

Bei der Seebestattung wird die Urne des Verstorbenen in einer nautischen Zeremonie dem Meer übergeben. Angehörige bekommen eine Seekarte und einen Logbuchauszug mit den genauen Koordinaten der Grabstelle. Ein klassisches Grab entsteht bei dieser Beisetzungsform nicht, wodurch langfristig die Grabpflege entfällt.

Kosten

Bei einer Urnenbestattung fallen außerdem Kosten für die Einäscherung des Verstorbenen an. Diese variieren regional und je nach Träger des Krematoriums. In der Regel muss mit Kosten zwischen 250 und 350 Euro gerechnet werden. Auch die zweite Leichenschau führt zu weiteren Kosten. Diese belaufen sich meist auf 30 bis 70 Euro.

Trotz dieser zusätzlichen Kosten ist die Urnenbestattung auf lange Sicht eine kostengünstige Bestattungsart, da geringere Friedhofsgebühren und weniger Kosten für die Grabpflege anfallen als bei einer Erdbestattung.


Kremationsverfügung

Falls Sie bereits den Wunsch haben, nach Ihrem Tod im Rahmen einer Urnenbestattung bestattet zu werden, können Sie diesen Wunsch bereits zu Lebzeiten in einer Kremationsverfügung festhalten. Diese stellt sicher, dass Ihr Wunsch nach Ihrem Tod berücksichtig wird. Für eine Kremationsverfügung reicht es, wenn Sie den Wunsch nach einer Kremation handschriftlich auf einem Papier vermerken und dieses unterschreiben.Die Verfügung muss nicht notariell beglaubigt werden.

Hinweis:

Vermerken Sie die Bestattungswünsche nicht in Ihrem Testament. Da dieses häufig erst Wochen nach der Beisetzung geöffnet wird, können Ihre Wünsche gegebenenfalls nicht berücksichtig werden.

Falls Sie bereits konkrete Bestattungswünsche haben, sollten Sie das offene Gespräch mit der Familie suchen. Im Falle Ihres Todes erleichtern Sie mit diesen Informationen den Hinterbliebenen viele schwierige Entscheidungen und minimieren den organisatorischen Aufwand. Schließen Sie eine Bestattungsvorsorge ab, in der Sie Ihre Wünsche schriftlich festhalten. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die Urnenbestattung eines Tages nach Ihren Vorstellungen abläuft. Informieren Sie ihre Familie außerdem darüber, dass Sie eine solche Bestattungsvorsorge abgeschlossen haben.

Bestattungsvorsorge

Eine Urnenbestattung kann bereits zu Lebzeiten geplant und nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. So werden nicht nur den Hinterbliebenen Entscheidungen erleichtert, sondern auch gewährleistet, dass die eigene Bestattung entsprechend persönlicher Wünsche gestaltet wird.

Eine Bestattungsvorsorge kann in Form einer Bestattungsverfügung oder eines Vorsorgevertrags getroffen werden. Darin können Sie frühzeitig festlegen, in welcher Form und an welchem Ort die eigene Beisetzung erfolgen soll. Darüber hinaus können Sie jedes weitere Detail für eine Trauerfeier und zugehörige Programmpunkte festlegen. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge ist die Eröffnung eines Treuhandkontos für sämtliche Bestattungskosten, die auf Ihre Angehörigen zukommen.

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Bestattungsgesetz

In Deutschland wird die Durchführung von Bestattungen mit einem Bestattungsgesetz geregelt, das sich je nach Bundesland unterscheiden kann. Bestimmte Regelungen, wie etwa die Bestattungspflicht oder die Kostentragungspflicht, gelten jedoch deutschlandweit.

Bestattungspflicht

Die Bestattungspflicht gilt in ganz Deutschland und regelt, in welchem Zeitraum die Bestattung eines Verstorbenen erfolgen muss. Dieser Zeitraum für die Überführung variiert je nach Bundesland zwischen 24 und 48 Stunden nach Eintritt des Todes.

Sargpflicht

Auch bei der Feuerbestattung gilt die Sargpflicht. So muss für die Kremation ein Sarg erworben werden, der zusammen mit dem Leichnam kremiert wird. Die Kremation im Sarg bietet auch Vorteile für den Kremationsprozess.

Friedhofspflicht

Die in Deutschland geltende Friedhofspflicht schreibt vor, dass die physischen Überreste von verstorbenen Menschen nur an dafür vorgesehenen Orten aufbewahrt werden dürfen. Urnenbestattungen sind in Deutschland auf Friedhöfen, in der Nord- und Ostsee sowie in einem FriedWald möglich.

Totenfürsorgepflicht

Hat der Verstorbene keine Bestattungsvorsorge getroffen und seinen letzten Willen nicht dokumentiert, ist die gesamte Planung und Gestaltung der Bestattung laut Totenfürsorgepflicht Aufgabe der nächsten Familienangehörigen des Verstorbenen.

Kostentragungspflicht

Die Finanzierung der Bestattung wird durch die Kostentragungspflicht geregelt. Laut dieser müssen die Erben des Verstorbenen die Kosten für die Bestattung tragen. Ist keiner der Angehörigen und Erbberechtigten im Stande, die Bestattungskosten zu tragen, kann eine Sozialbestattung beantragt werden.




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